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Weißer Oleander

Weißer Oleander
drama , usa 2002
original
white oleander
regie
peter kosminsky
drehbuch
mary agnes donoghue
cast
alison lohman,
michelle pfeiffer,
robin wright penn,
renee zellweger, u.a.
spielzeit
109 Minuten
kinostart
6. Februar 2003
homepage
bewertung

6 von 10 Augen

Magnolien aus Stahl, Weißer Oleander - Filme, die diverse Frauenschicksale miteinander verweben, werden gern mit blumigen Titeln bedacht. Dabei bringt die plumpe Metapher die Aussage des Films gleich auf den Punkt: hier geht es um Frauen, die zart erscheinen, tatsächlich aber ganz schön tough sind. Wie weißer Oleander eben, der auch in stürmischen Zeiten blüht und obendrein noch ein tödliches Gift absondert.
Ingrid Magnussen (Michelle Pfeiffer) liebt diese Pflanze. So unkonventionell wie ihre botanischen Vorlieben ist ihr ganzes Leben als allein erziehende Mutter und Künstlerin. Ihre Tochter Astrid (Alison Lohman) kommt dabei häufig zu kurz. Und steht, als Ingrid wegen Mordes an ihrem Liebhaber verhaftet wird, ganz allein da. Für den Teenager beginnt eine Odyssee durch verschiedene Pflegefamilien, die einen Querschnitt durch die amerikanische Gesellschaft bilden: Die nicht mehr ganz taufrische Ex-Stripperin Star (Robin Wright Penn) hat sich dem Alkohol ab- und einer Bibelgemeinschaft zugewandt. Als ihr Lebensgefährte Ray (Cole Hauser) Interesse an Astrid zeigt, kommt es zur Katastrophe - und Astrid in ein Jugendheim. Hier zeigt Paul (Patrick Fugit) Interesse an der künstlerisch begabten Astrid, die ihre Verletzungen in der Zeichnerei zu kompensieren versucht. Doch angesichts Ingrids vehementem Plädoyer für die Unabhängigkeit starker Frauen lässt Astrid Paul zunächst nicht an sich heran.
Ihre nächste Pflegefamilie lebt in einer luxuriösen Villa am Strand vom kalifornischen Malibu, und Astrid entwickelt ein inniges Verhältnis zu ihrer warmherzigen, doch äußerst labilen Pflegemutter Claire (Renee Zellweger). Ingrid überwacht diese Entwicklung eifersüchtig aus dem Gefängnis heraus und löst durch ihr Eingreifen eine weitere Katastrophe - und Astrids Rückkehr ins Heim - aus. Die Beziehung zwischen Ingrid, die trotz ihrer langen Abwesenheiten Astrids Leben dominiert, und ihrer Tochter spitzt sich immer mehr zu. Doch Astrids emotionale Abnabelungsversuche scheitern an Ingrids Härte und ihren vielen unbeantworteten Fragen nach dem Wesen ihrer Mutter und der eigenen Identität.
Eine russische Flohmarkthändlerin wird Astrids letzte Pflegemutter. Sie steht kurz vor ihrem Highschool-Abschluss - und dem Sprung in ein selbst bestimmtes Leben, in dem auch Paul mittlerweile einen Platz gefunden hat. Da bittet Ingrid sie um eine Falschaussage vor Gericht...

Kinodebütant Peter Kosminsky versammelt neben der beeindruckenden Newcomerin Alison Lohman, der eine äußerst glaubwürdige Selbstfindungsreise vom Teenie zur jungen Frau gelingt, eine ganze Riege erstklassiger Darstellerinnen. Und dreht sich daraus einen Strick. Denn hier wird in nur 109 Kinominuten versucht, zu viele Schicksale vielschichtiger Frauen auszuloten. Dabei muss die dramaturgische Entwicklung teilweise auf der Strecke bleiben. So erscheint Ingrids inneres Wachstum am Abnabelungsprozess ihrer Tochter in so groben Sprüngen, dass er für den Zuschauer kaum noch plausibel ist. Eine Fokussierung auf die Mutter-Tochter-Beziehung wäre hier wünschenswert gewesen. Auch wenn das den Verlust kleiner intermedialer Highlights bedeutet hätte: Renée Zellweger zeigt als erfolglose Schauspielerin Claire ihrer Pflegetochter Astrid einen ihrer Filmauftritte. Und das ist ein Ausschnitt aus einem weniger gloriosen Punkt in Zellwegers eigener Filmografie: Ihr Auftritt 1994 im Sequel vom "Kettensägenmassaker".
Doch trotz zu vieler Erzählstränge ist "Weißer Oleander" viel mehr, als sein blumiger Titel androht. Hier geht es nicht nur um den harten Kern in der Schale schöner Frauen, sondern um das Erwachsenwerden eines jungen Mädchens, das sich in vielen Abhängigkeitsverhältnissen befindet. Verletzlich und offen tendiert sie dazu, sich ihrer jeweiligen Umgebung anzupassen, während ihre dominante Mutter selbst aus dem Gefängnis heraus die Fäden in der Hand hält. Das macht sie zunächst zu einem Spielball, jedoch niemals zu einem Opfer. Am versöhnlichen, hart an der Grenze zum Kitsch schrammenden Schluss ist Astrid aus jedem Konflikt ein wenig stärker hervorgegangen. Doch die Bilder von Ex-Dokumentarfilmer Kosminsky und Lohmans hervorragend differenziertes Spiel machen das durchaus verzeihlich.

Miriam Flüß

10

ich hab den film gsehen und das buch gelesen,
finde beide super...
muss mir die dvd kaufen...

10

Hallöchen!
Ich habe den Film gestern Abend gesehen, und muss sagen, ich fand ihn großartig! Alison Lohman ist eine absolut geniale Schauspielerin!
Ganz großes Lob, ich finde sie hat Pfeiffer und Zellweger glat an die Wand gespielt!
Also ich kann den Film nur weiterempfehlen!
Grüßle

10

Dieser Film ist super. ER hat mich sehr berührt... Wow

10

der film is einfach toll!...berühert total....kompliment!

10

für mich ist der film mit der beste den ich je gesehen hab man kann sich richtig gut in die situation von astrid reinfühlen und ich hab mich so für sie gefreut als sie paul kennengelernt hat und dann sah es zwischen durch wieder so aus als würde es doch nichts werden... aber ich kann echt gut verstehen dass sie sich nicht sicher war
also der film ist echt klasse

10

Dieser Film hat mich einfach berührt.

9

Mir hat der Film wahnsinng gut gefallen. Michelle und Alsion waren einfach brilliant. Das Buch jedoch fand ich ein Tick besser. Ich finde es schade, dass die Geschichte von Olivia nicht verfilmt wurde. Aber ihr solltet euch unbedingt den Film ansehen und das Buch lesen!!!

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