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We feed the world - Essen global

We feed the world - Essen global
dokumentation , Österreich 2005
original
regie
erwin wagenhofer
drehbuch
erwin wagenhofer
cast
jean ziegler,
peter brabeck,
karl otrok, u.a.
spielzeit
96 Minuten
kinostart
27. April 2006
homepage
http://www.essen-global.de
bewertung

7 von 10 Augen

 

Kaum zu glauben: Während anderswo Tierdokus mit possierlichen Pinguinen und anderen süßen Lebewesen zu Kassenschlagern wurden, haben die Österreicher einen Film mit totem Fisch, Tonnen an Tomaten und Schlachtfabriken, in denen kleine Kuschelhühner Supermarktregal-passend zerfetzt werden, zum erfolgreichsten Dokumentarfilm ihres Landes gemacht. Regisseur Erwin Wagenhofer zeigt in "We Feed the World", wo unser Essen eigentlich herkommt und welche Auswirkungen die Globalisierung des Nahrungsmittelhandels in verschiedenen Ländern hat.

Ursprünglich wollte Wagenhofer von einem spezifischen Markt in Wien, dem Naschmarkt, ausgehend die Wege der Nahrungsmittel in die Länder zurückzuverfolgen, aus denen die Waren stammen. Stattdessen nahm er schließlich ein Interview mit dem UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung und schnitt Beiträge dazwischen, die die Absurdität des Ganzen veranschaulichen sollen. Im Gegensatz zu Michael Moore ("Fahrenheit 9/11", "Bowling for Columbine") oder Morgan Spurlock ("Supersize Me") ist Wagenhofers Stil sehr viel nüchterner. Es werden eindeutig mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet, und der Zuschauer hat keine Rahmenhandlung (die der Markt-Ansatz vielleicht noch gehabt hätte) oder keinen Erzähler, der ihm dabei hilft, die gelieferten Informationen einzuordnen. Stattdessen sprechen Luftaufnahmen von gigantischen Treibhäusern, Interviewaussagen und Zwischentitel mit Fakten für sich.

Da "We Feed the World" in Deutschland gezielt für Schulklassen genutzt werden soll, ist diese Herangehensweise passend, gerade weil das Werk sich vom Infotainment anderer Sendungen absetzt. Dafür kann man danach darüber reflektieren, wie sehr die eigenen Kaufentscheidungen die Wirtschaft beeinflussen, denn Wagenhofer nennt diesen Film absichtlich "We Feed the World" und nicht "They Feed the World".
Der Regisseur war nicht daran interessiert, verbrecherische Machenschaften aufzudecken, sondern filmte die legalen und doch absurden Wege unserer Fische, Tomaten, Hühnerschenkel und so weiter. So essen wir zum Beispiel künstlich bewässerte Tomaten aus Treibhäusern in Spanien, wodurch dort die Wasserreserven knapp werden. In Wien wird täglich so viel Brot vernichtet, wie Graz verbraucht. Der Regenwald Amazoniens wird gefällt für Sojapflanzen, die dann von europäischen Rindern gefressen werden. Überfluss und Mangel stehen sich permanent gegenüber: Peter Brabeck, der Konzernchef von Nestlé International (dem größten Nahrungsmittelkonzern der Welt), sagt im Interview, dass Wasser einen Marktwert haben sollte. Kurz zuvor hat man eine brasilianische Mutter gesehen, die ihrem Kind nur verunreinigtes Wasser geben kann.

Nun kann man zwar schimpfen, dass durch diese Inszenierung den Konzernen mal wieder die Schuld an allem gegeben wird, doch Wagenhofers Aussage ist eine andere: Wir sind die Käufer. Wir entscheiden, ob wir pralle, nach nichts schmeckende Hybrid-Auberginen oder verschrumpelte, aromatische Bio-Auberginen kaufen. Den Supermarkt betrachtet man beim nächsten Besuch nach diesem Film auf jeden Fall mit anderen Augen.

Margarete Semenowicz

1

wir haben es uns in der schule angeschaut und ich fand ihn langweilig! wie die meisten , ich denke für diesen film werden sich nur öki-leute interesieren!aber trotzdem ei großer lob an die macher, gut gemcht auch wnn der film nicht alle anspricht,oder eher das thema!!!

10

ich hasse Wohlstandsmenschen, die Realität tut so verdammt weh
Immer rein immer rein sprach das Schwein, damit du merkst was du bist und nicht vergisst das du ein dummes Schwein warst und bist.
Konsummenschen gieren nach Mc Fuck food und kapieren nicht das sie den Regenwald auffressen. der Film ist grausam er zeigt wie die Lunge der Erde vom der kleinen Bestie Mensch vernichtet wird. Die Fleischfesser haben zuviel Kadaver vertilgt zuviel Masthuhneier gefressen usw. Die Welt steht still. Alles ist kaputt Tja Menschenkind du hättest deinen Lebensraum beschützen sollen stattdessen hast du ihn aufgefressen.

"...denen kann ich davon nur abraten!! außer ihr habt vor, ne runde zu schlafen.. der ist echt annormalst langweilig!!... ich mein wenn ihr solche feldfritzen seid..."

Wo kommt denn das Essen das du dir einverleibst her? Vom Himmel gefallen?

"meine nachtbarerin"

Wer? ;-)

"leonie, ist neben mir eingeschlafen und ich glaub sie war nicht die einzigtste..."
Die was? *g*

"doch ich mimi, kann den film mit bedauern nicht weiter empfehlen."

"dieser film ist übelst langswielig. wir waren, ein gymnasuim aus köln, in diesem film. lehrer sowie schüler waren am schlafen."

Ihr wart bitte was bzw. woher? Schwer zu glauben...

Und ich muss mit Bedauern erkennen das die Aufnahmebereitschaft einer achten (und wohl auch anderen)Klasse inkl. Lehrern anscheinend zu gering ist um sich eine wirkliche interessante und anregende Dokumentation anszuschauen.

"wir haben es uns in der schule angeschaut und ich fand ihn langweilig! wie die meisten , ich denke für diesen film werden sich nur öki-leute interesieren!"

Nur "öki-leute"? Sorry,aber leben wir nicht in der gleichen Welt?
Zusammenhänge die uns alle etwas angehen sollten nicht nur für eine "Ziel oder Randgruppe" interessant sein...

5

Es ist ja gut wenn Missstände aufgezeigt werden, aber diese agressiven Klugscheißer, die meinen ihren Menschenhass mit einem ökosozialen Anstrich adeln zu können, habe ich gründlich gefressen.

8

also ich habe den Film jetzt schon zum zweiten mal in der Schule gesehen. Ist ja auch klar das so ein Dokumentationsfilm nicht gerade so spannend ist aber er ist auf jeden fall interessant und sehenswert. Ich habe vor diesem Film zwar auch schon so manches gewusst aber eben nur oberflächlich. Vorallem die Einstellung von Peter Brabeck (vom Nestlékonzern) finde ich wirklich der absolute Wahnsinn "Ich persönlich glaube, es ist besser, man gibt einem Lebensmittel einen Wert, sodass wir uns alle bewusst sind, dass das etwas kostet.." und kurz zuvor sieht man im Film, wie Menschen verschmutzes und verseuchtes Wasser trinken und dabei erkranken....
aber ich glaube auch dass man sich nach diesem Film vllt. doch mehr gedanken macht, wenn man einkaufen geht, und sich zweimal überlegt, ob man sich für heute abend Hähnchen kauft.
Ich würde den Film auf jeden Fall weiterempfehlen.

Wenn Menschen tatsächlich

5

Wenn Menschen tatsächlich denken, dass es sich in einer Welt voller Ungerechtigkeit und Gewissenslosigkeit so weiterhin leben ließe, dann sollte eines zumindest mal klar sein; jeden von uns könnte die Lebenssituation erwischen, denn wir entscheiden nicht, wo oder als was wir geboren werden. Nur weil wir den Zugang zu ausreichendem Konsum haben, heißt es nicht verschwenderisch oder gleich zum Überkonsum greifen zu müssen. Wir als Konsumenten müssen die Verantwortung für das tragen, was wir mit unserem übermäßigem Konsum anzetteln. Und eines Tages werden wir das auch, da wir keinerlei Rücksicht auf andere Menschen nehmen. Wie im Film gesagt, es müsste kein Mensch hungern, wir haben genug Nahrung um alle Menschen auf der Welt zu versorgen. Und doch verhindert die Industrie, die Firmen dies. Es stimmt, jedes Kind das an Hunger stirbt, wird ermorden. Wie man mit diesem Gewissen leben kann verstehe ich nicht. Wir Menschen sind schon grausam genug, und dann auch noch zu unsere einst selbst. Wir sind nicht besser, auch wenn wir uns heute für etwas besseres halten, aber im Prinzip, lassen wir Leute verhungern, um unser Verlagen an Konsum zu stillen.
Da kann doch was nicht richtig sein. Das fängt bei der Erziehung an und hört bei den Medien auf. Ein Club der Verschwörung, deruns Konsumenten im Dunkeln tappen lässt, damit wir die Produkte doch bitte kaufen und verbrauchen. Wir verbrauchen nicht nur Material, wir verbrauchen die Welt und auch Menschen!

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