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Warum Männer nicht zuhören und Frauen nicht einparken können

Warum Männer nicht zuhören und Frauen nicht einparken können
komödie , d 2007
original
regie
leander haußmann
drehbuch
rochus hahn, alexander stever
cast
benno fürmann,
jessica schwarz,
uwe ochsenknecht,
annika kuhl, u.a.
spielzeit
103 Minuten
kinostart
29. November 2007
homepage
http://www.maennerundfrauen.film.de
bewertung

5 von 10 Augen

 

Katrin (Jessica Schwarz) ist zwar eine echte Power-Frau, beruflich erfolgreich und selbstbewusst, aber sie parkt halt sehr schlecht ein. Was aber immerhin dazu führt, dass sie Jan (Benno Fürmann) kennen lernt, einen genauso selbstbewussten wie charmanten Macho, der ob der attraktiven Traumfrau sowohl sein eigentliches Date als auch den Kratzer an seinem Auto umgehend vergisst. Anschließend benötigt dann Leander Haußmann als Regisseur und Erzähler knapp neunzig weitere Minuten um uns die typischen und wohl unvermeidlichen Stationen einer Beziehung zwischen Mann und Frau auf etwas bemüht amüsante Weise zu schildern.

Warum tut er das und wieso verpasst der Macher von "Sonnenallee" und "Herr Lehmann" seinem Film einen so merkwürdigen Titel? Eine Frage, die sich in erster Linie nur die männlichen Leser stellen dürften, sofern sie genau das eben nicht sind, nämlich "Leser". Jedenfalls nicht in dem Maße, als dass ihr Buchkonsum mit dem der durchschnittlichen deutschen Frau mithalten könnte.
Ein Klischee? Bestimmt, aber damit sind wir absolut beim Thema, denn um nichts Anderes geht es hier schließlich. Also: Wer gerne lustige Bücher über das problembeladene Verhältnis der Geschlechter liest, dem ist natürlich "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken" ein Begriff, schließlich verkaufte sich kaum ein Sachbuch in den letzten Jahren häufiger als die augenzwinkernde Verhaltensanalyse des amerikanischen Ehepaares Allan und Barabra Pease. Allein in Deutschland gingen davon (zusammen mit dem Nachfolgeband) mehr als fünf Millionen Exemplare über den Ladentisch.

Wenn sich nun also nur jede fünfte Leserin ihren oder irgendeinen anderen Kerl schnappt und ins Kino schleift, dann ist der Millionenerfolg bereits gesichert. Genau diese Kalkulation ist wohl auch in erster Linie dafür verantwortlich, dass wir es nun tatsächlich mal mit einer "Sachbuchverfilmung" zu tun haben. Und weil das so ist gibt es eben auch einen Erzähler, der eine deutlich größere Rolle spielt als gewöhnlich, wie bei einer Vorlesung einzelne Kapitel aufschlägt und seine Figuren quasi als Blaupause in "typischen" Situationen sehr typische Dinge tun und sagen lässt.
Eine etwas ungewöhnliche Dramaturgie also, wenn man es überhaupt so nennen möchte. Denn auf eine kontinuierliche Entwicklung der Beziehung von Katrin und Jan müssen wir in diesem Fall genauso verzichten wie wir dafür einige willkürliche Zeitsprünge zu akzeptieren haben. Das, was gereicht wird, ist dann oft recht amüsant, aber nicht gerade brüllend komisch und manchmal auch nur schrecklich blöd, was vor allem für die immer wieder eingespielten kleinen Szenen gilt, in denen die Hauptfiguren als grunzende Steinzeitmenschen agieren, um damit ganz deutlich zu machen, wie wenig sich gewisse Rituale doch seitdem verändert haben.

Wer diese Stereotypen nun im Einzelnen verkörpert ist bei diesem Konzept eigentlich weniger wichtig, und so verdanken die drei Hauptdarsteller das Engagement in erster Linie ihren zugkräftigen Namen. Denn viel Raum zur Entfaltung bleibt für Schwarz und Fürmann bei ihren im Grunde rein funktional angelegten Charakteren nicht wirklich. Etwas anders gestaltet sich das schon bei dem skurrilen Abenteurer Jonathan Armbruster, allerdings sieht der leicht durchgeknallte Überlebenskünstler trotz allem doch immer verdammt so aus, wie eben nur Uwe Ochsenknecht aussieht. Ein hübscher Cameo-Auftritt von Popstar Sasha als wilder Rocker sorgt dann noch für ein kleines "Schau mal"-Erlebnis und das von Matthias Matschke und Annika Kuhl dargestellte Freundespaar dafür, dass sich die beiden Hauptfiguren auch mal ausruhen dürfen und nicht alle schlimmen Sachen selbst er- und durchleben müssen.

"Warum Männer usw. ..." ist grundsätzlich wohl schon der perfekte "Pärchenfilm" für einen anspruchslosen, leidlich amüsanten Kinoabend, und das letztendlich für Ihn genauso sehr wie für Sie. Es ist aber auch eine - aufgrund der ungewöhnlichen Vorlage - fast zwangsläufig etwas merkwürdig geratene Komödie mit zahlreichen Schwächen. Und daher nur bedingt empfehlenswert.

Volker Robrahn

2

was wollte der film denn vermitteln? witz? - kann nicht sein, der war fast nicht vorhanden. aussnahme die badszene, da musste ich schmunzeln.
sozialhistorie? - sehr sehr dünn und oberflächlich, im prinzip nicht wahnehmbar.
unterhaltung für pärchen, die sich dann im kino necken ob der wiedererkannten eigenschaften? - vielleicht für 14 jährige unterhaltend.

bei der langen liste der förderer im abspann fragte ich mich, wieso der film dann auch noch so billig produziert wirkte. da hat eine soap episode mehr charme.

deutsche beziehungskomödien sind ebenso dumm und überflüssig wie die filme von uwe boll....

7

@rizla23: Weise Sprüche rizla23! Du hast wohl den totalen Durchblick. Es gibt sehr viele tolle Beziehungskomödien aus Deutschland. Bei Uwe Boll gebe ich dir recht. Seine Filme sind echt überflüssig.

Diese hier ist nicht die beste, aber dennoch lustig und solide.

3

Über weite Strecken geht es im Film recht plump zu (man bedient eben die gängigen Klischees), dazu spielt dem Inhalt angemessen seichte Musik von James Last. Benno Fürmann pendelt zwischen schlechtem Chargieren und solider Perfomance, Jessica Schwarz und besonders Uwe Ochsenknecht wissen jedoch zu überzeugen. Alles in allem bietet "WMnzuFse" nichts Neues und ist insgesamt eher ärgerlich. Es gibt zwar einige Lacher und gekonnt-kluge Scherze, aber so clever, wie der Trailer es nahelegen mag, ist der Film nicht.

@ösophagus : wie leicht man die leute doch provozieren kann...aber im ernst, poste dich mal ein paar gute deutsche beziehungskomödien der letzten jahre, ich lass mich gerne belehren...

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