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Walt Disney's Tarzan

Walt Disney's Tarzan
animations-abenteuer , usa 1999
original
tarzan
regie
kevin lima, chris buck
drehbuch
cast
anke engelke,
heike makatsch,
detlev buck,
max felder, u.a.
spielzeit
88 Minuten
kinostart
11. November 1999
homepage
bewertung

8 von 10 Augen

Nachdem die Leute von Disney sich schon an Victor Hugo´s „Glöckner von Notre Dame“ vergangen haben und diesen Klassiker in ein Familienmusical verwandelt haben, befürchtete ich für Edgar Rice Burroughs Tarzan das Schlimmste. Aber alle Fans von „Tarzan der Affenmensch“ seien beruhigt, ihr Held ist nicht zum „König der Affen“ mutiert. Ich muss sogar sagen: Es war eine hervorragende Idee, aus Tarzan einen Cartoon zu machen.
Alle Tarzan-Realverfilmungen – von Elmo Lincoln in den Stummfilmen, über Johnny Weißmüller bis zu Casper Van Dien in den Neunzigern- erscheinen alle ein bisschen kitschig und so spannend wie Leopardenunterwäsche. Und egal, ob die Geschichte wie große Literatur behandelt wurde, wie in Hugh Hudson´s „Greystoke“, oder als Erotikfilmchen wie in John Derek´s Fleischbeschau mit seiner Frau Bo als Jane, jedes Mal kommt der Film und seine Geschichte ein wenig, ähem..., peinlich rüber, wenn mehr oder weniger gestandene Darsteller im Tigertanga sagen: „Ich Tarzan, Du Jane.“

Deshalb kann eine Zeichentrickversion nur realistischer sein, denn die Fantasy-Elemente des Originals können wesentlich besser dargestellt werden. Genauso kann Disney mehr Wert auf Tarzans Beziehung zu seinen tierischen Freunden legen, denn animiert sind sprechende Tiere nicht unbedingt unrealistisch.
„Tarzan“ hält sich grob an den Handlungsrahmen des Originals. Eine Familie strandet an der afrikanischen Küste und irgendwann wird das verwaiste Kind von der Gorilladame Kala gefunden. Kala will von nun an den jungen Menschen großziehen, und obwohl der Führer der Gorillas Kerchak dies zwar duldet, erkennt er den nackten Affen nicht als einen der seinen an. So wächst das Menschenkind, Tarzan genannt, als Außenseiter auf, bis er sich entschließt, der größte aller Affen zu werden. Nach hartem Training wird aus ihm der Affenmensch, den wir alle kennen, ein Mann, der als Eins mit seiner Umwelt lebt. Aber diese Welt wird jäh unterbrochen, als die Menschen in Form von Jane, ihrem Vater und dem Jäger Clayton Einzug halten.
Tarzan, der von den Menschen fasziniert ist, beobachtet Jane und rettet sie schließlich vor einer Horde wilder Paviane. Doch schon bald lernt Tarzan die Menschen und die bösartige Natur Claytons  besser kennen. Und so muss er nun gegen die eigene Rasse kämpfen, um seine Familie zu retten.
Mal abgesehen von den tragischen Elementen, die jede Tarzan-Geschichte umrahmen (Eltern tot, Mensch oder Affe), ist Tarzan ein Klasse Disneyfilm, der für die, welche den Tod von Simbas Vater in „König der Löwen“ immer noch nicht verkraftet haben, vielleicht eine Spur zu hart ist.

Die Filmemacher haben es geschafft, dass dieser Tarzan sich von seinen realverfilmten Vorgängern wohltuend abhebt. Die Visualisierung dieser Dschungelwelt ist schlicht und ergreifend fantastisch. Tarzan bewegt sich durch den Urwald, als wäre er mit ihm verschmolzen, besser als es jede Realverfilmung kann. 
Auch der Soundtrack von Phil Collins passt zu diesem Tarzan. Und vor allen Dingen verkommt er nicht zu einem Musical wie viele andere Disneyfilme. Es gibt nur eine Szene, in dem einer der Charaktere ein Lied singt, und dies ist ein Schlaflied, das Kala dem kleinen Tarzan singt.
Nicht jeder wird diesen Film mögen, Disney-Puristen werden ihn zu modern finden, die Tierschützer wie üblich über die Verniedlichung der Tiere meckern. Auch können die deutschen Synchronsprecher mit den hochkarätigen Originalsprechern nicht mithalten, aber damit müssen wir uns wohl abfinden.
Alles in allem ist „Walt Disneys Tarzan“ trotzdem mal wieder ein gelungenes Stück Unterhaltung, und auch diesmal wieder ein Riesen-Weihnachtsspaß für die ganze Familie.

10

Ich mag den film sehr, ein Kind dasim Dschungel aufgewachsen ist, ist schon Interesant.

10

Tolle Story und einfach ein sehr guter Film!!

10

ein ganz ordentlicher Film, mit einem grandiosem Opening, und einem phantastischen 2. Akt. Zudem noch eine grandiose Animation, gute Charakterdarstellung und eine gute Musik.

ok, man könnte meinen, beim ersten Akt: Tarzan und die anderen jungen affen und die jagd nach dem Elefantenhaar ist ein wenig... zu kindisch, aber an sich brauchte man ja irgendwas um zu zeigen, dass Tarzan von vielen einfach nicht anerkannt wird.

Außerdem hat Phil Collins einen recht witzigen deutschen Akzent

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