"Wächter der Nacht" ist der erste Teil eines der
ehrgeizigsten Projekte der russischen Filmgeschichte. Denn mit der
Verfilmung der dortzulande klassischen Fantasy-Reihe des Autoren
Sergei Lukyanenko (der hier am Drehbuch mitschrieb) macht man sich
an eine Trilogie, die für die doch mit sehr bescheidenen Mitteln
ausgestattete russische Filmindustrie einen Kraftakt darstellt wie
damals die "Herr der Ringe"-Trilogie für Hollywood.
So ein Glück, dass sich der erste Teil in der Heimat bereits
als veritabler Superhit erwiesen hat, der dort mal locker für
das beste Startergebnis aller Zeiten sorgte und innerhalb von drei
Wochen 15 Millionen Dollar
einspielte.
Somit ist die Komplettierung der "Wächter"-Reihe
bereits gesichert. Regisseur Timur Bekmambetov hat den zweiten Teil,
"Wächter der Tage", so gut wie abgedreht, und weil
Hollywood gefällt, wie sehr sich der Film an US-Sehgewohnheiten
hält, wird das Finale "Wächter der Dämmerung"
mit US-Unterstützung in Englisch gedreht.
"Wächter der Nacht" ist als erster Teil denn auch
eindeutig der Exposition, der Vorstellung der Figuren und ihrer
Geschichte gewidmet. Das sollte sich das Publikum (um Enttäuschungen
vorzubeugen) vorher klar machen, denn hier gibt es tatsächlich
nur einen Teil der Geschichte zu sehen (ganz wie beim "Herrn
der Ringe" eben). Und der geht so: Seit einem Waffenstillstand
im Jahrtausende langen Krieg zwischen den ‚Anderen' - unbemerkt
zwischen den normalen Menschen lebende, übernatürliche
Wesen - überwachen sich beide Seiten in einer Patt-Situation
gegenseitig, jedenfalls solange, bis ein besonderer ‚Anderer'
das Gleichgewicht zugunsten der dunklen Seite verändern wird.
Die ‚Anderen des Lichts', also die Guten (hauptsächlich
Formwandler und Seher), haben eine Art eigene Polizei, die titelgebenden
Wächter der Nacht, welche aufpassen, dass die bösen ‚Anderen
der Dunkelheit' (Vampire und Hexen [-meister]) nicht über die
Stränge schlagen.
Mitten
in diese fantastische Subkultur, die unbemerkt unter der normalen
Moskauer Bevölkerung existiert, wird der junge Anton (Konstantin
Khabensky) gezogen, als sein Besuch bei einer Hexe durch die Wächter
der Nacht unterbrochen wird und Anton im selben Moment erkennt,
dass auch er ein ‚Anderer' ist. Den Wächtern der Nacht
angeschlossen, muss er sich einige Jahre später aufmachen,
mittels seiner begrenzten hellseherischen Kräfte ein Kind vor
ein paar vampirischen ‚Anderen' zu schützen. Währenddessen
muss sich der Chef der Nachtwächter, Geser (Vladimir Menshov)
noch um ein anderes Problem kümmern, denn auf einer jungen
Frau scheint ein Fluch zu lasten, der schlimme Auswirkungen haben
kann….
Zugegeben, so aufregend klingt das alles erst mal nicht: Der ewige
Kampf zwischen Gut und Böse, die Ankunft des "Einzigartigen",
die unter den Menschen lebenden Übernatürlichen. Das hat
man natürlich alles schon mal gesehen, und auch stilistisch
sind Paten wie "Blade" und "Matrix" nicht sehr
weit. Dennoch: es sind die Kleinigkeiten, die einen potenziell lahmen
Nachahmer wie "Wächter der Nacht" zu einem für
sich genommen recht feinen und eigenständigen Film machen.
Dies ist der Film, der "Underworld" hätte werden
können, wenn er seine Mythologie ernstgenommen hätte,
anstatt sie lediglich als Vorwand für in U-Bahnstationen stattfindende
Maschinengewehrgefechte zwischen langhaarigen Freaks zu nutzen.
"Wächter der Nacht" nimmt seine Mythologie erfreulicherweise
nicht nur ernst, sondern legt sie auch detailliert dar. Einer der
interessantesten Aspekte ist sicherlich das Regelwerk für den
Waffenstillstand zwischen den Anderen, etwa die ‚Biss-Lizenzen',
die die Wächter der Nacht bestimmten Vampiren verleihen. "Wie
konntet ihr ihm erlauben, mich zu verwandeln?" fragt ein Vampiropfer.
Eine gute Antwort bekommt es nicht, aber diese Art moralischer Ambivalenz
hebt "Wächter der Nacht" deutlich über ein herkömmliches
creature feature.
Dazu
kommt die stilsichere Regie vom ehemaligen Werbefilmer Bekmambetov,
der sein im internationalen Vergleich gesehen lächerliches
Budget von etwa vier Millionen Dollar sehr gut einsetzt. Dass das
Ergebnis bei allen visuellen Spielereien (die er öfters bei
David Fincher stibitzt) nicht arg zu gelackt daherkommt, mag sowohl
am begrenzten Budget als auch am Handlungsort Moskau liegen, sorgt
aber für eine einnehmende, eigentümliche Stimmung. Faszinierend,
wie ausgerechnet die dreckigen, verarmt wirkenden Plattenbauten
Moskaus die Kulisse für den heimlich ausgetragenen Kampf des
Übernatürlichen darstellen.
Zudem treten hier als Kämpfer für Gut und Böse (zumindest
äußerlich) wirkliche Durchschnittsmenschen an, keine
offensichtlichen Actionhelden oder Freaks, was der Glaubwürdigkeit
des Szenarios sehr zugute kommt. Dazu kommen einzelne, wirklich
inspirierte Momente (die ‚Blutjagd' im Tunnel, das Vorwegnehmen
des Showdowns in einem Videokonsolenspiel, das ‚Rückgratschwert'),
die man eben in keinem der zurecht als Vorbilder genannten US-Filme
findet.
Die Effekte - für einen Fantasy-Streifen sicherlich nicht
ganz unwichtig - sind in ihrer Qualität solide, nur selten
gibt es mal negative Ausrutscher. So sehen etwa die das verfluchte
Gebäude umschwärmenden dämonischen Vögel doch
eher aus wie von "Ronja Räubertochter" geklaut. Aber
genug der Spötteleien, denn die meisten Action- und Effektsequenzen
gehen schon in Ordnung.
Schwachpunkt
bei den Darstellern ist leider ganz eindeutig ausgerechnet Hauptdarsteller
Konstantin Khabensky, der etwa soviel Charisma versprüht wie
eine weiße Wand.
Trotzdem, größtenteils kann "Wächter der Nacht"
gefallen, gar überzeugen - doppelt schade also, dass dem Film
ausgerechnet am Ende ein wenig die Luft ausgeht. Besonders der "Fluch"-Erzählstrang
endet mit einem Flüstern statt dem erhofften Knall, und das
im wahrsten Sinne des Wortes. Dabei konnte gerade dieser Teil der
Geschichte durch exzellenten, präzise getimten Spannungsaufbau
überzeugen, in der jede Schraube ihren präzisen Platz
hat.
Man wundert sich am Ende nur: Da wird alles Mögliche aufgefahren
(Stichworte: E-Werk und Flugzeug), aber wofür? Gerade als sich
alles zuspitzt, endet es auch schon - auf die denkbar unspektakulärste
Weise. Bei der "Kind"-Storyline kommt das Finale dagegen
etwas chaotisch und konfus daher, sorgt aber immerhin für einen
gelungenen Cliffhanger und einen recht logischen (vorläufigen)
Abschluss, bevor es dann in "Wächter der Tage" zum
nächsten großen Duell kommen wird.
"Wächter der Nacht" besticht vor allem durch das
Potenzial, das in ihm aufflackert. Für sich genommen ist der
Film durchgehend spannend und verfügt - gerade im Vergleich
zum Genre-Durchschnitt - über eine erfreuliche Menge interessanter
Ideen, sowohl inhaltlicher als auch visueller Natur. Aber es ist
die überzeugende, eigenwillige Geschichte, vor der sich die
Ereignisse abspielen, die besonders gefällt. Denn auch wenn
sich der Stil doch sehr an Hollywood ranschmeißt, die Geschichte
wird erfrischend Un-Hollywood-haft erzählt. Und da verzeiht
man dann auch die kleineren Fehltritte, die sich "Wächter
der Nacht" leistet.
In die fantastische Halbwelt dieses russischen Imports lässt
man sich demnach gerne entführen, in der Hoffnung, dass die
noch vorhandenen Baby-Krankheiten in den Folgeteilen behoben werden.
Bis dahin vergnügen wir uns gerne mit diesen Monstergrüßen
aus Moskau.



also ich find den film gaiill ich liebe aba die bücher mehr den daa is alles so genau !!!!!!!!!! omg ich sag nua es is mein libelings buch und auch die anderen teil und lieblingsfilms
Ja, doch, kann man sich anschauen. Das interessante am Film ist, dass es (zumindest bisher noch) kein Happy-end gibt und dass dieser Kampf Gut gegen Böse nicht so richtig durchschaubar ist. Im Grunde gibt es das nicht. Es ist mehr der grundlegende Charakter, der zählt. Grundlegend gut oder grundlegend böse.
Diese abgewrackten Hauptfiguren sind auch schön zu sehen. Die wichtigsten Kritikpunkte kann man in der Kritik lesen, denn diese trifft es wirklich gut.
Kenne nur den zweiten teil und der ist totale zeitverschwendung, habe nur auf die uhr gesehen wann er endlich vorbei ist !!!!!!!!
Wahnsinn, so ein grottenschlechter Film, echt hammer. Beim ersten Versuch hab ich gedacht, Gott ist der Scheiße, ich kann den nicht schauen, beim zweiten, naja, ein wenig interessant von der Erzählweise und den Spielereien mit der Kameraeisntellung aber immer noch Scheiße. Ihr könnt mir einen von Hollywood verwöhnt oder was auch immer erzählen, aber das Publikum, auf das ja dieser mit HdR und anderen wirklichen Meisterwerken verglichene Film abzielt, sollte wirklich nicht mit so einem abgedroschenen Hirnsfasching wie diesem Film sein Leben vergeuden. Ist vielleicht interessant für die Filmische Kunst. Aber an sich hat der Film den unterhalterischen und geistigen Nährwert von Styropor. Hammer, würde man 2 Stunden eine Wand zeigen wär es interessanter, vielleicht klappt sie ja irgendwann um. Und die hätte ebensoviel Charakter.
Der Film "Wächter der Nacht" zeigt mal wieder richtig, dass wir voll zugedrönt sind von dem (teilweise) ganzen Ami-Müll, der einem jede Lösung förmlich ins Gesicht schlägt, und nun kommt mal ein Film, bei dem man ein bisschen Nachdenken muss und schon werden die Zuschauer gespalten: Die, die sich wirklich mit der komplexen Story auseinander setzten, bekommen den gradiosen Start einer neuen Fantasy-Trilogie, allen anderen ist der Film eben zu "wirr"...
Meine Meinung? Sie sind einfach zu Faul zum Nachdenken! ;=)
ICh habe alle Bücher der Reihe gelesen und diese bauen eine eigene Welt auf, die sowohl durch ihre Originalität wie auch die Darstellung der Charaktäre durchweg überzeugen kann.
So grenzen sich alle vier Bücher von eiander ab und bauen aber gleichzeitig auch auf einander auf.
Insgesamt einfach nur lesenswert und deshalb hatte ich mich sehr auf den Film gefreut.
Doch hier wrde ich maßlos enttäuscht. Die gesamte Story wirkt einfach nur amputiert und zusammengeschneidert.
Es wurden nur Teile der ersten beiden Bücher genommen, aus dem Zusammenhang gerissen und ohne wirklichen Zusammenhang aneinandergeklebt. Auch wurden Teile einfach verdreht und der gesamte Inhalt adabsurdum geführt.
Rausgekommen ist ein wirres Storygeflecht, welches den Zuschauer leider alleine lässt und ihm kaum eine Chance einem/ dem roten Faden zu folgen. die düstere Optik und die sehr übertrieben gezeichneten Charaktere unterstützen dies leider noch.
Kurz: Lest die Bücher und ihr werdet euren Spaß haben. Und guckt danach den Film, dann versteht man die Story wenigstens einigermaßen, obwohl dan nauch die Enttäuschung der Umsetzung umso höher ist!!!!
Der Film ist einfach nur SCHEIßE! Mehr braucht man bei dem Quatsch nicht zu sagen!
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