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Wächter der Nacht

Wächter der Nacht
fantasy-action , russland 2005
original
nochnoy dozor
regie
timur bekmambetov
drehbuch
sergei lukyanenko
cast
konstantin khabensky,
vladimir menshov,
mariya poroshina, u.a.
spielzeit
105 Minuten
kinostart
29. September 2005
homepage
bewertung

7 von 10 Augen

"Wächter der Nacht" ist der erste Teil eines der ehrgeizigsten Projekte der russischen Filmgeschichte. Denn mit der Verfilmung der dortzulande klassischen Fantasy-Reihe des Autoren Sergei Lukyanenko (der hier am Drehbuch mitschrieb) macht man sich an eine Trilogie, die für die doch mit sehr bescheidenen Mitteln ausgestattete russische Filmindustrie einen Kraftakt darstellt wie damals die "Herr der Ringe"-Trilogie für Hollywood. So ein Glück, dass sich der erste Teil in der Heimat bereits als veritabler Superhit erwiesen hat, der dort mal locker für das beste Startergebnis aller Zeiten sorgte und innerhalb von drei Wochen 15 Millionen Dollar einspielte. Somit ist die Komplettierung der "Wächter"-Reihe bereits gesichert. Regisseur Timur Bekmambetov hat den zweiten Teil, "Wächter der Tage", so gut wie abgedreht, und weil Hollywood gefällt, wie sehr sich der Film an US-Sehgewohnheiten hält, wird das Finale "Wächter der Dämmerung" mit US-Unterstützung in Englisch gedreht.

"Wächter der Nacht" ist als erster Teil denn auch eindeutig der Exposition, der Vorstellung der Figuren und ihrer Geschichte gewidmet. Das sollte sich das Publikum (um Enttäuschungen vorzubeugen) vorher klar machen, denn hier gibt es tatsächlich nur einen Teil der Geschichte zu sehen (ganz wie beim "Herrn der Ringe" eben). Und der geht so: Seit einem Waffenstillstand im Jahrtausende langen Krieg zwischen den ‚Anderen' - unbemerkt zwischen den normalen Menschen lebende, übernatürliche Wesen - überwachen sich beide Seiten in einer Patt-Situation gegenseitig, jedenfalls solange, bis ein besonderer ‚Anderer' das Gleichgewicht zugunsten der dunklen Seite verändern wird. Die ‚Anderen des Lichts', also die Guten (hauptsächlich Formwandler und Seher), haben eine Art eigene Polizei, die titelgebenden Wächter der Nacht, welche aufpassen, dass die bösen ‚Anderen der Dunkelheit' (Vampire und Hexen [-meister]) nicht über die Stränge schlagen.
Mitten in diese fantastische Subkultur, die unbemerkt unter der normalen Moskauer Bevölkerung existiert, wird der junge Anton (Konstantin Khabensky) gezogen, als sein Besuch bei einer Hexe durch die Wächter der Nacht unterbrochen wird und Anton im selben Moment erkennt, dass auch er ein ‚Anderer' ist. Den Wächtern der Nacht angeschlossen, muss er sich einige Jahre später aufmachen, mittels seiner begrenzten hellseherischen Kräfte ein Kind vor ein paar vampirischen ‚Anderen' zu schützen. Währenddessen muss sich der Chef der Nachtwächter, Geser (Vladimir Menshov) noch um ein anderes Problem kümmern, denn auf einer jungen Frau scheint ein Fluch zu lasten, der schlimme Auswirkungen haben kann….

Zugegeben, so aufregend klingt das alles erst mal nicht: Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse, die Ankunft des "Einzigartigen", die unter den Menschen lebenden Übernatürlichen. Das hat man natürlich alles schon mal gesehen, und auch stilistisch sind Paten wie "Blade" und "Matrix" nicht sehr weit. Dennoch: es sind die Kleinigkeiten, die einen potenziell lahmen Nachahmer wie "Wächter der Nacht" zu einem für sich genommen recht feinen und eigenständigen Film machen. Dies ist der Film, der "Underworld" hätte werden können, wenn er seine Mythologie ernstgenommen hätte, anstatt sie lediglich als Vorwand für in U-Bahnstationen stattfindende Maschinengewehrgefechte zwischen langhaarigen Freaks zu nutzen.
"Wächter der Nacht" nimmt seine Mythologie erfreulicherweise nicht nur ernst, sondern legt sie auch detailliert dar. Einer der interessantesten Aspekte ist sicherlich das Regelwerk für den Waffenstillstand zwischen den Anderen, etwa die ‚Biss-Lizenzen', die die Wächter der Nacht bestimmten Vampiren verleihen. "Wie konntet ihr ihm erlauben, mich zu verwandeln?" fragt ein Vampiropfer. Eine gute Antwort bekommt es nicht, aber diese Art moralischer Ambivalenz hebt "Wächter der Nacht" deutlich über ein herkömmliches creature feature.
Dazu kommt die stilsichere Regie vom ehemaligen Werbefilmer Bekmambetov, der sein im internationalen Vergleich gesehen lächerliches Budget von etwa vier Millionen Dollar sehr gut einsetzt. Dass das Ergebnis bei allen visuellen Spielereien (die er öfters bei David Fincher stibitzt) nicht arg zu gelackt daherkommt, mag sowohl am begrenzten Budget als auch am Handlungsort Moskau liegen, sorgt aber für eine einnehmende, eigentümliche Stimmung. Faszinierend, wie ausgerechnet die dreckigen, verarmt wirkenden Plattenbauten Moskaus die Kulisse für den heimlich ausgetragenen Kampf des Übernatürlichen darstellen.
Zudem treten hier als Kämpfer für Gut und Böse (zumindest äußerlich) wirkliche Durchschnittsmenschen an, keine offensichtlichen Actionhelden oder Freaks, was der Glaubwürdigkeit des Szenarios sehr zugute kommt. Dazu kommen einzelne, wirklich inspirierte Momente (die ‚Blutjagd' im Tunnel, das Vorwegnehmen des Showdowns in einem Videokonsolenspiel, das ‚Rückgratschwert'), die man eben in keinem der zurecht als Vorbilder genannten US-Filme findet.

Die Effekte - für einen Fantasy-Streifen sicherlich nicht ganz unwichtig - sind in ihrer Qualität solide, nur selten gibt es mal negative Ausrutscher. So sehen etwa die das verfluchte Gebäude umschwärmenden dämonischen Vögel doch eher aus wie von "Ronja Räubertochter" geklaut. Aber genug der Spötteleien, denn die meisten Action- und Effektsequenzen gehen schon in Ordnung.
Schwachpunkt bei den Darstellern ist leider ganz eindeutig ausgerechnet Hauptdarsteller Konstantin Khabensky, der etwa soviel Charisma versprüht wie eine weiße Wand.
Trotzdem, größtenteils kann "Wächter der Nacht" gefallen, gar überzeugen - doppelt schade also, dass dem Film ausgerechnet am Ende ein wenig die Luft ausgeht. Besonders der "Fluch"-Erzählstrang endet mit einem Flüstern statt dem erhofften Knall, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Dabei konnte gerade dieser Teil der Geschichte durch exzellenten, präzise getimten Spannungsaufbau überzeugen, in der jede Schraube ihren präzisen Platz hat.
Man wundert sich am Ende nur: Da wird alles Mögliche aufgefahren (Stichworte: E-Werk und Flugzeug), aber wofür? Gerade als sich alles zuspitzt, endet es auch schon - auf die denkbar unspektakulärste Weise. Bei der "Kind"-Storyline kommt das Finale dagegen etwas chaotisch und konfus daher, sorgt aber immerhin für einen gelungenen Cliffhanger und einen recht logischen (vorläufigen) Abschluss, bevor es dann in "Wächter der Tage" zum nächsten großen Duell kommen wird.

"Wächter der Nacht" besticht vor allem durch das Potenzial, das in ihm aufflackert. Für sich genommen ist der Film durchgehend spannend und verfügt - gerade im Vergleich zum Genre-Durchschnitt - über eine erfreuliche Menge interessanter Ideen, sowohl inhaltlicher als auch visueller Natur. Aber es ist die überzeugende, eigenwillige Geschichte, vor der sich die Ereignisse abspielen, die besonders gefällt. Denn auch wenn sich der Stil doch sehr an Hollywood ranschmeißt, die Geschichte wird erfrischend Un-Hollywood-haft erzählt. Und da verzeiht man dann auch die kleineren Fehltritte, die sich "Wächter der Nacht" leistet.
In die fantastische Halbwelt dieses russischen Imports lässt man sich demnach gerne entführen, in der Hoffnung, dass die noch vorhandenen Baby-Krankheiten in den Folgeteilen behoben werden. Bis dahin vergnügen wir uns gerne mit diesen Monstergrüßen aus Moskau.

Simon Staake

10

also ich find den film gaiill ich liebe aba die bücher mehr den daa is alles so genau !!!!!!!!!! omg ich sag nua es is mein libelings buch und auch die anderen teil und lieblingsfilms

7

Ja, doch, kann man sich anschauen. Das interessante am Film ist, dass es (zumindest bisher noch) kein Happy-end gibt und dass dieser Kampf Gut gegen Böse nicht so richtig durchschaubar ist. Im Grunde gibt es das nicht. Es ist mehr der grundlegende Charakter, der zählt. Grundlegend gut oder grundlegend böse.
Diese abgewrackten Hauptfiguren sind auch schön zu sehen. Die wichtigsten Kritikpunkte kann man in der Kritik lesen, denn diese trifft es wirklich gut.

Kenne nur den zweiten teil und der ist totale zeitverschwendung, habe nur auf die uhr gesehen wann er endlich vorbei ist !!!!!!!!

Wahnsinn, so ein grottenschlechter Film, echt hammer. Beim ersten Versuch hab ich gedacht, Gott ist der Scheiße, ich kann den nicht schauen, beim zweiten, naja, ein wenig interessant von der Erzählweise und den Spielereien mit der Kameraeisntellung aber immer noch Scheiße. Ihr könnt mir einen von Hollywood verwöhnt oder was auch immer erzählen, aber das Publikum, auf das ja dieser mit HdR und anderen wirklichen Meisterwerken verglichene Film abzielt, sollte wirklich nicht mit so einem abgedroschenen Hirnsfasching wie diesem Film sein Leben vergeuden. Ist vielleicht interessant für die Filmische Kunst. Aber an sich hat der Film den unterhalterischen und geistigen Nährwert von Styropor. Hammer, würde man 2 Stunden eine Wand zeigen wär es interessanter, vielleicht klappt sie ja irgendwann um. Und die hätte ebensoviel Charakter.

8

Der Film "Wächter der Nacht" zeigt mal wieder richtig, dass wir voll zugedrönt sind von dem (teilweise) ganzen Ami-Müll, der einem jede Lösung förmlich ins Gesicht schlägt, und nun kommt mal ein Film, bei dem man ein bisschen Nachdenken muss und schon werden die Zuschauer gespalten: Die, die sich wirklich mit der komplexen Story auseinander setzten, bekommen den gradiosen Start einer neuen Fantasy-Trilogie, allen anderen ist der Film eben zu "wirr"...
Meine Meinung? Sie sind einfach zu Faul zum Nachdenken! ;=)

2

ICh habe alle Bücher der Reihe gelesen und diese bauen eine eigene Welt auf, die sowohl durch ihre Originalität wie auch die Darstellung der Charaktäre durchweg überzeugen kann.
So grenzen sich alle vier Bücher von eiander ab und bauen aber gleichzeitig auch auf einander auf.
Insgesamt einfach nur lesenswert und deshalb hatte ich mich sehr auf den Film gefreut.
Doch hier wrde ich maßlos enttäuscht. Die gesamte Story wirkt einfach nur amputiert und zusammengeschneidert.
Es wurden nur Teile der ersten beiden Bücher genommen, aus dem Zusammenhang gerissen und ohne wirklichen Zusammenhang aneinandergeklebt. Auch wurden Teile einfach verdreht und der gesamte Inhalt adabsurdum geführt.
Rausgekommen ist ein wirres Storygeflecht, welches den Zuschauer leider alleine lässt und ihm kaum eine Chance einem/ dem roten Faden zu folgen. die düstere Optik und die sehr übertrieben gezeichneten Charaktere unterstützen dies leider noch.
Kurz: Lest die Bücher und ihr werdet euren Spaß haben. Und guckt danach den Film, dann versteht man die Story wenigstens einigermaßen, obwohl dan nauch die Enttäuschung der Umsetzung umso höher ist!!!!

Der Film ist einfach nur SCHEIßE! Mehr braucht man bei dem Quatsch nicht zu sagen!

Ich fand den Film richtig

9

Ich fand den Film richtig sensationell gut. Ich habe die Bücher nicht gelesen und fand die verworrene Story prima.

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