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Veronika beschließt zu sterben

Veronika beschließt zu sterben
drama , usa 2009
original
veronika decides to die
regie
emily young
drehbuch
larry gross, roberte hanley
cast
sarah michelle gellar,
jonathan tucker,
david thewlis,
erika christensen, u.a.
spielzeit
103 Minuten
kinostart
30. September 2010
homepage
http://www.veronikabeschliesstzusterben-film.de
bewertung

4 von 10 Augen

 

Niemand aus ihrem Umkreis hat damit gerechnet: Die attraktive und auch beruflich erfolgreiche Veronika (Sarah Michelle Gellar) schluckt in ihrem Apartment eine Überdosis Tabletten und überlebt ihren Selbstmordversuch nur um Haaresbreite. Allerdings eröffnet ihr der Arzt Dr. Blake (David Thewlis), dass sie aufgrund der irreparablen Spätfolgen nur noch wenige Wochen zu leben hat, bevor Ihr Körper endgültig den Dienst versagen wird. Mit dem Wissen um die nun begrenzte Zeit beginnt Veronika ihre Tage bewusster und ohne Rücksicht auf andere zu nutzen. Dabei macht sie die Bekanntschaft des schizophrenen Edward (Jonathan Tucker) und beginnt schon bald Gefühle für ihn zu entwickeln.

Mit "Veronika beschließt zu sterben" liegt die Adaption eines Romans des ungemein erfolgreichen brasilianischen Schriftstellers Paulo Coelho vor, der bei uns vor allem durch sein Buch "Der Alchemist" bekannt geworden ist, mit dessen geplanter Verfilmung es aber auch nach Jahren in der Vorproduktion nicht so recht vorangehen will. Der bereits seit anderthalb Jahren fertig gestellte Film über "Veronika" harrt allerdings noch immer eines Starts im Entstehungsland, was natürlich einerseits an seiner wenig angenehmen Thematik in Form von Selbstmord und dem Alltag in einer psychiatrischen Anstalt liegt. Andererseits aber wohl auch an der reichlich sperrigen Inszenierung von Regisseurin Emily Young, welche das Geschehen nicht nur zu einer Tortur für die Titelfigur, sondern mitunter leider auch für den Zuschauer macht. Trüb, grau uns sehr grobkörnig ist diese Welt und man kann sich nicht immer ganz sicher sein, ob das nun alles bewusst gewählte Stilmittel sind oder ob die wackeligen und oft unscharfen Bilder (vor allem bei Großaufnahmen) nicht doch sogar auf mangelhafte Professionalität schließen lassen.

Das Interessanteste an der Geschichte ist jedoch ein Twist, der bereits im ersten Drittel offenbart wird und dem Publikum von da an einen entscheidenden Wissensvorsprung gegenüber den meisten Figuren verschafft. Er ändert allerdings wenig daran, dass der Film vor allem im Mittelteil ziemlich durchhängt und sich ähnlich schwerfällig durchquält wie die nur langsam Mut und Energie zurück gewinnende Veronika. Da zudem die gewonnenen Erkenntnisse auch reichlich banal daherkommen (von "Wir sind doch alle irgendwie verrückt" bis zu "Genieße den Augenblick") und sich die Handlung spätestens mit dem Auftauchen des von Jonathan Tucker arg farblos verkörperten Edward in sehr vorhersehbare Bahnen begibt, ist der Mehrwert für den Betrachter insgesamt gering.
Der Einblick in die Welt der Psychiatrie bleibt oberflächlich, die Motivation hinter dem Verhalten von Veronika und vor allem ihrem zwiespältigen Arzt weitgehend unklar und das Ende kommt dann auch reichlich plötzlich. Gratulieren darf man hingegen Sarah Michelle Gellar, für eine überzeugende und uneitle Leistung in einer sehr ernsthaften und nicht einfachen Rolle. Und man darf sich freuen, dass die Aktrice, die sich schon in Genreproduktionen wie der "Buffy"-Serie ja keineswegs als schauspielerisches Leichtgewicht präsentierte, hier nun endlich einmal die Chance erhalten hat, einige bisher von ihr noch nicht gesehene Seiten zeigen zu können.
Dass allzu viele Menschen diese sehen werden, ist allerdings nicht zu erwarten, denn "Veronika beschließt zu sterben" ist nicht nur schwere Kost, sondern besitzt eben auch zu viele Schwächen, um dessen ungeachtet ausreichend Argumente für einen Kinobesuch vorweisen zu können. Auf die erste gelungene Verfilmung eines Paulo Coelho-Romans muss man daher also doch noch etwas länger warten.

Volker Robrahn

Daniel beschließt nicht in diesen Film zu gehen!

Oh man, ich habe das Buch erst vor paar Tagen gelesen, es ist wunderschön!
Aber dieserKritik zufolge, macht der Film wirklich alles falsch was der Autor im Roman richtig gemacht hat - er baut Spannung auf und lässt am Ende alles zusammenbrechen wie ein Kartenhaus!

Leute, lest das Buch und scheißt auf den Film! :-)

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