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Vampire Academy

Vampire Academy
fantasy-komödie , usa 2014
original
vampire academy
regie
mark waters
drehbuch
daniel waters
cast
gabriel byrne,
zoey deutch,
lucy fry,
danila kozlovsky,
olga korylenko, u.a.
spielzeit
98 Minuten
kinostart
13. März 2014
homepage
http://www.vampireacademy-film.de
bewertung

5 von 10 Augen

v academy 1Auch wenn sie beste Freundinnen sind und gemeinsam zur Schule gehen, ist das Leben von Rose (Zoey Deutch) und Lissa (Lucy Fry) weit entfernt von dem normaler Teenager. Denn die Schule, die sie besuchen ist eine Ausbildungsakademie für Vampire vom Stamme der Moroi sowie deren Helfer und Beschützer, den Dhampir. Und ganz freiwillig sind die beiden auch nicht da, doch ein Ausreißversuch ging nicht lange gut. Lissa hat seitdem an der Academy keinen leichten Stand, ist aber prinzipiell für Höheres vorgesehen und könnte sogar eines Tages Königin der Moroi werden. Doch es gibt einige, die das anscheinend verhindern wollen, daher ist vor allem Rose ständig gefordert auf ihre Schutzbefohlene aufzupassen. Doch die hat auch selbst Probleme, bringt doch ihr neuer Trainer und Mentor Dimitri (Danila Kozlowsky) ihre Hormone mächtig durcheinander.
 

v academy 2Verfilmung einer Jugendromanreihe aus dem Fantasy-Bereich mit der Hoffnung auf ein halbwegs erfolgreiches Abschneiden und somit Aussichten auf eine neue Franchise-Marke - der wievielte Versuch, sich an die Goldesel „Harry Potter“ und „Twilight“ anzuhängen dies nun schon ist, lässt sich kaum noch zählen. „Vampire Academy“ beruht auf der in Deutschland als „Blutsschwestern“ verlegten Buchreihe der Autorin Richelle Mead und bietet mit seinem Mix aus Vampiren, unübersichtlichen Liebesbeziehungen sowie den typischen Bestandteilen der amerikanischen Highschool-Komödie grundsätzlich nicht viel Originelles, weckt aber mit einer rasanten und spritzigen Eröffnung zumindest erst einmal Interesse.

Denn zu Beginn befinden sich die beiden Damen im Untergrund und auf der Flucht, werden aber bald eingefangen und zurück zur ungeliebten Ausbildungsstätte transportiert. Wenn von da an Rose den Zuschauer an die Hand nimmt um ihn in die Welt der unterschiedlichen Vampirrassen einzuführen, geschieht dies auf eine so rotzig-witzige Art, dass es richtig Spaß macht. Da wird dann auch das eigene Genre mal selbstironisch auf die Schippe genommen und sich über eine Mitschülerin lustig gemacht die in ihrer Freizeit „Twilight“-Fanfiction verfasst. Die Ähnlichkeiten in Sachen spitzer und frecher Dialoge zur Schulkomödie „Girls Club“ aus dem Jahr 2003 kommen dabei nicht von ungefähr, sitzt doch auf dem Regiestuhl mit Mark Waters der gleiche Mann wie dort eine Dekade zuvor. Der Auftakt entpuppt sich daher als unerwartet viel versprechend und vor allem die Spielfreude und Frische von Zoey Deutch (Tochter der 80er Jahre-Ikone Lea Thompson) weiß zu gefallen, während ihre blonde Partnerin deutlich blasser bleibt.

 

v academy 3Doch irgendwann fragt man sich, wann die Einführung der verschiedenen Figuren sowie der Entwurf des komplizierten Beziehungsgeflechtes mal ein Ende haben und die ernüchternde Antwort darauf lautet: Nicht so bald. Ein endlos ausufernder Mittelteil, in dem so gut wie gar nicht passiert, sondern lediglich Befindlichkeiten ausgetauscht werden, sorgt für spürbare Ernüchterung. Dazu eine „Verschwörung“ die sich als wenig aufregend und (was den Hauptbösewicht angeht) auch als ziemlich überraschungsfrei erweist – da bleibt dann leider nicht mehr so viel übrig vom munteren Beginn. Auch die prominenten Namen Gabriel Byrne und Olga Kurylenko in den Nebenrollen haben hier keine Rollen ergattert, die es ihnen erlauben würden nennenswerte Impulse zu setzen. Dazu eine durchschnittlich-gefällige Arbeit was die visuelle Umsetzung angeht und das Fazit lautet: Leider bis zum Finale ein Film der verschenkten Möglichkeiten.

Und so ist es auch mit dieser geplanten Reihe nach dem ersten Film schon wieder vorbei, denn die „Vampire Academy“ wurde vom Zielpublikum an den amerikanischen Kinokassen mit Missachtung gestraft und wird somit wohl keine weiteren Spuren hinterlassen. Zumindest ein klein wenig schade ist das schon, denn es hätte diesmal wirklich funktionieren können.

Volker Robrahn

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