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Twelve

Twelve
drama , usa 2010
original
twelve
regie
joel schumacher
drehbuch
jordan melamed
cast
curtis jackson,
chase crawford,
emma roberts,
rory culkin, u.a.
spielzeit
95 Minuten
kinostart
14. Oktober 2010
homepage
http://www.twelve-derfilm.de
bewertung

3 von 10 Augen

Sie sind die gelangweilten High School-Kids der New Yorker Upper East Side. Sie haben Ferien, jede Menge Geld und nichts zu tun. Sie veranstalten Partys, trinken Alkohol und konsumieren Drogen. Den Stoff besorgt meistens "White Mike" (Chase Crawford), der sich selbst von den Drogen fern und jeden Menschen auf Distanz hält, auch sein heimlicher Schwarm Molly (Emma Roberts) soll besser nicht erfahren, womit er sein Geld verdient. Der neue, harte und angesagte Stoff namens "Twelve" ist ihm aber eine Spur zu heiß und er überlässt dieses Geschäft lieber dem weit skrupelloseren Lionel (Curtis "50 Cent" Jackson). Doch einige der verwöhnten Teenies lassen sich nicht so leicht abwimmeln und versuchen mit aller Gewalt an "Twelve" zu kommen. Und setzen damit schließlich eine unheilvolle Spirale der Gewalt in Gang.

"Ach Joe", darf man doch sicher seufzen, wenn man mit ansehen muss, wie sich der mit einer extrem gemischten (das gilt sowohl für die Themen als auch die Qualität) Filmographie ausgestattete Joel Schumacher nun mit über 70 Jahren und ein Vierteljahrhundert nach "St. Elmo's Fire" erneut dazu berufen fühlt, ein Portrait der Jugend von heute zu inszenieren. Das beruft sich zwar auf einen noch ziemlich aktuellen Roman von Nick McDonell, hat aber dem Thema im Prinzip nichts neues und nichts anderes hinzuzufügen, als es der ebenfalls schon vor mehr als zwanzig Jahren gelaufene "Unter Null" nach dem Debütwerk von Bret "American Psycho" Easton Ellis bereits getan hat, in dem u.a. ein junger Robert Downey jr. und Andrew McCarthy drogenumnebelt durch ihr Leben wandelten.
Mehr als ein Dutzend Charaktere führt "Twelve" dagegen bereits in den ersten Minuten ein, und um sich nicht ständig im Kopf einen Übersichtsplan zu den teils kaum unterscheidbaren Figuren und ihren Beziehungen zueinander basteln zu müssen, greift Schumacher der Einfachheit halber zum billigsten aller Hilfsmittel, dem ausführlichen Off-Erzähler (ein im Original von Kiefer Sutherland übernommener Job). "Mike wusste nicht, warum er das tat", heißt es dann beispielsweise und das hilft schon ungemein, die beim Betrachter eben gerade entstandenen Fragen prompt zu beantworten. Das ist nötig, weil die Figuren hier kaum miteinander reden. Es ist auch deshalb nötig, weil wir es hier leider nicht mit einer Armada von gestandenen oder überdurchschnittlich talentierten Schauspielern zu tun haben, die Gefühle und Stimmungen auch überzeugend ohne Worte vermitteln könnten. Dass ein Curtis Jackson, auch bekannt als fragwürdig rappendes 50 Cent-Stück, hier im Vergleich zum Rest des Ensembles nämlich keinesfalls abfällt, sollte Beweis genug für diese These sein.

Dass es sich bei den gelangweilten Kids mit ihren Luxusproblemen, die sich fortwährend völlig unnötigerweise in die Scheiße reiten, durchgehend nicht gerade um Sympathieträger handelt, denen die Herzen und das Mitgefühl nur so zufliegen, ist ebenfalls wenig hilfreich. Wenn man ein paar Charakteren regelrecht wünscht, dass sie mal ordentlich einen vor den selbstgerechten Latz geknallt bekommen, dann ist das zwar in gewissem Sinne auch eine emotionale Einbeziehung des Publikums, vermutlich aber nicht die beabsichtigte.
Da bleibt einem höchstens noch, sich an der immerhin professionellen Machart des Films samt einiger hübscher Bilder und Kamerafahrten zu erfreuen. Das ist aber erstens schon fast selbstverständlich und zweitens eben auch nichts weiter als ein Festhalten am dünnen Strohhalm, geboren aus purer Verzweiflung über den unsäglichen Rest. Haben wir noch wen vergessen? Ach ja, Hauptdarsteller Chase Crawford (cooler Name, immerhin) agiert gar nicht mal so übel und verdient seine Brötchen sonst in der TV-Serie "Gossip Girl". Auch die besitzt übrigens einige thematische Ähnlichkeiten zu "Twelve". Und auch die ist dabei ein ganzes Stück besser gelungen.

Volker Robrahn

Wenn Gossip Girl besser gelungen sein soll - Finger weg von diesem Film.

5

ok, es war sicherlich nicht der beste film, den ich seit längerem gesehe habe, aber er war auch nicht so schlecht. Ich habe mich nicht gelangweilt und es gibt einige interessante wendungen in dem film.

7

der film ist wirklich nicht so schlecht wie in der kritik beschrieben!
solide gemacht und auch bewegender als die kritik von v. robrahn. vielleicht haben sie zuviel erwartet? cooler soundtrack übrigens "15 to 20" =0) toller ohrwurm.

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