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Tristan & Isolde

Tristan & Isolde
historisches drama , usa 2006
original
tristan + isolde
regie
kevin reynolds
drehbuch
dean georgaris
cast
james franco,
sophia myles,
rufus sewell,
david o'hara, u.a.
spielzeit
123 Minuten
kinostart
18. Mai 2006
homepage
bewertung

7 von 10 Augen

Ridley Scott ("Gladiator") wollte die tragische Geschichte von Tristan und Isolde, basierend auf einem Text aus dem Hochmittelalter und für die Oper bearbeitet von Richard Wagner, bereits in den 1970er Jahren verfilmen. Filmisch wanderte er stattdessen auf der entgegen gesetzten Zeitschiene weiter und schuf seinen Sci-Fi-Schocker "Alien". Das Projekt über eines der berühmtesten Liebespaare der Weltliteratur verschwand für die nächsten Jahrzehnte in der Versenkung - bis Scott sich dessen erneut annahm. Er und sein Bruder Tony zeichnen bei "Tristan & Isolde" als ausführende Produzenten verantwortlich, die Regie hat Kevin Reynolds übernommen. Reynolds konnte mit "Robin Hood - König der Diebe" und "Rapa Nui" Erfahrungen mit historischen Stoffen und Epen sammeln, bevor er mit dem kommerziellen Desaster "Waterworld" baden ging.
Bereits bei "Gladiator" besaß Scott das richtige Gespür dafür, seine Titelrolle mit dem damals noch weitgehend unbekannten Russell Crowe zu besetzen. Diese Strategie erweist sich auch in "Tristan & Isolde" als richtig. James Franco, "Spiderman"-Fans als schwermütiger Sohn des fiesen Gegenspielers Grüner Kobold bekannt, übernimmt die Rolle des traurigen Titelhelden, Sophia Myles ("Underworld") die des weiblichen Gegenparts. Diese unverbrauchten Gesichter erweisen sich als ideale Besetzung für das berühmte Liebespaar aus längst vergangenen Zeiten.

Europa im tiefsten Mittelalter. Die versprengten englischen Stämme liegen im Krieg mit Irland. Bei einem Überfall der Iren verliert der kleine Tristan seine Eltern. Marke (Rufus Sewell), ein Freund von Tristans Vater, kann das verstörte Kind aus dem Kampfgetümmel retten, verliert dabei aber eine Hand. Er nimmt Tristan bei sich auf und zieht ihn zusammen mit seiner Schwester und deren Sohn Melot groß.
Jahre später, auf der anderen Seite des Meeres in Irland, leidet indes Königstochter Isolde (Sophia Myles) unter der strengen Herrschaft ihres Vaters. Trost findet sie allein bei ihrer Zofe Bragnae (Bronah Gallagher), die sie jedoch nicht vor der drohenden Zwangsverheiratung mit dem brutalen Morholt bewahren kann. Morholt ist einer jener irischen Schergen, die einst Tristans Eltern ermordeten. Und während die englischen Stämme um eine Allianz zum Schutz gegen die Iren unter der Führung Markes ringen, überfallen diese erneut ein englisches Dorf. Tristan wird im darauf folgenden Kampf durch Morholts vergiftetes Schwert so schwer verletzt, dass er für tot gehalten und gemäß der englischen Bestattungsriten in einem offenen Boot aufs Meer hinaus getrieben wird.
Der Wind führt die Barke mit dem leblosen Tristan direkt an die irische Küste, wo Isolde ihn findet - und gesund pflegt. Die beiden verlieben sich ineinander, doch ihren Namen will die Königstochter zum Schutz Tristans nicht preisgeben.
Nach einigen Wochen im gut versteckten Liebesnest kehrt Tristan zu den Seinen zurück. Marke wurde inzwischen zum König Englands gekrönt und Tristan zieht in seinem Namen auf ein Ritter-Turnier, um eine Königin für seinen väterlichen Freund zu erkämpfen. Dass es sich bei der Prinzessin, die als Turnierpreis ausgeschrieben ist, um Isolde handelt, ahnt Tristan nicht - und so ist die Wiedersehensfreude nach errungenem Sieg nur von kurzer Dauer. Eine Zukunft kann es für das Liebespaar nicht geben, denn Isolde ist Marke versprochen und wird die Königin Englands an seiner Seite - und Tristan schwört seinem geliebten Ziehvater bedingungslose Loyalität.
Tristan und Isolde verzehren sich hinter dem Rücken des ahnungslos-verliebten Marke vor Sehnsucht, bis sie dieser nachgeben müssen - und sich so tief in ihren Leidenschaften und höfischen Intrigen verstricken, dass sie unausweichlich auf eine Katastrophe zusteuern.

"Tristan & Isolde" ist großes Hollywood-Kino. Regisseur Kevin Reynolds verzichtet - vielleicht noch ein gebranntes Kind nach dem "Waterworld"-Desaster - auf aufwändige Massen- und Kampfszenen á la "Braveheart" und Konsorten. Die Handlung spielt sich vorwiegend in düsteren Räumen ab und bekommt so streckenweise fast kammerspielartigen Charakter. Und auch die Anspielung im Originaltitel und durch die Werbezeile "Vor Romeo + Julia gab es Tristan & Isolde" auf Baz Luhrmans innovative Umsetzung des Shakespeare-Stoffes täuscht - "Tristan & Isolde" orientiert sich dicht an den literarisch-historischen Vorlagen und belässt die Handlung solide-konventionell im historischen Umfeld.
Beim Publikum könnte dies schwierig werden: Für die weiblichen Zuschauer immer noch zu brutal und kampflastig, könnte das männliche Publikum die großen Schlachten vermissen und sich mit der Love-Story langweilen, auch wenn diese in der Tat lange vor "Romeo und Julia" entstand und durch eine weitaus größere psychologische Komplexität und Tragik aufgrund des Dreiecksverhältnisses zwischen Tristan, Isolde und Marke besticht.
James Franco ist als schwermütig-zerrissener Titelheld gut besetzt, während Sophia Myles primär blond und schön ist. Rufus Sewell spielt den großmütigen König Marke, um den herum alles zusammenbricht, mit großer Intensität - und ist zukünftig hoffentlich häufiger auf der Leinwand zu sehen. Die Besetzung überrascht überhaupt sehr angenehm: kein Schauspieler neigt dazu - wie in amerikanischen Historienfilmen leider oft üblich - seiner aus einem völlig anderen Kultur- und Zeitalter stammenden Figur den Anschein zu geben, "Lethal Weapon" im Mittelalterkostüm zu spielen. Die einzig unrühmliche Ausnahme bildet Henry Cavill als Tristans Halbbruder Melot, der in einer zweitklassigen Fernsehserie besser aufgehoben gewesen wäre.

Insgesamt ist "Tristan & Isolde" eine wunderschöne Liebesgeschichte mit überzeugenden Darstellern, die das Genre zwar nicht neu erfindet, aber ein runde Kinounterhaltung bietet.

Miriam Flüß

10

also ich finde die idee, dass tristan und isolde sich nicht wie in der sage durch den trank verlieben, sondern "echt" sehr schön...mich wundert nicht dass der erfolg ausblieb mit davinci-code im startgepäck...insgesamt eine sehr gelungener, trauriger film...wohl eher für frauen geeignet

10

Der film ist sehr gut!!!
Also ich habe ihn vorhin auf Pro7 geschaut und ich war sehr begeistert.
Zum schluss musste ich sogar weinen :( !!

Sehr sehr gut!!

Ich schau ihn mir gleich nochmal an!!
Naja also ich finde es sehr gut ich kann´s so oft sage!!
Der film hat mich seht überzeugt!

10

Dieser Film berührt mich absolut! Es ist toll zu sehen, wie Tristan und Isolde für ihre Liebe kämpfen.
Schöner Film, der Fans von Filmen mit historischen Hintergrund und Liebesfilmen, wie mir, sicher gefällt!

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