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Tintenherz

Tintenherz
fantasy , usa 2008
original
inkheart
regie
iain softley
drehbuch
david lindsay-abaire
cast
brendan fraser,
paul bettany,
helen mirren,
jim broadbent,
andy serkis,
eliza hope bennett, u.a.
spielzeit
106 Minuten
kinostart
11. Dezember 2008
homepage
http://www.tintenherz-derfilm.de
bewertung

5 von 10 Augen

Mo Folchart (Brendan Fraser) besitzt eine besondere Gabe: Er ist eine "Zauberzunge" und sorgt beim lauten Vorlesen dafür, dass die Figuren aus den jeweiligen Büchern in unsere Welt hinüber wechseln. Allerdings verschwinden dafür im Gegenzug auch Menschen in das Reich der Bücher und genau deshalb ist Mo bereits seit Jahren auf der Suche nach einer Ausgabe des seltenen Fantasyromans "Tintenherz", denn in dessen geschriebener Welt vermutet er seine Frau. Zusammen mit seiner Tochter Meggie (Eliza Hope Bennett) entdeckt er zwar ein Exemplar des Buches, sieht sich aber alsbald von dessen leibhaftigen Charakteren umgeben, die er einst selbst in diese Welt gelesen hat. Unter ihnen befinden sich der Bösewicht Capricorn (Andy Serkis) und ein Mann namens "Staubfinger" (Paul Bettany), der ein Verbündeter sein könnte, da er unbedingt in seine ursprüngliche Umgebung zurück will. Es kommt zu einem wilden Katz-und-Maus-Spiel um die letzten existierenden Seiten des Buches, bei dem sich Tante Elinor (Helen Mirren) und der Originalautor von "Tintenherz" (Jim Broadbent) nicht wirklich als brauchbare Hilfen erweisen.

Hier ist sie nun also, die von Vielen mit großer Spannung erwartete Verfilmung des ersten "Tintenherz"-Romans von Deutschlands Bestseller-Autorin Cornelia Funke. Und es stellt sich sehr schnell heraus, dass die Bücher von Frau Funke schon fast in einer Liga mit denen einer gewissen Frau Rowling spielen, deren Kino-Adaption dies aber bei weitem nicht tut.
Dabei ist der Anfang schon aufgrund seines geschickten Handlungsaufbaus zunächst recht viel versprechend. Zumindest der von jeglichem Vorwissen unbelastete Zuschauer hat nämlich erst einmal gar keine Ahnung worum es geht und worauf das Ganze hinauslaufen soll. Wir befinden uns bereits mitten in der Geschichte, ohne zu wissen was den verzweifelten Mo denn eigentlich umtreibt. Erst nach einer guten halben Stunde erfahren wir die Vorgeschichte und leider ist damit dann auch der interessanteste und noch gelungenste Teil der Filmversion bereits vorbei. Dass darauf folgende Hin und Her zwischen gefangen genommenen und wieder befreiten Helden lässt nur wenig davon erahnen, welche Faszination die Buchvorlage auf so viele Menschen ausübt, und bietet wenig mehr als eine stark gekürzte Bebilderung der Vorlage.

Die Besetzung ist dabei noch vom Feinsten, denn Funkes Wunschkandidat Brendan Fraser passt in der Tat gut in die Rolle des Mortimer Folchart, und mit Paul Bettany sowie den verlässlichen Veteranen Helen Mirren undd Jim Broadbent ist man hier durch die Bank gut aufgestellt. Lediglich Andy Serkis (der "Darsteller" von "Gollum" und "King Kong" aus den Peter Jackson-Filmen) kann als schmieriger Schurke nicht so ganz davon überzeugen, dass er auch ohne computertechnische Verfremdung genügend Ausstrahlung besitzt.
Besetzung also top, aber dann beginnen die Probleme: Ein mit Iain Softley eher unbekannter Regisseur mit bisher auch nur mittelprächtigen Meriten ("Der gläserne Schlüssel", "Die Flügel der Taube") kann mit seiner Inszenierung nicht untermauern, warum denn die Wahl für dieses Prestigeprojekt nun gerade auf ihn gefallen ist und nähert so eher den Verdacht, dass es sich aus der Sicht Hollywoods gar nicht wirklich um ein solches Prestigeprojekt handelt - wofür auch das übersichtliche Budget des Films spricht. Während die Tricks allemal brauchbar sind, galt es bei der Ausstattung offensichtlich schon deutliche Abstriche zu machen, und so entpuppt sich beispielsweise die mittelalterlich angehauchte Burg, die den Schurken als Hauptquartier dient, nur als ein etwas größerer Sandkasten.

Den unvermeidlichen Kürzungen halten wir auch mal freundlicherweise die zumindest dem Nicht-Leser auffallenden Logiklöcher von unterschiedlicher Größe zugute. Wenn man also doch nicht unbedingt aus einem gedruckten Exemplar des Buches vorlesen muss, um den ganz speziellen Effekt zu erzielen, und wenn hier quasi jeder (und nicht etwa nur der ursprüngliche Autor) die Geschichte des Buches nach eigenem Gutdünken abändern darf - ja dann hätte der gute Mo doch aber wirklich nicht so lange und überall nach einem Exemplar von "Tintenherz" suchen brauchen, oder?
Und während man sich nicht nur an dieser Stelle am Kopf kratzt, stellt sich einem so langsam die Frage, warum denn die umfassend wie selten eine Autorin in die Produktion involvierte Cornelia Funke sich durchweg so begeistert von dieser Verfilmung zeigt, die angeblich in allen Punkten genau ihren Vorstellungen entsprechen soll. Vielleicht ging es ihr da ja wie dem "Tintenherz"-Autor in der Geschichte, der sich vor lauter Begeisterung über die Menschwerdung seiner Figuren und das Vergnügen, diese nun "live" herumlaufen zu sehen, ebenfalls kaum noch einkriegen kann.

Das Vergnügen sei Frau Funke gegönnt, aber mit etwas mehr Distanz reift leider die Erkenntnis, das wir es hier lediglich mit einem sauber inszenierten, netten Fantasyfilm zu tun haben, dem es kaum gelingt deutlich zu machen, was an ihm denn nun so viel anders sein soll als eine Art "Unendliche Geschichte" unter umgekehrten Vorzeichen, was das Eintauchen in andere Welten betrifft. Für Kenner der Vorlage wohl eine Enttäuschung und für alle anderen definitiv zu unspektakulär. Viel Staub um nichts also sozusagen.


Volker Robrahn

7

Der Film ist alles im allen sehr nett. Da ich die Vorlage liebe war ich vor dem Film sehr skeptisch und hatte schon Angst eine totale Verhunzung der Vorlage zu bekommen. Das ist zum Glück ausgeblieben. Die ein oder andere Änderung mag ich gerne hinnehmen. Auch die chronologischen Abänderungen sind hinnehmbar, aber was gar nicht geht ist das Ende. Das nimmt dem ganzen ersten Buch einiges und raubt einer möglichen Fortsezung eines an einer ordentlichen Grundlage. Und da frage auch ich mich, was Frau Funke sich bei dieser Umschreibung gedacht hat? Und auch die Motivation meiner Lieblingsfigur wird hier so sehr abgeändert, dass mir das keinen Spaß mehr macht zu sehen. Wird im Buch vieles erst in Band 2 klar, so werden hier Dinge falsch dargestellt um den kitschigen und falschen Ende gerecht zu werden.

7

Ich stimme im Großen und Ganzen mit der Bewertung von Bianca überein.
Da auch ich die Bücher regelrecht verschlungen habe, ging ich auch schon mit geringeren Erwartungen in den Film.
Jedoch fand ich die Umsetzung durchaus gelungen und vorallem die Besetzung des Films verdient ein Lob.Brandon Fraser,Gollum und auch der Staubfinderdarsteller liefern eine gute bis sehr gute Arbeit ab.
Abzüge gibt es leider vorallem wegen dem völlig unpassenden Ende, das durchaus viel zu kitschig rüberkommt und Priorität auf ein HappyEnd legt, anstatt durch die dunkle Seite der Trilogie Spannung aufrecht zu erhalten.

6

Nachdem ich gehöhrt hatte, das der schon lang angekündigkt Film endlich erscheint habe ich mich riesig gefreut. Aber ich fande den Film dann recht enttäuschend. Andy Serkis war richtig gut, auch wenn er nicht ganz auf die Rolle passte. Komisch fand ich außerdem, dass man auf- einmal ein ganz anderes Ende hatte, als im Buch. Das hat den ganzen Film verhunzt, nur um unbedingt ein Happy End zu bekommen.

2

ich finde ja schon lange diese gaukler, feuerspucker und circus roncalli-fantasy extrem öde und frage mich, wer denn immer auf diesen michael ende und harry potter quatsch steht - es sei denn man ist noch ein kind.
dann kann ich es natürlich schon nachvollziehen.
nun da ich kein kind bin, hat schon das buch mich nicht interessiert und der film hier, in den ich jetzt da mitgeschleppt wurde, fand ich natürlich ganz schlimm.
warum der ab 12 und nicht ab 2 jahre ist, muß mir mal einer erklären.
also kissen und ohrenstöpsel nicht vergessen.

ach am ende kam ja dann noch ein böses monster - schön dreist geklaut von "lost". peinlich.

++

3

dem letzten absatz kann ich nur zustimmen: nettes kleines fantasy-filmchen, mehr ist das ganze nichts.
Zwischen Buch und Film klaffen welten.
Einen evetnuellen 2.Teil werde ich mir sicher nicht ansehen.
Einfach enttäuschend und schade

bitte, kauft euch doch die bücher, leute!
die kann man nicht mit dem film vergleichen, der ist echt eine enttäuschung. Verlasst euch hier auf eure fantasie beim lesen, dass ist 100%ig eine bessere investition, vor allem da cornelia funke so bildhaft und schön schreiben kann:)

5

ich finde die bücher wirklich schön und muss sagen, dass ich vom film enttäuscht war. die ganze geschichte wurde umgekrempelt und vom buch ist nicht mehr viel übrig geblieben. ich saß im kino und habe mir die ganze zeit gedacht "das ist doch gar nicht so" und "warum fehlt denn jetzt ein ganzer teil?" außerdem fand ich schon den anfang enttäuschen. die ganze spannung wurde schon mit den ersten paar sätzen heraus genommen...
falls es einen zweiten teil geben sollte, werde ich mir den garantiert nicht im kino anschauen, sondern irgendwann aus der videothek ausleihen.
ihr habt mit eurer frage, warum cornelia funke so begeistert von dem film war ganz recht. an ihrer stelle wäre ich als autorin total enttäuscht, dass das buch so schlecht umgesetzt wurde.
für leute die das buch nicht kennen, mag der film ganz schön sein, so zur abwechslung, aber buch-liebhaber sollten sich die enttäuschung ersparen!

10

auch, wenn ich den film nicht gelesen habe, finde ich den film total toll..er ist gruselig, traurig und auch voll lustig(manchmal)

6

Ein an und für sich ziemlich schöner und auch spannender Film.
Aber das auch eher für Kinder und jung gebliebene Erwachsene.
Trotzdem um Längen spannender, schöner und interessanter als "Der goldene Kompass".

4

4 von 10 ist wirklich mit einem zugedrückten auge... wer das buch toll fand sollte auf die verfilmung verzichten. das was das buch ausmachte verkommt hier zu hollywood märchen kitsch. 4 punkte für die darsteller.

2

Ich habe weiss Gott nicht viele Bücher gelesen, aber Tintenherz war eins davon. Ich muss schon sagen, dass das Buch nicht umsonst zu einem Bestseller aufgestiegen ist. Das Buch ist wirklich sehr schön geschrieben und vorallem sehr spannend gehalten!

... Der Film jedoch ist ein einzige Katastrophe.
Vielleicht seh ich das aber auch nur so, weil ich das Buch gelesen habe, aber all die Kürzungen und die geschichtlichen Änderungen nehmen der ganzen Welt von Tintenherz die Luft aus den Segeln. Die Besetzung ist meineserachtens auch schlecht gewählt (außer Mo) und die Leistung der Schauspieler lässt sehr zu wünschen übrig. Charaktere wie Basta, Flachnase usw... kommen im Film nicht richtig zur Geltung und wirken wie untalentierte Statisten, die sich als eine Horde Punks auf Crack verkleidet haben.

Das Buch lebte von seinen Charakteren und der Spannung. Beides kann der Film in keinerlei Hinsicht bieten. Ein wirklich enttäuschender Film.

1

Ich habe alle drei Bücher gelesen. Dies scheint auch der größte Fehler zu sein, wenn man sich diesen "Film" ansieht.

Nach ca. 20 Minuten habe ich den Fernseher ausgeschaltet, denn ich habe selten eine solch schlechte Buchumsetzung gesehen.

Es fängt an mit B. Fraser (Gott ist der schlecht) und hört mit abgrundtiefen Logiklöchern auf.

Setzen 6!

*Spoiler*
Farid sollte eigentlich ein kleiner Junge im Alter von 13 Jahren sein und nicht ein halb ausgewachsener Wüstencowboy. Das Farid KLEIN ist, ist im dem Buch essentiell für seine Rolle als Schüler von Staubfinger. Da fragt man sich allen Ernstes was C.Funke in Ihrer Beratung gemacht hat.
*Spoiler Ende*

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