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The Last Witchhunter

The Last Witchhunter
fantasy-action , großbritannien/usa 2015
original
the last witchhunter
regie
breck eisner
drehbuch
cory goodman, matt sazama
cast
vin diesel,
elijah wood,
michael caine,
rose leslie, u.a.
spielzeit
105 Minuten
kinostart
22. Oktober 2015
homepage
http://www.thelastwitchhunter-film.de
bewertung

4 von 10 Augen

witchh 1Seit ihn eine mächtige Hexe zu ewigem Leben verfluchte, zieht Kaulder (Vin Diesel) durch die Welt um so viele Vertreter der bösen Magie zur Strecke zu bringen wie nur möglich. Unterstützt wird er dabei von wechselnden Betreuern der Kirche, in der Gegenwart nimmt diese Rolle sein langjähriger Mentor Father Dolan (Michael Caine) ein. Doch obwohl Dolans Zeit langsam abläuft und er durch einen jungen Priester (Elijah Wood) abgelöst werden soll, ist ihm ein friedlicher Abschied nicht vergönnt. Denn die Anschläge durch sinistere Zauberer nehmen an Intensität zu, schließlich scheint es sogar so als ob Kaulders alte Erzfeindin, die Hexenkönigin persönlich wieder zu neuem Leben erwachen könnte. Unterstützt von der begabten jungen und „guten“ Hexe Chloe (Rose Leslie) stellt sich der erfahrene Kämpfer der wachsenden Schar an Gegnern. Es könnte sein letzter Kampf werden, aber auch sein größter.

witchh 2Er lebt seit mehreren hundert Jahren und kämpft im heutigen New York gegen die bösen Mächte? Nein, hier wurde nicht noch ein weiteres Mal die im Grunde schon nach dem ersten Film auserzählte „Highlander“-Saga wiederbelebt. Stattdessen stapft ein zum Glück nur in der Eröffnungsszene mit alberner Haarpracht ausgestatteter Vin Diesel als moderner Hexenjäger durch einen klassischen, aber wahrhaftig nicht besonders originellen Fantasy-Stoff. Was nicht nur deshalb bemerkenswert ist, weil der kahle Muskelprotz sich bisher noch nie in diesem Genre versucht hat. Es ist auch überhaupt der erste Kinofilm von Diesel außerhalb seiner beiden Stammserien „Fast & Furious“ und „Riddick“ seit mehr als sieben Jahren.

Dass der mit cool-finsterer Miene wortkarg durch sein überlanges Leben wandernde Kaulder dabei eine passende Rolle für den schauspielerisch doch eher limitierten Mimen darstellt, steht dabei außer Frage. Allein die Präsenz Diesels sowie ein ordentliches Budget, welches die zahlreichen Spezialeffekte nicht allzu übel aussehen lässt, sorgen dafür, dass „The Last Witchhunter“ von vornherein kaum eine Chance hat zu einem kompletten Rohrkrepierer zu werden.

witchh 3Viel mehr als eben diesen Diesel, die zu erwartenden Schauwerte und den einen oder anderen lässigen Oneliner gibt der Film aber leider wirklich nicht her. Da kann weder ein Michael Caine etwas dran ändern, der hier im Grunde nur seinen Part als Batmans treuer Butler Alfred variiert, die längste Zeit der Handlung aber sowieso regungslos herumliegt. Auch ein Elijah Wood muss sich anscheinend aktuell mit nur mäßig reizvollen Nebenrollen begnügen, aus seinem von vornherein etwas zu auffällig linkisch-unbeholfen agierenden Priester-Novizen kann er jedenfalls nicht viel herausholen. Am erfrischendsten daher noch der Auftritt von Rose Leslie, deren Gesicht viele als John Snows große Liebe „Ygritte“ in „Game of Thrones“ schon mal gesehen haben dürften und die hier ihre erste größere Kinorolle abgreift. Die leicht herbe Schönheit mit der rauchigen (Original-)Stimme macht jedenfalls das Beste aus der verfügbaren Leinwandzeit und kann sich dabei neben einem Vin Diesel durchaus behaupten.

Was noch so halbwegs interessant beginnt, wandelt sich im Verlauf leider allzu schnell zu einem dieser einfach schon viel zu oft gesehenen Material- und CGI-Effektorgien bei denen dann die zweite Hälfte praktisch nur noch aus rennen und gegen irgendwelchen monströsen Wesen kämpfen besteht. Wer die eine oder andere Episode von „Underworld“ gesehen hat, der hat im Prinzip auch schon „The Last Witchhunter“ gesehen, inklusive des aus langem Schlaf erweckten Anführers der finsteren Überwesen mit Welteroberungsplänen.

witchh 4Wobei man sich hier schon die Frage gefallen lassen muss, was um alles in der verdrehten Fantasy-Welt sich diese Hexenkönigin denn eigentlich einst dabei gedacht hat, ihren härtesten Gegner im Angesicht der Niederlage damit zu „bestrafen“, dass sie ihn zu ewigem Leben verflucht. Mag ja sein, dass das dem Betroffenen dann auch den einen oder anderen langweiligen bis depressiven Tag beschert. Aber rein logisch betrachtet erweist die Dame ihrer Zunft damit doch einfach nur den Bärendienst, es noch richtig lange mit einem starken und immer erfahrener werdenden Gegner zu tun zu haben. Zeit über solcherlei Sinnfragen zu sinnieren bleibt genug, wenn sich gerade mal wieder ein paar niedere Schergen vom Team Kaulder/Chloe blutleer und jugendfrei in Staub oder Ähnliches verwandeln lassen.

Nein, der Film ist nicht wirklich mies und hält durchgehend ein gewisses Produktionsniveau. Er wirkt aber doch arg uninspiriert, bietet keinerlei neue Ideen und landet nur deshalb nicht sofort im DVD-Regal weil Besetzung und Budget halt den Einsatz auf der großen Leinwand garantieren. Für Vin Diesel bleibt das Kino-Leben außerhalb seiner bewährten Franchises somit weiterhin ein schwieriges.

Volker Robrahn

Ich habe gelesen, dass Vin

Ich habe gelesen, dass Vin Diesel bekennender Dungeons&Dragons-Rollenspieler sei und die Rolle des Hexenjägers Kaulder auf seinem D&D-Charakter beruhe. Ist das also womöglich im weitesten Sinne eine von Diesels "Herzensrollen" in einem leider nicht ganz so großartigen Film?!

Mich jedenfalls spricht The Last Witchhunter nicht genug an, um ihn mir im Kino ansehen zu müssen. Selbst wenn ich die beteiligten Schauspieler sehr gerne mag...

Diese Rezension ermuntert mich aber immerhin dazu, dem Film nach der Bluray-Veröffentlichung eine Chance auf dem heimischen Beamer zu geben ;-)

@TraumEngel Vin Diesel beim

@TraumEngel

Vin Diesel beim D&D spielen, eine passende Version von Film-PR:
https://youtu.be/yLEMb_RIZ3o

You're welcome.

Vin wird es nie lernen...er

Vin wird es nie lernen...er ist nur eines, der perfekte
Dominic Toretto. Mehr hat er leider nicht drauf.

Und daher sollte er es echt lassen.

Der Film hätte gut werden

5

Der Film hätte gut werden können.... Wenn:

Er so etwas wie Atmosphäre aufbauen hätte können

Er so etwas wie wirkliche Spannung aufbauen hätte können

Er Vin Diesel mal einige neue Facetten gegeben hätte

Und er war tatsächlich zu langatmig. Das ist eine 1a DVD Produktion
aber einfach nichts fürs Kino.

Dieser "Fantasy" Streifen sollte das Genre ja angeblich etwas antreiben.
Das ist mal so gar nicht gelungen.

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