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The Green Mile

The Green Mile
drama , usa 1999
original
the green mile
regie
frank darabont
drehbuch
frank darabont
cast
tom hanks,
james cromwell,
michael clarke duncan,
david morse,
bonnie hunt, u.a.
spielzeit
182 Minuten
kinostart
10. Februar 2000
homepage
bewertung

9 von 10 Augen

Im unvergesslichsten Filmjahr der Neunziger, dem glorreichen 1994, erblickte eine endlose Reihe großartiger Filme das Licht der Leinwand. Streifen wie „Speed“, „Der König der Löwen“, „True Lies“, „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“, alles bahnbrechende Werke, die ihre Genres nachhaltig prägen sollten, und alle nochmals überschattet von dem grandiosen Zweikampf zwischen „Forrest Gump“ und „Pulp Fiction“. In diesem Jahr der Superlative entstand ein weiteres Meisterwerk, daß im Strudel der anderen Meilensteine fast vollständig unterging. „The Shawshank Redemption“, zu deutsch „Die Verurteilten“, basierend auf einer Kurzgeschichte von Stephen King, floppte in den Kinos, gewann bei sieben Nominierungen nicht einen Oscar und wurde als der große Verlierer dieses Jahres gehandelt. Doch im Laufe der Zeit fand dieser Film seine Fangemeinde, die so groß wurde, daß „The Shawshank Redemption“ zeitweise Platz 1 in der Liste der besten Filme aller Zeiten der „Internet Movie Database“ belegte. Regisseur und Autor dieses großartigen Werkes war der damalige Debütant Frank Darabont. Fünf Jahre später nun machte Darabont seinen zweiten Film. Wieder basierend auf einer Geschichte von Stephen King, wieder mit einem Gefängnis als Ort der Handlung, wieder drei Stunden lang. Und wieder grandios.

Paul Edgecomb ist ein ganz normaler Bewohner eines ganz normalen Altersheims, der sich jeden Tag für einen langen Spaziergang aus dem Haus schleicht. Eines Tages sieht er mit den anderen Bewohnern einen Fred Astaire-Film im Fernsehen, und als dieser „I’m in heaven“ singt, fängt Paul an zu weinen. Einer Freundin erzählt er daraufhin die Geschichte, an die ihn dieses Lied erinnerte. Denn vor sechzig Jahren, während der großen Depression, war Paul der Chefwächter des Todestraktes in einem Gefängnis in Louisiana (Fragen, die hier bereits aufgeworfen werden, z.B. „Wie alt muß der Bursche denn inzwischen sein?“ werden erst sehr spät beantwortet, denn sie sind essentiell für den Ausgang des Films).

Todesträkte werden für gewöhnlich „The last mile“ genannt, dieser trägt den Namen „The green mile“, weil er einen matt-grünen Fußboden hat. Hier arbeitet Paul, wacht über eine Handvoll Totgeweihter, und versucht, eine ruhige und entspannte Atmosphäre zu erhalten, in der sich die Verurteilten auf den Tod vorbereiten können. „We think of this place like an intensive care unit of a hospital“, meint Paul. In diesem Sommer stören zwei Dinge seine Ruhe: Zum einen eine Blaseninfektion, die den unausweichlichen Gang zur Toilette zu einem unausweichlichen Gang durch die Hölle macht, zum anderen sein Kollege Percy Wetmore, ein kleines, fieses Arschloch. Als Neffe der Frau des Gouverneurs könnte er jeden Job haben, den er will, aber er ist nicht bereit zu gehen, bevor er nicht einen der Verurteilten „aus der Nähe braten“ gesehen hat. Ein Sadist und Menschenverachter, für den die Gefangenen der letzte Dreck sind: „I think of this place as a bucket of piss to keep rats in.“ Den anderen Wachmännern ist Percy ein schmerzender Dorn im Auge, aber sie können nichts gegen ihn tun, denn der Kleine ist eine ganz hervorragende Petze und nutzt seine Connections gnadenlos aus.
Die Ankunft eines neuen Gefangenen ändert so manches: John Coffey („Like the drink. Only not spelled the same.“) ist ein über zwei Meter großer, 150 Kilo schwerer Schwarzer, ein Koloss von einem Mann, mit einem Blick so weich wie der eines Babys. Von Anfang an ist klar, daß es sich bei ihm nicht um einen normalen Gefangenen handelt. Als Paul ihm am Ende des Begrüßungsrituals fragt, ob er noch etwas wissen will, erkundigt sich John, ob nachts das Licht ausgemacht wird. Er fürchtet sich im Dunkeln. Tatsächlich wirkt John mehr wie ein ängstliches Kind denn wie ein Schwerverbrecher. In Embryonal-Stellung kauert er sich auf seine Pritsche, ständig fängt er an zu weinen. Paul kann nicht glauben, daß es sich bei diesem Mann um den Mörder zweier kleiner Mädchen halten soll.
Schnell wird klar, daß John’s Schuld nicht sonderlich eindeutig ist: Er wurde gefunden mit den Leichen der beiden Mädchen in seinen kräftigen Armen, bitterlich weinend. Als Schwarzer im Louisiana der dreißiger Jahre hat er damit bereits sehr schlechte Karten. Selbst sein Verteidiger (Gary Sinise, Hanks‘ „Leutenant Dan“ aus „Forrest Gump“ in einer Minirolle) hielt ihn für schuldig, wenn auch aus ganz persönlichen Motiven. Paul’s leiser Verdacht, daß sein neuer Gefangener ein ganz besonderer Mensch ist, soll sich bald auf außergewöhnliche Weise erhärten.

Bis zu diesem Moment vergeht bereits mehr als eine Stunde, was in etwa zeigt, wieviel Zeit sich Darabont mit seiner Geschichte läßt. Wer „The Shawshank Redemption“ gesehen hat, der weiß, daß er dies nicht ohne Grund tut. Ohne sonderliche Hast, die Geschichte zu ihren entscheidenden Momenten voranzutreiben, verweilt Darabont lange beim Alltag seiner Charaktere und schafft somit eine Nähe zu den Männern auf der grünen Meile, wie es nur durch lange Beobachtung möglich ist. Die Figuren gewinnen enorme Substanz, jeder Charakter formt sich individuell vor den Augen des Zuschauers, bis jede Reaktion, jede Gefühlsregung absolut plausibel und logisch erscheint. Dies gilt nicht nur für Paul und John, sondern auch für die anderen Wachleute, wie Paul’s besten Freund Brutus (David Morse), die Insassen des Todestraktes, wie den harmlos-gutmütigen Eduard Delacroix, bei dem man sich mehr als einmal fragt, was dieser einfache Mann für ein Verbrechen begangen haben konnte, oder Paul’s Frau Jan (Bonnie Hunt), und nicht zuletzt für den Gefängnisdirektor Hal Moores (James Cromwell), der unglaubliche Qualen durchstehen muß, seitdem seine Ehefrau an einem Gehirntumor erkrankt ist.

Trotz vieler Parallelen zu „The Shawshank Redemption“ haben wir es hier dennoch mit einem ganz anderen Film zu tun. Während das erste Werk des Regisseurs in wundervollen Bildern den wahren Wert von Hoffnung, Freundschaft und Menschenwürde predigte und seine Zuschauer mit einem herrlichen Gefühl der Freiheit entließ, macht es uns „The Green Mile“ längst nicht so einfach. Im Laufe des Films wird man Zeuge von insgesamt drei Hinrichtungen, wobei speziell die zweite sehr grausam verläuft. Dennoch geht es in keiner Sekunde des Films um die Rechtfertigung der Todesstrafe. Sie ist eine gegebene Tatsache, die für alle Beteiligten unumstößlich feststeht, und wer auf die grüne Meile kommt, der wird sie lebend nicht wieder verlassen. „The Green Mile“ tut uns nicht den Gefallen, uns eine ähnlich positive und angenehme Botschaft mit auf den Weg zu geben wie sein geistiger Vorgänger, stattdessen läßt er uns mit einer Geschichte alleine, bei der es uns, ebenso wie der Freundin des greisen Paul, selbst überlassen ist, was wir mit ihr anfangen und wie nah wir sie an uns heranlassen. Ohne etwas über den weiteren Verlauf des Films verraten zu wollen (der Verleih bittet die Presse sogar ausdrücklich, nichts über den Ausgang des Films zu erzählen), sei zumindest erwähnt, daß er sehr spirituelle Dinge behandelt. Die Bereitschaft, an unerklärliches und übernatürliches zu glauben, sollte schon vorhanden sein, sonst wird man mit dieser Geschichte nicht sehr viel anfangen können. 

Es ist beinahe schade, daß Frank Darabont nicht mehr Filme macht, denn auch hier zeigen sich seine erstaunlichen Fähigkeiten als Regisseur und Autor. Kaum ein anderer Filmemacher unserer Tage nimmt sich soviel Zeit mit seinen Figuren, und gerade deshalb mangelt es vielen Filmen an emotionaler Nähe zum Zuschauer. Man kann sich nicht wirklich einem innerhalb von 15 Minuten fertig definierten Charakter verbunden fühlen. Darabont weiß das, und gibt uns nicht nur Zeit, die Figuren zu erfassen, sondern auch die richtigen Darsteller. Die schauspielerischen Leistungen sind von enormer Qualität, wobei ein spezielles Lob an Michael Clarke Duncan gehen muß: Seine Darstellung des John Coffey ist jenseits von Schauspielkunst, es ist eine dieser sehr seltenen Leistungen, die dem Wort „Verkörperung“ wirklich gerecht werden.

Trotz seiner Länge von drei Stunden ist „The Green Mile“ keine Minute zu lang. Es gibt so viel in diesem Film zu sehen, zu hören und zu erleben, daß selbst eine zweiseitige Zusammenfassung nur einen kurzen Abriß bieten könnte. Die Brillanz der Vorlage läßt sich in jeder Szene erahnen, und diese kraftvolle Visualisierung seines Romans erhebt Stephen King ein weiteres Mal über einen simplen Bestseller-Autor. Jenseits seiner so beliebten Horrorschinken führt King ein Dasein als kongenialer Geschichtenerzähler, der Charaktere von seltener Wahrhaftigkeit zeichnet. Frank Darabont ist bis dato der einzige Regisseur, der in der Lage scheint, dies nicht nur zu begreifen, sondern auch umzusetzen.

Ich bin mir nicht sicher, daß alle Fans von „The Shawshank Redemption“ ähnlich enthusiastisch auf diesen Film reagieren werden, denn er läßt den Zuschauer mit so mancher unbeantworteter Frage zurück, und ist generell keine sehr leichte Kost. In handwerklicher, künstlerischer und emotionaler Kraft steht „The Green Mile“ dem Erstling seines Regisseurs jedoch in nichts nach.
Die Oscars werden auch in diesem Jahr unter anderen Filmen aufgeteilt werden. Aber das ist nicht weiter schlimm. Für manche Werke ist es besser, wenn sie ein stilleres Dasein als oft vergessene Perlen der Filmkunst führen. „The Shawshank Redemption“ gelangte so zu einer Bewunderung, die anderen, erfolgreicheren Filmen verwährt blieb. Es ist durchaus möglich, daß es „The Green Mile“ ähnlich ergehen wird.

Frank-Michael Helmke

10

also ich finde den film einfach geil...habe den bestimmt schon 7 mal gesehen....ich könnte mir den auch immer wieder ansehen, weil es eibfach einer der geilsten filme überhaupt ist!....mann muss ihn einfach eimal gesehen haben....er ist sehr traurig und einfach hammer :-)

10

ich find den film eht klasse,
nur der percy da is so ein arschloch, ich könnte den echt immer wieder aufs neue killen!!!!
super emotional, wenn auch ein bisschen hart..
klaase film!!

10

Der Film ist einfach nur der Hammer, ich hab ihn gesehn und hab nur noch geheult!!!! Und wer ihn net schaut ist selber Schuld, weil derjenige verpasst nur was !! DER FILM IST EINFACH NUR ÜBELST GEIL !!!!

10

Die allerbeste Stephen King verfilmung aller Zeiten!!!! hab das Buch gelesen und der Film trifft genau die Aussage des buches und enthält alle wichtigen aspekte.Ein unglaublich trauriger aber zugleich kraftvoller Film,der zu Tränen rührt. Die letzten Sätze jagen mir immer einen schauer über den Rücken..."aber oh gott,manchmal erscheint mir die green mile sehr lang"....ein rundum perfekter Film!

10

so meine lieben...
allen Miesmachern dieser absolut perfekten Verfilmung eines Buches, meines Lieblingsautors, möchte ich mal eins sagen: ich wette keiner von euch Schwätzern hat dass Buch gelesen.
Wer hier bewerten will sollte besser informiert sein!!!
King hat in seinem Film mit Sicherheit nicht die Todesstrafe rechtfertigen wollen oder so ne GEQUIRLTE KACKE wie hier einige labern. er wollte die Problematik der damaligen Zeit darstellen, wie zum Beispiel die unrechte Behandlung Farbiger in der Gesellschaft. Trotz allem muss leider jeder Mann dieser Zeit seine Familie ernähren, was nicht gleichzeitig heißt, dass sie alle herzlos sind. Mit Sicherheit hätte sich Paul einen anderen Beruf ausgesucht, hätte er die Wahl gehabt. am Ende stellt sich ja wohl mehr als klar herraus, dass es Paul keinesfalls gleichgültig ist oder gefällt Meschen zu töten. Im Gegenteil. Er versucht sie vor Percy zu schützen und ihnen ihre letzten Tage mehr als schön zu machen. ich kann nur eins sagen, Leute: Lest dieses Buch und beurteilt dann erneut...

10

Der Film ist der absolute Wahnsinn! Ich müsste am Ende zwar übelst heulen fand ihn aber trotzdem gelungen Finde es nur blöd das er am Ende doch hingerichtet wird obwohl er unschuldig ist! Finds aber lusitg das percy im Sanatorium landet weil so fies wie der war muss das einfach sein! Viele Tom Hanks Filme wie Apollo 13,Forest Gump, The Green Mile, Der da Vinci Code sind absolut super und bekämen von mir alle 10 Punkte! Absolut die daumen hoch für den Film!

10

Haben den Film jetzt in der schule geschaut ich finde ihn schön und super verfilmt erst mal ein dickes lob an die Leute die dort mitgespielt haben. Ich find es nur traurig das der grosse dann doch noch hingerichtet wurde das ist einfach nicht richtig gewesen mir liefen nämlich auch an dieser Stelle die Tränen wie auch meinen Klassenkamaraten das ist traurig

10

Meiner Meinung nach einer der besten Filme, die es je gegeben hat.
Wunderbare Charakterzeichnung, sogar Witz ist mit drin, filmisch ganz große Momente, Schauspielerisch einfach nur traumhaft und auch die Kameraführung macht Spaß zum Zuschauen! Wenn (meiner Meinung nach) je
ein Film nahezu perfekt gewesen ist, dann dieser (und natürlich
Titanic :) )

10

Ich hab den Film für wenig Geld kürzlich auf DVD gekauft und gestern angesehen. Dieser Film ist von unerhörter Größe. Neben Winnetou III und Titanic, einer der wenigen Filme, bei dem ich (männlich, 40 Jahre) tatsächlich mit den Tränen kämpfen musste...

10

Also ich persönlich finde THE GREEN MILE ist der beste Film was ich je gesehen hab, die Charektere sind sehr realistich und ich muss auch als Junge zugeben das ich Tränen im Auge hatte

9

Das ende zeigt, dass auch wenn man ein guter mensch
ist wie tom hanks in der rolle,
es nicht ungestraft bleibt nach dem gesetz zu handeln...
er wurde mit dem leben bestraft nicht mit dem tod...
das ist der bessere weg und ist vielleicht schlimmer...
darüber sollten einige nachdenken..nicht nur in den staaten..

Ich saß nur da und habe

10

Ich saß nur da und habe geweint. So schön und so schön traurig ist der Film. Wenn jemand für die Todesstrafe ist, sollte er diesen Film sehen. Danach wird es ihm anders gehen.

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