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The Gathering

The Gathering
mystik-thriller , großbritannien/usa 2002
original
the gathering
regie
brian gilbert
drehbuch
anthony horowitz
cast
christina ricci,
ioan gruffudd,
stephen dillane,
kerry fox, u.a.
spielzeit
101 Minuten
kinostart
24. Juli 2003
homepage
bewertung

7 von 10 Augen

 Durch einen bizarren Unfall zweier Jugendlicher wird im ländlichen Glastonbury eine altertümliche Kirche entdeckt, die unter der Erde verborgen war. Unter strenger Geheimhaltung und von der Kirche beauftragt, zieht Priester Luke Fraser (Simon Russell Beale) den Kunstexperten Simon Jackman (Stephen Dillane) hinzu. Man entdeckt in der antiken Kirche eine äußerst eigentümliche Kreuzigungsszene, bei der nicht der gekreuzigte Heiland im Mittelpunkt steht, sondern die finsteren Gesichter derer, die sich damals versammelten, um aus reiner Sensationslust seinen Tod am Kreuz zu beobachten.

Zur gleichen Zeit fährt Simons Frau Marion (Kerry Fox) versehentlich die amerikanische Touristin Cassie (Christina Ricci) an und nimmt diese bei sich zu Hause in Ashby Wake auf, damit sie sich erholen kann. Cassie gewinnt schnell das Vertrauen der Jackmans und freundet sich mit deren Kindern an, wird jedoch bald von schrecklichen Visionen heimgesucht und fühlt sich von Bewohnern des Ortes verfolgt. Mittlerweile hat Luke die Gesichter der unheilbringenden Gestalten aus der Kreuzigungsszene auch auf diversen antiken Gemälden, auf Filmaufnahmen und Fotos wiederentdeckt und es scheint, als ob sie im Laufe der Geschichte immer dann anwesend waren, wenn sich in den letzten zweitausend Jahren Unglücke ereigneten. Nun befinden sie sich ganz in der Nähe, doch nur Cassie (Christina Ricci) scheint sie sehen zu können. Halluziniert sie? Oder versammeln sich die finsteren Gestalten im Ort um erneut einem großen Unglück beizuwohnen?

Endlich befasst sich mal ein Film mit einem Problem welches schon länger die Menschheit heimsucht: GAFFER!  Wer kennt nicht diese "sympathischen" Zeitgenossen, die durch ihre zügellose Neugier Rettungskräfte bei der Arbeit behindern? Vielleicht wäre es eine tröstende Vorstellung, wenn jene, die sich am Unheil anderer Menschen weiden, tatsächlich der ewigen Verdammnis preisgegeben wären ...

Brian Gilberts düsterer Film wurde an verschiedenen Orten in England und auch zum Teil auf der Isle of Man gedreht. Zum einen verleiht das typisch britische Wetter dem Film eine noch düstere Atmosphäre, zum anderen ranken sich tatsächlich Legenden um den auf der Isle of Man gelegenen Ort Glastonbury. So soll dort aus einem Dorn von Christi Dornenkrone eine Eiche gewachsen sein. Damit setzt der Film eine Tradition von britischen Filmen wie "Das Omen" fort, die die dunkle Seite der Religion, alte Mysterien und Legenden aufgreifen und in die Gegenwart verfrachten. Wie bei "Final Destination" wird die Frage aufgeworfen, ob wir unser Schicksal selbst in der Hand haben, oder ob es bereits unumstößlich feststeht, allerdings wird hierbei weitgehend auf Effekthascherei verzichtet.

 

Trotzdem hat der Film an einigen gravierenden Stellen seine Schwächen. So wird das Wiedererkennen der Gesichter des "Gathering" auf Gemälden und historischen Dokumenten unglaubwürdig rübergebracht, und wenn man in ein Maisfeld flüchtet, sollte man vorher den bunten Luftballon an der Schnur loslassen! Die ganz große Spannung oder gar Horror bleiben aus, das vermögen auch die hervorragend besetzten Schauspieler nicht zu ändern. Insbesondere ist hierbei natürlich Christina Ricci zu erwähnen, die - sicher auch aufgrund ihres Äußeren und ihrer durchdringenden Augen - im übernatürlichen Genre zu Hause ist und mit diesem bereits ihren vierten Film in Großbritannien drehte.

"The Gathering" ist ein sehenswerter britischer Thriller der übernatürlichen Art mit einer intelligenten, schwer vorhersehbaren Story und guten Schauspielern, so dass man ihm auch einige Schwächen gerne nachsieht.

Sascha Sass

8

Dies ist ein intelligenter Mystik-Thriller, der auch noch eine Botschaft hat. Darüber hinaus lässt er auch noch eine Interpretation von mehreren Handlungssträngen auf verschiedenen Ebenen zu.
Zunächst kann man oberflächlich nur die wiederentdeckte Kirche aus dem ersten nachchristlichen Jahrhundert sehen, in der sehr realistische Reliefs um eine Kreuzigung an den Wänden sind. Daneben ergibt sich auch die Geschichte von einem Heim, in dem vor vielen Jahren Kinder misshandelt wurden. Und immer wieder dazwischen stehen stumme Zuschauer in dem kleinen Dorf herum. Man erkennt sie bald wieder als die, die an den Wänden der verschütteten Kirche zu sehen sind.
Die ganze Palette der Schockelemente des Horrorfilms kommt akustisch und visuell zum Einsatz und hält die Spannung anhaltend hoch. Der Höhepunkt des recht blutigen Finales wird abgefedert durch den überflüssigen Epilog als Erklärung und Auflösung des Rätsels. Man hätte auch so verstanden, dass die Gaffer immer irgendwie schuldig werden.

4

Ich kann diesen Mystery filmen nichts abgewinnen:-8

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