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The Darjeeling Limited

The Darjeeling Limited
tragikomödie , usa 2007
original
the darjeeling limited
regie
wes anderson
drehbuch
wes anderson
cast
owen wilson,
jason schwartzman,
adrien brody,
natalie portman,
anjelica huston, u.a.
spielzeit
92 Minuten
kinostart
3. Januar 2008
homepage
http://www.darjeelinglimited-derfilm.de
bewertung

9 von 10 Augen

Der erste Film ist nach rund zehn Minuten zu Ende, komplett mit Abspann. Was das Ganze sollte, weiß man zwar zunächst nicht so genau, aber die knisternde Liebesszene zwischen Peter (Jason Schwartzman) und seiner eigentlichen Ex-Freundin (Natalie Portman) war auf jeden Fall schon mal sehr nett. Und sowieso gibt es keinerlei Grund zur Beunruhigung, denn wir befinden uns schließlich im neuen Werk von Wes Anderson ("Rushmore", "Die Royal Tenenbaums", "Die Tiefseetaucher"). Da sind solch kleine Eigenwilligkeiten wie ein eigener Vorfilm vor der eigentlichen Hauptattraktion nicht nur erwünscht, sondern werden ja fast schon erwartet. Das Stammpublikum amüsiert sich und die Gefahr andere zu verschrecken ist doch eher gering. Denn auch dieser Film bedeutet mit Sicherheit nicht den Durchbruch beim Massenpublikum für den Mann mit der Vorliebe für verschrobene Charaktere.

Was nicht weiter zu bedauern ist, denn ansonsten wäre es wohl auch kein echter Wes Anderson mehr und das wäre in der Tat bedauerlich. Fühlt man sich doch kaum irgendwo so schnell behaglich aufgehoben wie in dessen dysfunktionalen Familienwelten. Wobei sich dieses Wohlgefühl seit jeher hauptsächlich auf den eher übersichtlichen Kreis der Kritiker und Kollegen aus der Filmbranche zu beschränken scheint. Die lieben ja fast grundsätzlich alle von Andersons Filmen, und die schärfste Kritik, die überhaupt noch formuliert wird, ist der schüchtern vorgetragene Einwand, dass sich eventuell und ganz vielleicht alle Anderson-Filme doch irgendwie, nun ja, ein wenig ähneln.
Um das gleich mal kurz zu prüfen: Adrien Brody ist hier neu dabei (ansonsten wird die Cast-Liste wieder von alten Anderson-Bekannten bevölkert), wir befinden uns diesmal nicht in einem Boot sondern einem Zug und die Familie beschränkt sich im Kern auf übersichtliche drei Brüder. Aber ansonsten kein Zweifel: Alles was wir in den "Royal Tennenbaums" oder den "Tiefseetauchern" zu schätzen gelernt haben, ist wieder da: Die nur nach außen hin selbstbewussten Charaktere, auf der Suche nach verlässlichen Vater- oder Mutterfiguren, die ihre Ratlosigkeit in allen Lebenslagen auch mit strengstens kontrollierten Gesichtszügen kaum verbergen können und deshalb von einer skurrilen Situation in die nächste stolpern.
Das wäre also auch die Handlung von "The Darjeeling Limited", mal generell gesprochen. Konkret verfolgen wir die Erlebnisse der drei Brüder Peter (Jason Schwartzman), Jack (Adrien Brody) und Francis (Owen Wilson) auf ihrer Reise durch Indien an Bord des titelgebenden Zuges. Während Peter also seine letzte Liebschaft (die aus dem Vorfilm) doch noch nicht so wirklich verarbeitet hat und Jack kurz davor steht Vater zu werden, scheint es vor allem um Francis schlecht bestellt. Der hat einen mysteriösen Motorradunfall nur knapp überlebt, wirkt von den dreien sowohl seelisch als auch schon äußerlich am instabilsten und hat auch den ganzen Trip initiiert. Ziel der Reise ist ein Besuch bei der gemeinsamen Mutter (Anjelica Huston), wobei das die anderen Brüder offiziell gar nicht wissen und die Dame selbst offenbar an diesem Wiedersehen auch nur bedingt interessiert ist.
Auf dem Weg, der hier ganz offensichtlich mal wieder das Ziel ist, kommt es zu Streitereien sowohl unter den Brüdern als auch mit einem genervten Zugschaffner, zu ungeahnten Begegnungen mit den Einwohnern des Subkontinents und einem tragischen Ereignis.

Dieses angesprochene Ereignis ist dann auch der Moment, in dem die Geschichte etwas ernstere Töne anschlägt und gleichzeitig auch derjenige, der die Brüder unerwartet ein ganzes Stück weiter bringt mit sich selbst, dem Leben und überhaupt allem. Es handelt sich diesmal wie erwähnt nicht um den ganz großen Anderson-Ensemblecast und so bleibt für alle weiteren Figuren neben den drei Großen nur wenig Raum. Diese spielen sich dafür aber die Seele aus dem Leib, so ungewöhnlich das bei ihrer meist stoischen Mimik auch klingen mag. Insbesondere Owen Wilson, der nahezu den kompletten Film über mit überdimensionalem Kopfverband herum marschiert, läuft hier zu ganz großer Form auf.
Trotzdem sind aber die immer wiederkehrenden Szenen, in denen alle drei gemeinsam in Großaufnahmen todtraurig in die Kamera schauen, ganz sicher die Schönsten. Einfach schön, wie mal wieder alles in Anderson-Land, von den farbenprächtigen Aufnahmen der indischen Originalschauplätze, über die erneut fein ausgewählte Musik bis zu den zahllosen Details, die auch das mehrmals Anschauen zum erhöhten Vergnügen machen dürften. Und ja, auch Bill Murray ist wieder mit dabei, obwohl er eigentlich gar nicht mitspielt.

Es mag schon sein, dass Wes Anderson mit seinem unverwechselbaren Stil nur eine Nische besetzt und nicht viel Anderes kann, als auf der Leinwand seine ganz persönlichen Marotten und Obsessionen auszuleben. Wie er das allerdings macht, seine Geschichten und Figuren dabei in kleinen Schritten immer weiter verfeinert und um neue Komponenten ergänzt (hier um den erwähnten tragischen Aspekt), das ist einfach großartig und macht ihn zu einem herausragenden Filmemacher. Und deshalb darf man auch auf seinen nächsten Film trotz aller Vertrautheit wieder sehr gespannt sein. Bis dahin bewegt sich "The Darjeeling Limited" aber schon sehr nah an der Perfektion.

Volker Robrahn

10

What a masterpiece! Even better than the life aquatic...
Please Wes hurry up! Do another one!! How about a plane next time?
And please give Bill Murray a bigger role! That was the only negative thing about the Darjeeling Limited...
But it still is a 10 out of 10!

10

Weltklasse! Genial! Anders!

10

spitzen film, habe absolut nichts zu beanstanden... jedoch sollte der geneigte kritiker auch darauf achten, zwei der drei hauptrollen nicht zu vertauschen, jack ist der mit der freundin und peter wird vater, nevertheless 10/10

6

netter filn, aber nicht mehr. ist in teilen durchaus kurzweilig, aber 9/10 augen ist total übertrieben. natürlich ist ein film geschmackssache, aber bei mir hat er kein bleibenden eindruck hinterlassen. er plätschert so vor sich hin, ohne bei mir langeweile oder große begeisterung aufkommen zu lassen. die charaktere sind durchaus interessant dargestellt, aber das reicht selten um ein film hervorragend werden zu lassen. so auch in diesem fall, dafür ist die handlung zu monoton, obwohl ich grundsätzlich diese art von filmen gerne mag (lieber als actionfilme).

..even better than the life aquatic...na, das ist ja nun wirklich keine kunst....

1

Sorry Leute. Das einzige Tragende sind die Rezensionen. Reinste Satire. Ihr seid Schuld, wenn sich Anderson und Konsorten totlachen.

8

Ganz gut gemacht!
Hat mich irgendwie an "Out of Rosenheim" erinnert.
In einigen momenten finde ich die Feelgood-Fragezeichenromantik ein bisschen zu dick und prätentiös aufgetragen, aber insgesamt definitiv einer der Filme die mir in letzter Zeit am Besten gefallen haben.
Ich finde es auch interessant, wie Herr Anderson seinen unverwechselbaren "look" kreiert, an dem man seine Film erkennt.. ich glaube es hat was mit Pastellfarben und Schnurrbärten zu tun.
Naja.
Von Filmen mit so einer menschlich lustigen Handlung gibt es definitiv zu wenig - allerdings würde mich bei diesem Film auch mal interessieren, was denn die Inder dazu sagen.
:)

5

Schliesse mich meinem Vorredner Egon an. Der Film ist anders, ok, ganz unterhaltsam und ein bisschen zu dahinplaetschernd. Muss "anders" denn immer mit der Hoechstpunktzahl belohnt werden? Ihr muesst auch mal an die Leute denken, die hier reinlesen, um sich fuer den Kinoabend zu entscheiden. Anderson-Fans, geht rein, alle anderen: wenn ihr Lust habt auf 2 Std. "geht-ein-mann-um-die-ecke-ist-die-ecke-weg"-Humor.

5

Wie auch The Royal Tenenbaums und Die Tiefseetaucher hat der Film sympathische Schauspieler-Größen an Bord, schöne Momente und echt witzige Einlagen. Er hat aber auch die gleichen Längen und viel nichtssagenden Quatsch. Allein die Skurrilität des Konzepts kann diesen (dritten) Film leider nicht mehr tragen.

10

Meiner Meinung nach der Beste von Was Anderson bisher. Und allen Kritikern, die meinen bei ihm käme der Humor zu kurz: Ich denke Wes Anderson verlangt vor allem einen aufmerksamen (z. T. auch gebildeten) Zuschauer. Wer dies nicht erfüllt ist tatsächlich falsch. Bestes Besp. ist der "Eingangslacher", als das Taxi durch die Straßen der ind. Stadt rast. Nichts scheint es aufzhalten, kein einziges mal bremst der Fahrer. Doch dann einmal kurz bleibt er doch stehen und weicht aus. Nur im schnellen Schwenk der Kamera ist zu erkennen, dass eine Kuh mitten auf der Straße stand. Jeder herkömmliche Komödiant hätte nun genau ausgestellt, das Kühe heilig etc. Wes Anderson versteckt diesen Joke fast. Und dem Zuschauer, der gerade Popkorn frisst oder sein Gesicht hinter einem 2 Liter Colabecher versteckt, dem werden solcherlei Gags mit Sicherheit entfallen.

3

Die ganze Zeit habe ich mich gefragt: Wann geht der Film los?

Das waren keine Charaktere, das waren beliebig zusammengeflickte Quatschköpfe.

Keine Komödie (weil nicht witzig), aber die Figuren wurden andererseits auch nicht ernst genommen (was schon aufgrund ihrer mangelnden Glaubwürdigkeit nicht geht).

"Out of Rosenheim" ist der passende Bezug, nur daß der eben alles richtig macht, und dieser Film alles falsch. Längen, Beliebigkeit, Verschrobenheit als Selbstzweck. 3 Augen - na für wen wohl? Für die Hauptdarsteller, die sonst in guten Filmen spielen (Spun, Leon,...).

8

@kinomax:
"Pastellfarben und Schnurrbärte" - ganz im Ernst: Danke! Endlich kann ich seinen optischen Stil mal in 3 Worten zusammenfassen! :) Der ist nämlich wie erwartet wieder ein Augenschmaus, und Anderson hat ein Auge für Bilder, die man sich rahmen möchte.

"Darjeeling" ist ein in jeder Hinsicht schöner Film mit Schauspielern, die man einfach mögen muß.
Tolles Drama, gepaart mit Absurditäten, charmantem Humor, aber auch lebendigen Charakteren mit glaubhaften Motivationen. Die Dialoge sind auch wieder eine Mischung aus "aus dem Leben gegriffen", "skurril" und "unerwartet".

Ein paar Längen hat der Film allerdings, und ich komm auch nicht ganz auf ein paar der Situationen klar. Ansonsten ein Film zum Anschauen. Selbst die Musik ist einem ein Lächeln wert.

7

putziges filmchen, daß nach hinten hin immer weiter abbaut.
erinnert mich an ikebana oder porzellan-püppchen sammeln.
aber witzig
++

1

es is schon ne halbe Ewigkeit her, dass ick den Film geschaut hab - mir wurde aber verstärkt klar, dass diese Seite hier nicht wirklich Ausrutscher, sondern eher eine Gruppe seltsamer altbackener Filmeliebhaber mit sich trägt ~ denn weder ein "There will be boredom", noch ein "The Darjeeling Hirngeschrotet" konnten mich als begeisterter Glubscher hinhalten - laaaaaaaaaaaaaaaaangweilig, über große Strecken noch dazu - wo ich sage: wo steckt da der besondere Charakter? o.O

es gibt sicherlich Filme, die auf einem guten Konzept aufbauen - es gibt aber auch Filme, die gewisse Insider mit sich tragen, die besser im Drehbuch selbst nachzuschlagen sind - sofern man sich als Frischling was anschaut, hat man die Karten ausm A****bereich - ich mag keine weiteren "MovieS" - auch, wenn se angeblich "Fantastic" sind - aber auch keinen einschläfernden GuteNachtkram - und darauf kann man sich bei dieser Seite echt nich mehr verlassen - EIGENsinnigkeit muss wie jmd schon sagte nix tolles sein...

und umso mehr Augen, umso SEHENSwerter für JEDERMANN empfind ich das - das gilt genauso für Spielemagazine oder sonstiges.
"Fight Club" bleibt für mich immer noch der geniale Ultraknaller, den keiner es schafft nachzustellen - und findet tatsächlich mal verdiente 9 Augen für "Brügge sehen ... und sterben?", welcher auch schafft zu begeistern ...

für mich geht das Team hier VIIIIIIIIIIIIIIIIIELzu sehr vom persönlichen Geschmack aus - und das stinkt - bestimmt so einige hier an.

6

Bei dieser Bewertung dachte ich mir dass sich mir mein Urteilsvermögen erst nach der zweiten oder dritten Weiderholung durch die Charakteristika erschließt. Leider kamen mir die "Fun"-Sprünge total sinnlos vor und die absolute Nutzlosigkeit einer genauen Charaktervorstellung war Überflüssig.
Durch die Detailgenauigkeit wurde zwar mein Interesse geweckt, aber der Witz und der Spaß an einer Ausstrahlung wurden leider determiniert.
:D (gemindert)

D.h. dass ich mir den Film wegen der Schauspieler angesehen habe, die Leistung nur für wirkliche Cineasten empfehlen möchte, aber die Gelegenheitszuschauer davor warnen möchte.

9

...den keiner es schafft nachzustellen...

1

Also, das war ja mal der langweiligste, unlogischste film aller zeiten. Dafür der 1 stern. das einzig sehenswerte an dem film waren die schönen landschaftsszenen. Eine dokumentation über indien wäre jedoch spannender gewesen. es ist schon tragisch, wenn einem das making-of eines films besser gefällt als der film selbst...

würde am liebsten -10 augen vergeben, wenns möglich wäre.

3

Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen. Ein totlangweiliger Film. Wir haben den Film z.T. stückchenweise angeschaut, weil ich immer eingeschlafen bin. Ich habe mir echt viel mehr versprochen, da ich mich auf ein schönes Roadmovie gefraut habe. Und dann das Ensemble Wilson, Brody haben mich sehr interresiert. Schade ,das ich mal wieder sehr entäuscht wurden bin.

9

Also, das ist eine der schönsten Rezensionen die ich hier bisher gelesen habe! Sie treffen es ganz genau. Die Schauspieler wachsen hier förmlich über sich hinaus. Ein bezaubernder Film, den ich mir sicher noch mehrmals ansehen werde. Seit den Royal Tenenbaums & Tiefseetaucher ist dieser verquere Wes Anderson einer meiner Lieblingsregisseure. Nach einem Film von ihm, fühle ich mich immer einfach nur gut. Man kann lachen, mitfühlen, traurig sein, sich wundern und das alles in einem Film: Ganz großes Kino. Auch wenn die Filme sich ähneln, so wartet man doch schon nach dem Abspann wieder auf etwas Neues aus seiner Feder. Wie ich jetzt auf "The Fantastic Mr. Fox"!

10

Darjeeling Limited ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Ich habe ihn unzählige Male gesehen und werden ihn ganz sicher noch oft anschaun. Ich mag die Charaktere, die Landschaft, die wundervollen Bilder und die Musik.
Jedes Mal wenn ich den Film sehe finde ich neue kleine und liebevolle Details, die mich diesen Film noch mehr mögen lassen.

Aber ich verstehe auch die Kritiker. Diesen Film mag man, oder man hasst man. Er wird nicht jedem gefallen. Aber das macht ja nichts. :-)

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