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The Crazies - Fürchte deinen Nächsten

The Crazies - Fürchte deinen Nächsten
horror , usa 2009
original
the crazies
regie
breck eisner
drehbuch
ray wright, scott kosar
cast
timothy olyphant,
rhada mitchell,
joe anderson,
danielle panabaker, u.a.
spielzeit
101 Minuten
kinostart
27. Mai 2010
homepage
http://www.crazies.kinowelt.de
bewertung

7 von 10 Augen

Als Danny Boyle vor ein paar Jahren in seinem erfolgreichen Schocker "28 Days later" eine Horde aggressiver, von einem Virus befallener Menschen auf den Rest ihrer Spezies losließ, verwiesen Kenner der Materie wissend darauf, dass dies doch aber keine echten "Zombies" waren und man sie daher doch bitte auch nicht so nennen möge. Mit den langsam stapfenden Untoten des Altmeisters George A. Romero hätten diese Geschöpfe demnach genauso wenig zu tun, wie die flotten Wadenbeißer aus dem "Dawn of the Dead"-Remake und überhaupt seien die Romero-Zombies nach wie vor die einzig wahren. Doch während sich der Gottvater des Genres spätestens(und zwar allerspätestens) mit seinem letzten Werk "Survival of the Dead" in repetive, nur noch wenig Wirkung hinterlassende Gefilde verabschiedet hat, kommt mit "The Crazies" nun ein sehr gelungener Artverwandter in die Kinos. Der handelt ebenfalls von durch einen Virus zu bedrohlichen Bestien mutierenden Menschen, die innerhalb kürzester Zeit aus einer beschaulichen Kleinstadt einen Ort des Grauens und der Verwüstung machen. Mr. Romero dürfte allerdings gegen diese Variante wenig einzuwenden haben - stammt die Idee doch ursprünglich von ihm.
Denn zwischen seinen beiden unumstrittenen Meisterwerken "Die Nacht der lebenden Toten" und dessen indirekter Fortsetzung "Zombie - Dawn of the Dead" drehte der Fachmann für faulige Gesellen noch zwei kleinere, relativ unbeachtete Filme, die zu ihrer Entstehungszeit kaum jemand gesehen hat. Das war zum einen das psychologische Drama um den Möchtegern-Vampir "Martin" und zum anderen der auch nur mit einem sehr kleinen Budget realisierte Thriller "The Crazies", der auf recht simple und plakative Weise gegen "böse" und verantwortungslose Militärs und Wissenschaftler zu Felde zog.

Diese immer gern genommenen grauen Eminenzen sind zwar letztlich auch für das Grauen verantwortlich, welches nun in der Neuverfilmung die Kleinstadtbewohner heimsucht, aber das findet nur am Rande Erwähnung und bietet lediglich die von vielen sicher gewünschte, halbwegs plausible Erklärung für die Geschehnisse. Ansonsten dienen Militärs und Ärzte hier aber vornehmlich als anonyme und meist gesichtslose Masse, die praktisch nicht mit den Betroffenen und Verängstigten kommuniziert - was die Atmosphäre nur noch unheimlicher und wirkungsvoller macht. Es scheint nämlich keinen wirklichen Ausweg zu geben für die Einwohner von Ogden Marsh im mittleren Westen der USA. Als einer der Ihren Amok und mit einer Schrotflinte aufs Baseballfeld lief, schien das zunächst noch ein unerklärlicher Einzelfall zu sein. Doch sehr schnell stellen der örtliche Sheriff David Dutton (Timothy Olyphant, "Hitman") und dessen Frau, die Ärztin Judy "(Radha Mitchell, "Silent Hill") fest, dass sich die seltsamen Vorkommnisse häufen. Bald sind die "Crazies" überall, die Nationalgarde rückt an und geht brutal sowohl gegen die Infizierten als auch die Gesunden vor. Zusammen mit Judys nicht allzu heller Mitarbeiterin Becca (Danielle Panabaker) und dem lakonischen Deputy Russel (Joe Anderson, "Amelia") bleibt dem bisher noch verschont gebliebenen Paar nur die Flucht.

Nicht schlecht. Wofür andere Filme die gesamte Spielzeit brauchen, das erledigen Regisseur Breck Eisner und sein Team mal eben in der ersten halben Stunde. Da sind wir nämlich nicht nur bereits von den ersten beunruhigenden Anzeichen bis zur Epidemie vorgedrungen, sondern da wurde auch schon die gesamte Ortschaft in eine Art Endzeithölle verwandelt und die erwähnten "gesichtslosen Regierungsschergen" haben bereits gewaltige Internierungslager errichtet. Für unser couragiertes Quartett geht es dann aber erst richtig los, es wird auf seinem eher ziellosen Weg noch diverse Hoffnungsschimmer und Rückschläge erleiden. Die Umgebung wird dabei immer düsterer und beklemmender werden, und der eine oder andere der vier wird sich positiv oder unangenehm durch bisher unbekannte Charaktereigenschaften hervor tun.
Timothy Olyphant gibt dabei den unzweifelhaften Anführer ziemlich straight, ohne jedoch übertrieben machohaft und makellos zu agieren. Als heimlicher Star entpuppt sich aber Joe Andersons Hilfssheriff Russel, bei dem man nie sicher sein kann, ob er denn nun eine nützliche Hilfe oder doch eher eine latente Bedrohung darstellt. Das Budget war auch für diese Neuverfilmung nicht allzu üppig (worüber man sich nach Eisners 150 Millionen Dollar-Flop "Sahara" auch nicht wundern muss), es wird aber effektiv genutzt und eingesetzt. Der Film sieht gleichzeitig gut und etwas "dreckig" aus und das passt dann schon.

Auch wenn die "Crazies" das Tempo dann doch nicht ganz halten können und daher im letzten Drittel gelegentlich ein ganz klein wenig durchhängen, so haben wir hier doch alles in allem einen spannenden und knackigen Genrefilm vorliegen, der zwar keine echte "Message" auf dem Herzen hat, an dem es aber trotzdem nur wenig rum zu mäkeln gibt. Besser und interessanter als die letzten "Originalwerke" eines George A. Romero ist das Ganze nämlich auf jeden Fall.

Volker Robrahn

Hmm die Inhaltsangabe ist fast gleich lang wie die eigentliche Rezension (wenn man mal von der Einleitung absieht). Hmmm. ^^

Klasse Remake. Das Ende dürfte selbst Kenner
des Originals überraschen...

Wenig erwartet, sehr viel bekommen; Prima!

7

Es gibt ein oder zwei Stellen in dem Film, wo es die Chance gegeben hätte, die doch sehr vorhersehbare Erzählstruktur zu brechen und richtig dreckig zu werden. Schade, dass man da doch nicht den Mut zu hatte. Davon ab muss ich aber sagen, wurde ich sehr gut und spannend unterhalten. Nichts Neues, aber das wenigstens konsequent gut umgesetzt, besser als bei vielen Genregurken der letzten Zeit. Für einen spannenden Kinoabend durchaus zu empfehlen. Besser als Romeros aktuelle Werke allemal.

8

Endlich mal ein Remake,das auf fast allen ebenen punkten kann....

6

Nicht sonderlich spannend. Nicht sonderlich blutig.
Keine sonderlichen wendungen. Alles schoneinmal gesehen irgendwie/irgendwo.
Also hab mir mehr versprochen. Vielleicht war das der Fehler.
Macht nicht den gleichen!

7

Ich fand ihn spannend...es gibt bei weitem schlechtere filme und für nen kinoabend is der film alle mal gut genug.

=)

6

Netter Film für einen DVD-Abend. Kein Kinohighlight, aber solide
gemacht.

UND in jedem Fall besser als das Original von Romero. (Was allerding
nicht schwer ist)

7

Baut sehr gut spannung auf. Spielt mit unseren unterbewussten Gefühlen, von dem, was wir als "Normal" empfinden, gipfelt dann auch schön im Katz und Maus Spiel zwischen Soldaten-Zombies-Normalen...

ABER: Leider verschenkt der Film dann auf das Ende hin fast sein komplettes Potential, man hat mal wieder das Gefühl, dass den Produzenten das Geld aus gegangen ist, denn

SPOILER

ab der Hälfte tauchen Kaum noch Viecher/Soldaten auf, eins zwei kurze Fetzereien und Schluss...

SPOILER ENDE

Auch die Gewalt bleibt weitestgehend auf der Strecke, bin kein Splatter Junkie, aber der Film kommt mir extremst geschnitten vor...
Naja, für einen gediegenen DVD Abend gängig, besser als Freddy Krueger allemal...
Aber auch echt kein extremer Reisser! LEIDER!!!

5

Film ist okay. Aber nach den guten Kritiken dann doch etwas lahm.
Wie ein Vorredner schon meinte : Alles schonmal irgendwo gesehen.

Der Army Teil ist allerdings richtig schlecht.
Schauspieler gefallen mir.

4

der film hatte viel potenzial, welches aber nicht genutzt wurde.. was ist absolut nicht nachvollziehen kann. zum schluss wurde der film länger und länger und hat sich wie ein kaugummi gezogen, welches schon etliche male durchgekaut wurde. leider nichts neues und auch nicht zu empfehlen.

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