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Texas Chainsaw Massacre: The Beginning

Texas Chainsaw Massacre: The Beginning
horror , usa 2006
original
the texas chainsaw massacre: the beginning
regie
jonathan liebesman
drehbuch
sheldon turner
cast
jordana brewster,
r. lee ermey,
diora baird,
andrew bryniarski, u.a.
spielzeit
83 Minuten
kinostart
18. Januar 2007
homepage
http://www.texaschainsawmovie.com
bewertung

2 von 10 Augen

Die Leichenfledderei hat in Hollywood schon seit Jahren Hochkonjunktur. Originelle und kreative Ideen treten zu Gunsten von Sequels, Prequels und Remakes in den Hintergrund, die ihren Originalen viel mehr schaden als sie nützen. So ist es nicht verwunderlich, dass nach dem 2003er Remake des ausgezeichneten Horrorklassikers "Texas Chainsaw Massacre" nun auch ein Prequel folgt, das sich mit den Geschehnissen um die Anfänge der Furcht einflößenden Bestie Leatherface beschäftigt. Das Grauen beginnt im Jahre 1939 mit der Geburt eines kleinen Babys, das erst im Müll entsorgt und anschließend von der Familie Hewitt aufgenommen wird. Der im Gesicht entstellte und geistig zurückgebliebene Junge, Thomas (Andrew Bryniarski), arbeitet dreißig Jahre später in einem Schlachthaus. Als dieses geschlossen wird, verliert er seinen Job und begeht kurz darauf seinen ersten Mord, dieses Mal noch mit einem Vorschlaghammer.
Zur gleichen Zeit sind die Brüder Eric (Matt Bomer) und Dean (Taylor Handley) mit ihren Freundinnen Chrissie (Jordana Brewster) und Bailey (Diora Baird) auf einem Road Trip quer durch Texas, um vor ihrem Einsatz im Vietnamkrieg ein letztes Mal Zeit mit den Mädchen verbringen zu können. Ein Autounfall bringt den kaltblütigen Sheriff Hoyt (R. Lee Ermey) auf ihre Fährte. Chrissie kann ihm entkommen, die restlichen drei Teenager werden in dessen unheimliches Anwesen gebracht, wo sie seinem "Neffen" Thomas beim Entwickeln seiner mörderischen Schlachterfähigkeiten behilflich sein sollen. Mit der Hilfe eines Bikers, dessen Freundin von Hoyt umgebracht wurde, versucht Chrissie ihre Freunde zu retten. Ein waghalsiges Unterfangen, das in brutalen Gewalttaten und Grausamkeiten seitens der gestörten Hewitt-Familie endet.

Obwohl dieses Machwerk für die deutsche Veröffentlichung um acht Minuten geschnitten wurde, bietet es dennoch ausgezeichnetes Lehrmaterial für angehende Psychopathen. Gebrochene Knochen, aufgeschlitzte und zerstückelte Körper, am lebendigen Leib zersägte Menschen - die gesamte Palette geisteskranker Bestialität ist hier vorhanden. Die zahlreichen Folter- und Mordszenen sind abwechselnd widerlich, abstoßend und ekelhaft und könnten leicht mit einem Snuffmovie mithalten. Allerdings sind sie im filmischen Zusammenhang allesamt bedeutungslos. Der Zuschauer bekommt keine Gelegenheit, mit den vier jungen Leuten mitzufühlen, was ihre Leiden in die Sinnlosigkeit abdriften lässt. Genauso wird vermieden, auf die Motivation von Sheriff Hoyt einzugehen, die ihn zu seinen Taten treibt. Von Leatherface ganz zu schweigen, seine Vorgeschichte wird in wenigen Minuten abgehandelt. Der restliche Film besteht aus über siebzig Minuten Gewalt nur um der Gewalt willen. Auf der Überflüssigkeitsskala rangiert der Film knapp vor "Basic Instinct 2".

Aufgrund der Tatsache, dass wir es bei "Texas Chainsaw Massacre: The Beginning" mit einem Prequel zu tun haben, steht das Ende natürlich schon fest. Interessant wäre demnach nur, wie es dazu kommt und was sich in der Zwischenzeit abspielt. Aber auch hier enttäuscht das handlungsarme Drehbuch. Alles läuft nach Schema F ab, nichts überrascht, nichts schockt, nichts bewegt. Wenn von vornherein bekannt ist, was definitiv geschehen wird und was keinesfalls passiert, kann keine richtige Spannung aufkommen. Stattdessen gibt es viel Gemetzel, viel Blut, viele Schreie - insgesamt von allem etwas zu viel. Einfach der verzweifelte Versuch, rein durch übertriebene Gewaltdarstellung einen einigermaßen sehenswerten Horrorstreifen zu machen.
Sicher, der Film gewährt neue Einblicke in das kranke Leben des kannibalischen und inzestuösen Hewitt-Clans: wie Charlie Hewitt zu Sheriff Hoyt wurde, seine Zähne verlor oder Monty im Rollstuhl landete. Manche der offenen Fragen wären jedoch besser unbeantwortet geblieben, so banal wie sie teilweise geklärt werden. Dass Leatherface die Kettensäge nur benutzt, weil sie zufällig in der Nähe lag, nachdem er seinen ersten Mord begangen hatte, ist ein Detail, auf dessen lahme Enthüllung man auch hätte verzichten können. Es fügt sich jedoch nahtlos in die Einfallslosigkeit dieses Films ein.

Das neue TCM ist von einem penetranten Score unterlegt und wird in einem dreckigen Look präsentiert, der in seiner postmodernen MTV-Ästhetik dem 2003er Remake optisch in nichts nachsteht. Überhaupt wirkt dieser Film weniger wie ein Prequel als vielmehr wie ein Remake des Remakes, welches für sich nur die vorherigen Teile recycelt hat. Junge Leute in der texanischen Einöde, grausame Foltern und Morde in einem abgeschiedenen Landhaus - das hat man alles schon besser gesehen. Sogar die Rolle von Jessica Biel wurde von Jordana Brewster eins zu eins übernommen. Die Schauspielerei gehört allerdings nicht zu ihren Stärken. Der Cast besteht fast gänzlich aus mit wenig Talent gesegneten Aushilfsdarstellern, die man nicht einmal in der örtlichen Laienspieltruppe aufnehmen würde. So liegt es am großartigen R. Lee Ermey, dem Film mit seiner beeindruckenden Leinwandpräsenz wenigstens ein kleines bisschen Glanz zu verleihen. Aber selbst er kann aus Gammelfleisch kein Filet Mignon zaubern.

Gute Horrorfilme überzeugen durch ein beklemmendes Gefühl während der Sichtung, Szenen, die einem den Atem rauben, Nervenkitzel. "Texas Chainsaw Massacre: The Beginning" versagt in diesen Punkten auf ganzer Linie. Spannung? Der Film ist so vorhersehbar wie ein Boxkampf zwischen dem Schwergewichtsweltmeister und einem Kleinkind. Schockmomente? Seltener als gute Filme von Uwe Boll. Sheriff Hoyt nannte Baby-Leatherface das hässlichste Ding, das er jemals gesehen hat. Selbiges gilt auch für diese langweilige und sadistische Gewaltorgie.

 

Anna Plumeyer

2

Unrated Version gesehen, und was soll ich schreiben ... ein grottig langweiliger, völlig überraschungsleerer Film. Besonders ärgerlich ist, dass dieser TCM offensichtlich allein mit dem Gorefaktor punkten möchte, denn die Story ist so ziemlich das simpelste, was ich die letzten Jahre an Handlung gesehen habe. Blöd für die Macher ist jedoch: nicht mal die Sägereien und Schlachtereien im Film sind für einen Film dieser Art wirklich der Rede wert, erstaunlich, dass hier die deutsche Zensur gewütet hat, da gab und gibt es wesentlich herbere Filme im Kino und auf DVD, die ungekürzt geblieben sind. Wobei es sowieso fragwürdig genug ist eben nur den Schwerpunkt auf brachiale und heftige Effekte zu legen.
Egal, dieser TCM ist eine absolute Enttäuschung in allen Belangen. Und hoffentlich nun wirklich der endgültig letzte Leatherface. Aber wie immer: diese Figuren sind (in diesem Fall leider) nicht totzukriegen.

Für die deutsche Version darf es gar keine "Augen" geben! Was soll so ein geschnipple? Wo war der Film ab 18? Ich will mein Geld zurück, wenn ich statt 96 min nur 83 min sehe! Muss ich muss jetzt über jeden Film im Internet informieren, ob ich das Original oder eine stümperhaft geschnittene Version sehe?! Ich dachte mit über 18 kann man schon selbst entscheiden, was man gucken kann und will?!

Wer schützt uns vor den Jugendschützern?

3

Mir wurde teilweise wirklich übel. Da hat man einfach den Gore-Faktor raufgesetzt, um von der sauschlechten Story und den miesen Charakteren abzulenken. Drei Augen aber gibt es für Jordana ;)

10

Konnte TCM The Beginning (unrated v.) nicht an einem Stück gucken - war zuviel für meine schwachen Nervchen. Ich habe Blut geschwitzt. Und genau dafür verdient dieser Streifen 10 Augen von MIR.

3

Habe die angebliche deutsche UNCUT Version bereits gesehen, doch alleine schon der Aufdruck UNCUT ist eine Frechheit sondergleichen. Es fehlen mehrere Szenen, die den Film erst richtig "ineressant" machen. Z.B. die Beinamputation fehlt komplett, zum Schluss im Schlachthaus , als Dean die Motorsäge in den Rücken gerammt wird, all diese Szenen sind einfach rausgeschnitten, nicht mal eine Einstellung ist zu sehen. Das sind nur einige von vielen Szenen die geschnitten wurden. Dieser Film ist der schlimmste Betrug seit langem, denn erstens steht UNCUT drauf, um den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen, zweitens ist auch der Aufdruck drauf "6 Minuten länger als die Kino Version", diese hat 83 Minuten gedauert, die DVD ganze 86. Mann braucht ja nur nachrechnen. Die zusätzlichen 3 Minuten sind jedoch meistens nur Textpassagen. Finger weg von der deutschen DVD, das ist einfach nur BETRUG!!! Würde ein "normaler Bürger" etwas verkaufen was gar nicht drinnen ist, so bekäme er Probleme mit dem Gesetz. Die Filmindustrie darf anscheinend jedoch alles!

10

Der Film ist absolut der Hammer, nichtdas ich die rohe gewalt gut finde, aber zu wissen das es wirklich geschah und vorallem das Menschen im realem leben so prutal und grausamm sein können ist erschreckend und ich finde es gut das mal jemand die Menschheit darüber informiert...

8

also ich fand den film auch ohne die erwähnten geschnittenen szenen extrem hart!

das ist kein hirnloser fun-splatter oder sonstiges.. dieser film ist düster und absolut schockierend!

@kö: wo hast du schon 1000 mal einen typen mit kettensäge gesehen, bitte?? jetzt tu mal nicht so als ob die idee so ausgelutscht ist..
bis auf tcm fällt mir da nix ein...

und wenn du achso der experte bist, dann zähl mal ein paar filme auf die deiner meinung nach viel besser sind!!

der film erfüllt komplett die erwartungen für dieses genre, warum also nicht 8 augen dafür - wenn es gut umgesetzt wurde??

klar, gegen filmklassiker und hollywood stinkt er ab.. aber damit wird sich der film sowieso nicht ernsthaft messen wollen.

8

Schon klasse der Film aber nur 8 von 10 Punkten! Weil ähnelt doch dem 1. Teil! Bisschen mehr von Leatherface's Hintergrund story wäre nich schlecht gewesen! Aber sonst ganz Ok!!!

9

mit Abstand der derbste Film denn ich seit langem gesehen habe, düster, dunkler, grandioser schocker, erinnerte mich von der kaltblütigkeit her, irgendwie an High Tension, also natürlich die unrated version, von mir 9 von 10 augen, weil es wäre wirklich auch angebracht gewesen, etwas mehr über Letherface zu berichten...

7

Ich hab mir jetzt alle TCM Filme angeschaut und muß dazusagen, sie passen sich alle der heutigen Zeit. Was mit wenig blut begann (1974), steigert sich (2004) und findet seinen absoluten Höhepunkt (2007). Ich weiß allerdings nicht was ich von dem Film halten soll. Er wirkt wie eine Homage an das Orginal. Was mir sehr gut gefält ist, wie die Landschaft, die warme Farben, und vor allem das Haus gefilmt wurden.
Wenn du das Haus Nachts siehst, und im zweiten Stock brennt noch das Licht, unglaublich. Aber die Story um Letherface ist etwas dürftig...

9

ist doch geiler film heult nich rum mädels

7

Na der absolute Knaller war der Film nicht!
Aber ich schließe mich einigen Vorredner an das er in das gesamt Konzept "TCM" paßt.
Zu anderen muß ich sagen das Fun-Horrorfilme rein gar nichts mit diesem Stoff zu tun haben (siehe Beitrag mit Severance).
Wer bei Horror/Splatterfilmen lachen will der sollte sich ne Menge japanische scheiße reinziehen.
Und wer bei TCM: The Beginning nicht alle Sachen vorfindet weil er geschnitten ist sollte sich das Making OF anschaun. Den da sind einige Sachen drin die im Film fehlen.
Ich sag nur unsere Zensur ist einfach nur zu dämlich!!!!!!

7

@Michael & Sordos

ihr kennt das original? offensichtlich NICHT! teil 4 (die rückkehr) ist weniger fortsetzung als remake. regie bei TCM4 führte mit Kim Henkel der drehbuchautor des ´74er originals. die anspielungen von TCM4 zu TCM-74 sind jederzeit erkennbar. so erinnert der charakter leatherface in teil 4 deutlicher an den original-leather als in all den anderen TCM-teilen. auch dort schminkt er sich und wird von seiner ´family´ mehr oder weniger wie dreck behandelt. TCM4 ist kein sehr guter film, aber er atmet mehr von TCM-74 ein als das nispel-remake.

zu TCM-The Beginning: positiv überrascht. blutiger und düsterer als das nispel-remake.

TCM klassiker 10 augen
TCM2 unterschätzt 10 augen
TCM3 belanglos 5 augen
TCM4 besser als sein ruf 7 augen
TCMR überschätzt 4 augen
TCM6 besser als 3 & R 7 augen

10

sehr guter film endlich mal ein film in dem was passiert.

ach und übrigens denke ich, die seite ist dazu da, den film sachlich zu bewerten und nicht die anderen leute zu beleidigen, nur weil sie eine eigene meinung haben! Oo
wer nicht damit klar kommt, dass andere menschen anders denken und ein zu kleines ego hat, der hat leider ein kleines problemchen.

lg von der Prominenz

der film ist so übel.
ich konnte nächte lang net schlafen:(

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