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Terminator 3: Rebellion der Maschinen

Terminator 3: Rebellion der Maschinen
scifi-action , usa 2003
original
terminator 3: rise of the machines
regie
jonathan mostow
drehbuch
john brancato, michael ferris
cast
arnold schwarzenegger,
claire danes,
nick stahl,
kristanna loken, u.a.
spielzeit
110 Minuten
kinostart
31. Juli 2003
homepage
http://www.terminator-3.de
bewertung

8 von 10 Augen

Der Verleih bewirbt einen Film der "mit größter Spannung erwartet wird". Diese Einschätzung ist sicherlich korrekt, jedoch mischt sich in diese durchaus vorhandene Aufgeregtheit unter den Fans der futuristischen Kampfmaschine sicherlich auch eine gehörige Portion Skepsis. Denn längst nicht jeder ist der Meinung, dass die Ankündigung "I'll be back" in diesem Fall wirklich eine gute Idee ist. Die beiden "Terminator"-Filme begründeten die Karriere von Regisseur James Cameron und machten aus dem Genredarsteller Arnold Schwarzenegger einen Superstar für die breite Masse. Cameron inszenierte mittlerweile den erfolgreichsten Film aller Zeiten und seitdem gar nichts mehr, für einen dritten "Terminator" war er jedenfalls nicht zu gewinnen. Actionhelden vom Schlage Schwarzeneggers sind schon lange auf dem absteigenden Ast und einen echten Hit hatte dieser schon lange nicht mehr. Zudem hatte der zweite Film der Reihe "Judgement Day" eigentlich alles gesagt, sein größeres Budget hervorragend ausgenutzt und damit im Bezug auf Spezialeffekte neue Maßstäbe für das Actionkino gesetzt. Da störte es dann auch nicht weiter, dass Teil Zwei inhaltlich eigentlich nur eine leichte Variation von Teil Eins war und im Großen und Ganzen die gleiche Geschichte noch einmal erzählte - nur eben alles eine Nummer größer und mit Arnie als Sympathieträger.
Was soll also jetzt, mehr als zehn Jahre danach, ein erneuter Aufguss? Und welchen Grund hat Schwarzenegger, sein Versprechen ("Mit mir kein dritter Film ohne James Cameron") zu brechen, außer einem verzweifelten Versuch die Karriere durch eine Reanimation seiner populärsten Figur zu retten? Genug Anlass also für eine wirklich begründete Skepsis und die Schlussfolgerung, dass "Terminator 3" eigentlich nur schief gehen kann und im schlimmsten Fall die ganze Serie ruinieren wird.

Soweit die Theorie. Der Rest dieses Textes wird sich bemühen zu verdeutlichen, warum die "Rebellion der Maschinen" tatsächlich aber DIE große positive Überraschung des Kinosommers ist.

Im neuen Film sind seit "Judgement Day" genau so viele Jahre vergangen wie in der "wirklichen Welt". Die Geschichte spielt heute und der große Krieg gegen die Maschinen hat nicht stattgefunden. Ein mittlerweile erwachsener John Connor (Nick Stahl ersetzt den durch zu viele Drogeneskapaden unhaltbar gewordenen Edward Furlong in dieser Rolle) ist sich nicht ganz sicher warum das so ist und ob die Bedrohung vor der er gewarnt wurde tatsächlich besiegt ist. Vorsichtshalber lebt er deshalb ohne festen Wohnsitz und ohne soziale Kontakte, um den Killern aus der Zukunft kein Ziel zu bieten. Seine Sorge ist begründet, denn erneut taucht ein nichtmenschlicher Killer aus der Zukunft auf. Oder besser gesagt eine Killerin, denn die neueste Inkarnation des gefühllosen Bösen ist eine Art "Terminatrix", ein nahezu unbesiegbarer Cyborg in weiblicher Verpackung. Da sie John Connor zunächst nicht ausfindig machen kann, macht sie sich kurzerhand an die Eliminierung der zukünftigen Adjutanten und Helfer des "Retters der Menschheit". Dabei stößt sie bald auch auf Connors ehemalige Schulkameradin (und zukünftige Ehefrau), die Tierärztin Kate Brewster (Claire Danes), und dann schließlich auch auf Connor selbst. Im letzten Augenblick kommt den beiden jedoch ein freundlich gesonnener "Terminator" der bereits bekannten Art zu Hilfe und die Verfolgungsjagd kann beginnen. Während Connor aber weiß worum es geht, erweist sich Kate als äußerst widerspenstig und versucht mehrmals ihren "Rettern" zu entkommen. Doch langsam wird auch ihr klar, dass es hier um etwas Größeres geht, bei dem ihre Verbindung zu John sowie ihr Vater und dessen streng geheime Arbeit mit den Maschinen einer Firma namens "Skynet" eine entscheidende Rolle spielen.

Ja, auch diesmal sind die Grundzüge der Geschichte wieder die gleichen und im Grunde entpuppt sich "Terminator 3" als eine einzige, lange Verfolgungsjagd. Schwarzenegger landet mal wieder nackt in unserer Zeit, bis er bald wieder sein typisches Jacken- und Sonnenbrillen-Outfit durch die Gegend trägt. Dabei wirkt er erstaunlicherweise kaum gealtert und lebt in seiner Paraderolle sichtbar auf. Sowohl in den Action-Sequenzen als auch mit seinen zahlreichen coolen Onelinern zeigt der geborene Österreicher ganz große Form. Dabei legt er dann in einigen Dialogen auch ein gesundes Maß an (seinem Filmcharakter natürlich nicht bewusster) Selbstironie an den Tag, ohne das der Film auch gar nicht funktionieren würde. Denn letztendlich ist der von ihm verkörperte Terminator genauso hoffnungslos überholt und aus der Mode wie sein Darsteller selbst und hier nur ein letztes Mal im Einsatz um den Tag (und ein bisschen mehr) zu retten.
Vor allem im unterhaltsamen Mittelteil des Films ist "Terminator 3" manchmal aufgrund der spritzigen und coolen Dialoge fast eine Komödie und macht sich dabei dem mit der Thematik vertrauten Zuschauer extrem sympathisch. Dabei bekommt er allerdings noch rechtzeitig die Kurve um zu verhindern, dass das Publikum das Interesse an der eigentlich ja höchst dramatischen Geschichte verliert. Das "moralische" Dilemma, in das die ursprünglich zum Töten abgerichtete Maschine dabei immer wieder gerät, wird hier sogar wesentlich stärker thematisiert als im Vorgänger und sorgt dann auch für ein keinesfalls unbelastetes Verhältnis zu seinem Schützling/Opfer John Connor.
Als absolut humorlos entpuppt sich dagegen sein Gegenstück: Kristanna Loken gibt die gnadenlose Kampfmaschine erwartungsgemäß mit eiskaltem bösem Blick und sexy Klamotten ausgestattet. Sie macht ihre Sache dabei zumindest gut genug, um demnächst als feuchter Männertraum an der Wand zu kleben. Allerdings ist ihre Version des Killercyborgs dem von Robert Patrick im zweiten Film verkörperten genau genommen unterlegen und es wird nicht so ganz klar, warum ihr Nachfolgemodell den gleichen Auftrag nun besser erfüllen könnte. Naturgemäß ist ihr "T-X" hauptsächlich in den Action-Szenen zu sehen und diese sind dann auch eine der größten Trumpfkarten des Films: Wer hier in punkto Aufwand und Wirkung seine Erwartungen gegenüber dem noch heute beeindruckenden "T-2" zurückschraubt, sieht sich erfreulicherweise getäuscht: Rasant folgt ein Angriff der "T-X" dem nächsten und die hier gebotene spektakuläre Highway-Verfolgungsjagd samt Schwenkkran braucht sich nicht einmal hinter der aus "Matrix Reloaded" zu verstecken. Gemäß dem momentan aktuellen Trend bei Hollywood-Großproduktionen geht man diesmal über die gesamte Laufzeit aber deutlich unblutiger zu Werke als noch vor rund zehn Jahren.

Sind die humorvolle Inszenierung und die gelungenen Action-Sequenzen also schon mal als dickes Plus auf der Habenseite zu verbuchen, überrascht der "Aufstand der Maschinen" dann sogar noch in einem Bereich, bei dem man ihm wohl kaum etwas Substantielles zugetraut hätte: Der Film spinnt die große Rahmengeschichte vom Untergang der Menschheit im Kampf gegen die Maschinen nämlich konsequent weiter, füllt bisherige Lücken sinnvoll aus und führt den Storybogen um die für die Apokalypse verantwortliche Firma "Skynet" zu einem überzeugenden Ende. Ein Ende, das dann in einer Konsequenz der Logik der Geschichte folgt, die man so ganz sicher nicht erwartet hat. Und bei dem man sich wundert, dass es die gefürchteten amerikanischen "Testvorführungen" anscheinend unbeschadet überstanden statt. Natürlich ist "Terminator 3" deswegen noch kein intellektuell anspruchsvoller oder gar visionärer Film geworden. Doch auch ohne die Bonuspunkte wegen "geringer Erwartungen" haben wir hier ein rundum gelungenes Werk vor uns, das im Bezug auf Action, Humor und Story vollauf überzeugen kann. Und das kann man in einem Sommer der uninteressanten Fortsetzungen eigentlich gar nicht hoch genug bewerten.

Volker Robrahn

4

Eine völlig unnötige Fortsetzung mit einem in die Jahre gekommenen Schwarzenegger und einer öden Handlung,durchsetzt von lahmen actionsequenzen ohne die intelligenz des Vorgängers. Kann mir mal jemand erklären,warum der tag des jüngsten Gerichts nur verschoben und nicht verhindert wurde? Der Film hüllt sich darüber nämlich in Schweigen.....vielleicht ist ihnen einfach keine plausible Erklärung eingefallen^^ Da Herr Schwarzenegger nun in die politik gegangen ist,hoffen wir wohl vergeblich auf eine Fortsetzung....ich belasse es dabei und sehe terminator 2 einfach als den wahren Schlussteil an ,der er ja auch sein sollte,wenn nicht ein paar Leute zu geldgierig gewesen wären...

10

Einfach nur Fett!

10

Da ich ein rießen Fan von den Terminatorfilmen bin, war ich zuerst auch etwas skeptisch, aber weil ich Action liebe (und Arni großartig ist) fande ich den Film einfach nur gut!

Besser als Teil 1 und genau so gut wie Teil 2 (für mich).

bin terminator fan, und hab mich gefreut als ich von dem dritten teil hörte. die freude hielt dann ungefähr so lange, bin ich ihn gesehen hatte.

mir fiel einmal mehr an T3 auf, was die filme aus den achtzigern von den heutigen unterscheidet. damals gab es noch kein übertrieben schamloses product placement wie heute, damals waren die filme nicht so schönfärberisch durchgestylt wie heute. T1 und 2 hatte ein geiles 80 er design, der film korrespondierte inhaltlich und ästhetisch mit dem zeitgeist jener epoche, und das fand ich mit am geilsten daran. T3 ist dagegen beliebig, das ganze spezielle flair aus dem ersten und zweiten teil ist nicht mehr vorhanden. blockbuster, die heutzutage aus amiland kommen, ähneln sich immer mehr. das ist einfach nur langweilig und künstlerisch völlig uninteressant.

7

kommt an teil 1 und 2 nicht ran. Aber is ein sehr gelunger action film

8

Ich habe einmal Arnold Schwarzenegger zur Promotour des Films in einem Interview -auf deutsch- sagen hören:
"Dör Fülm ia´s von vorn büs hüntän volla Aktsch!" , und damit hat er absolut recht.

"Terminator 3 -rise of the machines-", gehört für mich zu den wenigen Fortsetzungen einer Filmreihe dich ich mir immer wieder gerne ansehe, weil er in erster Linie absolut grandiose "Aktschn" liefert und allem voran einer der meisterlich, geschnittensten und bomastischsten Actionsequenzen die ich kenne (die verfolgungsjagd im ersten Drittel des Films)liefert.
Für mich immer noch Maßstabgebend für das Actiongenre!
Arnold verriet in dem Interview auch, das er für diese Szene aus seinem Privatbudget 1 Million Dollar spendete (kein witz!), damit sie noch wirkungsvoller inszeniert werden konnte. Das war die Stelle als der Kran die komplette Ladeneinrichtung mitnimmt.
Des weiteren macht auch der ironische Witz den Film für mich sehenswert. Das hätte leicht zu einem Problem werden können, wenn nicht der beängstigende Grundton der Story, der letztendlich zum unausweichlichem Ende: dem das Tag des jüngsten Gerichts führt, das wieder kompensieren würde.
Was mich zum nächsten Pro des Films führt: Die Story. Wichtig war eine "logische" Fortführung der Geschichte und die ist hier wohl zweifellos gelungen.
Als Contras würde ich die Besetzung des Hauptdarstellers Nick Stahl bezeichnen weil er, wie ich finde, nicht archaisch genug wirkt das an manchen Stellen etwas billige und liebslose Setting und die kurze Spielzeit des Films.

Fazit:
Für mich ein sehr unterhaltsamer und charmanter dritter Teil der Serie die Spaß macht und kleine Mängel mit guten Effekten und noch besserer Action ausgleicht.
So soll´s sein.

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