Frank
Morrison (John Travolta) will nur das Beste für seinen Sohn Danny
(Matt O'Leary). Seit er und seine Frau Susan (Teri Polo) sich vor
einigen Jahren geschieden haben, verhält sich der Junge äußerst
schwierig und ist bekannt dafür, Lügengeschichten zu erzählen,
um die Aufmerksamkeit seiner Eltern zu gewinnen. Als Susan, die das
Sorgerecht für Danny hat, den wohlhabenden Menschenfreund Rick
(Vince Vaughn) kennen lernt und schließlich heiratet, glaubt
auch der Bootskonstrukteur Frank, der mit seiner Eifersucht zu kämpfen
hat, dass ein stabiles familiäres Umfeld und die materiellen
Sicherheiten, die Rick seiner Ex-Frau und ihrem gemeinsamen Sohn bieten
kann, genau das Richtige sein könnten, um Dannys rebellische
Phase zu beenden. Der will sich aber so gar nicht mit seinem neuen
Stiefvater anfreunden und erzählt Frank immer
beunruhigendere
Geschichten über den vermeintlichen Saubermann Rick. Als der
Junge dann auch noch behauptet, er habe Rick bei einem Mord beobachtet,
es aber keinen Beweise für das Verbrechen gibt, ist Frank der
einzige, der ihm glaubt. Ein gefährliches Katz-und-Maus Spiel
beginnt.
Dieser ebenso routiniert wie einfallslos inszenierte Thriller über
parentale Urängste und den Horror hinter kleinstädtischen
Heile-Welt Illusionen besticht vor allem durch Vince Vaughn, der sich
in seiner Rolle als Rick innerhalb weniger Augenblicke von einem sympathischen
Nice-Guy zu einem furchteinflößenden Gewalttäter wandeln
kann und die Übergänge zwischen den Persönlichkeiten
so fließend gestaltet, dass die Zuschauer
bezüglich
seines wahren Wesens ebenso verwirrt sein dürften wie die Protagonisten
des Films. Teri Polo wirkt als besorgte Mutter und naive Ehefrau allenfalls
blass, während Travolta mal wieder die weitläufige Ansicht
bestätigt, dass er immer dann zu Höchstleistungen aufläuft,
wenn er einen fiesen Charakter spielen kann und als heroische Identifikationsfigur
höchst lustlos agiert. Allein der junge Matt O'Leary lässt
sich nicht von Vaughn an die Wand spielen, so dass die Szenen zwischen
den beiden zu den stärksten Momenten des Films gehören.
Davon gibt es aber leider viel zu wenige. Der Rest von "Tödliches
Vertrauen" könnte mit seinem vorhersehbaren Drehbuch, der
identitätslosen Regie und der kaum vorhandenen Spannung auch
als ein belangloser TV-Film im Kinoformat durchgehen.
kleine Werbepause
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Tödliches Vertrauen
Bilder: Copyright

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