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Tödliches Vertrauen

Tödliches Vertrauen
psycho-thriller , usa 2001
original
domestic disturbance
regie
harold becker
drehbuch
lewis colick
cast
john travolta,
vince vaughn,
teri polo,
steve buscemi, u.a.
spielzeit
103 Minuten
kinostart
14. Februar 2002
homepage
bewertung

5 von 10 Augen

Frank Morrison (John Travolta) will nur das Beste für seinen Sohn Danny (Matt O'Leary). Seit er und seine Frau Susan (Teri Polo) sich vor einigen Jahren geschieden haben, verhält sich der Junge äußerst schwierig und ist bekannt dafür, Lügengeschichten zu erzählen, um die Aufmerksamkeit seiner Eltern zu gewinnen. Als Susan, die das Sorgerecht für Danny hat, den wohlhabenden Menschenfreund Rick (Vince Vaughn) kennen lernt und schließlich heiratet, glaubt auch der Bootskonstrukteur Frank, der mit seiner Eifersucht zu kämpfen hat, dass ein stabiles familiäres Umfeld und die materiellen Sicherheiten, die Rick seiner Ex-Frau und ihrem gemeinsamen Sohn bieten kann, genau das Richtige sein könnten, um Dannys rebellische Phase zu beenden. Der will sich aber so gar nicht mit seinem neuen Stiefvater anfreunden und erzählt Frank immer beunruhigendere Geschichten über den vermeintlichen Saubermann Rick. Als der Junge dann auch noch behauptet, er habe Rick bei einem Mord beobachtet, es aber keinen Beweise für das Verbrechen gibt, ist Frank der einzige, der ihm glaubt. Ein gefährliches Katz-und-Maus Spiel beginnt.
Dieser ebenso routiniert wie einfallslos inszenierte Thriller über parentale Urängste und den Horror hinter kleinstädtischen Heile-Welt Illusionen besticht vor allem durch Vince Vaughn, der sich in seiner Rolle als Rick innerhalb weniger Augenblicke von einem sympathischen Nice-Guy zu einem furchteinflößenden Gewalttäter wandeln kann und die Übergänge zwischen den Persönlichkeiten so fließend gestaltet, dass die Zuschauer bezüglich seines wahren Wesens ebenso verwirrt sein dürften wie die Protagonisten des Films. Teri Polo wirkt als besorgte Mutter und naive Ehefrau allenfalls blass, während Travolta mal wieder die weitläufige Ansicht bestätigt, dass er immer dann zu Höchstleistungen aufläuft, wenn er einen fiesen Charakter spielen kann und als heroische Identifikationsfigur höchst lustlos agiert. Allein der junge Matt O'Leary lässt sich nicht von Vaughn an die Wand spielen, so dass die Szenen zwischen den beiden zu den stärksten Momenten des Films gehören.
Davon gibt es aber leider viel zu wenige. Der Rest von "Tödliches Vertrauen" könnte mit seinem vorhersehbaren Drehbuch, der identitätslosen Regie und der kaum vorhandenen Spannung auch als ein belangloser TV-Film im Kinoformat durchgehen.

Jan Kucharzewski

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