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S.W.A.T - Die Spezialeinheit

S.W.A.T - Die Spezialeinheit
action , usa 2003
original
s.w.a.t.
regie
clark johnson
drehbuch
david ayer, david mckenna
cast
colin farrell,
samuel l. jackson,
michelle rodriguez,
ll cool j,
oliver martinez, u.a.
spielzeit
118 Minuten
kinostart
4. Dezember 2003
homepage
bewertung

6 von 10 Augen


Wer oder was ist ein S.W.A.T.? Die "Special Weapons And Tactics"-Sondereinheit der amerikanischen Polizei, speziell ausgebildet für Geiselnahmen, terroristische Anschläge und andere Extremsituationen. Die natürlich auch in Los Angeles viel zu tun hat. SWAT-Veteran Dan "Hondo" Harrelson (wieder mal die Coolness in Person: Samuel L. Jackson) soll daher ein neues Team zusammenstellen. Ein Auge hat er dabei besonders auf Jim Street (hier leider ohne Charme: Colin Farrell) geworfen. Dieser war schon mal bei SWAT, wurde jedoch strafversetzt, nachdem er und sein Partner Gamble (Jeremy Renner), der wütend kündigte, in einem Einsatz ein zu hohes Risiko gingen. Street wird in das neue Team aufgenommen, zusammen mit Chris Sanchez (wie immer das burschikose Mannweib: Michelle Rodriguez) und Deacon "Deke" Kaye (LL Cool J) sowie den Veteranen T.J. McCabe (Josh Charles) und Michael Boxer (Brian Van Holt). Nach harter Ausbildung ist der erste Fall, ein verschanzter Selbstmörder in spe, noch ein geringes Problem. Als aber der zufällig festgenommene internationale Schwerverbrecher Alex Montel (in offenbar allen Synchronfassungen mit lachhaftem Klischeefranzosen-Akzent ausgestattet: Herr Kylie Minoque, Oliver Martinez) kurz vor dem vom SWAT-Team übernommenen Gefangenentransport denjenigen eine millionenschwere Belohnung verspricht, die ihn befreien, geht es in ganz L.A. drunter und drüber. Inmitten des Chaos in ihrer Feuertaufe: Das neue SWAT-Team von Hondo und Jim Street…

Obwohl er im gelackten Hochglanzformat daherkommt wie eine Bruckheimer-Produktion, will dieser Actionfilm mehr sein als nur Blödsinn und Ballerei. Ein Actionfilm mit Anspruch, also? Naja, nicht ganz. Aber zumindest für den Versuch muss man Punkte auf der Habenseite gut schreiben. Denn "S.W.A.T." verschreibt sich nicht der Action um jeden Preis, der Materialschlacht ohne Sinn und Verstand. Stattdessen stehen hier Charaktere und Plausibilität im Mittelpunkt, zumindest so gut es geht. Auch die überzogensten Actionsequenzen sind hier (im Gegensatz zu vielen anderen Vertretern des Genres) immerhin denkbar, die Figuren sind keine unglaubwürdigen Übermenschen. Zudem verfügt der Film über etwas, womit ganz wenige Kollegen dienen können: Geduld. Langsam, fast gemächlich, zeigt der Film Szenen, die anderswo ausgespart werden, um gleich zur Action zu kommen. So etwa die Ausbildung der Rekruten, denn auch Elitepolizisten kommen ja nicht - puff! - aus einem Vakuum, sondern trainieren sich ihre Fähigkeiten an.
Diese Sequenz verdeutlicht die simultanen Stärken und Schwächen des Films: Manch einer wird ungeduldig, denn bis die "richtige" Story um den Transport des französischen Gangsterbosses überhaupt erst so richtig angeschoben wird, ist schon ein gutes Stündchen vorbei. Andere wiederum dürfte die lässige Gangart des Films erfreuen, und die können dann recht ausgiebig das zwar nicht mit arg tiefsinnigen Charakteren ausgestatte, aber sympathische Ensemble genießen, bevor es dann am Ende hauptsächlich kracht und knallt, mit viel Gerenne und Geschreie und Geschieße, the usual stuff, halt.

Dass "S.W.A.T. " aber letztlich doch nicht so richtig funktioniert, liegt an der immer noch extremen Schablonenhaftigkeit, die der Film nicht ablegen kann. So versucht dieser Streifen, sich tatsächlich für seine Figuren zu interessieren, hat über sie aber nichts Interessantes zu sagen. Einige kurze, zudem klischierte Impressionen der Privatleben der knallharten Cops reichen da nicht. Auch hilft es nicht, dass das Drehbuch insgesamt zu transparent angelegt ist und man von daher schon jeweils gehörig im Voraus die "überraschenden" Wendungen ahnt.

Immerhin ist festzuhalten, dass der Film von Regisseur Clark Johnson mehr als solide inszeniert wurde. Sein Hintergrund als sowohl Schauspieler (bekannteste Rolle: ein Polizist!) und TV-Regisseur (hauptsächlich - genau - Polizei- und Krimiserien wie "NYPD Blue") sorgen für eine gewisse Sensibilität im Umgang mit der Materie, durch die die ärgerlichsten Klischees vermieden werden. Apropos: Auf die hochgradig ärgerlichen rassistischen, homophoben, geschmacklosen Exzesse eines Michael Bay (siehe "Bad Boys 2") wird hier gottlob auch verzichtet. Zudem ist die Action, wenn sie denn erstmal kommt, blitzsauber inszeniert.

"S.W.A.T. " ist ein Film, der sich letztendlich zwischen alle Stühle setzt und es so keinem richtig Recht macht: Er ist weder Nonstop-Actionstreifen noch wirklich überzeugend in seinen darüber hinausgehenden Ambitionen. Zum thinking man's action film hat es also doch nicht ganz gereicht. Aber immerhin zu einem akzeptablen und unterhaltsamen Zweistundenfüller. "S.W.A.T. " ist das filmische Äquivalent eines Big Mac: nicht wirklich nahrhaft, nicht richtig schmackhaft - aber wenn man Bock drauf hat, erfüllt er seinen Zweck.

Simon Staake

10

Ich fand den Film voll cool und hoffe das er öfeters wiederholt wird, oder das der zweite Teil endlich kommt!!!!!!!!!!!!

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