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Still Crazy

Still Crazy
komödie , großbritannien 1998
original
still crazy
regie
brian gibson
drehbuch
brian gibson
cast
stephen rea,
billy connolly,
jimmy nail, u.a.
spielzeit
95 Minuten
kinostart
22. April 1999
homepage
bewertung

6 von 10 Augen

In den Siebzigern. Die Bombast-Rockband "Strange Fruit" befindet sich auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs, als bei einem Gig ein Blitz in die Bühne donnert. Nix passiert, aber - die Musiker werten den Zwischenfall als göttliches Zeichen, die Band müsse aufgelöst werden. Und so passiert´s dann auch. Eben noch in ausverkauften Stadien, jetzt schon als erfolglose Hippie-Bombenleger-Opas, schlagen sich die "Fruits" durchs Leben - als Gärtner, als Dachdecker oder als Kondomverkäufer auf Ibiza. 
Bis schließlich einer von ihnen - wie sollte es auch anders sein - darauf kommt, "Strange Fruit" wieder zusammenzubringen. Und darum geht´s dann in "Still Crazy" auch - um viel mehr eigentlich nicht.

Enstanden ist ein sympathisches Filmchen, anzusiedeln irgendwo zwischen "Ganz oder gar nicht" und den "Commitments", aber, stop, moment - an letzteres Machwerk kommt "Still Crazy" bei weitem nicht ran. So zotig-lustig der Film teilweise ist, so frappierend sind seine Schwächen. Der Schnitt ist das absolute Grauen. Es ist nicht so schlimm wie "Bandits", aber manchmal immer noch hart an der Grenze zum Musikvideo. Fast genauso übel ist die Musik, um die´s ja nun hauptsächlich geht. Aber gut, man ist ja tolerant, und mit Oropax kommt man klar.
  Jimmy Nail und Bill NighyEin weiteres Manko sind die Charaktere. Vielleicht ein bißchen viel verlangt für eine  Rock´n-Roll-Komödie, aber es steckt einfach null Entwicklung in den Menschen. Jede einzelne Rolle ist ein Stereotyp. Man denke nur an Leadsänger Ray Simms (Bill Nighy), ein seelisches Wrack, das an seinen Komplexen genauso leidet wie an einem Drachen von einer Ehefrau. Den Mann kennst Du nach fünf Minuten, und er wird auch die restlichen anderthalb Stunden in diesem beklagenswerten Zustand verharren. Schade für eine Hauptrolle, aber bei "Still Crazy" keine Ausnahme. Daran können auch Klasse-Schauspieler wie Jimmy Nail ("Evita") nichts reißen - und selbiger ist nebenbei in der Tat ein verdammt cooler Hund, den ich gerne öfter sehen würde. 
Alles in allem kann man sicherlich reingehen, der Streifen tut nicht wirklich weh. Ein paar gepflegte Ablacher sind halt drin, und - vor allem: Endlich mal ein Film, dessen Soundtrack man tatsächlich *nicht* haben muß, um die nächsten Nächte schlafen zu können. Die CD-Kauferei geht nämlich so langsam ins Geld.

Rainer Leurs

10

Einer der besten Rock-Filme imho! Hier kommt wirklich jedes Klischee zum Tragen und in einigen Szenen wird der Kenner Material aus diversen Band-Bios wiedererkennen.
Und was die Musik betrifft: hier hat der Rezensent absolut versagt. Songs wie „The Flame Still Burns” oder „What Might Have Been” sind absolute Granaten. Ja, ich hatte schlaflose Nächte bis ich den Soundtrack in Händen hatte ;-)

10

ICH LIEEEEBE LUKE SHAND!!
der ist einfach so geil^^
aber auch den film finde ich einsame spitze
---> ohropax??? ich hoffe ich habe mich verlesen x.X
naja und bis der rest der menschheit diesen film angemessen würdigt

wir warten mit angehaltenem atem... ;)

9

Noch nie habe ich mir eine DVD gekauft - und höchstwahrscheinlich werde ich es nie wieder tun - bis auf diese.
Der absolut beste Musikfilm, der mir je untergekommen ist.
Bedient alle Klischees, kommt der geträumten Wahrheit sehr nahe.
Lustig, tragisch, Herzschmerz, was will man mehr.
Ein Muss fuer jeden Musiker.

10

Ich liebe diesen Film. Er jongliert mit den typischen Klischees noch mehr als mit den trockenen bissigen witzen. (" wenn männer vom Mars sind und Frauen von der Venus, dann sind Drummer vom Pluto!" )
Die Charaktere sind authentisch und auf ihre teilweise recht verletzliche weise einfach nur sympatisch.
Einen besonderen Charme versprüht Brian. In seiner Art erinnert er mich persönlich an Kurt Cobain. verletzlich, etwas düster aber zweifelsohne ein Genie mit dem tragischen Hang zur selbstzerstörung.
Und wer war nicht tiefst berührt von den erinnerungen der Band wie sie im Steinkreis tanzten. das ist meiner meinung nach eine der besten und wichtigsten szenen. man kann sich förmlich vorstellen wie groß sie vor der trennung waren und welche anziehung sie hatten. und dann dieses Finale. Dieser wirklich hammermäßige song "The flame still burns". da brachen bei mir persönlich alle dämme.
Ich hab an diesem Film nur zwei Kritikpunkte. Erstens: der name "strange fruit" ich weiß auch nicht für mich klingt er nicht richtig. und zweitens: das es diese grandiose Band nicht in wirklichkeit gibt. Aber respekt wer eine solche band aus der fiction heraus enstehen lässt und sie so authentisch hinkriegt der ist ein wahrer Künstler. wie gesagt einer der absolut besten filme die es gibt, der zeigt was rock'n'roll wirklich ist: Leidenschaft und Liebe zur Musik und das wenn die flamme erstmal brennt sie nicht so leucht zu löschen ist!

10

Der Hammer von Film, er läuft seit 21 Tage in der Endlosschleife. Und immer wieder muss ich lachen und mitzwitschern bei Dirty Town oder the Flame still burns....schade nur dass es wohl nie eine Fortsetzung geben wird.

10

Wer je mit seiner Seventies-Lieblingsband - oder dem, was davon übrig geblieben ist - in der "Pissgrotte in Hogeveen" gewesen ist (oder war es Haarlem?) wo "Backstage Pass" ein Witz ist, weil es kein erwähnenswertes Backstage gibt, dem wird dieser Film und seine liebenswerten Chaoten den Psychiater für Jahre Fandom on the Road ersparen. Ich weiss es, ich war in Hogeveen! (oder war es Haarlem?) ;-)

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