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Star Wars: The Clone Wars

Star Wars: The Clone Wars
scifi-animation , usa 2008
original
star wars: the clone wars
regie
dave filoni
drehbuch
henry gilroy, scott murphy
cast
matt lanter,
ashley eckstein, u.a.
spielzeit
96 Minuten
kinostart
14. August 2008
homepage
http://www.warnerbros.de/clonewars/
bewertung

5 von 10 Augen

 

"'Star Wars' kehrt auf die große Leinwand zurück". So ist es, und trotzdem hat dieser Werbespruch noch nie für ein derart überschaubares Maß an Aufregung gesorgt. Und das gilt sowohl für das "Normalpublikum", welches irgendwie gerade nicht damit beschäftigt ist auf eine weitere Episode von George Lucas' Weltraumoper zu warten, als auch für die eingeschworene Fangemeinde, die dem angekündigten Animationsabenteuer größtenteils genauso skeptisch gegenübersteht und eher einen süßlichen Familienfilm in der unseligen Tradition von 80er-Jahre-Franchise-Sünden wie "Karawane der Tapferen" oder "Kampf um Endor" erwartet. Nun, ganz so schlimm ist es nicht gekommen, denn der animierte Sternenkrieg bietet zumindest einige optische Reize, und Ewoks sind ebenfalls weit und breit nicht zu sehen. Irgendein Grund zur Euphorie besteht allerdings genauso wenig.

Worum geht's? Um die Geschehnisse während der berühmt-berüchtigten Klonkriege, die in den "großen" Filmen immer nur am Rande erwähnt wurden und daher bereits seit dem allerersten Star Wars-Film die Fantasie der Fans beflügeln, als dort Luke ehrfurchtsvoll zu Obi-Wan sprach: "Du hast in den Klonkriegen gekämpft!". Wobei dieses Thema aber längst nicht mehr so unbekannt und vernachlässigt ist, wie uns die Ankündigungen weismachen wollen, wurde es doch mittlerweile in unzähligen Comics und Romanen sehr detailliert beleuchtet. Da zeitlich zwischen den "offiziellen" großen Kinofilmen angesiedelt, sind die Klonkriege seit langem ein dankbares Terrain für die Ergänzungsmedien. Und nicht zuletzt die aus mehreren sehr kurzen Episoden bestehende "Mikro-Serie" des Cartoon Network spielte ebenfalls während dieser Zeit.

Genau genommen befinden wir uns zwischen den Episoden Zwei und Drei und erleben somit einen noch unbelasteten Anakin Skywalker, der gemeinsam mit seinem Lehrmeister Obi-Wan Kenobi für die Republik gegen die von Count Dooku angeführte Droidenarmee kämpft. Dem jungen Jedi wird sehr zu seinem Unwillen mit der jungen Ahsoka eine selbstbewusste Schülerin als Padawan an die Seite gestellt, die ihn bei einer schwierigen Mission begleiten soll. Um die mächtige Familie von Jabba dem Hutten auf ihre Seite zu ziehen, soll Anakin dessen von Unbekannten entführten Sohn befreien. Hinter der Entführung steckt allerdings eine Helferin Dookus, die verschlagene Asajj Ventress, und Anakin läuft somit geradewegs in eine gut vorbereitete Falle.

Die hier neu eingeführten Figuren sind also vorwiegend weiblich und mit der Jedi-Azubi Ahsoka liefern Lucas und Co. auch gleich den ersten schwerwiegenden Anklagepunkt. Die Funktion dieses Charakters als Sidekick des Helden und Identifikationsfigur fürs junge Publikum ist genauso offensichtlich wie mal wieder erschreckend einfallslos umgesetzt. Natürlich hat die junge Dame eine große Klappe, reagiert impulsiv und bringt durch ihre unbedachten Aktionen ihre Gefährten des Öfteren in die Bredouille. Die patzig-trotzigen Kommentare und bemühte Witzigkeit machen die Figur allerdings zu einem hochgradigen Ärgernis erster Ordnung, welches man auch gut und gern als eine Art "Jar Jar Binks light" bezeichnen könnte, und das wird sicher niemals ein Kompliment sein. Kollege Anakin Skywalker dagegen tritt in diesem Abenteuer als strahlend jugendlicher Held vom Reißbrett und mit einer Leichtigkeit auf, die nun wirklich gar Nichts von seinem bekanntlich bald bevorstehenden Absturz in die finstersten Abgründe der menschlichen Seele erahnen lässt.

Also natürlich doch im Grunde ein Kinderfilm, der sich somit eben auch nicht nahtlos zwischen die Realfilme einreiht. Da war der Ton der "Clone Wars"-Miniepisoden doch deutlich ernsthafter, auch wenn dort dann dafür die endlose Aneinanderreihung von Schlacht- und Ballerszenen zu nerven wusste. Diese Szenen gibt es hier nun zwar auch und nicht zu knapp, sie dominieren allerdings nicht ganz so extrem das Geschehen und sind zudem durch die aufwändigere Animation ein visueller Genuss. Denn da gibt es keinen Zweifel und auch Nichts zu meckern: Was man in dieser Richtung geboten bekommt kann sich absolut auf der großen Kinoleinwand sehen lassen. Dass sich ein George Lucas bei der Betrachtung der Ergebnisse seiner Animationskünstler angeblich vor Begeisterung gar nicht mehr einkriegte, ist der Legende nach ja auch der Grund für die unerwartet schnelle Rückkehr der Franchise in die Lichtspielhäuser, denn eigentlich waren die "Clone Wars" ursprünglich nur als reine TV-Serie gedacht.
Es besteht allerdings eine nicht zu übersehende Diskrepanz zwischen der "State of the Art"-Darstellung sämtlicher Raumschiffe, Gebäude und Waffen und den eher konventionell animierten Figuren, die sich irgendwo zwischen klassischem amerikanischen TV-Design und japanischem Anime-Style bewegen. Das passt dann halt doch nicht so ganz zum oft fast fotorealistischen Hintergrund und es darf diskutiert werden, ob da eine reine Computeranimation im Stile von "Final Fantasy" nicht überzeugender gewesen wäre. Nicht zuletzt aufgrund einer größeren Dynamik hat man sich aber anders entschieden und es ist dementsprechend auch durchgehend was los auf der Leinwand.
Dass man dabei diesmal auf lebende Darsteller verzichtet hat mögen böse Zungen als leicht zu verkraftenden Verlust bezeichnen, gelten doch Dialoge und Schauspielerführung von Meister Lucas seit jeher als sowieso recht nahe am Cartoonbereich. Etwas anstrengend sind die hier gebotenen zahlreichen flachen Sprüche und Witzchen dabei für den erwachsenen Zuschauer aber schon und auf die Dauer auch ermüdend. Im der Originalfassung trösten darüber immerhin noch die markanten Stimmen von Samuel Jackson oder Christopher Lee hinweg, im Deutschen wähnt man sich dagegen auch akustisch doch das eine oder andere Mal im Samstagmorgen-Kinderprogramm.

Wenig Lärm um tatsächlich Nichts also letztendlich. Die animierten "Clone Wars" tun nicht weh, sie sind aber auch nicht mehr als ein winziges und eher unbedeutendes Mosaiksteinchen in der mittlerweile fast schon unüberschaubaren weiten "Star Wars"-Merchandise-Welt. Muss man definitiv nicht gesehen haben (bis auf den kleinen Jabba, denn der ist wirklich putzig).

Volker Robrahn

4

Ich bin trotz aller berechtigter Kritik Fan der neuen Star Wars-Teile und stelle Episode 3 nicht zuletzt wegen seiner Emotionalität in eine Reihe mit der alten Trilogie. Doch genau hier liegt mein erster und größter Kritik-Punkt an Clone Wars:
Der Stil gefällt mir prinzipiell, die leblosen Gesichter und Bewegungen der Marke "Playmobil" auf keinen Fall. Umgebungen und Raumschiffe bzw. Fahrzeuge sehen großartig aus, aber die steifen Figuren vermitteln meistens so viele Gefühle wie ihre digitalen Pendants in Computerspielen. Dort wäre auch die Handlung wesentlich besser aufgehoben gewesen als auf der Kinoleinwand. Ich weiß, dass der Film nur der Auftakt zu einer Serie ist, und die Idee mit Anakins Padawan funktioniert auch, aber wieso fällt drei (George Lucas mitgezählt sogar vier) Drehbuchautoren nichts besseres ein, als die Entführung von Jabbas Sohn als roten Faden zu benutzen?
Dieses nervige Vieh ist nicht nur viel zu oft schreiend im Bild, sondern einfach zu belanglos, um den Handlungsmittelpunkt eines Kinofilms zu bieten. Wo ich schon mal beim Thema überflüssig bin: Padmes Ausflug zu Jabbas tuntigem Onkel ist es definitiv, aber ohne den hätte der Film nicht mal 90 Minuten gedauert.
Stattdessen hätte man vielleicht mehr auf Ventress eingehen können, deren Auftritt von der Länge und vom verschenktem Potential her an Darth Mauls Rolle in Episode 1 erinnert.
Zugegeben, an CW ist nicht alles schlecht. Die Inszenierung und Choreographie der Schlachten stimmen und über die Dämlichkeiten der Kampfdroiden konnte ich das ab und zu lachen, wenngleich sie diesen Gegnern jede Bedrohlichkeit nehmen.
Aber offenbar sollten sie das auch gar nicht sein, da sich der Film an die Zielgruppe 10-14 Jahre richtet. Da ist an sich ja nichts schlimmes dabei, ich gehöre nur eben nicht mehr dazu. Also lasse ich das Aufregen jetzt sein und setze meine Hoffnung in die für 2010 angekündigte Realserie, welche ernster und düsterer werden soll. Vielleicht startet die mit einem Pilotfilm, der beweist, dass neue SW-Folgen auch Erwachsene noch unterhalten können.

Wenn ich mir dass so durchlese...Anakin ist doch selbst noch ein Padawan und ihm wird doch der Meister verweigert! Wie soll der denn einen Padawan ausbilden dürfen! Geht's noch?

@Der Zeiger
Soweit ich es mitbekommen habe, ist Anakin zu Beginn des Films bereits Jedi-Ritter. Insofern kann er ruhig einen Padawan bekommen. Er bzw. sie soll ihm helfen, ruhiger und verantwortungsvoller zu handeln.
Abgesehen davon, dass sich diese neue Serie dann inhaltlich mit der ersten Clone Wars-Serie beißt, finde ich die Idee gut. Sie macht Sinn und ermöglicht die Einführung einer neuen Figur, deren Entwicklung nicht so vorgezeichnet ist wie die der bekannten Charaktere.
Fazit: Ich werfe dem Film eine Menge vor (siehe oben), aber die Vorstellung von Anakins vorlautem Padawan gehört nicht dazu.

Spielt der Film zur gleichen Zeit wie die Zeichentrickserie Clone Wars?

Wenn es so viel zu den Clone Wars zu erzählen gibt, warum war dann nicht mehr davon in den 3 Kinofilmen zu sehen.

Wieso sogar zwei Serien dazu verstehe ich nicht so ganz?

4

Also wer die neue Trilogie ganz toll findet, sollte dieses Ding eigentlich auch ganz toll finden. Denn der einzige Unterschied zwischen CW und Epi 1-3 ist das hier viel mehr infantile Witze geboten werden, über die wirlich nur Grundschüler lachen können. Die Vorstellung, in der ich war, bestätigt das. Ansonsten gibt es hier wie da, die selbe endlose Videospielaction, hölzerne Dialoge und eine Story mit Löchern, so groß das ein Sternenkreuzer durchfliegen könnte. Hätte zwar noch schlimmer sein können, (wie etwa die CW-Zeichentrickserie) aber alles in allem läßt es sich mit einem Wort am besten beschreiben: ÜBERFLÜSSIG.

9

er ist der beste animations film seit jahren nich so ein hyper real scheis wie final fantsy

4

Ich glaube man hätte mein dummes Gesicht aufnehmen sollen als der Film startete. Meine gedanklicher Kommentar, "Sie haben die Serie getötet", begleitete mich die ganzen ersten 20min, bis ich mich in mein Schicksal ergab. Keine ins Nichts fahrende, goldene Schrift, die zu Beginn des Films die Situation in der weit entfernten Galaxis beschreibt! Kein fetter Star Wars Themen Sound der mich wegpustet! Animierte Charaktere mit der mimischen Bandbreite eines Steins. Und Dialoge bei denen sich einem die Fußnägel hochrollen. ...Nach diesem Erlebnis musste ich schnell nach Hause und "Die Rückkehr der Jedi Ritter anschauen".
Zugegeben habe ich dann festgestellt, dass das Endor Waldgefecht nicht gegen die vertikale Felsen-schlacht aus Clone Wars anstinken kann.

Der "Film" lief während meinen Ferien und war so schnell aus den Abendvorstellungen der Kinos verschwunden, dass ich gar noch keine Chance hatte ihn zu sehen.

Auch nach den Rezessionen die ich hier gelesen habe, lasse ich mich nicht erschüttern:
Clone Wars (die Zeichentrick-Serie) hat mir optisch gut gefallen, war aber wie alle neuen Teile von Star Wars etwas humorlos und logikfrei.

Meine Erwartungen sind schon seit Episode I gleich Null und ich bin bisher nur einmal enttäuscht worden: Episode II fand ich eigentlich ganz gut. Dafür war dann Episode III viel schlimmer als erwartet: alle habe geschwärmt und der Film war reiner Vollschrott (noch logikfreier als sonst und teilweise auch handwerklich schlecht gemacht).

Ansonsten kriegt man, was im Moment bei Star Wars angesagt ist: CGI-Overkill, hölzerne Figuren die olle Dialoge führen, viele uninteressante Charaktere die schon wieder weg sind, bevor man sie richtig kennen gelernt hat, etc., etc.

Daher und von dem, was ich schon von Freunden über den neuen Clone Wars gehört habe: Optisch werde ich das Ganze sicher geniessen, inhaltlich kann Star Wars heutzutage keiner mittelmässigen TV-Serie mehr das Wasser reichen.

George Lucas mag ein guter Geschäftsmann sein... aber eigentlich sollten seine Firmen keine Filme oder TV-Serien mehr machen dürfen. Als Spielzeughersteller würde der Mann viel bessere Arbeit leisten.

6

Ich weiß nicht wie ich diesen Film bewerten soll?! Es ist ein KINDERFILM. Die Story ist dafür ausgelegt, hat nix mit den "echten" Filmen zu tun, außer der Story. Sollte wohl wieder Geld in die Kasse von George Lucas spülen, da die Amis seit den 80'er Jahren gerne mit ihren Kids ins Kino gehen und natürlich dadurch viel Geld mitbringen. Wer Kinder hat, sollte sich den Film zulegen.
Als alter Star-Wars-Fan habe ich ihn mir leider angetan. Hat mir hier und da etwas an die alten (Wirklich gut waren nur die ersten zweieinhalb Teile [Episode 4, 5 und 6), zweieinhalb wegen den lächerlichen Ewoks).

5

Der Film war Fabelhaft.Alle drei wann gut.Aber wenns nur
ums schießen geht sag ich es ist Scheiße.

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