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Smaragdgrün

Smaragdgrün
fantasy , deutschland 2016
original
regie
felix fuchssteiner, katharina schöde
drehbuch
felix fuchssteiner, katharina schöde
cast
maria ehrich,
jannis niewöhner,
peter simonischek,
josefine preuß,
kostja ullmann,
laura berlin, u.a.
spielzeit
113 Minuten
kinostart
7. Juli 2016
homepage
http://www.smaragdgruen-derfilm.de
bewertung

7 von 10 Augen

smaragdg 1Die Situation spitzt sich zu: Mittlerweile ist offensichtlich, dass Gwendolyn Shepherd (Maria Ehrich) von der vermeintlich mit hehren Absichten agierenden Geheimloge nur benutzt wird, um dem verschlagenen Grafen von Saint Germain (Peter Simonischek) auch in unserer aktuellen Gegenwart zur Herrschaft vor allem über die Finanzmärkte zu verhelfen. Von ihrem geliebten Gideon (Jannis Niewöhner) vermeintlich verraten, scheint die Lage fast aussichtslos für den auserwählten „Rubin“, doch mit Hilfe alter und neuer Verbündeter sowie diverser Sprünge durch die Zeit eröffnet sich noch einmal die Möglichkeit, vielleicht doch das Schlimmste zu verhindern. 
 

smaragdg 2Man hat sie tatsächlich durchgezogen, die komplette Verfilmung der Roman-Trilogie von Kerstin Gier, und das allein ist schon bemerkenswert genug. Schließlich sind in den letzten Jahren nicht nur mehrere Hollywood-Produktionen in diesem Genre an solch einem Vorhaben gescheitert, wenn nach einem hoffnungsfrohen Start schnell klar wurde, dass da nach Teil Eins nichts mehr kommt. Die (leider zu wenigen) Fans der Kinoversionen von „Chroniken der Unterwelt“, „Die 5. Welle“, „Mitternachtszirkus“ oder dem „Goldenen Kompass“ haben ihre Phantomschmerzen hoffentlich mittlerweile überwunden.

Umso mehr nötigt es Respekt ab, dass nun eine deutsche Produktion mit weitaus geringeren Marketing- und Verbreitungsmöglichkeiten so ein Projekt durchzieht, obwohl die erzielten Zuschauerzahlen von „Rubinrot“ und „Saphirblau" das keineswegs als Selbstverständlichkeit erscheinen ließen. Die bewegten sich mit etwas über (Teil Eins) bzw. knapp unter (Teil Zwei) einer halben Million Besuchern im Grunde irgendwo zwischen „zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel“, was die Entscheidung sicher nicht einfacher machte. Letztendlich war der Optimismus von Regisseur Felix Fuchssteiner und Drehbuchautorin Katharina Schöde in unserem damaligen Interview aber doch angebracht, denn das Werk ist nun vollendet.

smaragdg 3Es gibt auch einige neue Aspekte zu finden beim Abschluss der Trilogie. So werden die eh schon recht vielfältigen Schauplätze noch um den Handlungsort Schottland erweitert. Wenn Gwendolyn im Umfeld der schottischen Berge und Küsten dabei ihre Ausbildung im Schwertkampf erhält, hat das schon einen Hauch von „Highlander“-Feeling (einen kleinen, zugegeben). Im Vergleich zum Vorgänger, der doch einige nicht zu übersehende Längen aufwies, wird nun der Romantik-Anteil etwas zurückgefahren und der Action-Quotient steigt dafür deutlich, wie man es bei einem finalen Showdown aber auch erwarten kann.

saphirb 4Die jungen Hauptdarsteller Maria Ehrich und Jannis Niewöhner haben mittlerweile wirklich gut in ihre Rollen hineingefunden und auch die Nebenfiguren wirken nicht mehr so hölzern, wie es teilweise noch zu Beginn der Fall war. Gwendolyns bisher ausschließlich zickige Halbschwester Charlotte (Laura Berlin) darf neue Facetten zeigen und Peter Simonischek kann als Widersacher und Hauptschurke nochmal so richtig fies sein, während er anderswo gerade als „Toni Erdmann“ Triumphe feiert.

Es ist nicht erkennbar, dass man irgendwo versucht hätte Einsparungen vorzunehmen, daher bewegt sich auch trick- und ausstattungstechnisch alles auf dem gewohnten soliden Niveau. Gewisse Logikfragen tauchen natürlich auch bei diesem Zeitreise-Abenteuer auf, doch das ist genretypisch kaum vermeidbar. Insgesamt ist dieses Finale aber eine ziemlich runde Sache geworden und das Erfreulichste ist, wie gesagt, dass dieser Film überhaupt existiert. Wer daher bei unserer Bewertung meint, einen gewissen Sympathie-Bonuspunkt ausmachen zu können, der liegt da sicherlich nicht ganz falsch.

Volker Robrahn

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