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Slither - Voll auf den Schleim gegangen

Slither - Voll auf den Schleim gegangen
horror-parodie , usa/kanada 2006
original
slither
regie
james gunn
drehbuch
james gunn
cast
nathan fillion,
elizabeth banks,
michael rooker,
gregg henry, u.a.
spielzeit
95 Minuten
kinostart
22. Juni 2006
homepage
bewertung

5 von 10 Augen

 

Der Anfang von "Slither": Ein Komet schießt auf die Erde zu. Man kann sich schon denken, dass er nichts Gutes mit sich bringt. Der Komet kollidiert mit der Erde und landet in einem Wald bei dem verschlafenen amerikanischen Städtchen Wheelsy. Der lokale Businessman Grant (Michael Rooker) betrügt gerade heiter seine wunderschöne aber dafür äußerst schüchterne Frau Starla (Elizabeth Banks), als er von der seltsamen außerirdischen Schleimkugel angefallen wird. Grant verwandelt sich in ein krakenartiges Monster (welches eine verblüffende Ähnlichkeit mit Jabba the Hutt aufweist), das ständig auf der Suche nach Fleisch ist. Die Kreatur fängt dank eines nicht weiter erklärten Triebs an, sich mehr oder weniger systematisch alle Bewohner der Stadt einzuverleiben. Nur eine kleine Gruppe bestehend aus Starla, dem diensthabenden Officer Bill Pardy (Nathan Fillion) und dem aalglatten Bürgermeister Jack Macready (Gregg Henry) versucht, das Monster zu stoppen.

"Slither" ist Trash. Reinster, fast schon klassischer Trash. Schon aus den ersten Einstellungen der verschlafenen Streifenpolizisten oder des Treibens in der Highschool wird dies schnell ersichtlich. Regisseur und Drehbuchautor James Gunn will mit "Slither" dem etwas in Vergessenheit geratenen Genre des Trash-Monsterfilms wieder zu dem Glanz verhelfen, dass es vor gut 20 Jahren durch Filme wie "Re-Animator", "Die Fliege", "The Brood" oder "Das Ding" hatte. Damals versetzten Regieveteranen wie David Cronenberg, John Carpenter oder Stuart Gordon die Zuschauer in Staunen (und Schrecken). So ehrenvoll das Vorhaben von James Gunn (2002 Drehbuch-Autor des atmosphärisch sehr unterhaltsamen Remakes von Romeros "Dawn of the Dead") auch ist, gelingt es ihm leider eher schlecht als Recht.

Wenn wurmartige Parasiten wie in Cronenbergs "Shivers" die Bewohner von Wheelsy zu willenlosen Zombies mutieren lassen, dann ist das nur einer von vielen Seitenhieben, die Gunn in seinem parodistischen Horrorthriller verarbeitet. Auch sonst bedient er sich an prominenten Vorbildern wie "Blob" oder "Alien". Das heitere Genre-Zitieren bekommt mit der Zeit allerdings einen faden und abgekauten Beigeschmack, weil es phasenweise zu sehr in einen Overkill abgleitet. Aber das Hauptproblem bei "Slither" ist ein anderes: Man bekommt zeitweise (vor allem zu Beginn) das Gefühl, dass der Film sich durchaus ernst nimmt, also quasi nicht die Parodie sein will, die er dann doch letztendlich ist.
Das ist problematisch, denn so driftet "Slither" zwischen Genre-Gags und bemüht-ernstem Schrecken einfach zu oft in eine atmosphärische Nullnummer ab. Und dann werden die eklatanten Schwächen des Drehbuches umso besser sichtbar. Die flachen Dialoge und slapstickhaften Witze machen "Slither" nicht mal mehr zu einem "Men in black"-Light. Darstellerisch ist bei einer solchen Vorlage auch nichts Interessantes herauszuholen. Die meist aus der dritten Hollywoodreihe stammenden Schauspieler können kaum überzeugen. Sie spielen zu zurückhaltend und wirken daher sehr blass.

Wer Spaß an Horrorparodien hat und sich freut an kleinen (hier aber auch nur selten gelungenen) Seitenhieben auf Genreklassiker, der wird hier sicherlich kurzweilig unterhalten werden. All die, die nicht schon eine Affinität zum Monsterhorror-Film haben, werden durch "Slither" sicherlich nicht bekehrt. Dazu ist der Film dann doch zu nebensächlich, ein mittelmäßiges Stück Genreware, das man eher als TV-tauglich proklamieren sollte. Ins Kino gehört diese Geschichte nicht.

Patrick Wellinski

8

Mir gefiel der Film auf jedenfall... Natürlich kein Nonplus-ultra-Film, aber sicherlich was für einen DVD Abend mit mehreren.

7,5 Augen ;)

8

8 Punkte - weil ich schon bedeutend mieserer "Hollywood-Großprojekte" gesehen hab!
Für einen Horror-B-Movie erste Sahne!
Die Altersfreigabe ab 16 ist mir allerdings ein Rätsel, sie erweckt nämlich den Eindruck, der Film sei öde. Ist er aber nicht! Erinnert mich persönlich an die guten alten RTL-Horror-Film-Nächte der 80iger Jahre, wo das Blut noch in Strömen floss!

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