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Shopaholic - Die Schnäppchenjägerin

Shopaholic - Die Schnäppchenjägerin
komödie , usa 2009
original
shopaholic
regie
p.j. hogan
drehbuch
kayla alpert
cast
joan cusack,
john goodman,
isla fisher,
hugh dancy, u.a.
spielzeit
105 Minuten
kinostart
12. März 2009
homepage
http://www.shopaholic-derfilm.de/
bewertung

6 von 10 Augen

 

Rebecca Bloomwood (Isla Fisher) shoppt für ihr Leben gern und kann einfach kein Schnäppchen an sich vorübergehen lassen. Dass sie dabei im Grunde weit über ihre finanziellen Möglichkeiten und das Limit ihrer ein Dutzend Kreditkarten lebt, ist dabei so lange kein wirkliches Problem bis sich ein humorloser Schuldeneintreiber an ihre Fersen heftet. Ein neuer und besser bezahlter Job muss her, doch statt bei dem anvisierten Modemagazin landet die manchmal etwas ungeschickte Rebecca aufgrund einiger widriger Umstände schließlich bei einer seriösen Finanzzeitschrift. Ihre von jeder tieferen Sachkenntnis freie, aber irgendwie den Nerv der Leserschaft treffende Kolumne "Das Mädchen mit dem grünen Schal" wird zu einem überraschenden Erfolg und sorgt nicht nur für plötzliche Prominenz, sondern auch für ein gesteigertes Interesse ihres Vorgesetzten Luke (Hugh Dancy) an seiner neuen Mitarbeiterin.

Auf den ersten Blick sind gewisse Parallelen zu von Damen getragenen Komödien der jüngeren Kinogeschichte nicht zu übersehen, aber man kann "Shopaholic" deshalb trotzdem nicht einfach als einen gesichtslosen Epigonen der "Natürlich Blond"-Filme oder des "House Bunnys" abqualifizieren. Das bewährte "Fish out of Water"-Prinzip ist hier längst nicht so bestimmend, und nicht zu vergessen beruht das Ganze schließlich auf einer sehr erfolgreichen, bereits stolze fünf Romane umfassenden Buchreihe der Autorin Sophie Kinsella. Deren anhaltendes Verweilen in amerikanischen und englischen Bestsellerlisten war daher auch der Hauptgrund für Produzent Jerrry Bruckheimer sich dieses, für den Actionspezialisten an sich eher untypischen Themas für eine Verfilmung anzunehmen.
Die Filmhandlung bedient sich dabei gleich aus Elementen der ersten beiden Bücher und das war eine vernünftige Entscheidung, denn dadurch wird die Story mit spürbar mehr Fleisch gefüllt und schlängelt sich so über rund 100 unterhaltsame Minuten. Eine Geschichte, in der die Hauptfigur durch unkonventionelles Verhalten, Witz und Charme eine ihr eigentlich völlig fremde Welt aufmischt, steht und fällt zwangsläufig mit ihrer Hauptdarstellerin, und dabei erweist sich Isla Fisher als ausgezeichnete Wahl. Die Lebensgefährtin des auch nicht ganz unlustigen Sacha Baron Cohen fiel bisher in kleineren, aber durchaus erinnerungswürdigen Parts z. B. in den "Hochzeits-Crashern" auf und darf mit dieser Hauptrolle nun nachdrücklich beweisen, dass sie in der Tat ein Wirbelwind mit reichlich komischem Talent ist. Dieser Film gehört jedenfalls ganz ihr und lediglich den beiden Veteranen Joan Cusack und John Goodman gelingt es, als leicht prolliges Elternpaar auch noch zumindest ein paar Szenen zu stehlen.

So sympathisch "Shopaholic" also daherkommt, ist natürlich nicht zu leugnen, dass es hier letztendlich nichts wirklich Neues zu sehen gibt und sich vor allem die Liebesgeschichte genauso vorhersehbar wie fade entwickelt. Nein, in die Geschichte der großen Leinwandpaare werden Rebecca und ihr hölzerner Boss Luke sicher nicht eingehen und die diesem Handlungsstrang gewidmeten Minuten erweisen sich daher auch als reichlich zähflüssig.
Wenn es dagegen um Sonderangebote und Rabattschlachten geht, bedient man die weiblichen Klischees so rasant und amüsant wie es wohl auch den LeserInnen der Romanvorlagen Freude zu bereiten scheint. Eine Wirtschaftsredakteurin, die den Begriff "Effektivzins" erstmal googlen muss, und nette Gags wie eine zum Selbstschutz im Eisfach eingefrorene Kreditkarte bilden das solide humoristische Fundament einer Adaption, die sich nebenbei auch noch phasenweise recht ernsthaft mit der gar nicht mal so gesunden Sucht des maßlosen Geldausgebens auseinander setzt und seine "Heldin" zu den anonymen Shopaholics schickt, bei denen es dann auch zu ein paar etwas nachdenklicheren Momenten kommt.
Nur zu ein paar wohlgemerkt, denn dem Werk deshalb gleich eines seriöse Auseinandersetzung mit der aktuellen Finanzkrise zu bescheinigen, wäre genauso bemüht wie produktionshistorisch widerlegbar. Im Bezug auf die Abenteuer der Rebecca Bloomwood mag den Allermeisten auch dieser eine Film dann schon genügen, aber zumindest Frau Fisher empfiehlt sich damit nachdrücklich für weitere Aufgaben.

Volker Robrahn

4

So lala.
Eher ein Frauenfilm.

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