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Sex and the City - Der Film

Sex and the City - Der Film
romantische komödie , usa 2008
original
sex and the city - the movie
regie
michael patrick king
drehbuch
michael patrick king
cast
sarah jessica parker,
kim cattrall,
kristin davis,
cynthia nixon,
chris noth, u.a.
spielzeit
145 Minuten
kinostart
29. Mai 2008
homepage
http://www.filmszene.de/kino/s/satc.html
bewertung

6 von 10 Augen

 

Das Warten hat ein Ende. "Sex and the City" kommt endlich auf die große Leinwand. Überall auf der Welt strömen fast ausschließlich weibliche Fans ins Kino, um noch einmal Zeit mit ihren Heldinnen zu verbringen, mit ihnen zu weinen und zu lachen. Aber hat sich das Warten gelohnt?

Vier Jahre nach Ende der TV-Serie scheint es mit der Emanzipation in Manhattan vorbei zu sein: Carrie (Sarah Jessica Parker) will ihre Wohnung aufgeben und zu Mr. Big (Chris Noth) ziehen, der ihr ein riesiges Penthouse mit einem noch größeren Kleiderschrank verspricht. Zwar meldet wenigstens Miranda (Cynthia Nixon) Bedenken an, aber eigentlich hat sie sich mit dem Familienleben in Brooklyn schon zu sehr arrangiert, um noch groß auf den Tisch zu hauen. Charlotte (Kristin Davis), schon immer die konservativste im Quartett, ist begeistert von solch traditionellem Rollenverhalten, aber das war wohl zu erwarten. Sie ist überglücklich mit Harry (Evan Handler) und ihrer kleinen Adoptivtochter. Überraschenderweise hat jedoch selbst Samantha ihrem Freund Smith zuliebe Manhattan und den Freundinnen den Rücken gekehrt und managt nun seine Schauspielerkarriere in Los Angeles. Übertrumpft werden all diese Entwicklungen jedoch von Carries Beschluss, Mr. Big zu heiraten.

"Sex and the City"-Fans, die einen nahtlosen Übergang von der Serie in den Film erwarten, werden enttäuscht sein. Die vier Protagonistinnen verbringen nur noch wenig Zeit miteinander und widmen sich stattdessen ihren Männern. Samantha hat sogar New York verlassen, obwohl sie bei jeder Gelegenheit aus L.A. flüchtet, um wieder in der geliebten Stadt, der "fünften Freundin im Bunde", zu sein. Carrie schreibt keine Kolumne mehr, sondern nur noch Bestseller. Dadurch kann sie jetzt endlich im Luxus schwelgen, was sie irgendwie langweiliger macht. Das Traum-Penthouse hat jedenfalls entschieden weniger Charme als ihre alte Wohnung. Die einst wild mit Second-Hand-Teilen kombinierten Designerklamotten werden jetzt hauptsächlich mit anderen Designerklamotten kombiniert. Vergessen ist auch die einst geliebte "Carrie"-Halskette, deren vorübergehendes Verschwinden in der 6. Staffel noch Stoff für eine ganze Episode lieferte. Carrie trägt jetzt überlange Perlenketten, merkwürdigerweise auch noch im Bett. Da liest sie mit Mr Bigs Lesebrille Bücher. Vorbei die Zeiten, in denen sich die beiden sofort die Kleider vom Leib rissen. Überhaupt werden diejenigen im Publikum enttäuscht sein, die dachten, etwas vom Sex in der City zu sehen zu bekommen. Im Vergleich zur Serie könnte man meinen, New York läge seit neuestem im "Bible Belt" Amerikas. Das langt sogar für eine FSK-Freigabe ab 12.

Da es in der Serie eigentlich um Singles ging, wird für den Film einer importiert: Jennifer Hudson (Oscar-Gewinnerin für "Dreamgirls") als "Louise aus St. Louis". Dieser Wortwitz, in diversen Variationen, wird im Film leider etwas überstrapaziert. Jennifer Hudson spielt ihre Rolle zwar mit viel Charme und Herz, dennoch fragt man sich, wieso man eine neue Figur einführt, anstatt zum Beispiel Charlotte einen größeren Part zu geben. Die darf zwar zweimal zu Höchstform auflaufen, kommt aber ansonsten eher wenig vor. Auch fällt dieser Plotlinie die Leinwandzeit von Figuren wie Stanford und Anthony zum Opfer. Dabei handelt es sich wohl um eine "sich selbst erfüllende Prophezeihung", denn in der Serie fragte Anthony Charlotte ironischerweise einst: "Wie groß wäre meine Rolle in deinem Film?", und wies ihr überschwängliches "Groß!" mit dem Hinweis zurück, dass sich schließlich alles verändere, wenn Leute erst mal Babys bekämen. Fans von Anthony und Stanford werden enttäuscht sein.
Fans von Designermode werden dahingegen voll auf ihre Kosten kommen. Kostümdesignerin Patricia Field schindet mit den ca. 300 Outfits des Films jedenfalls mächtig Eindruck. Der Film bietet ein wahrhaftiges Feuerwerk an Farben und Stoffen, inklusive merkwürdigen Haarschmucks. Wie zu erwarten war wird das Leben von Carrie und Co. zur reinsten Modenschau, egal ob als Zuschauerinnen der Fashion Week oder daheim im Wohnzimmer. Selbstverständlich sieht man die werdende Braut Carrie auch in mehr als einem Brautkleid - wie sollte es auch anders sein. Laut Carrie gibt es halt für eine Single-Frau genau zwei Gründe, um nach New York City zu kommen: Label und Liebe.
Designerkleidung, Luxusgüter (wie der "4-Jahre-Warteliste-Birkin-Bag") und Schuhe, Schuhe, und nochmals Schuhe standen zwar schon in der Serie ganz oben auf der Prioritätsliste, aber "Sex and the City - der Film" platzt vor Accessoires und Product Placement fast aus den Nähten. Zwar vermittelt vor allem Samanthas Geschichte eindringlich, dass Konsumgüter auf Dauer nicht von den eigenen Problemen befreien, dann aber wieder überreicht Carrie ihrer Assistentin eine Louis Vuitton-Tasche als sei es ein Doktortitel.
Proportional zur Überlänge des Films schwindet leider der Wortwitz der Dialoge: gab es in der Serie noch brillante verbale Schlagabtausche am Cafétisch, gibt es im Film vergleichsweise wenig gute Dialoge. Das mag daran liegen, dass die vier Ladies selten gemeinsam auf der Leinwand erscheinen, weshalb die tollsten Momente des Films natürlich die sind, in denen das Zusammenspiel des Quartetts direkt an die alten Zeiten erinnert. Das Ausmisten von Carries Kleiderschrank ist so einer, die Debatte übers Ausmalen im Café oder das gemeinsame Sonnenbad auf der Terrasse. Allerdings kann man sich auch auf einige schlagfertige Kommentare von Samantha und Miranda freuen. Samantha ist eigentlich auch die heimliche Heldin des Films, denn sie vermittelt dem Publikum wieder einmal, dass man zu aller erst sich selbst treu sein muss, um glücklich zu werden.

Zurück zur Anfangsfrage. Hat sich das Warten auf den Film gelohnt? Jein. Wer die Serie mochte, will natürlich wissen, wie es mit den Figuren weitergeht, und sich glücklich und gerne für zweieinhalb Stunden ins Kino setzen. Als Belohnung wird jetzt auch noch Mr. Bigs Nachname verraten. Aber müssen wir den unbedingt kennen? Der Spitzname war schließlich perfekt, und sein richtiger Name ist ehrlich gesagt eher langweilig. Genauso wie der Film im Vergleich zur Serie eher langweilig ist. Das mag am Produzenten/Regisseur/Drehbuchautor Michael Patrick King liegen, der auf einmal von 25 auf 145 Minuten umdenken musste, um seine Geschichte zu erzählen.
Natürlich hat der Film viele tolle Szenen, zahllose emotionale Momente, es kann herzhaft gelacht und geweint werden. Für treue Fans gibt es jede Menge Zitate und Anspielungen aus der Serie, und auch Neuzugänge werden der Geschichte problemlos folgen können und sich gut unterhalten fühlen.
"Sex and the City - der Film" ist tatsächlich wie ein Wiedersehen mit alten Freundinnen: Vielleicht hat man sich nicht mehr so viel zu sagen wie früher, aber man mag sich trotzdem.

Anna Plumeyer

dreck wem dreck gebührt.....

Nichts gegen die Autorin dieser Kritik aber ich würde doch ganz gerne noch eine Kritik von einem Mann lesen...

Bei der Aussage Rizla fragt man sich was du sagen willst.
Wenn dich das ganze nicht interessiert dann Poste auch nicht.Dies ist ja kein Meinungsforum, sondern eine Rezensionsseite.
Da sollte man nur schreiben wenn man interesse hat und nicht um einfach mal zu Flamen ;).

Ich werde den Film sehen "müssen", aber ich freu mich schon ein wenig. Die Serie versuche ich grade etwas nachzusehen, und es gibt hin und wieder wirklich gute Schauspielleistungen, Stories und Dialoge.
Daß das in einem Film mit Überlänge nicht klappt, ist mir klar. Aber müssen es gleich 2,5 Stunden sein?
Ich hoffe einfach das, was jeder von einer Serienverfilmung erwartet: genau das gleiche wie in der Serie, nur mit nem Ende.

@ich wer sonst: Und soll Karasek etwa einen Actionfilm rezensieren? Auch nich, oder?

@ichwersonst : Warum? Warum möchtest Du, speziell in diesem Fall, nun auch noch eine Kritik von männlicher Seite sehen? Erwartest Du dann einen Verriss von einem Menschen, der sich für den Film und sein Thema halt gar nicht interessiert? Was hätte das für einen Nutzen?

Ich habe jedenfalls diesen Wunsch nach der "anderen Sichtweise" bei Besprechungen von Actionfilmen oder Western noch nicht gelesen. Warum also nun bei "Sex and the City", einem Film der naturgemäß eben eher eine weibliche Zielgruppe hat? Leuchtet mir nicht ein.

Dieser Film ist wohl die Rache für all die Male, die Frauen ihrem Freund zu liebe einen Marvel-Fanboy-Film sehen mussten.
Ich gestehe gerne, dass ich den Film in keinster Weise verstehe und er für mich sogar noch uninteressanter ist als damals die Serie. Andererseits weiß ich, wie sehr ich mich auf einen finalen Kinofilm z.B. für LOST freuen würde. Aus diesem Grund enthalte ich mich nach dem sehen des Films der Wertung. Ein Film der sicherlich nur Fans beglücken kann, aber als krönendes Finale einer Kult-Serie wahrscheinlich dennoch seine Berechtigung hat.

PS: Warum will man ausgerechnet hier die Rezension eines Mannes lesen? Das wäre dann etwa so aussagekräftig wie ein männlicher Praxistest über den Tragekomfort von Seiden-BH´s

Oh. Mein. Gott. Sex and the City als Film? Warum?
Das dachte ich, aber ich bin ja auch ein Mann.
Ich arbeite in einem Kino, und ich habe die gelangweilten und genervten Gesichter von Frauen gesehen, die von ihren Männern in "Rambo IV", "300" und ähnliche reine Männerfilme geschleift wurden.
Es gab die letzten zwei, drei Jahre echt tolle, unterhaltsame Filme - aber hauptsächlich für uns Männer. Die Frauen mussten sich mit mittelprächtigen bis dämlichen RomComs begnügen, so dass man sagen muss: Es ist toll, dass SatC ins Kino kommt! Die Frauen haben sich das verdient! Also Männer: Tapfer sein, lieb mitgehen, und sich hinterher ´nen netten DVD-Abend mit Kumpels, Bier und "This is Spartaaa!!" machen!

MfG
Tim

1

crap! mehr braucht man dazu nicht zu sagen. :>

@ ELDORADO
Ich würde nur gerne eine Kritik der anderen Seite lesen. Wo ist da das Problem?

9

Was wollt Ihr eigentlich alle?
Der Film ist genauso schlecht - bzw. gut wie die Serie!
Hab mich als Fan mit Frauenclique köstlichst amüsiert - Kerle sind alle zuhause geblieben, selten so gelacht!
Kann ich jedem weiblichen Wesen nur empfehlen!!!!!

10

hab ihn gestern gesehn.ich habe selten so gelacht und so viel geweint wie in dem film.
ich fand ihn wunderbar.
schade nur das es nicht mehr im tv kommt.also das die staffeln nicht vorgesetzt werden.
würde jetzt ja auch nichts mehr bringen.es drehte sich von anfang an alles um MR.BIG und nun hat sie ihn!
es lohnt sich aufjeden rein zu gehn!

1

Mann, was für eine Scheiße...
Genauso blöd wie die Serie!!!
Und ich bin eine Frau!!
Ich mag lieber Action- und Horrorfilme!!
Apropos: Rambo ist ein geiler Film!!
Es gibt auch Männer, die SATC gut finden, wie zum Beispiel ein Bekannter von mir!!

10

I love it :-)

10

Es gibt nichts was mich mehr amüsiert als Sams Kommentare .... nichts was mich mehr inspitiert als Carries Outfit ... niemanden charmanten wie Charlotte ... und eine gesunde Zynistin wie Miranda.

Der Film war der krönende Abschluss der TV Serie ! Sehr gut ;-)

9

Süß! Ein wirklich guter Film - wenn man die Serie mochte. Ein wenig übertrieben hier und da, ein bisschen zu lustig. Aber auch wunderbar traurig mirtreißend und mit einem unglaublich schönen Happy End.

Ach hört doch auf...
Ich finde, die Rezension zu diesem Film hätte eine Asexuelle Person oder ein Zwitter schreiben müssen, damit man einen Objektiven Standpunkt zu hören bekommt...
Mir persönlich ist SATC eindeutig zu Männermordend und Etepetete-Verherrlichend. Ist ungefähr wie "Dallas" oder "Denver CLan":
Einige der Zuschauer denken nach dem Anschauen, dass die Welt wirklich so bescheuert und unrealistisch ist und fallen dann später böse auf die operierten Nasen...

1

Eindeutig nichts für Männer. Ich hab ständig auf die Uhr geschaut und konnte das Ende einfach nicht abwarten. Ich versteh auch echt nicht wieso die Mädels das so geil finden. Nichts gegen die Serie, die hab ich mir sogar manchmal (gezwungenermaßen) reingezogen, aber der Film war nicht auszuhalten.

8

Schnappt euch ein, zwei, drei, viele Freundinnen, kauft Prosecco, Chips und Süßes und macht's euch gemütlich! Ein toller Spaß - vor allem für die SATC-Fans :o)

9

Also... als heterosexueller Mann kann ich nur jedem interessierten Mann raten, sich die Serie, die mit diesem Film konsequent fortgeführt wurde, "anzutun", um eventuell einiges über das andere Geschlecht zu lernen. Natürlich ist alles überspitzt und abgedreht (Hey, es spielt in N.Y.!) dargestellt. Aber für den ein oder anderen Schmunzler ist der Film in jedem Fall gut. Man(n) erkennt sowohl sich, als auch seine Beziehungen, wieder und kann sich amüsieren über diese herrlich parodierten Mädchen-gebliebenen Frauen, die ihrem Leben immer noch den letzten Spritzer Vollkommenheit verleihen möchten. Geht es uns Männern nicht manchmal genau so? ...

8

Wer die Serie mochte, wird diesen Film lieben. Wer die Serie hasste, wird diesen Film hassen. Mehr braucht man nicht über diesen Film zu wissen.

Habe das schlimmste erwartet und bin überrascht worden. Ich habe den Film meiner Frau zuliebe mitangeschaut (Serie nie gesehen) und wurde sogar ganz gut unterhalten. Mein Fazit: ein für Männer erträglicher Frauenfilm.
Ich werde allerdings nie verstehen warum Frauen soviel Geld für kotzhässliche Taschen ausgeben...

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