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Roter Drache

Roter Drache
horror-thriller , usa 2002
original
red dragon
regie
brett ratner
drehbuch
ted tally
cast
edward norton,
anthony hopkins,
ralph fiennes,
emily watson,
harvey keitel, u.a.
spielzeit
124 Minuten
kinostart
31. Oktober 2002
homepage
bewertung

7 von 10 Augen

 

Einige Jahre nachdem er den berüchtigten Serienmörder, Starpsychologen und Feinschmecker Hannibal Lecter alias Hannibal the Cannibal (Anthony Hopkins) überführt hat und dabei selber schwer verletzt wurde, lebt der ehemalige FBI-Profiler Will Graham (Edward Norton) zurückgezogen mit seiner Frau und seinem Sohn an der Küste Floridas. Als allerdings zwei Familien einem neuen Serienkiller (Ralph Fiennes) zum Opfer fallen, überredet sein ehemaliger Vorgesetzter Jack Crawford (Harvey Keitel) den zögernden Graham, Lecter in seiner Hochsicherheitszelle aufzusuchen. Dieser hat Graham nämlich schon vor seiner Festnahme bei psychologischen Gutachten von Serientätern geholfen und seine Position gleichzeitig dazu genutzt, die Ermittlungen in seinem Fall zu sabotieren. Lecter wiederum sieht in Grahams Hilfegesuch die perfekte Möglichkeit, sich für seine Festnahme zu rächen und beginnt ebenfalls ein psychologisches Katz-und-Maus-Spiel.
"Red Dragon" ist bereits die vierte Verfilmung eines Romans mit dem charismatischen Kannibalen Lecter (wenn hier auch eher in einer Nebenrolle), stellt chronologisch den ersten Teil in Thomas Harris' Romantrilogie dar und ist nach "Blutmond" ("Manhunter", USA 1986) von Michael Mann die zweite Filmversion der Vorlage. Wenn diese Grundvoraussetzungen noch nicht "Ripp-Off!" und "Geldmache!" schreien, dann macht das spätestens das schäbige Déjà-vu-Erlebnis von einem Kinotrailer. Selbiger vermittelt dem überdrüssigen Zuschauer nämlich den Eindruck, als hätte das Studio einfach sämtliche Anthony Hopkins-Szenen aus "Das Schweigen der Lämmer" genommen und Jodie Foster dabei digital durch Edward Norton ersetzt. Und mal ehrlich: Wer hat eigentlich nach dem inhaltslosen und hoffnungslos über-ästhetisierten Kannibalenschmaus "Hannibal" noch auf einen weiteren Lecter-Film gehofft?
Um so überraschender ist es, dass "Red Dragon" ein über weite Strecken gelungener Thriller geworden ist. Sowohl Drehbuchautor Ted Tally als auch Regisseur Brett Ratner ("Rush Hour") haben erkannt, dass es nicht mehr ausreicht, einen irre dreinblickenden Anthony Hopkins vermeintlich tiefgehende Monologe über Ethik und die Nouvelle Cousine aufsagen zu lassen, um die Zuschauer zu fesseln, zumal Sir Hopkins der Rolle auch ein wenig überdrüssig zu sein scheint. Sein Spiel wirkt manchmal ein wenig zu routiniert und hohl. Stellenweise fehlt ihm einfach die schauspielerische Präsenz, die "Das Schweigen der Lämmer" zu einem solchen Genre-Klassiker gemacht hat, denn trotz all seiner Schandtaten will man Hannibal the Cannibal irgendwie nichts wirklich Böses mehr zutrauen und belächelt seine mephistolischen Ausfälle eher, als dass man sich vor ihnen fürchtet. Ob man dafür jetzt Hopkins' Ermüdungserscheinungen verantwortlich machen soll oder die Tatsache, dass Ridley Scotts Vorgängerfilm "Hannibal" durch seine beinahe satirische Figurenüberzeichnung den Charakter endgültig entmystifiziert hat, bleibt offen.
Im Gegensatz zu "Hannibal" ist Lecter in "Red Dragon" aber nur noch eine Nebenfigur in dem eigentlichen Psychoduell zwischen Edward Norton und Ralph Fiennes. Zugegeben, Fiennes verleiht dem abgegriffenen Ed Gein/Norman Bates-Archetypen vom misshandelten Muttersöhnchen auch kein neues Gesicht, sein nuanciertes Spiel und seine physisch beeindruckende Ausstrahlung machen ihn aber trotzdem zu einer funktionierenden Figur. Besonders in den Szenen mit Emily Watson ("Hilary and Jackie") als seine blinde Freundin Reba gelingt es ihm, die dunklen und verletzlichen Seiten seines Charakters so gut auszubalancieren, dass der Zuschauer gespannt der Entwicklung dieser ungewöhnlichen Beziehung folgt.
Dass Edward Norton zu den besten Darstellern seiner Generation gehört, steht außer Frage. Dass er in der Rolle des verängstigten Profilers Will Graham schlichtweg unterfordert wird, leider auch. Zumal die Figur im Gegensatz zu Michael Manns Version doch arg glatt gebügelt wurde. War die Ähnlichkeit zwischen Graham und den Serienkillern, in deren Köpfe er sich so gut versetzen kann, noch eines der Leitmotive in "Blutmond", beschränkt man sich in "Red Dragon" lediglich auf die eine oder andere Anspielung in diese Richtung.
Diese vermeintlichen Schwächen von "Red Dragon" sind allerdings eher auf die hochgesteckten Erwartungen zurückzuführen, welche die namhafte Besetzungsliste mit sich bringt, als auf die eigentliche Qualität des Films, denn objektiv betrachtet ist "Red Dragon" ein sehr guter Thriller geworden, der genügend Spannung bietet, um auf einer Länge von über zwei Stunden hervorragend zu unterhalten. Das erzählerische Tempo ist hoch, die Atmosphäre ist dank der guten Kameraarbeit dicht, und abgesehen von ein paar überstrapazierten Klischees gibt es auch nicht viel am Drehbuch auszusetzen. Die Darsteller bleiben zwar hinter den Erwartungen zurück, haben aber immer noch genug Zugkraft, um dem Film die nötige schauspielerische Stärke zu verleihen.
Um es auf den Punkt zu bringen: "Red Dragon" ist trotz der Besetzung weder "Das Schweigen der Lämmer" noch "Sieben" und wird dem Serienkiller-Film auch keine Renaissance bescheren, besser als "Hannibal" und die Mehrzahl der Genrestreifen ist der Film aber allemal.
Jan Kucharzewski

10

ein klasse Nachfolger zu schweigen der Lämmer , genauso genial.

10

Ich hab mir in die hose geschissen ...
Echt genial aber nichts für schwache nerven
Das Ende ist der beste Part des Films , weil der Zuschauer nicht damit rechnet.

TOP FILM

9

ich gebe nur 9/10 da ich den anfang nicht gesehen habe,aber ich fand den film genial, habe ja leider den anfang verpasst. dafür könnte ich mich jtz erwürgen... aber naja das lässt sich ja nicht ändern. Ich fand den film klasse auch wenn ich ihn eig nicht hätte sehn dürfen^^
kann ihn nur empfehlen
PS: kaufe mir jtz auch das buch, da ich unbedingt den anfang wissen will.
Echt spitze!

10

sry, aber mehr als perfekt geht nicht

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