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Poltergeist

Poltergeist
horror , usa 2015
original
poltergeist
regie
gil kenan
drehbuch
david lindsay-abaire
cast
sam rockwell,
rosemarie dewitt,
kyle catlett,
jared harris,
kennedi clements, u.a.
spielzeit
94 Minuten
kinostart
28. Mai 2015
homepage
http://www.foxmovies.com/movies/poltergeist
bewertung

5 von 10 Augen

poltergeist 1Die Familie von Eric Bowen (Sam Rockwell) zieht nicht ganz freiwillig sondern eher aus finanzieller Not in die Neubausiedlung am Rande der Stadt. Auch die Kinder fühlen sich dort nicht wirklich wohl, was sich noch verstärkt als sich die merkwürdigen Vorkommnisse häufen. Ein elektrischer Kleiderschrank, gruselige Puppen, die vom Dachboden purzeln und ein unsichtbarer Mitbewohner, den nur die kleine Madison wahrnimmt. Die scheint dann auch besonders empfänglich für die übernatürlichen Signale, kommuniziert schließlich mit den unbekannten Wesen über einen flimmernden Fernseher und verkündet „Sie sind hier“. Was ihre Eltern zunächst nicht wirklich ernst nehmen, entwickelt sich dann aber zu einem echten Schrecken.
 

poltergeist 2Als Steven Spielberg im Jahr 1982 sein Meisterstück „E.T.“ drehte, entstand zeitgleich am selben Drehort auch noch der Film „Poltergeist“, bei dem nie ganz geklärt wurde inwieweit der offiziell nur als Produzent fungierende Spielberg auch dort für die Regie verantwortlich zeichnete, welche den Credits nach aber Tobe „Kettensägen-Massaker“ Hooper führte. Die Art der Inszenierung sowie die eher zurückhaltenden Horrorelemente trugen dabei eher die Handschrift Spielbergs, auf jeden Fall entwickelte sich aber auch „Poltergeist“ zu einem großen Kassenerfolg. Und weil nach mehr als dreißig Jahren auch der heiligste Genre-Klassiker einfach fällig fürs Remake ist, serviert man uns nun also eine moderne Version des Stoffes. Die sieht dann so aus, dass man im Großen und Ganzen dem bekannten Handlungsverlauf folgt und die Poltergeister die gleichen Streiche spielen lässt, das alles aber natürlich ein wenig aufgepeppt mit den Möglichkeiten aktueller Tricktechnik.

poltergeist 3Allerdings ist die neue Fassung aber auch fast eine halbe Stunde kürzer geraten und das liegt daran, dass man weit weniger subtil vorgeht was den Spannungsaufbau angeht. Geriet der im Original noch bewusst langsam, um den schleichenden Einbruch des Übernatürlichen spürbar zu machen, so dauert es hier nur wenige Minuten bis es mit den mehr oder weniger fiesen Attacken in die Vollen geht. Offensichtlich traut man dem angepeilten Publikum von heute das entsprechende Sitzfleisch und die Geduld nicht mehr zu, was aber leider auf Kosten der Wirkung geht. Denn die kann bei Charakteren, die man nur wenige Minuten lang kennenlernen konnte, naturgemäß nicht allzu stark ausfallen, selbst wenn denen dann im Verlauf das gleiche Schicksal blüht. So besteht zwar nie die Gefahr von Langatmigkeit, angesichts der kurz-knackigen Laufzeit aber eben auch kaum die Möglichkeit sich emotional stärker zu involvieren.

poltergeist 4Überrascht (oder sogar enttäuscht) dürfte das mit der Geschichte bisher nicht vertraute Publikum aber eventuell auch vom geringen Bodycount des Films sein, von Gore- oder Splattereffekten wollen wir hier gar nicht erst reden. Denn merke: Poltergeister erschrecken nur, gelegentlich entführen sie auch mal jemanden, aber sie töten halt nicht. Da ist man heute schon Anderes gewohnt, aber das  „Zehn kleine Monsteropfer“-Prinzip gilt hier eben mal nicht, was andererseits ja auch mal ganz erholsam ist. Insgesamt bietet der neue „Poltergeist“ daher das, was man als „soliden Grusel“ bezeichnen kann und besitzt mit Sam Rockwell einen fürs Genre überdurchschnittlich glaubwürdig agierenden Hauptdarsteller. Auch die Kinderdarsteller können überzeugen, was in diesem Fall kein unwichtiger Aspekt ist. Von dem berühmt-berüchtigten „Poltergeist“-Fluch, der Verschwörungstheorien zufolge für den Tod gleich mehrerer Schauspieler des Originalfilms kurz nach dessen Entstehung verantwortlich ist (darunter auch den der gerade mal 12-jährigen Heather O`Rourke), mögen sie nicht nur deshalb möglichst verschont bleiben.

Volker Robrahn

Guten Abend liebe

3

Guten Abend liebe Filmfreunde,
komme gerade aus der Spätvorstellung und muss euch sagen: Naja! Das gruseligste war ein Eichhörnchen, welches unerwartet aus einer Ecke springt, kein Scherz, leider!

Ich kenne das Original (noch) nicht, aber es ist sicher besser als dieser *Gähn* Horrorfilm.
Auch die dummen Sprüche nerven, müsste doch die Familie stark traumatisiert sein von den ständigen Spuk-Attacken.

Doch leider agieren Sie sehr hölzern und man merkt, dass viel Grusel erst im Nachhinein digital eingefügt wurde. Die Bilder aus der "Zwischenwelt" sind Oberklasse, doch machen max. 1% des Films aus. Wüsste niemanden über 10 Jahren, der sich beim Rest gruseln würde.

Das Ende ist sehr reudig - so als hätten sich die Familienmitglieder einen Witz über den Poltergeist erzählt fahren sie lachend davon, naja! Starke Enttäuschung - ehrlich!

Mir hat viel besser gefallen: The Conjuring! Ähnliche Story, dennoch um einiges "ernster" und verstörender als der neue Poltergeist.

Nun ja, sooooo schlecht wie

6

Nun ja, sooooo schlecht wie er gerne geredet wird, ist der neue Poltergeist nun auch wieder nicht. Es besteht natürlich kein Zweifel daran, dass das Original von 1982 um Längen besser ist, was schauspielerische Leistung, Soundtrack, Atmosphäre, Spannung und Emotionalität betrifft. Aber man merkt dem Reboot, welches übrigens in einigen Szenen fast wie eine 1:1-Kopie des Originals daherkommt, an, dass man zumindest versucht hat, den "Geist" des genialen und immer noch unerreichten Originals, einzufangen.

Es handelt sich hierbei um eine modernisierte, gestraffte und glatt gebügelte Version von Poltergeist, die es zwar nie schafft, die Spannung und den Schrecken des Originals zu erzeugen, aber trotzdem ziemlich unterhaltsam ist, wozu auch die sparsam eingesetzten aber gelungenen Special-Effects beitragen.

Zum Ende hin wirkt der Film dann etwas gehetzt. Wo das Finale 1982 noch sehr ausufernd inszeniert wurde, wirkt es hier leider extremst gekürzt, was den eigentlich guten Gesamteindruck etwas schmälert. Auch das Gelächter der Familie am Schluss im Auto wirkt etwas deplatziert. Man sollte dieses Remake allerdings mal mit anderen vergleichen, die MEGA gescheitert sind, wie z.B. A Nightmare on Elm Street oder Fright Night. Im Vergleich dazu schneidet der neue Poltergeist gar nicht mal so schlecht ab.

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