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Polly Blue Eyes

Polly Blue Eyes
komödie , deutschland 2005
original
regie
tomy wigand
drehbuch
boris naujoks, kevin laudenbach
cast
matthias schweighöfer,
meret becker,
ulrich noethen,
susanne borgmann, u.a.
spielzeit
101 Minuten
kinostart
3. November 2005
homepage
bewertung

7 von 10 Augen

 

"Polly Blue Eyes" beweist, dass man in einem deutschen Film Spaß haben kann, auch wenn die Geschichte kaum Sinn macht. Tomy Wigand ("Das Fliegende Klassenzimmer", "Fußball ist unser Leben") führte Regie bei diesem Storybrei, an dem ein Haufen Köche beteiligt war, der aber trotzdem nicht sauer aufstößt.

Polly (Susanne Bormann, "Liegen lernen") ist frisch aus dem Knast entlassen und will mit ihrem "Ersparten" ein neues Leben beginnen. Der erste Zwischenstopp auf dem Weg in die Normalität ist der neue Job: Hier kommt nur die ultimative Fast-Food-Kette "Cheops" in Frage, von der aus Polly auch noch einen neuen Freund (dummerweise Polizist) und eine Wohnung ergattert. Das Leben könnte so schön sein, gäbe es da nicht ihre durchgeknallte Loser-Kleinkriminellen-Familie und den Imbissbudenganoven Ronnie (Matthias Schweighöfer, "Kammerflimmern", "Soloalbum"), der Polly unbedingt ins Bett und in die nächste Straftat führen will.

Gleich vier Drehbuchschreiber warfen hier einen Haufen guter (und weniger guter) Ideen zusammen, die den Zuschauer zwar oft auflachen lassen, dafür in der Gesamtmixtur aber nur als wirre und konfuse Geschichte rüberkommen, die auch eher unpassend endet. Ist das hier ein Drama, eine Komödie, ein Gangsterfilm oder eine Lovestory? Geht es um eine Frau zwischen zwei Männern oder um eine Tochter, die sich von ihrer kriminellen Familie emanzipieren will? Ehrlich gesagt: keine Ahnung.

Dafür sind die Schauspieler großartig in ihren bizarren Rollen: Die Gangster-Emanze Polly, der schmierige Ronnie, das dumme Blondchen, der Verlierer-Vater, die Schlampen-Schwester und die dauerbesoffene Mutter sind einfach köstlich. Besonders Ulrich Noethen ("Bibi Blocksberg", "Der Untergang") ist einfach wunderbar in der Vater-Rolle. Der nette Polizist und Polly-Freund Stefan hingegen bleibt sehr farblos und passt nicht wirklich zum Rest der Chaos-Truppe, womit er symptomatisch für den ganzen Film steht: Alle schrägen und skurrilen Situationen sind köstlich, während alles, was realistisch gemeint ist (wie eben auch Stefan, der nette Polizist), daneben verblasst und unpassend erscheint.

Doch wenn Schweighöfer mit Harald Juhnkes Paradenummer "Barfuß oder Lackschuh" auftritt oder Polly den Filialleiter im Bewerbungsgespräch bei Cheops mit einem Vortrag verzaubert, der wirkt wie amerikanische Reden zum Unabhängigkeitstag, dann weiß man, warum man in diesem Film ist: Für die kleinen, wundervollen Momente, die dem Storybrei seine wahre Würze verleihen. Hinzu kommen die Kameraperspektiven und filmischen Spielchen, die "Polly Blue Eyes" zu einer visuellen Karussellfahrt machen, wie wir sie seit einer ganzen Weile nicht mehr gesehen haben.

"Polly Blue Eyes" ist zwar kein Film, bei dem man hinterher intellektuell angehaucht über den Sinn des Universums palavern kann, dafür aber junges schräges flottes Spaßkino, welches eine willkommene Abwechslung zur üblichen Tristesse bierernster deutscher Filme bietet.

Margarete Semenowicz

Der Film ist der absolute Hammer ... Klasse Story mit hervorragender Milieu Studie und erstklassigem Nachwuchsschauspielern.. der Film macht einfach nur Spaß, der Zuschauer wird aufgesogen in die Story und weiß eigentlich zu keiner Zeit was als nächstes geschehen wird.
Die Schauspielerische Leistung von Susanne Bormann ( Polly ) und Mathias Schweighöfer ( Ronny ) erheben den Film zum absoluten Kultstreifen. Wieder mal ein deutscher Film der richtig Spaß macht und es mächtig krachen lässt. Einfach Super bitte mehr davon :-)
Ein Film mit vollen 101Min. der es in sich hat und zu keiner Zeit langeweile aufkommen lässt .... :-)

8

sehr guter film, das is ma innovation!

so gut fand ich den jetzt auch nicht, trotz einiger meiner lieblingsschauspieler, aber mitten im film rauszugehen, wie hier jemand schreibt..das findich arg peinlich... würd ich nie bringen, egal wie schlecht ein film ist, man bezahlt doch dafür, dann kann man sichs wenigstens bis zum ende anschauen...

1

Das Geld zur Herstellung des Filmes war es nicht wert!
Wer den Film gut findet hat wenig Verstand!
Der Ronny springt auf dem am Boden liegenden Jungen herum, das ist brutale Gewalt. Wer darüber lacht sollte in den Spiegel schauen, ob sein Brustkasten 70 kg ( Gewicht von Ronny ) aus 30 cm Höhe aushält!
Ronny erwürgt fast den Vater, dito, nackte Gewalt, aber ist doch nur Fun.
Da steht das GSG 9 im Zimmer, es wird geballert, keiner trifft Polly, sie schwebt dahin.
Ich nehme an, das die GSG 9 das Problem exakt beendet hätte, aber es war doch nur Spaß.
Mutter und Vater klauen das Geld und hauen ab, oay.
Aber wieso schmeissen die denn das Geld herum, wo es doch gebündelt war?

Noch einmal schade um das Geld, dabei wäre es eine Lovestory hoch 3; Polly und der junge Polizist.
Aber das ist ja nicht cool genug.

8

Ich ha den Film gestern zum ersten mal auf arte gecshaut und war schwer beeindruckt von der Masse an guten Schauspielern! Matthias ist unglaublich eindrucksvoll wie er versucht die Familie in seine Pläne einzuspinnen. Auch wenn einige Situationen kleine Fehler besitzen, wie die Geldbündel,... doch solche Fehler gibt es auch in den ganzen Riesen Produktionen bei Hollywood und Co und wem das da nicht auffällt ist selbst schuld!

Zudem finde ich auch Stefan unglaublich gut in seiner Rolle ich habe ihn schon in vielen von diesen Pro sieben Teenie Filmen gesehn aber in dieser Rolle hat er gezeigt das er doch schauspielern kann!

Zu Polly möchte ich sagen das der Film zeigt wie verzweifelt dieses Mädechen eignetlich ist! Sie kommt aus dem Knast ihre Eltern haben ihr Geld geklaut! Sie ist seit 2 Jahren endlich in Freiheit und hat auf ein besseres Leben gehofft, doch stattdessen will ihre Familie wieder scheiße bauen um das geld ihr zurück zu zahlen.Den Polizist findet sie zwar anziehend doch er bedrängt sie mit seiner Nähe, so auch Ronny! Dieser versucht sie völlig in seinen Bann zu ziehen! Und schwupps ohne das sie sich versieht ziehen und zerren alle an ihr, machen ihr kaputt was sie sich neu aufgebaut hat! Ich finde diesen Film nicht wirklich komisch, ich würde ihn aber auch nicht unbedingt als tragisch bezeichnen. Das Ende ist genau richtig eine Lovestory mit Stefan wäre zu vorhergesehen! Ich finde es das ist ein Film der eher einen künstlerischen aspekt verdient als in irgendeine schublade von A wie Action bis T wie Tragisch eingestuft wird!

Alles Liebe

1

Schade! Es hätte eine nette Gaunerkomödie werden können. Gute Schauspieler, nette Filmmusik.
Aber leider ist der Film völlig konfus geworden. Die Bilder erinnern teilweise an belanglose Musikvideos.
Das alles wäre ja noch okay. Aber durch die sinnlosen Gewaltszenen vergeht einem bei dieser "Komödie" wirklich das Lachen.
Fazit: Leider nicht empfehlenswert!

1

Gehört wohl zum Furchtbarsten, was unter dem Titel "Deutscher Film" groß vermarktet wurde. Sinnfreie bis nicht vorhandene Story, Schauspieler, die - obwohl mir in ANDEREN Filmen eigentlich hochsympathisch - in mir nach zehn Minuten den Wunsch geweckt haben, sie alle reihum zu verprügeln. Allen voran "Ronnie", einen Charakter, so brutal, unsympatisch und gefühlskalt, dass man sich denkt: Zum aufhängen ist das Seil zu schade. Das Hält die tapfere Filmprotagonistin natürlich nicht davon ab, trotzdem mit ihm rumzusexeln...
Ergänzt durch einen Jungpolizisten, den man klischeehafter nicht hätte zeichnen können und Abziehbildchen von Möchtegern-Mafiosi.
Die Gewaltszenen sind genauso sinnlos wie übel ... vielleicht wollte man absichtlich überzeichnen, um parodierend zu wirken, das wurde aber verfehlt. Da hätte man sich bei "Herr Lehmann" abschauen können, wie das geht.
Zusammengekleistert werden die Nonsens-Szenen dieses Machwerks durch einige künsterlisch wertvolle (/Ironie) Zeitrafferaufnahmen und Essay-Cuts, die aber rein additiv wirken und keinerlei Zweck erfüllen.
Ich habe mir dieses Streifen nur bis zu seinem unfassbaren Idiotenende angetan, weil ich nicht glauben konnte, dass man so ein affektiertes Quatschgehabe bis zum Ende durchhält.

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