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Planet der Affen - Revolution

Planet der Affen - Revolution
science fiction , usa 2014
original
dawn of the planet of the apes
regie
matt reeves
drehbuch
mark bomback, rick jaffa, amanda silver
cast
andy serkis,
jason clarke,
gary oldman,
keri russell,
kodi smit-mcphee,
toby kebbell, u.a.
spielzeit
131 Minuten
kinostart
7. August 2014
homepage
http://www.planetderaffen-revolution.de/
bewertung

8 von 10 Augen

Manchmal kommt ein Film ganz ungewollt genau zur richtigen Zeit. „Planet der Affen - Revolution“, das Sequel zu „Prevolution“, war bei seiner Ankündigung Ende 2011 sicherlich nicht als Statement zum Nahostkonflikt gedacht. Doch jetzt, wo radikale Palästinenser und israelisches Militär unbeirrt aufeinander losgehen, kommt man kaum umhin, Matt Reeves' Film über eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen Affen und Menschen auf die aktuelle Weltpolitik zu übertragen.

„Revolution“ setzt 15 Jahre nach den Ereignissen seines Vorgängers ein, als die Affen dank medizinischer Experimente eine enorme Intelligenz entwickeln konnten und sich in einen Wald nahe San Francisco zurückzogen. Fast die komplette Menschheit wurde mittlerweile von einem den Experimenten entsprungenen Virus dahingerafft; nur die wenigen, die immun dagegen sind, konnten überleben. In San Francisco haben sich einige Hundert von ihnen in einem von großen Schutzanlagen umgebenen Turm eingenistet.
Das erste Aufeinandertreffen zwischen Mensch und Affe seit mehr als einem Jahrzehnt endet tödlich. Affenchef Caesar (Andy Serkis) macht den Menschen daraufhin klar, dass sie beim nächsten Betreten des Waldes getötet werden. Dies lässt sich aus deren Sicht jedoch nicht vermeiden, da sich dort ein Wasserkraftwerk befindet, das sie wieder in Betrieb nehmen möchten. Malcolm (Jason Clarke), einer der menschlichen Anführer, kann Caesar davon überzeugen, sie einige Tage gewähren zu lassen. Doch das Vertrauensverhältnis bleibt instabil. Als im Lager der Affen ein Anschlag verübt wird, kommt es schließlich zur blutigen Konfrontation.

Die (fast vollständige) Abwesenheit von James Franco, Freida Pinto und der meisten anderen Darstellern aus dem ersten Teil ist nur der offensichtlichste Unterschied zwischen „Revolution“ und „Prevolution“ (oder um auch mal die weniger bekloppten Originaltitel zu nennen: zwischen „Dawn of the Planet of the Apes“ und „Rise...“). Auch atmosphärisch und dramaturgisch liegen Welten zwischen beiden Filmen. Während der Vorgänger vorrangig in Wohnungen, Labors und einem Affenhaus spielte und es erst ganz am Ende zur einzigen nennenswerten Auseinandersetzung kam, verlagert sich das Geschehen im aktuellen Teil nun in Wald und Stadt. Die gesamte Handlung ist grundsätzlich von einem schwelenden Konflikt, von Misstrauen, von jederzeit möglichem Krieg geprägt. Genau genommen ist „Revolution“ ein Kriegsfilm, dem man guten Gewissens ein „Anti-“ davor setzen darf.

Wie wenig von Nöten ist, um blitzschnell an einer Eskalationsschraube zu drehen, das zeigen Regisseur Reeves, der Rupert Wyatt folgte, und die drei Drehbuchautoren auf für Hollywoodverhältnisse sehr präzise und beklemmende Art und Weise. Dabei ist das Menschenbild, welches sich auch auf die zunehmend vermenschlichten Affen übertragen lässt, eigentlich grundsätzlich ein positives. Frei nach Mandelas wohl berühmtestem Zitat ist Liebe – und damit verknüpft Zuneigung und Verständnis – hier das natürliche Empfinden im Umgang miteinander. Am Ergreifendsten zeigt sich das in einer Szene, in der ein Affenbaby die zentrale Rolle spielt. Doch zeigt der Ausgang der selben Szene auch, dass das Bild von Gesellschaften als Ganzes hier ein klar negatives ist. Mögen die Scharfmacher und die Hasserfüllten auch deutlich in der Minderheit sein, in diesem Film wie auch häufig in der Realität reicht es schon aus, wenn sie mit ihren Aktionen in Erscheinung treten, um Konflikte rasend schnell gewaltsam zu verschärfen. Und wenn auf jede Aktion dann eine umso härtere Reaktion folgt, ist Frieden kaum noch möglich. Auch das zeigt die Realität leider gerade eindrucksvoll.
Diese Dimension macht „Revolution“ zu einem ungewöhnlich düsteren, ernsthaften und pessimistischen Blockbuster. Sehenswert ist er aber nicht nur allein deswegen, sondern im wahrsten Sinne des Wortes vor allem auch wegen seiner überragenden Spezialeffekte, die im kommenden Jahr nach den Regeln der Vernunft eine Oscar-Prämierung erlangen sollten. Die tierischen Protagonisten dieses Films sind eine tricktechnische Meisterleistung und nicht mehr als Ergebnis von Computerarbeit zu erkennen. Diese Affen, die kommunizieren, springen und kämpfen, wirken täuschend echt. Überhaupt ist „Revolution“ visuell ein großer Genuss, der von zahlreichen starken symbolhaften Einstellungen und Bildern geprägt ist.

Dem gegenüber stehen aber leider einige deutliche Schwächen: etwa ein blasser menschlicher Hauptdarsteller oder eine Story, die es sich an manchen Punkten zu einfach macht, um die gewünschten Wendungen nehmen zu können. Besonders ärgerlich ist jedoch etwas anderes: Da erweist sich „Planet der Affen - Revolution“ über weite Strecken als kluges Plädoyer für ein friedliches Zusammenleben aller Bewohner der Erde und bedient an einigen Stellen dann aber doch die typischen amerikanischen Rachegelüste. Besonders unappetitlich wird es dann, wenn die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe über die Angemessenheit der Todesstrafe entscheiden darf. Trotz dieses faden Beigeschmacks ist „Revolution“ jedoch ein weiterer starker Blockbuster in einem diesbezüglich bemerkenswerten Jahrgang.

René Loch

Mal abgesehen von der

Mal abgesehen von der hanebüchenen Ausgangssituation(es gibt nicht mal mehr 100.000 affen auf diesem planeten im vergleich zu 7 Milliarden menschen und Pandemien laufen so nicht ab), will ich den Film unbedingt sehen
Gut es ist Science Fiction^^

danke für Rezension, macht Lust auf mehr

Im Blockbuster-Jahrgang 2014

Im Blockbuster-Jahrgang 2014 kann man außerdem lernen daß Transformer auf Robo-Dinosauriern reiten und Schwerter schwingen, während Chimpansen auf Pferden AK-47s in die Höhe recken!

- der Bildung ist mal wieder genügegetan.

;)

@Im Blockbuster-Jahrgang

@Im Blockbuster-Jahrgang 2014

Schmipanse schreibt man immernoch mit S C H und der Menschenaffe auf dem Cover hält keine AK47 in die Luft...(wohl eher ein M-16 Derivat)
Wer sich solche Filme anschaut muss vorher wissen das Bildung und Hollywood niemals auch nur ansatzweise zusammen gehen!

Hier wird ernsthaft über

Hier wird ernsthaft über Realismus in einem amerikanischen
Sci-Fi diskutiert ? ^^

Teil 1 war extrem gut (Unterhaltung UND wir Menschen haben
mal den Spiegel vor die Nase gehalten bekommen)

Teil 2 scheint mir da ein wenig zu "verkopft" geworden zu sein.

Mal sehen, was wirklich draus gemacht wurde.

Das stimmt. Bei der

Das stimmt. Bei der realistischen ausgangssituation beider Filme, ist das echt ein Fehler den sie gemacht haben x-D

Ich glaube, es gibt 2

5

Ich glaube, es gibt 2 Versionen des Filmes.

In meiner wurde die Logik und (Ja) der Realismus mit
Füßen getreten. Ja, es ist Fiktion. Aber in welcher
Welt lernen Affen in 30 Sekunden die Benutzung von
Automatikwaffen, treffen damit besser als jeder Mensch
der damit geübt hat (und das noch beidhändig auf einem
Pferd).
Und warum hat jede Waffe unendlich Munition.

Warum hatte jede Gruppe ihren "Bösen" und die "guten"
halten den Mund. Selbst wenn man mit einem Satz die
Situation klären könnte ?
Warum gibt es nur diese eine Stromquelle und warum ist
alles verrottet, tausende umgefallene Bäume aber die
EINE Stromleitung hält Jahrzehnte stand. Und das in den
USA. Jeder der dort schon mal war, weiß was ich meine. ^^

Warum sehen die Affen die Lichter der Stadt erst, als der
Damm funktioniert ? Haben die mit den Dieselgeneratoren
vorher Nachts das Licht ausgemacht ? Und der Funk ging
auch erst, als das Wasserkraftwerk lief...

Das waren nur die schlimmsten Schnitzer in einem Kriegsfilm
der überflüssigen Art.

Er kann durchaus unterhalten, man sollte nur vorher das Hirn
an der Kasse abgeben.

@hermse Du hast recht... aber

@hermse
Du hast recht... aber lach doch mal! (Ich fand das jedenfalls ziemlich amüsant. Vielleicht macht jemand mal den passenden Film dazu "Schimpansen gegen Roboter 2000" oder sowas - mit Pferden und Dinosauriern!
:o)

Angriff der Killerschimpansen

7

Angriff der Killerschimpansen sollte es wohl heißen (Attack of the Ripper-Apes)... vielleicht im nächsten Teil, der ist sicher vorprogrammiert... :-)

"Dawn of the Planet of Apes" - der Originaltitel ist wesentlich besser - war auf jeden Fall ein Genuss hinsichtlich der Darstellung der CGI-Affen: Mimik, Gestiken, Details, alles Top.
Abzüge gibt es nur wegen der vorhersehbaren Story und dem laschen Gutmenschen-Hauptdarsteller.

Persönlich am besten dargestellt fand ich den (Spoiler) "bösen" Affen Koba - böse dann aber nur in Anführungsstrichen, denn aufgrund seiner Historie, konnte er wohl nicht anders...
Aber trotzdem - ein interessanter Spiegel unserer Gesellschaftsstrukturen, reduziert auf das wesentliche.

Ich fand schon den ersten

10

Ich fand schon den ersten teil TOP und zum glück ging beim 2ten nix schief, wie bei den alten teilen mit Charlton Heston, wo ich nur den ersten teil gut fand und der rest total schwachsinnig wurde !
Zum glück sind diese beiden jetzigen teile wirklich sehenswert ! Das Affen ständig mit der Waffe getroffen haben hab ich nicht gesehen, sonst "achtung spoiler" wäre Ceasar wohl tot gewesen . Daneben haben die ja deswegen die Stromleitung wieder instand gesetzt eben weil sie benötigt wurde. Mir erschleicht sich jedoch nicht der Sinn darin damit nur die Funkanlage betreiben zu wollen, dafür hätte es doch sicherlich eine funktionierende Solaranlage auch getan ?! Wie dem auch sei, die Logigfehler sind mir vollkommen egal, allein das wesentlich im Film hat mir sehr gut gefallen, von daher von mir volle breitseite mit 10 Augen und mehr folgen wie es mit der Serie weiter geht . Bin ein Fan von diesem Affentheater und hoffe auf möglichst viele weitere Fortsetzungen !!!

Die DVD ist auf jedenfall gekauft ;)

Ich fand den Film verdammt

4

Ich fand den Film verdammt langweilig.Klar super Effekte aber sonst eher lahm.Werde mir keinen weiteren Teil anschauen.

Bin bis auf die seltsame

8

Bin bis auf die seltsame Einleitung, voll einverstanden mit der Rezension. Allergings gefiel der Film von unserer Gruppe von 5 Leuten nur zweien, einer fand ihn OK, drei (die Mädels) doof.

Eine Bitte noch, die ich nicht müde werde zu äußern: Leute lasst doch das flaming anderer Posts! Ihr beschädigt diese Plattform, denn manchmal macht das Lesen der Kommentare einfach keinen Spaß mehr!

Langweilig? Hmmm, ja wie soll

5

Langweilig? Hmmm, ja wie soll ich sagen: ich fand den Film eher larm als packend.
Das ewige Gegrunze erinnerte mich an den letzten Zoobesuch und nicht an einen tollen Kinoabend.
Hatte Mehr erwartet und wenig bekommen.
Die Effekte waren ganz ok - aber mehr auch nicht.
Ich werde natürlich noch die anderen Teile ansehen.
Aber meine Erwartung wird dieses Mal nicht so hoch sein.

Hätte mir eine bessere Besetzung gewünscht: Komischener Gorden passte ja mal gar nicht und dieser NO-Name-Guy langweilte mich schon nach wenigen Minuten.

Eine eher mittelprächtige

5

Eine eher mittelprächtige Fortsetzung des gelungenen 1. Teils. Die ersten Filmminuten sind spektakulär in Szene gesetzt, danach folgt -bis auf die große Finalschlacht- nicht mehr sehr viel. Große Minuspunkte sind die lächerliche Handlung und der absolut blasse Hauptdarsteller Jason Clarke. Kann man nur als DIE Fehlbesetzung schlechthin bezeichnen. Pluspunkte sind die gut animierten Affen und das actionreiche Finale. Muss man nicht unbedingt gesehen haben, Thema relativ verschenkt :/

Geht so. Optisch der

6

Geht so. Optisch der Wahnsinn, vor allem weil sich die Effekte im richtigen Verhältnis in den Film einfügen und die Mimik der Affen beeindruckend gut ist. Jason Clarke als Hauptdarsteller ist leider nicht so doll (dass DER John Connor im neuen Terminator spielen soll...). Die Story ist leider absolut vorhersehbar und gab es in anderer Form schon unzählige Male zu sehen. Sehr schade, es gab zwei Momente, in welchen eine mutige Wendung den Film etwas origineller gemacht hätte. Im Großen und Ganzen okay.

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