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Pan

Pan
fantasy-abenteuer , usa 2015
original
pan
regie
joe wright
drehbuch
jason fuchs
cast
hugh jackman,
garrett hedlund,
rooney mara,
amanda seyfried,
levi miller, u.a.
spielzeit
111 Minuten
kinostart
8. Oktober 2015
homepage
http://www.panmovie.com
bewertung

5 von 10 Augen

pan 1 Der Kinderbuchklassiker von J.M. Barrie reizt immer wieder neue Filmemacher dazu ihre ganz eigene Version von „Peter Pan“ umzusetzen. An die eigentliche Hauptgeschichte traut sich dabei aber kaum jemand ran, seit die Disney Company in den 50er Jahren mit ihrem Zeichentrickfilm für Jahrzehnte den Look und unsere Vorstellung von Nimmerland prägte. Und so steht die mittelmäßig erfolgreiche Realverfilmung von 2003 wie ein Solitär da, während das Universum der Figuren stattdessen lieber in Form von Quasi-Fortsetzungen (Steven Spielbergs „Hook“) oder Hintergrundgeschichten über den Autor Barrie („Wenn Träume fliegen lernen“) weitergesponnen wird. Was so gesehen noch fehlte war die Vorgeschichte, und um die hat sich nun Joe Wright gekümmert. Ein Regisseur, der gerne munter das Genre wechselt, wobei all seine Filme von „Abbitte“ über „Wer ist Hannah?“ und vor allem „Anna Karenina“ einen äußerst opulenten eigenen visuellen Stil gemein haben. Sehr bildgewaltig kommt nun auch sein „Pan“ daher und trumpft durchaus mit der einen oder anderen Szene auf, die auch den Vielseher noch zum Staunen bringt. Abgesehen von den schönen Bildern passt allerdings bei diesem Film leider nicht allzu viel zusammen.
 

pan 2Seine Mutter hat ihn als kleines Baby weggegeben und seitdem fristet der mittlerweile 12jährige Peter (Levi Miller) ein karges und freudloses Dasein in einem unter strengem Regiment geführten Londoner Waisenhaus. Eine Einrichtung, aus der aber immer wieder Kinder spurlos verschwinden, und eines Nachts erfährt Peter am eigenen Leibe warum. Die Besatzung eines gewaltigen fliegenden Piratenschiffs entführt die Kinder, damit sie fortan ein genauso freudloses Dasein in den Minen von Nimmerland führen, über die der Mächtige Piratenkapitän Blackbeard (Hugh Jackman) regiert. Doch im Grunde ist Nimmerland eine ganz wundervolle Welt, deren Bewohner auf die Befreiung vom Joch des Tyrannen hoffen. Ihr Retter könnte tatsächlich Peter sein, denn der entdeckt an sich plötzlich eine Fähigkeit, die ihn zu etwas ganz Besonderem macht: Dieser Junge kann fliegen und weckt dadurch einen Funken der Hoffnung in seinen neuen Gefährten Tiger Lily (Mara Rooney) und James Hook (Garrett Hedlund).

pan 3Eine knappe Viertelstunde dauert es und dann geht so richtig die Post ab in Form des Angriffs der Piraten, die mit ihrem fliegenden Schiff im Anschluss von britischen Militärmaschinen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs durch den Londoner Nachthimmel gejagt werden. Ja, das ist computeranimiert, sieht aber trotzdem toll aus und verleiht dem Betrachter das schöne Gefühl sich endlich mal wieder aus gutem Grund die 3D-Brille aufgesetzt zu haben. Und nach der Ankunft in Nimmerland geht das Staunen auch erst mal weiter, denn dann steht der erste Auftritt von einem mit Mut zur Hässlichkeit unter Tonnen von Make-Up kaum zu erkennenden Hugh Jackman als „Blackbeard“ an. Der schmettert dabei gemeinsam mit seinen willfährigen Untertanen doch tatsächlich – man glaubt seinen Ohren nicht zu trauen – den Refrain von Nirvanas „Smells like Teen Spirit“. Grunge-Rock in Nimmerland, das ist auf jeden Fall mal ein neuer Ansatz. Doch so witzig die Idee ist, steht sie hier als einsamer Gag dieser Art alleine da, ähnliche Momente wird es in der Folge nicht mehr geben und deshalb darf man sich schon fragen, was das dann sollte.

pan 4Überhaupt erreicht der gesamte Film im Verlauf nicht mehr die Wucht dieser so viel versprechenden ersten halben Stunde. Die Handlung wird stattdessen zunehmend verworrener. Zwar dient die Rolle des vermeintlich die Erfüllung einer alten Prophezeiung repräsentierenden Peter als grober Aufhänger für die weitere Geschichte, doch diese besteht dann nur noch aus einen Anhäufung mehr oder weniger gelungener Einzelszenen.

Es gilt die bekannten Elemente wie die „Lost Boys“ und die kämpferische Tiger Lily unterzubringen sowie den bösen Blackbeard zu besiegen. Der wird in der Romanvorlage nur in einem Satz erwähnt und dient hier praktisch als Ersatz für den bekannten Gegenspieler Käpt'n Hook. Der kommt in seiner Hakenlosen-Jugendversion zwar ein wenig rau und egoistisch daher, doch wie er später mal zu dem bekannten Schurken wird kann man sich nach diesem Auftritt kaum vorstellen, und dass es sich um ein und dieselbe Figur handeln soll erfordert trotz einer kleinen Andeutung am Ende mehr Phantasie als selbst Nimmerland bieten kann. Der Feenstaub und das dazugehörige Volk tauchen zwar auf, doch für die eigentlich unverzichtbare Tinkerbell ließ sich dann wohl tatsächlich keine irgendwie sinnvolle Verwendung mehr finden. Ach ja, Endy gibt’s auch nicht und Peter Pan ist hier kein abenteuerlustiger, übermütiger Junge, sondern ein von der Last seiner Verantwortung geradezu erdrückter Zauderer.

Leider wirkt auch das Augenfutter dann irgendwann nicht mehr so gut wie zu Beginn. Der finale Kampf in den Wolken ist erstens so verwirrend inszeniert, dass manchmal kaum nachvollziehbar bleibt wo da gerade was und warum geschieht, und zudem derart lang geraten, dass irgendwann auch die (nun noch viel deutlicher vor einer grünen Studio-Leinwand gedrehte) Action schließlich zu Ermüdungserscheinungen führt. So bleiben am Ende eine Ansammlung netter Einzelideen und ein zeitweilig beeindruckender optischer Augenschmaus, während Geschichte und Figuren jedoch weder fesseln noch begeistern können. Dann vielleicht doch lieber nochmal den schönen alten Disney-Film anschauen?

Volker Robrahn

"Peter Pan" ist einer der

5

"Peter Pan" ist einer der beliebtesten Vorlagen für Kinder. Dementsprechend hoch waren natürlich auch die Erwartung an Joe Right's Neuverfilmung "Pan" über ein geheimnisvoll magisches Land, in dem Kinder nie erwachsen werden und der kleine Peter das Fliegen lernt. Doch diesmal soll es kein einfaches Remake sein, sondern man fängt ganz bei null an, wie alles begann - vor den Geschehnissen rund um "Peter Pan". Hört sich zu schön an, um wahr zu sein? Ist es auch. Dabei hätte es so gut werden können. Der Film beginnt in einem Londoner Waisenhaus während der Kriegszeit. Der junge Peter (Levi Miller) und sein bester Freund finden eines Tages den Brief von Peter's Mutter, in welchem Sie ihm erklärt, dass sie ihn sehr bald wiedersehen will - in dieser Welt oder einer anderen. Dann überschlagen sich die Ereignisse, eines Nachts werden Peter und die anderen Waisenkinder von einem mysteriösen fliegenden Schiff entführt. Die Reise führt sie ins magische Neverland, um dort für den fiesen Piraten Blackbeard (Hugh Jackman) zu arbeiten. Dabei knüpft Peter schnell Bekanntschaft mit Hook (Garrett Hedlund), mit welchem ihm die Flucht aus der Arbeitskolonie gelingt. Sehr bald wird Peter auch klar, dass er kein normaler Junge zu sein scheint, denn ein Stamm aus Eingeborenen verehren ihn als den "Pan", den aus der Prophezeiung bekannten mächtigsten Krieger. Er soll seine Gaben dazu einsetzen, Blackbeard ein für alle mal Einhalt zu gebieten. So viel erst einmal zur Story von "Pan". Der Film präsentiert sich so gut es sich auch anhört allerdings noch lange nicht so, wie man sich das vielleicht vorstellen mag. Die Geschichte mitreißt leider bei diesem Film so gut wie gar nicht und kann sich auch nicht wirklich entscheiden, was für ein Film er sein will - ein Fantasiefilm oder doch eher eine Comedy. Denn schon in den ersten paar Minuten wird man mit Szenen überhäuft, welche abstruser nicht sein könnten und ein lächerlicher Auftritt nach dem anderen erfolgt. Zum Beispiel: Spoiler: Peter findet es unfair, dass sie nichts Leckeres zu essen bekommen, aber er ist sich sicher, dass die fiese Aufseherin alle gute Sachen wegschließt, um die Kinder zu ärgern. Also was macht er und sein bester Freund: Während das Waisenhaus von allerlei Soldaten des Krieges angegriffen wird haben die beiden nichts besseres zu tun, als das Versteck zu finden, sich vollzustopfen und wo auch immer herumzuschnüffeln. Das ist vor allem total unlogisch und passt erst gar nicht irgendwie zusammen. Aber diese Szene hat auch einen Sinn. Sie dient genau dazu, um überhaupt erst einen Grund zu finden, wie Peter zum Brief seiner Mutter gelangt. Außerdem sind die Dialoge stellenweise so dämlich und unpassend platziert, dass man die ganze Situation nicht mehr ernst nehmen kann. Die Effekt- und Animationsqualitäten schwanken während des Film stark hin und her. Manchmal sieht es gut aus manchmal eher nicht, aber was man eindeutig sieht, dass der Film zu 90% vor einer Greenscreenleinwand gedreht wurde. Dabei fallen auch die übermäßig und viel zu bunt aufgezwungenen CGI - Effekte schmerzhaft auf. Hier hätte weniger Wunder bewirkt. Der Soundtrack ist hingegen wirklich gut, nur einzeln etwas aufdringlich und die Szene mit dem Song "Nirvana - Smells like teen spirit" ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten und hätte man sich komplett sparen können. Die Regie ist nur durchschnittlich, man hat oft das Gefühl, dass viele Sachen viel zu gestreckt wurden. Darunter leidet natürlich auch die Handlung, da diese kaum an Fahrt gewinnt und sich eigentlich in nur 3 Abschnitte gliedern lässt: Beginn -->Entführung, Flucht, Kampf<--Ende Da wäre viel mehr möglich gewesen. Was das Drehbuch angeht: totaler Reinfall. Der Aufbau bzw. Stil mag gar nicht zu gefallen und enttäuscht auf ganzer Linie. Es ist schon erschreckend, dass man nur die Kameraarbeit wirklich loben kann, welche beinahe perfekt ist. Aber sie bewegt sich manchmal zu schnell und zu ungenau, um einwandfrei funktioniert zu haben. Bei den Schauspielern sticht ganz klar Hugh Jackman als Blackbeard wirklich gut heraus, bei den anderen sieht es, außer Levi Miller als Peter Pan, ziemlich mies aus. Zu guter letzt noch etwas über die Bauten bzw. Ausstattungen: Die Ausstattung ist schon bemerkenswert, allerdings fallen die Kostüme und Outfits der aller meisten Figuren zu kitchig, zu lächerlich oder zu albern aus, um wirklich mitreißen zu können. Hier auch ein klares - das war nichts. Fazit: Der neue "Peter Pan" ist nicht das was vielleicht viele erwartet haben. Es ist kein guter Film, aber auch kein ganz schlechter. Es ist irgendwas dazwischen, was sich aber nur schwer deuten lässt, weil der Film sich selbst nicht all zu ernst nimmt. Die verschieden, aufgesetzt humorvollen Szenen kombiniert mit einer Prise Action und Fantasie funktionieren einfach nicht. Für Kinder bestimmt ein tolle, kunterbunte, spaßige Fahrt ins Land der Abenteuer, für die Älteren eine Fahrt ins Nirgendwo. Für die nächste "Peter Pan" - Verfilmung wünsche ich mir ein bisschen mehr Kreativität bei der Handlung, tiefgründigere Charaktere und nicht mehr all zu viel CGI - Zauber. Wertungen in Punktübersicht: Handlung: 2 / 5 Drehbuch: 1,5 / 5 Regie: 2,5 / 5 Besetzung: 2,5 / 5 Kamera: 4,5 / 5 Ausstattung: 3 / 5 Tonebene: 4 / 5 Effekte: 3,5 / 5 Gesamt: 23,5 / 40 Punkte Entspricht: 2,5 / 5 Augen

Endlich mal was

10

Endlich mal was neues....meine meinung nach ist der film gelogen. Peters Herkunft ist deutlich dargestellt, man weiß jetzt etwas mehr über seinen Eltern und ihn. In anderen filme seine Herkunft nicht so klar dargestellt.

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