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Ohje, du Fröhliche!

Ohje, du Fröhliche!
komödie , usa 2006
original
unaccompanied minors
regie
paul feig
drehbuch
jacob meszaros, mya stark
cast
lewis black,
wilmer valderrama,
tyler james williams,
dyllan christopher, u.a.
spielzeit
90 Minuten
kinostart
14. Dezember 2006
homepage
bewertung

3 von 10 Augen

"Kevin allein zu Haus" auf dem Flughafen oder "Terminal 2"? Keine Frage, bei "Oh je, du Fröhliche!" geht jede Menge zu Bruch und die Großen und Uncoolen ziehen den Kürzeren. Das weihnachtliche Kinderspektakel fährt mit allem auf, was wir schon aus anderen Knirps-Klamotten kennen. Ganz nach dem Motto: Das können die noch nicht kennen, damals lebten die ja noch gar nicht! Nur das dieses Jahr alles noch ein wenig alberner ist als zuvor.

Spencer (Dyllan Christopher) und Katherine (Dominique Saldana) geht es wie vielen Scheidungskindern zu Weihnachten: Sie müssen noch schnell zum anderen Elternteil fliegen, um das Fest der Liebe zu begehen. Und so reisen sie als "Minderjährige ohne Erwachsenenbegleitung". Doch ein Schneesturm blockiert den Flughafen, auf dem sie während ihrer Zwischenlandung warten müssen. Dort regiert der schreckliche Manager Oliver Porter (Lewis Black), der Weihnachten, Passagiere und Kinder hasst und eigentlich nur nach Hawaii fliegen will. Er verdammt jegliche Weihnachtsdekoration von seinem Flughafen und hat für die alleinreisenden Kinder nur einen kalten, bunkerähnlichen Aufenthaltsraum parat. In dem ist natürlich die Hölle los. Allein der engagierte Flughafen-Assistent Zach Van Bourke (Wilmer Valderrama) bemüht sich noch um den Haufen. Doch mit Spencer schaffen es vier andere Kinder, sich aus dem Raum zu stehlen und alleine auf dem Flughafen rumzustreunen. Unter denen ist einfach alles dabei, was man für eine politisch korrekte, amerikanische Kinder-Freundesgruppe braucht: Donna (Quinn Shephard) ist wild und arm, Charlie (Tyler James Williams) ist schwarz und ein Streber, Timothy Wellington (Brett Kelly), genannt "Beef" ist fett und Comic-Fan und Grace (Gina Mategna), in die sich Spencer sofort verliebt, ist reich und eingebildet.
Alleine oder zusammen flitzen sie nun über den Flughafen, keine Sicherheitstruppe der Welt kann sie aufhalten. Sie wüten im Geräteraum, sausen über Gepäckrutschen und plündern liegen gebliebene Koffer im Lagerraum. Und warum der ganze Trubel? Die übrigen Kinder sind mittlerweile im benachbarten Hotel zur Übernachtung untergebracht, auch Spencers kleine Schwester. Sie glaubt noch fest an den Weihnachtsmann und deshalb will Spencer ihr eine persönliche Bescherung bereiten. Doch Porter und seine Sicherheitsmänner kennen keine Gnade wenn es heißt, die Kinder zu jagen und zu bestrafen.

Die Ideen hinter dem Film sind klassisch: Für Kinder soll Spaß und Action mit einem emotionalen Kern versehen werden. Und ein Flughafen ist wie ein riesengroßer Spielplatz mit tausend Möglichkeiten, sich zu verstecken oder Chaos zu verursachen. Das Ergebnis ist technisch einwandfrei, temporeich und gelegentlich witzig, meistens aber leider viel zu albern. Regisseur Paul Feig wollte gerne eine Slapstick-Komödie der alten Schule machen. Doch in dem Bestreben, Emotionen und Comedy zusammen zu führen, hat er sich ein bisschen verlaufen. Die meisten Gags sind nicht mehr zeitgemäß, plump oder wurden zu oft wiederholt. Zu lachen gibt es natürlich trotzdem genug, wenn man noch nicht allzu viele andere Slapstick-Kinderfilme gesehen hat. In einer Szene, für die viele Stuntmen verbraten wurden, rutschen die Akteure in Kanus, Autoreifen, auf Surfbrettern oder großen Koffern einen Schneehang hinunter. Das kann mitunter lustig sein.
Die Rollen der Erwachsenen pendeln jedoch zwischen unglaubwürdig und übertrieben. Einzig der Vater von Katherine und Spencer hat eine amüsante Nebenrolle. Als Umweltaktivist hält ihn nichts davon ab, seine Kinder vom meilenweit entfernten Flughafen mit seinem Bio-Auto abzuholen. Aber mit Diesel im Tank kommt es nicht so weit…

Ach, fast vergessen: Wie jeder Kinderfilm hat auch "Oh je, du Fröhliche!" eine herzergreifende Botschaft: Werdet Freunde. Aus den Kids wird schnell ein Vierergespann mit zwei sich anbahnenden Pärchen, und in der Not halten die zickigen Damen und Herren dann doch zusammen. Ob sie am Ende des Films wirklich zu einer Familie zusammen gewachsen sind, wie sich die Produzenten um Paul Feig das wohl gedacht haben, bleibt dahingestellt. Und sein Herkunftsland USA kann der Film auch nicht leugnen: Nirgendwo sonst würde derart hässlich-kitschiger Weihnachtsschmuck auf so euphorische und feierliche Weise besungen und bejubelt. We are not amused.

Sandra Hertel

10

ich finde es schön auserdem finde ich charlie witzig als er ind gefängnis war und dann so komisch angekukt hat und als er im koffer war das war auch lustig mit dem behaar

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