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No Country for Old Men

No Country for Old Men
krimi-thriller , usa 2007
original
no country for old men
regie
joel coen, ethan coen
drehbuch
joel coen, ethan coen
cast
josh brolin,
tommy lee jones,
javier bardem,
garret dillahunt,
kelly macdonald, u.a.
spielzeit
122 Minuten
kinostart
28. Februar 2008
homepage
http://www.nocountryforoldmen.de
bewertung

8 von 10 Augen

Da kommt ja einiges auf uns zu, vor allem Vorschusslorbeeren und damit große Erwartungen. Ein kurzer Blick zur IMDB verrät uns, dass es nach derzeitiger Meinung der dortigen Benutzer nur 30 Filme in der Kinogeschichte gibt, die besser sind als dieser hier. Ein schweres Paket also, das man "No Country For Old Men" mit auf den Weg gegeben hat. Dass dieses Erwartungspaket überhaupt nochmal in Form eines Films der Gebrüder Coen kommt, ist ja schon mal die beste Nachricht hier. Schließlich war das nach der längsten kreativen Durststrecke ihrer Karriere jetzt nicht zwangsläufig zu erwarten, dass sich Joel und Ethan noch mal zu ganz großer Form aufraffen.
Vergessen die halbgaren Versuche, bei einem Mainstream-Publikum mit mäßig witzigen Komödchen wie "Ein (un)möglicher Härtefall" oder "Ladykillers" zu landen. Stattdessen die Rückkehr zur Ernsthaftigkeit, nur durchsetzt von ihrem typischen tiefschwarzen Humor, und die Besinnung auf ihre Thriller- und Film Noir-Wurzeln. Dort haben die Coens schließlich ihre beste Arbeit abgeliefert: "Blood Simple", "Miller's Crossing", "Fargo" - so großartig spaßig die Abenteuer des Dude in "The Big Lebowski" oder die Odyssee der Soggy Bottom Boys in "O Brother, where art thou?" auch waren, ihre besten Werke lieferten die Coens immer dann ab, wenn sie es (fast ganz) ernst meinten. Schluss mit lustig gilt auch hier, mehr als jemals zuvor. Blutig, brutal und gnadenlos geht es zu in diesem Land, das nicht mehr für alte Männer ist.

Das Land ist der Südwesten von Texas im Jahr 1980, in dem der Jäger Lewellyn Moss (Josh Brolin) mitten in der öden Prärie zufällig über den Ort eines fürchterlich danebengegangenen Drogendeals stolpert. Mehr als das halbe Dutzend herumliegender Leichen oder die Wagenladung Drogen interessiert ihn aber ein Koffer, in dem sich knapp zwei Millionen Dollar Bares befinden. Moss nimmt das Geld an sich - und bald ist der Jäger ein Gejagter. Denn an seine Fersen heftet sich ein Mann, für den das Wort "gnadenlos" weit untertrieben ist. Der Auftragskiller Anton Chigurh (Javier Bardem) wirkt eher wie ein übernatürlicher Todesengel, der mit seiner Luftkompressionskanone eine Spur aus Leichen zurück lässt und dabei auch unbeteiligte Unschuldige ohne ein Zögern aus dem Weg räumt, nur um an einen fahrbaren Untersatz zu kommen. Was den Sheriff Ed Tom Bell (Tommy Lee Jones) nachhaltig verstört, der dieser neuartigen Art von Gewalt hilflos gegenübersteht und auch sonst immer einen Schritt zu spät scheint....

Zuallererst: Rein handwerklich hält dieser Film natürlich das, was man von ihm erwartet. Ausleuchtung, Kameraarbeit, Inszenierung - alles erlesen. Die Coens nutzen ihre Rückkehr ins Thrillergenre zu beeindruckend geplanten und ebenso präzise umgesetzten set pieces, besonders in den Versteck-Duellen zwischen Moss und Chigurh in diversen Motels. Diese Art einfallsreichen Spannungsaufbaus hat man so seit "Blood Simple" nicht mehr gesehen - und, ja, vielleicht auch vermisst. Auch andere Szenen wie das Gespräch Chigurhs mit einem Tankstellenbesitzer zeugen von der vollen Konzentration der Coen-Brüder, die hier wieder lean and mean unterwegs sind, nachdem sie es in den letzten Jahren doch mit manch überflüssiger Szene haben schleifen lassen.
Dazu kommen die ausgezeichneten Darsteller, allen voran der Oscar-nominierte Javier Bardem. Der hat ja schon vorher in Filmen wie "Before Night Falls" oder "Das Meer in Mir" seine Klasse und Wandlungsfähigkeit bewiesen, zeigt sich aber hier noch mal von einer ganz anderen Seite. Sein psychopathischer Killer ist der wohl eindrucksvollste Leinwandbösewicht der letzten Jahre: ständig in Schwarz unterwegs wie weiland Johnny Cash und einer eigenen Logik folgend, die niemanden lang genug am leben lässt, um sie verstehen zu können. Einzig sein lächerlicher Haarschnitt passt nicht zum Image, aber auf den haben die Coens wohl bestanden, damit ihre Mordmaschine nicht an der eigenen Coolness erstickt.
Derweil sieht Josh Brolin mittlerweile ja nicht nur aus wie Nick Nolte, ihm gelingt die Darstellung harter Hundesöhne auch fast genauso gut. 2007 war ja sowieso sein Jahr, in dem er vom TV- und B-Schauspieler in die erste Liga aufstieg. Nach dem noch seiner bisherigen Karriere geschuldeten B-Film-Horrorschlock "Planet Terror" folgten in kurzer Abfolge kleine aber feine Rollen in "American Gangster" und "Im Tal von Elah" und nun seine erste Hauptrolle in einem Film der Güteklasse A. Und dann natürlich noch Tommy Lee Jones, der aber drehbuchbedingt nicht an seine letzten Glanzleistungen in "Three Burials" und "Im Tal von Elah" anknüpfen kann. Zwar beherrscht er seine Szenen mit Leichtigkeit und wird auch genial vom ebenfalls überzeugenden Garrett Dillahunt als sein leicht tumber Deputy unterstützt, dennoch erweist sich Jones' Figur als problematisch.

Womit wir dann zum unangenehmen Teil dieser Rezension kommen, in der Hoffnung, dass der Bote nicht aufgrund der Nachricht geköpft wird: Ein nicht-diskutierbares Meisterwerk ist "No Country For Old Men" nämlich nicht geworden. Dafür gibt es ein, zwei Probleme zuviel. Kleine Probleme und diskutierbare, aber vorhandene. Zum einen die Distanz zu den Hauptfiguren. Man wirft den Coens ja immer vor, ihre Filme wären kalt und intellektuell und würden sich hinter einer satirischen Distanz verstecken. Während die Satire hier zwar fehlt, bleibt eine spürbare Distanz zu den Figuren, was bei Chigurh - dem in seiner Grausamkeit unbegreiflichen und gerade deshalb so erschreckenden Todesengel - zwar gewünscht und auch nicht anders zu erwarten ist, bei Moss, dem nominellen Protagonisten der ganzen Geschichte, allerdings eher nicht. Und ohne eine emotionale Bindung schaut man dem bravourösen Katz-und-Maus-Spiel zwischen den beiden interessiert und gespannt, aber eben nicht emotional involviert zu.
Tommy Lee Jones' Sheriff ist der einzige, der dank seiner Humanität und seines Humors eine Bindung zum Zuschauer hat, auch weil er hier wie Chigurh eine symbolische Figur ist. Während Chigurh das Schicksal präsentiert (und zwar ein unausweichliches), ist Bell die Moral. Da diese aber wie in der Parabel erst ganz am Schluss kommt, geht Bell für den breiten Mittelteil des Films komplett auf Tauchstation, nachdem er auch erst nach einer knappen halben Stunde überhaupt aufgetreten ist, um dann in einer denkwürdigen Storyentwicklung 15 Minuten vor Schluss wieder ins Geschehen zurückzukommen. Dazwischen hat man zwar das grandiose Duell Moss-Chigurh bekommen, aber so richtig gut integriert wirkt Jones' Figur nicht, und diese Tatsache bleibt als eine weitere störende Kleinigkeit.
Auch die angesprochenen Schlussminuten werden wegen einer gewagten Auslassung und eines so kryptischen wie zunehmend elliptischen Erzählstils die Gemüter erhitzen und Meinungen spalten. Man spürt förmlich, wie dieses Ende auf den gedruckten Seiten der Romanvorlage von Cormac McCarthy besser funktioniert, auch weil Jones' Erzählerfigur vermutlich nicht zwischendrin komplett verschwindet. Da käme dann auch der hier abrupt wirkende Schluss anders zur Geltung. Um es wie bei den Eiskunstläufern zu sagen: In der technischen A-Note steht hier ganz klar die 6.0, aber es gibt Abzüge in der B-Note.

Und so verdeutlicht dieser Film, dem man ansonsten so gut wie nichts vorwerfen kann, doch noch einmal, wie schwierig es ist, die Romane von Cormac McCarthy zu adaptieren. Die Coens haben es fast geschafft, haben den Ton seiner Figuren und die verzweifelte Atmosphäre seiner Geschichte genau getroffen. Aber es hat eben seinen Grund, dass McCarthys Werke bis vor kurzem noch als unverfilmbar galten. Umso erstaunlicher, dass nach dieser gelungenen Adaption vielleicht bald die nächste folgt. Ridley Scott verfilmt McCarthys Meisterwerk "Blood Meridian", und während sein Film garantiert ganz anders aussehen wird als diese bitterböse Hetzjagd, so wird er sich hoffentlich in qualitativ ähnliche Regionen aufschwingen.

Einer der 30 besten Filme aller Zeiten ist "No Country For Old Men" wohl nicht geworden, aber ein tolles Comeback der Coens und ein unbedingtes Highlight des Kinojahres auf jeden Fall. Joel und Ethan Coen beweisen noch einmal nachhaltig, warum Cineasten allerorts sie lieben, indem sie einen handwerklich und darstellerisch eindrucksvollen Film abliefern, bei dem einzig die Storyhaken gegen Ende sich als eventuelle Widerhaken erweisen. Dies ist vielleicht kein Land für alte Männer - aber eines für Filmfreunde (fast) jeden Alters.

Simon Staake

Meiner Meinung nach hätte jemand diesen Film rezensieren sollen, der das Buch - oder worauf auch immer dieser Film basiert - nicht gelesen hat. Es geht hier um einen Film als solches, nicht um einen Vergleich Buch-Film... die alte leidige Diskussion. In diesem Fall frage ich mich allerdings, ob überhaupt viele wissen, dass der Filmstoff auf einer Buchvorlage basiert. Bei Herr der Ringe wars was anderes, da weiß es ja jeder, aber hier? Überhaupt basiert heute eh jeder 2. Film auf irgendwas (Buch, Remake, Sequel) wenn das mal reicht... und ein Vergleich sollte da nur in den seltensten Fällen angestrengt werden und ich glaube No Country for old men ist so ein Fall. Ich empfehle daher eine weitere Rezension eines Stoff-Unwissenden - denn immerhin ist dieser Film mit seiner hohen imdb-bewertung wirklich etwas besonderes. Ebenso wie der bald erscheinende "There will be blood". Falls das auch aus irgendwelchen Gründen etwas nicht-ausgedachtes sein sollte, bitte nehmt jemand unvoreingenommenen.

8

Liebe/r/s Harmonica,

bevor eine Diskussion losgetreten wird, die in eine völlig falsche Richtung läuft: Ich habe "No Country For Old Men" nicht gelesen, vermute daher auch nur, dass der Schlussakt aus den gegebenen Gründen in der Buchvorlage besser funktioniert. Anmerkungen zu Ton und Atmosphäre in Cormac McCarthy entstammen meiner Lektüe von "Blood Meridian", das als Hauptwerk McCarthys sicherlich relativ repräsentativ ist. Damit ist also das Thema "unvoreingenommen" beantwortet, nicht aber die nichtlösbare Diskussion dahinter. Denn wenn wir die Vorlage einer auch als solches bekannten Adaption komplett ignorieren, wird ein nicht geringer Teil der Leserschaft dies widerum negativ auslegen, so nach dem Motto "Der/Die weiss sowieso nicht, wovon er/sie redet". Stell dir nur mal vor, wir würden hier jemanden die Harry Potter-Filme rezensieren lassen, der offen zugibt, noch nie von diesem komischen Zauberer gehört zu haben...die Reaktionen sind vorhersehbar.

Dieser Text folgt unserem Empfinden, dass ein Film grundsätzlich erst einmal für sich als Film bewertet wird - was aber nicht Anmerkungen zum Ausgangsmaterial, Umsetzung desselbigen etc. ausschliesst. "No Country" wurde von mir auch "nur" als Film bewertet, ohne Kenntnis der Vorlage und ohne besonders viele Anmerkungen dazu. Im obigen Text nimmt ein kurzer Absatz dazu Stellung und bezieht sich eher allgemein auf Adaptionsschwierigkeiten mit diesem Autor. Daher ist dein implizierter Vorwurf, der Text wäre hauptsächlich ein Buch-Film-Vergleich schlicht unzutreffend.

Über das Thema Meinungspluralismus und Bewertung abseits der Devise "Wenn IMDB/Rotten Tomatoes/die Konkurrenz/XYZ das sagt.." müssen wir hier glaube ich nicht weiter diskutieren, das wurde bei anderen Filmen (z.B. "King Kong") ja zur Genüge debattiert.

Damit dürfte klar sein, das der Film dieses Jahr den Oskar für den besten Film gewinnen wird... Denn die Gewinner in der Kategorie Filme wertet Filmszene ja grundsätzlich mit "nur" 8 Punkten. (Million Dollar Baby, Herr der Ringe 3, L.A. Crash, Chicago, Gladiator... allesammt großartige Filme und hier eindeutig unterbewertet!)... Naja, bin mal gespannt ob das auf diesen Film auch zutrifft.

@Harmonica:

kann dir da nur zustimmen. hat mich auch bei der I am legend kritik genervt, dass da ständig auf die vorgängerfilme und das originalbuch verwiesen wurde. ist doch völlig uninteressant für die meisten leute. is ja schön und gut zu wissen dass es eine buchvorlage gibt, aber selbst wenn der film von dieser abweicht oder nicht so toll wie das buch ist kanns trotzdem ein grandioser film sein.
aber den vogel abgeschossen hat eh die "My Blueberry Nights" kritik. den film ne schlechte bewertung zu geben nur weil wong kar-wai seinen in hongkong erprobtem stoff einem neuen publikum, nämlich dem amerikanisch-europäisch-mainstreamigen, näherbringen will, ist echt ein witz. für all diejenigen die seine original hongkongfilme kennen mag die kritik ja zutreffen, aber für wong kar wai "neulinge" ist der film einfach großartig.

Ich kann da nicht zustimmen. Das würde bedeuten, dass jedes filmische Werk für sich selbst steht. Nun ist der Film aber eine Buchverfilmung, insofern muss man Vergleiche ziehen. Abgesehen davon schneidet die Rezension das Buch ja nur zum Schluss an.

In der I Am Legend-Rezension wurde auch nur darauf hingewiesen, dass der Film das radikale (und gerade deshalb interessante) Ende des Buchs nicht übernimmt.

Genauso kann ich mich erinnern, dass die Kritik auch mal in die andere Richtung ging - nämlich, dass z.B. die purpurnen Flüsse das Ende aus dem Buch übernimmt. Das war nämlich grauselig und schlecht :(.

Ich würde mich ärgern, wenn die filmszene diese Teile der Rezensionen übergeht - das macht für mich gerade die Qualität dieser Seite aus. Gerade der Hinweis auf Unterschiede zum Buch hat mich schon häufiger dazu gebracht, den Film nochmal als Buch zu erleben - was zum Beispiel dazu geführt hat, dass ich inzwischen fast alle Alan Moore-Comics besitze :).

Keine Bewertung. Hab den Film noch nicht gesehen. Liest sich aber gut und bin gespannt. Freut mich auch das Tommy Lee Jones z.Zt. mal wieder in mehreren guten Filmen auftaucht.

@Harmonica, Wensi, Skade: Vergleiche mit den literarischen Vorlagen dürfen aber niemals ausschlaggebend für den Film an sich sein. Nach der Logik dürfte dann auch niemand eine Meinung zu einem Film haben, wenn man nicht das Buch kennt. Oder ein Bild schön finden, wenn man nicht z.B. die historischen Hintergründe des Dargestellten kennt. Oder, oder, oder.

Ein Stück Kunst, und das ist ein Film nun mal auch, steht natürlich zunächst immer für sich alleine. Intertextualität kann nicht Voraussetzung für die Erfahrung der Rezeption sein - die kann man nur vergleichend heranziehen (wozu auch immer), was aber auch keine Auswirkungen auf das Medium Film haben darf. Dazu verändert sich das Dargestellte durch den Medientransfer nun mal, und das will man ja auch durch eine Verfilmung erzielen.

Was ich sagen will: Film und Vorlage stehen völlig unabhängig und gleichberechtigt voneinander - alles andere ist doch kleingestig und intolerant gegenüber der Kunstform Film. :)

9

Seltsam ist es schon eine Bewertung auch daran fest zu machen, das ein Film nicht unter den IMDB Top 30 auftaucht. Sicher,ob er zum Klassiker taugen wird muss erst die Zeit zeigen. Ich persönlich halte sowieso nicht viel von Hitlisten. Aber Herr Simon hat mal gerne verschwiegen, dass "No Country for Old Men" sich in den Top 250, von IMdb, auf platzt 37 befindet, und das knapp hinter so Filmen wie "Taxi Driver" und "Apocalypse now". Nicht ganz so schlecht oder??

9

„no country for old men“ ist wie „fargo“ - nur mit sand, statt schnee. und das ist nicht als kritischer, sondern lobender kommentar gedacht.

„fargo“ war einer der bisher spannendsten und vollendesten filme, die ich jemals im kino gesehen habe: perfektes drehbuch, geniale dialoge, ein einzigartiges ensemble, perfekt besetzt bis in die hinterletzte nebenrolle, fantastische kamera, ton, schnitt, ausstattung – alles erste sahne, keine ausfälle.

mit „no country for old men“ haben es die coen-brüder geschafft an dieses meisterwerk anzuknüpfen. dabei ist das kein fader aufguß eines ehemaligen geniestreiches geworden, sondern ein neues in sich geschlossenes meisterstück, das zeigt, daß die coen-brüder nach einer kleinen schwächephase wieder voll genesen sind.

dieser film ist einfach auf allerhöchstem niveau sowas von spannend und mit fingerspitzengefühl inszeniert, daß man als zuschauer ewig der blutspur durch texas folgen möchte. dieser südstaatliche singsang der dialoge ist eigentlich schon der halbe soundtrack. der versündigung diesen film in der synchronfassung zu sehen sollte man sich möglichst entziehen. sonst geht doch ein großteil des flairs verloren.

der versuch die leistung von tommy lee jones zu relativieren ist auch irgendwie etwas bemüht. der macht das genau so großartig, wie jeder andere, der in diesem film eine tür aufmacht oder die klospülung betätigt. hat es weniger schauwert, weil er nicht um sich ballert, wie der rest der protagonisten? von mir aus hätte er mir noch zwanzig schwänke aus seinem polizistendasein erzählen können, während er ab und an mal an „seiner“ milch nippt.

die in der kritik angesprochene „spürbare distanz zu den figuren“ wollte sich bei mir partout nicht einstellen. auf nachfrage stelle ich mal eine liste mit 100 filmen zusammen, bei denen mir das eher so ergangen ist. da wird in der filmszene kritik schon auf allerhöchstem niveau gelitten, wo sonst für absolutes mittelmaß 7 oder 8 punkte nachgeworfen werden.

tatsächlich läßt sich über den schluß diskutieren – aber besser nicht mit javier bardem in seiner rolle als anton chigurh. sonst könnte das – nein es würde sogar bestimmt – böse enden.

@ supercat

Du hast offenbar nichts verstanden. Lies dir nochmal ganz genau den ersten Absatz der Rezension durch und dann deinen Kommentar. Merkst du da was?

Wie immer gilt: erst nachdenken, dann Klappe aufreissen

@was ist das denn?
Süsser liess mal den letzte Absatz und dann denk mal nach. Für die Ewigkeit gilt immer noch: Erst alles lesen, dann die Klappe aufreissen!!

@supercat:

Was vor allem gilt: Alles lesen und dann nicht Aussagen wo rein interpretieren, wo keine sind. Denn: Der Rezensent hier macht seine Bewertung des Films ganz sicher NICHT daran fest, ob der Film nun in den IMDB Top 30 ist oder nicht. Er erwähnt zum Eingang des Textes, dass der Film so weit oben in der Hitliste auftaucht, um deutlich zu machen, was für krasse Erwartungshaltungen an diesem Film hängen. Und am Ende kommt er darauf zurück, um festzustellen, dass in seinen Augen der Film nicht wirklich eine so hohe Platzierung verdient, also nicht in der Liga der Meisterwerke spielt, die ihn da umgeben. Ob es nun Platz 30 oder 40 ist, ist da ziemlich unerheblich, und dass es genau Platz 37 ist, ist auch vollkommen egal. Vor allem, da die IMDB-Hitliste in ständigem Wandel begriffen ist durch permanent neue User-Wertungen, und "No Country" in einem halben Jahr oder so wahrscheinlich deutlich weiter unten auftauchen wird. Das passiert übrigens fortlaufend mit aktuellen, extrem gehypten Filmen: Die platzen ganz weit oben in die IMDB-Liste rein und pendeln sich dann im Laufe der Zeit bedeutend weiter unten ein. Von daher bringt es auch nichts, auf der jetzigen Platzierung rumzureiten und sie so auf die Goldwaage zu legen, wie du das tust. Gerade weil diese Platzierung für die Bewertung des Rezensenten hier absolut kein Kriterium ist, wie du es ihm unterstellt hast. Von daher hatte "was ist das denn?" schon recht: Der Irrtum liegt eindeutig bei dir.

8

NUn folks,

Über Geschmack lässt sich bekanntlich ja streiten.Und wie auch meine Vorgänger möchte ich auch nicht alles erklärt haben.

Icvh werde mich hier nicht über den Film auslassen und mich interessiert auch nicht in welcher top 100 dieser Streifen ist.Ich will eigentlich nur euere Meinung hören zuu folgender Frage.

Wo verdammt ist die Kohle hin????? (Koffer) was meint Ihr?Ja ich weiss das interessiert vielleicht kein Schwein,aber mich und euere Meinung auch wenn ich von dem e.g. Tier weit davon entfernt bin=)

Selten so nen Langweiler gesehen.
Hab wirklich keine Lust noch mehr Zeit für die größte Entäuschung der Oscar-Historie zu investieren. Wollte nur den Rest der Welt vorwahnen. Spart Euch das Geld.

8

Bis auf die letzten 15 Minuten oder so fand ich die Handlung ganz hervorragend. Äußerst fesselnd. Das Ende hätte ich mir etwas konventioneller gewünscht. Mit den philosophischen Betrachtungen konnte ich wenig anfangen. Muss ihn mir noch mal ansehen. Auf jeden Fall ein sehr sehenswerter Film. Einer der besten Thriller seit langem - und vielleicht doch einer der Top 30, zumindest seines Genres. Soviele Glanzstücke gibt's ja leider nicht.

10

Dieser Film im richtigen Kino mit den richtigen Leuten ist einfach insgesammt ein ganz großer filmischer Genuss.Klug durchdacht, geniale Schauspieler und Typen,athmosphärisch dicht...was will man mehr.

7

Auf jeden Fall das englische Original ankucken, wenn man des Englischen einigermaßen mächtig ist - der Texas-Dialekt der hier gesprochen wird ist schon allein ein Ohrengenuß - oder sagen wir mal, äußerst interessant anzuhören.
Auf dieser Ebene ist der Film insgesamt äußerst gelungen -
sehr effektive Bilder öder Landschaften, endloser einsamer Highways, innen und außenansichten abgelegener Farmen und kleiner texanischer Provinznester irgendwo in der Prärie...einfach perfekt gemacht, man mag garnicht daran denken, was für ein Aufwand insbesondere die Intereurs wohl gewesen sein mögegn - es sieht jedenfalls alles originalgetreu aus.
Auch die Tonspur ist ein wahrer Genuß mit liebe zum Detail.
Die Handlung des Films steht allerdings in starkem Kontrast dazu - man fragt sich halt schon, wie jemand auf die Idee kommt so eine Figur wie Chighur da auf die Leute loszulassen.
Ein wenig haben mir die texanischen Originale halt schon leid getan.
Aber vielleicht braucht man eben den ganzen brutalinsski-Gestus um diese Intensität zu erreichen- wenn es subtiler zugeht in ähnlichem Setting, wie bspw. bei Brokeback Mountain, dann ereicht man halt doch nur selten die gleich intensität.
Jedenfalls kein Film für Zartbeseitete. Zitat "Ihnen steht da ein Knochen aus dem Ellbogen".
Das Ende ist wirklich seltsam - als ob der Film einfach abbiegt und nochmal eine andere Geschichte erzählt.
Trotzdem allein schon wegen der Landschaftsbilder und der großartigen Atmosphäre ein sehenswerter Film.
Interessantes Detail: Woody Harrelson, der in Natural Born Killer die Rolle des Mickey spielt, welcher einen Journalisten brutal umbringt, spielt hier die Rolle eines Drogenhändlers der seinerseits auf ganz ähnlich sinnlos-sadistische Art mit entsprechender Rethorik umgelegt wird.

10

klare 10 punkte für diesen riesenfilm. geniale schauspieler, die sich gegenseitig die bälle zuspielen, die athmosphäre mit den menschelnden superhelden und den coolen stiefeln, jede menge spannung , will sagen : den distanzvorwurf kann ich nicht ganz bzw. für mich überhaupt nicht nachvollziehen - das hatte ich bei american gangster und weiß wie sehr es das filmvergnügen einschränkt... dafür natürlich aber : fargo, nur mit sand statt schnee... uneingeschränkter spaß für OmU in einem meiner lieblingskinos.

10

@Ralf:

Die Kohle haben die Mexikaner. Jene, die auch in den Drogendeal verwickelt gewesen waren.

Ansonsten Hammer, der Film. Super Darsteller, Super Inszenierung, Spannend und tolles unkonventionelles Ende. Ich hab mich kaputt gelacht, als der gesamte Kinosaal am Ende aufgestöhnt hat, weil ihre Erwartungen eines Showdown-Endes nicht erfüllt wurden.

7

Ein Film wie ein Festmahl, bei dem einem die letzte heiße Kartoffel im Hals stecken bleibt. Nicht der fehlende Showdown sondern der sperrige und schwer zu deutende abschließende " quasi Monolog" hinterläßt ein unbefriedigendes Gefühl.

10

So, so...8 punkte, also. Es ist wirklich lobenswert von der Filmszene, so manchem Zuschauer klarzumachen, dass der Oscar für den besten Film eben nicht gleich bedeuten muss, dass es sich dabei um ein um jeden Zweifel erhabenes Werk handelt. So ist ein 8 Punkte-Rating für "L.A. Crash" beispielsweise durchaus gerechtfertigt. Kompliziert wird es nur, wenn man vesucht, dass Haar in der Suppe zu finden, dass nicht existiert. "No Country For Old Men" ist schlichtweg ein Meisterwerk. Abgrundtief pessimistisch, bitter, verstörend und unglaublich intensiv. Es ist eine geradezu denkwürdige Leistung, aus einer so simplen Story eine solch düstere Ballade mit derartigem philosophischen Tiefgang zu entwickeln. Ein Film, der nachhaltig im Gedächtnis bleibt, sich geradezu festbrennt. Die Coens haben McCarthys finsteren Minimalismus perfekt umgesetzt und damit nicht nur verdient bei den Oscars abgeräumt, sondern auch einen Film für die Ewigkeit geschaffen.

Es ist schon ein Armutszeugnis, dass die besten Filme, die Hollywood seit Jahren (in solcher Fülle!)produziert hat, wie "There Will Be Blood", "Michael Clayton", "Into The Wild", "No Country For Old Men", "Sweeney Todd", und auch "I'm Not There", welche sich allesamt durch Tiefgang und Anspruch auszeichnen, von Publikum so gnadenlos abgestraft werden. Ein Armutszeugnis für die Kinogänger, denen die pure Unterhaltung scheinbar wichtiger ist als ein kleines bisschen mit Nachdenken verbundenes Maß an Anspruch.

10

spoiler***

@ bla bla : kohle - mexikaner - sicher ? seh ich anders...

9

Ein wunderbarer, spannender und hervorragend gespielter Film.
Das geniale an dem Film ist der fast totale Verzicht von Musik. So bekommt der Film eine ganz besondere spannende Athmosphäre.

3

Naja, Durchschnitt. Viele logische Fehler. Wie nimmt der Killer immer wieder die Fährte auf ? Scheint eine gute Nase zu haben...
Kann mich nicht überzeugen.

8

javier bardem: 12 augen

film-ende: minus 4 augen abzug;)

sehr sehenswert und ungemein spnnend

9

Klasse Film, ohne Frage. Allerdings stellenweise schwer zu ertragen, bei der Draufsicht auf einige blutige Details hab' ich mich echt im Sessel gewunden.

Eigentlich "endet" der Film schon rund 15 min. vor dem eigentlichen Schluss, nachdem die Verfolgungsjagd endet, ist die eigentliche Story erzählt. Und die endet so abrupt wie banal - für manche zu abrupt und zu banal, das ist man halt einfach nicht gewöhnt. Die "Nachlese" nach diesem eigentlichen Ende fand ich persönlich auch nicht so gelungen, weil der Film zu diesem Zeitpunkt bereits alle Fahrt verloren hat. Na ja, vielleicht war ja deshalb der superbrachiale Crash am "richtigen" Ende auch als "Hallo-Wach" zu verstehen - mich hat der jedenfalls nochmal richtig durchgeschüttelt ;-)

OK, dafür den Punkt Abzug. Ansonsten ein ungemein intensiver, spannender Film, der den Besuch auf jeden Fall lohnt.

Übrigens: die Frage nach dem Verbleib der Kohle ist nicht ganz ungerechtfertigt, ganz klar ist mir das jedenfalls nicht. Ich glaube aber, Anton Chigurh hat sie, von irgendwas muss der doch auch leben ;-)

2

Gestern habe ich im fast ausverkauften Kinosaal diesen Film gesehen...Mann mann mann. Der Film fing ja vielversprechend an, nahm dann immer weiter ab...bis hin zur gähnenden Leere. Ich hab keinen blassen Schimmer, was an diesem Film so toll sein soll. Also nur noch zur Notiz: "The big Lebowski" ist in meiner persönlichen ewigen TOP 10 Liste, aber der Film gestern hätte auch als DVD an einem langweiligen verregenten Sonntag nachmittag gereicht. Kein Kinospaß!
Der Psychopath Bata Ilic war sehenswert, das reicht aber nicht.

SPOIL SPOIL SPOIL SPOIL SPOIL SPOIL SPOIL

@ alle nach kohle fragenden

die moneten waren wieder in der lüftung versteckt und damit kannte sich kollege anton ja bereits aus!

9

Klasse Film.Freue mich jetzt schon auf die DVD im eigenen Regal.

Die Szene mit dem Mörder in der man nur die Schatten seiner Stiefel im schmalen Lichtstreif unter Tür sieht... und dann macht er das Licht aus...
verfolgt mich ehrlichgesagt immernoch.
Endgruselig!

9

Dieser Film schafft, was nur wenige schaffen: man verlässt das Kino mit einem beklemmenden Gefühl, dass einen so schnell nicht wieder verlässt.
Wirklich sehenswert. Sehr emotionale Personen sollten den Film allerdings meiden, da die Brutalität sehr real rüber kommt. Auch ich brauchte noch eine ganze Weile, um den Inhalt zu verarbeiten.

9

Handwerklich ein Meisterwerk mit einer genußvollen Bildersprache. Der Verzicht auf Musik, die intensiven wie wenigen Dialoge und die authentischen, schrulligen Figuren sorgen für eine dichte Atmosphäre und Spannung.
Für ein Meisterwerk ist mir der Schluß jedoch eindeutig zu abgehoben, überinterpretierbar, undeutlich und dank aufgesetztem Texas-Akzent auch noch akustisch unverständlich. Allerdings ist das die einzige Fliege in der ansonsten fantastischen Suppe.

Der Oscar für Bardem ist meiner Meinung nach allerdings überzogen - keine Frage, die Figur wirkt düster, grausam, kalt und bedrohlich. Aber das reicht einfach nicht. Abgesehen von der überzeugenden Darstellung einer coolen Killermaschine profitierte die Figur einfach von der Story, so daß der Schauspieler kaum Charakter zeigen muß.

9

Stille. Große Bilder. Echte Charaktere.

Action. Humor. Ideen. Spannung.

Und wie immer viele, viele Rezensionen, die regelmäßig zuviel verraten statt einfach mal treffend zu beschreiben.

In diesen Film "einfach reingehen".

10

Großartiger Film. Keinesfalls verpassen!
Supercooler Killer, überforderter Cowboy, altersweiser und ironischer TL Jones, der seines Bullendaseins langsam überdrüssig ist.
Visuell herausragend. Viel trockener Witz, und über den Schluss kann man diskutieren.
Ich fand ihn stimmig.
Von mir bekommt dieser Film gerade so eine Zehn.

9

Spoiler!!!!!!

Man merkt schon, das Ende entzweiht - aber gerade das fand ich den Höhepunkt des vorher schon ebenso athmosphärisch dichten wie stets verunsichernden Films. Der Witz - den man goutieren kann oder nicht - liegt gerade in dem Unterlaufen des klassischen Schemas, das wir alle im Kopf haben: Kein Sieg des "Guten", kein dramatischer Showdown (nachdem es schon vorher so viele gab), sondern ein dezentes Zurücktreten von der vorher ausufernd gezeigten Schreckensästhetik: Es weiß ja jeder, was da drinnen im Hause mit der guten Frau ablief.
Und dann, in dieser friedlichen Vorortsiedlung, ein banaler, jeder Filmkonvention [vergl. Amores perros?] widersprechender Autounfall, der Chigurhs geradezu menschliche Seite - Dollar statt Metallbolzen für ein Hemd - herausbringt. Hierzu paßt auch das Offenlassen der Frage, wer nun das Geld hat. Es ändert nämlich nichts. Wie der Tolkin bzw. Wagner-Ring tötet bzw. beschädigt es alle, die es berühren, ohne daß sie etwas davon haben.
Diese Dramaturgie von Zeigen und nicht Zeigen, Andeuten und plakativ Ausmalen, sowie die ständig neu gestellte Frage, wer eigentlich der "Held" dieser Geschichte sei - der Profi-Killer, der Underdog, der resignierte Ordnungshüter? - das ständige Beschleunigen und Verlangsamen des Erzählstroms macht m.E. die genuine Qualität des Films aus, der seinen Oscar sicher verdient hat.

5

interpretationsspielraum und inszenierung hin oder her, der film war ein langweiliger käse mit flacher story.
nur der psycho killer mit topfschnitt ist cool.

1

ich bin zwar kein fachman für kino, gehe aber wirklich oft ins kino und ich muss sagen das ich dermaßen enttäuscht war von diesem film wie von keinem anderen. seit wirklich langer zeit oder vielleiht auch sogar der 1. kinofilm über dne ich mich echt geärgert habe ihn noch mit 7€ zu unterstützen. wenn man nämlich vom technischen know-how mal absieht und den "unwissenden" kinogänger fragt der zu unterhaltungszweck im kinosessel sitz kann man unterm shcnitt sagen ist dies ein extrem langatmiger film der keineswegs spannend ist oder noch irgendwo wird.nach 20 minuten habe ich das erste mal auf die uhr geguckt und dachte es sei endlich shcon eine studne vergangen. wer also auf action oder packende story wartet wird iermit auf ganzer linie enttäuscht. ich denke man muss ein liebhaber dieser art von film sein. zu speziell und bei dieser ankündigung und der erwartungshaltung... eine absolute enttäuschung

5

Mir hat es wehgetan einen im Verlauf so interessanten Film auf solch eine Weise enden zu lassen. Vielleicht ist es ja Plump ein mundgerechtes Ende zu erwarten aber mir wollte die passende Traumdeutung zum Schluss einfach nicht einleuchten. Meiner Meinung nach war es ein ungeschickt gewähltes Ende -für einen Film- und das macht das ganze Thema im grunde belanglos. ... Javier Bardem jedenfalls war genial.

2

Fängt gut an, wird dann immer langatmiger und am Ende bin ich vor langeweile eingeschlafen...
sehr unrealistisch ist wie der Killer immer wieder die Fährte aufnimmt...
Kann die vielen positiven Feedbacks beim besten Willen nicht nachvollziehen!

10

Habe ihn gestern endlich auf DVD gesehen!

Habe extra vorher das Buch gelesen weil es andersrum keinen Sinn macht.

Das diskutierte Ende ist dem Buch geschuldet und die konsequente Verweigerung von Hoffnung oder Happy End verschafft dem Film seine zeitlose Prägnanz!

Boese Männer tun boese Dinge und es endet verdammt boese! Kein Film fuer zartbesaitete aber ein kleines Meisterwerk für alle die als Kind schon lieber den boesen Cowboy spielen wollten.

Was mich am meisten fasziniert hat, was der fast voellige Verzicht auf Musik als Untermalung. Dies funktionierte hervorragend und verschaffte dem Film eine Eindringlichkeit die mit Musik nicht haette erreicht werden koennen. Des weiteren viel der voellige Verzicht von filmischen Maetzchen wie schnelle Schnitte oder Zeitlupe auf. Die Shoot´outs waren schnell und extrem realistisch und von einer langen nicht mehr gesehenen Härte.

Für mich der beste Film der letzten 10 Jahre! Ein Film dem man seine zeitliche Herkunft nie ansehen wird und der in 50 Jahren genauso funktionieren wird wie heute.

Für alle die Cormac Mc Carthy nochnicht gelesen haben empfehle ich als Einstiegswerk "Die Strasse".

9

ehrlich gesagt kann die ich die coen brothers überhaupt nicht ab und
im endeffekt ist dieser film tatsächlich nicht viel mehr, als ein
neues fargo. und es gibt natürlich auch ne menge zu meckern an diesem film und irgendwie ist man diese hillbilly-ästhetik auch langsam leid. ob nun tarantino oder was weiß ich....die dorfdeppen-sherifs sind schon ein bißchen abgelutscht.

trotzallem komme ich nicht daran vorbei dem film 9 augen zu geben.
es ist halt schon ein starker film. kann auch verstehen wenn man sogar 10 vergeben möchte, oder andersrum auch nur 8. egal.
es ist schon einer der besten filme der letzten jahre.
und der "bata ilic" ist schon saucool.
nur das mit dem schwarzen humor habe ich nicht ganz verstanden.
der hat mir doch diesmal eher gefehlt, aber fand ich jetzt nicht schlimm. auch ohne überzeugt der film. absolut sehenswert.

++

1

...gähn...so einen langweiligen film habe ich schon lange nicht mehr gesehen,ob mit oder ohne buchvorlage!!1

5

Es tut mir leid, aber ich konnte mit dem Film nix anfangen.

Der Anfang ist noch ganz spannend zb die Vorstellung der Charaktäre...
doch der Film verläuft sich irgendwann.
Die Handlung ist nicht mehr nachvollziehbar bzw regt so sehr zum denken an, dass man nichts mehr vom Film mitkriegt.
Einige Szenen wirkten auf mich total unbefriedigend, weil ich nicht mehr wusste "was ist da jetzt passiert".

Der Schluss ist das i-tüpfelchen.
Für mich ein Fall von "Hauptsache ein offenes Ende". Aber das war so offen, dass man sich fragt "Was sollten die 120 Minuten jetzt eigentlich?".
Natürlich ist es schön im unklaren zu bleiben, aber es ist eine unfertige Geschichte.
Mir hat Brolin sehr gut gefallen. Er rettete in meinen Augen den Film.
Der Bösewicht hatte nach 30 Minuten sein "Gas" verschossen...

Das der Film irgendwas mit den Oskars zu tun hat, bestätigt meine These, dass es dieses Jahr nicht wirklich viele gute Filme gab...

9

tolle schauspieler und eine fabelhafte optik. also, langweilig war der film auf keinen fall, aber bestimmt auch nicht jedermans sache. ich sage absolut sehenswert, aber kein meisterwerk.

9

@Klartext: 2007 war der beste Jahrgang seit langem.

5

+ gute darsteller
+ spannend bis 20 minuten vor ende
+ viel liebe zum detail
+ gelungene dialoge

- die letzten 20 minuten
- das ende
- die letzten 20 minuten
- das ende
- die letzten 20 minuten
- das ende
- die letzten 20 minuten
- das ende
- die letzten 20 minuten
- das ende

10

Dieser Film ist einfach ein Meisterwerk! Ein Lichtblick, eine Fata Morgana in der weiten toten Wüste Hollywood's. Am Ende des Films wollte ich vor Glück anfangen zu weinen. Es geht also doch, es ist doch noch möglich. Hollywood KANN noch gerettet werden!
Klasse SPANNENDE Story, klasse MOTIVIERTE Darsteller, klasse VOLLBLUT-Regie. Mehr brauch ich nicht zu schreiben. Anschauen!

7

Ein klasse Film mit abgefahrenen Szenen...
Guter Film, gute Schuspieler, gute Regie ...
Also kann ich nur empfehlen!

5

Der Anfang des Films ist gut gemacht, aber ab Mitte des Films ist den wohl das Geld und die lust ausgegangen.
Anfang gut rest langweilig!!!

4

Ich hatte sehr viel von diesem Film erwartet ..... und war fürchterlich enttäuscht ! Das erste Drittel ist ja noch ganz spannend; aber dann hatte ich doch immer wieder das Gefühl , daß viele Szenen einfach nicht komplett waren ..... und der Schluß ist eine absolute Katastrophe ! Niemand sollte sich diesen Film antun . Übrigens ist "There will be blood" in die gleiche Sparte einzuordnen.

1

nur schlecht und langweilig!

4

Meisterwerk? Wo denn bitte? Ja, auch ich wollte am Ende anfangen zu weinen - weil der Film nach etwa einer Stunde Spielzeit permanent abbaut und das Ende aber sowas von einfallslos, billig und kurzum schwachsinnig ist ... da fühle ich mich ziemlich verarscht, und ich möchte wirklich mal wissen, warum solche Heinis wie die Coens schon fast filmgottgleich in den Himmel gelobt werden, wenn so ein uninspirierter Sch...dreck aus einem anfangs wirklich vielversprechenden und interessanten Film wird! Was nützen denn da noch erlesene Ausleuchtung, Kameraarbeit und Inszenierung? Unfassbar, was einem da als Highlight versprochen wird! Wenn die Vorlage als unverfilmbar galt, so haben die Coens bewiesen, dass es wohl stimmt. Denn wer besonders in den letzten 20 Minuten derart aus der Kurve fliegt, hat sich schlichtweg überfordert und gehört garantiert nicht zu den Meistern des Fachs, denn die wissen, wann man von etwas die Finger lassen sollte!

Homer

2

Und wieder einmal gaukelt uns Hollywood "Big Picture" vor. Mal ganz ehrlich, was soll dieser Film??? Handlung begrenzt sich auf ein Minimum, die Charaktere laufen durch diesen Streifen Ohne jeglichen Bezug zum Publikum aufzubauen.
Am Schluss bleibt alles offen und die letzte Sequenz des Film passt zum Gesamtbild. - Ein Streifen den NIEMAND braucht -
(Übrigens der neuen Choen genau so daneben)

10

@lelaan
für die ist wohl eher sowas wie "verliebt in die braut" das richtige.

no country for old men ist ein absolutes highlight. man muss zugegebenermaßen in der richtigen stimmung sein. aber diese ruhe und gleichzeitige permanente spannung ist fantastisch. außerdem großartige schauspielerische leistungen, tolle kameraeinstellungen, super ideen, tolle bilder.
ich sehe viele filme und beschäftige mich damit - dieser ist ein klassiker und wird kult.

9

Die letzten 20 Minuten hin oder her. Bis dahin war der Film umwerfend gut. Spannend und ruhig zugleich. Die Szene mit dem Tankwart fand ich genial. Beim Ende war ich richtig überrascht und dadurch hat der Film bei mir noch nachgewirkt.

3

Also man muss schon sagen, dass die Kameraeinstellungen und die Effekte echt gut sind. Überhaupt war die schauspielerische Qualität sehr gut. Jedoch mangelt es dem Film wirklich an einer Story. Also was ist bitte die Message des Filmes?? Dass man kein Motiv zum Töten braucht??? Wo ist denn bitte der Sinn in dem gesamten Film? Also der Film wird nach einer Stunde echt langweilig. Ich kann echt nicht verstehen, wie dieser einen Oscar für "bester Film" bekommen hat. Noch nie einen sinnloseren Film gesehen.....

1

Was ist bitte schön so toll daran, den Zuschauer dermaßen zu verärgern. Anfangs wird ein wirklich spannender Film aufgebaut. Plötzlich stirbt der Hauptdarsteller in einer Szene, die nebensächlicher kaum hätte dargestellt werden können. Ab diesem Zeitpunkt fragt sich der Zuschauer nur noch, was die folgenden Szenen darstellen sollen. (Z.B. die Szene mit dem Sheriff und seinem Vater?!) Blödes, pseudopsychologisches Gelaber, dass nicht mal ansatzweise einen Sinn ergeben zu scheint. Und als ob dies nicht genug sei, wird mit dem Ende dem ganzen Blödsinn noch die Krohne aufgesetzt. Ich hab mir Schlussszene mehrmals angeschaut, da ich erwartete, einen Sinn zu erkennen. Leider war mir dies nicht möglich.

Der Film ist für den Zuschauer nicht nur belanglos, sondern lässt ihn auch noch verärgert zurück, da ein anfangs gut inszinierter Film einfach, ich vermute mutwillig, zerstört wird. Was daran nun genial sein soll, kann ich nicht nachvollziehn.

7

@gerdsen

das war nicht sei vater -> du hast nicht richtig zugehört -> brauchst dich nicht wundern wenn du den sinn nicht verstehst

7

vll kommt noch ein zweiter teil?! nach diesem ende......

2

Technisch hervorragend, gut inszeniert, storytechnisch schwach. Was nützen gute Dialoge oder perfekt herausgearbeitete Spannung, wenn die Geschichte absolut beliebig, sinnfrei und in unverständlichem Kauderwelsch endet?
Dieser Film ist so wie seine mehrmals vorkommene Szene des Münze-Werfens. Kopf oder Zahl? Was steht auf dem Spiel? Diese Fragen bleiben offen, das Spiel ist deswegen sinnlos - und dieser Film auch.

@misty

na wenn du das alles so gut verstanden hast, dann erklär mal bitte. ich habs auch nicht so ganz verstanden.

4

Die Landschaftsaufnahmen sind wirklich schön. Das wars aber auch schon.

Sehr enttäuschend!

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