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Miracle - Das Wunder von Lake Placid

Miracle - Das Wunder von Lake Placid
sport-drama , usa 2004
original
miracle
regie
gavin o'connor
drehbuch
gavin o'connor
cast
kurt russell,
noah emmerich,
patricia clarkson, u.a.
spielzeit
135 Minuten
kinostart
22. Juli 2004
homepage
bewertung

7 von 10 Augen

 

Ein krasser Außenseiter besiegt den als unbesiegbar geltenden Favoriten und holt völlig überraschend den Titel. Mit diesem sportlichen Erfolg gibt das Team einer politisch arg gebeutelten Nation ein neues Wertegefühl. Das kommt einem doch bekannt vor, aber keine Sorge: Sönke Wortmanns "Das Wunder von Bern" lief tatsächlich schon letztes Jahr in den Kinos und soll hier nicht erneut besprochen werden. Aber die Parallelen sind schon bemerkenswert, zwischen dem deutschen WM-Sieg von 1954 und dem amerikanischen Olympiasieg von 1980, nur das es hier eben um Eishockey geht. Denn "Miracle" schildert den Sieg einer amerikanischen Eishockeymannschaft über eine russische.
Das kam in den letzten Jahren öfter vor und um zu verstehen, warum ein solches Ereignis Hollywood eine große Produktion wert ist, müssen wir uns gedanklich um mehr als zwei Jahrzehnte zurückversetzen. Es war das Jahr 1979 als die Amerikaner beschlossen, für die anstehenden olympischen Winterspiele in Lake Placid ein konkurrenzfähiges Eishockeyteam zusammenzustellen. Dies war gar nicht so einfach wie es klingt, denn im Gegensatz zu heutigen Gepflogenheiten war der Einsatz von Profispielern damals nicht gestattet. Daher konnte man den austrainierten und geförderten "Staatsamateuren" des Ostblocks also nur eine Auswahl von jungen College-Spielern entgegenstellen, deren Chance realistisch gesehen gleich Null war, hatte doch die unschlagbare UDSSR seit zwei Jahrzehnten jedes Olympiaturnier für sich entschieden. Wirft man dazu einen Blick auf die damalige politische Situation während der zweiten Hochphase des Kalten Krieges, wird das Bild noch deutlicher: Die Russen waren gerade in Afghanistan einmarschiert, die USA hatten sich vom Vietnam-Trauma und der Watergate-Affäre noch nicht erholt und litten unter dem als schwach eingestuften Präsidenten Jimmy Carter. So gesehen also vielleicht kein Wunder, dass das "Wunder von Lake Placid" für viele eben mehr war als nur ein Eishockeyspiel.

"Miracle" schildert wie es dazu kam, und gleich der Vorspann macht, mit seiner Collage aus Bildern des damals aktuellen Zeitgeschehens, die über den reinen Sport hinausgehende Bedeutung der Geschichte mehr als deutlich. Dabei interessiert sich der akribisch arbeitende Coach des Hockeyteams, Herb Brooks (Kurt Russell), eigentlich gar nicht für den politischen Hintergrund des Wettstreits mit der damaligen UDSSR. Ihn interessiert nur der Sport, und verbissen tüftelt Brooks einen Plan aus, wie das russische Starensemble vielleicht doch zu schlagen wäre. Seine Forderungen stoßen allerdings bei den verantwortlichen Funktionären zunächst auf Skepsis: Ein halbes Jahr lang sollen ihm die Jungs zur Verfügung stehen um sich einzuspielen und den Teamgeist zu stärken. Und nicht immer nimmt Brooks die spielerisch besten Akteure in seinen Kader auf sondern lieber diejenigen, die ihm charakterlich als am Besten geeignet erscheinen. Die Härte, mit der Brooks dabei seine Spieler behandelt, scheint selbst seinem Co-Trainer überzogen, und die Familie leidet ebenfalls unter der völligen Hingabe des Trainers an seine Aufgabe. Als die USA dann in einem Testspiel gegen die Russen klar verlieren, gibt niemand mehr etwas auf das offensichtlich doch überforderte Team.

Doch es sollte anders kommen und man könnte "Miracle" wirklich Einiges an Kitsch, Pathos und vor allem einen völlig unglaubwürdigen Handlungsverlauf vorwerfen, gäbe es da nicht ein unschlagbares Argument FÜR diesen Film: Das alles ist eben tatsächlich genau so passiert. Im Rahmen der Genrekonventionen natürlich auf gute zwei Stunden komprimiert, etwas vereinfacht und mit dramatischer Musik unterlegt. Aber letztendlich doch alles Fakten, die Namen, die Ergebnisse und die Einzelschicksale. Kurt Russell gibt dabei als Coach eine seiner besseren Leistungen der letzten Jahre und kommt noch dazu mit stilechter 70er Jahre-Frisur und Klamotten daher. Wie überhaupt die gelungene, sehr stimmige Ausstattung des Films überzeugend einen Eindruck von der Atmosphäre Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre vermittelt.

Letztendlich stellt sich bei der Beurteilung des geradezu klassischen Sportfilms "Miracle" die Frage, ob man denn diese Art Filme überhaupt leiden kann oder nicht. Wer damit grundsätzlich wenig anfangen kann wird auch hier wenig Neues oder Interessantes finden, wem dagegen die Namen des geradezu unheimlichen Torhüters Tretjak und des stets ausdruckslosen Trainers Victor Tichonow noch etwas sagen, der wird sich mitreißen lassen vom vielleicht unglaublichsten Eishockeyspiel aller Zeiten. Zudem uns dieses Match hier in einer fast dreißig Minuten langen Inszenierung präsentiert wird, die dann wirklich nichts Wichtiges mehr auslässt. Eine wirklich rundum schöne Geschichte also - für jeden der es mag, wie gesagt.

Volker Robrahn

10

Ich persönlich kann den Film nur weiter empfehlen. Wirklich einer der besten Sportfilme überhaupt. Und der Beste Eishockeystreifen sowie so.
Ist sogar mein Lieblingsfilm...
Er ist typisch Disney, aber deswegen auch richtig gut. Die Jungs in L.A. wissen ganz einfach wie man Sport richtig in Szene setzt und mit einem großen Knall beendet.
Ein Film, der auf Grund seiner Echtheit bewegt. Gänsehaut Feeling pur.
Für alle Eishockey Fans ein Muss.
Da kann man nur noch viel Spaß beim anschauen wünschen... Grüße SrTigerlili

10

Super Film aber nur halt ein Film für die die auch Eishockey mögen realitäts getreue Wiederholungen vom Eishockeyspiel von 1980 in New York kann ich nur jeden empfehlen der eishockey genau so mag wie ich die arbeiten der einzelnen Schaupieler ein absoluter Traum einer meiner Lieblingsfilme und ein großes Dankeschön das sie einen so einen Tollen Film gedrht haben an alle die daran mitgearbeitet haben. Thanks Guys.

10

absolut genialer film!!!Wer durch die Geschichte dieser jungen Männer nicht berührt ist der ist tot . Eine Geschichte wie sie nur das Leben selbst schreiben kann!!!

das peinlichste im ganzen film ist der Spruch "jetzt kommen die conehead" und kurt russel fragt wer das sei und sein kollege ihm erklärt "na die coneheads mit dan aykroyd und so.." dumm nur das der Film "Die Coneheads" aus dem Jahr 1993 ist, Miracle aber im Jahr 1979 spielt..

Hallo-
ich möchte nur die Review bewerten: 10 Augen für die sachliche pointierte Filmbeschreibung durch die viell. sogar ein sportlicher Laie eine Ahnung davon entwickeln kann, warum Sport-trotz all des Schmutzes!!-begeistern kann.

@wissler
dumm nur das der coneheads film von 1993 auf coneheads-sketchen von saturday night live aus den jahren 1977-1979 basiert

7

Liebe Leute!

Für einen Eishockeyfan ein absolutes Muss!!!

zu dem Kommentar vormir muss ich sagen dass dies auf einer wahren Begebenheit basiert und sicher besser und weniger theatralisch gemacht ist als "das Wunder von Bern" dass die Deutschen fabriziert haben.

Die Amis schaffen es wenigstens gute Schauspieler dafür gewinnen!!

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