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Men of Honor

Men of Honor
drama , usa 2000
original
men of honor
regie
george tillman jr.
drehbuch
scott marshall smith
cast
cuba gooding jr.,
robert de niro,
charlize theron,
michael rapaport, u.a.
spielzeit
128 Minuten
kinostart
10. Mai 2001
homepage
bewertung

3 von 10 Augen

Cuba Gooding jr. kann einem schon richtig leid tun. Seit seinem Sensationserfolg mit "Jerry Maguire" vor nun mehr fast fünf Jahren läuft er beständig seiner zweiten großen Rolle hinterher. Pseudo-anspruchsvolles wie "Instinkt" erwies sich dabei ebenso als Rohrkrepierer wie die strunzdoofe Action-Lachnummer "Chill Faktor". Die wachsende Verzweiflung war vielleicht einer der Gründe, warum der gute Cuba sich als neuestes Projekt einen Film aussuchte, der dem amerikanischen Publikum so richtig schön ans Herz gehen dürfte. Denn daß bei der Biografie von Carl Brashear, dem ersten schwarzen Master Diver in der U.S. Navy, kein Auge trocken bleibt, dafür ist Sorge getragen. Nur dumm, daß der Regisseur sein Publikum eigentlich zu Tränen rühren wollte, das Ergebnis mit seiner Wagenladung aufgesetztem Pathos aber eher dazu einlädt, Tränen zu lachen.

Carl Brashear war der Sohn eines armen Farmarbeiters aus dem Süden, der sich auf dem Feld die Hände blutig schuftete und sich nichts mehr wünschte, als daß es sein Sohn einmal weiter bringe als er. So darf "Men of Honor" auch schon nach drei Minuten zum ersten Angriff auf die Tränendrüsen ansetzen, wenn der Herr Papa mit einfachen Lebensweisheiten um sich wirft und seinem Sohn beim Abschied rät, niemals zurückzukehren, sondern seinen Weg zu gehen, auch wenn er dafür Regeln brechen muß. Dazu haut die musikalische Untermalung in die Tasten, als würden wir gerade auf den emotionalen Showdown zusteuern, und es macht sich ein mulmiges Unwohlsein in der Magengrube breit. Das wird doch nicht etwa so pathetisch weitergehen?
Doch, tut es. Carl tritt kurz nach dem zweiten Weltkrieg in die Navy ein, die zwar eigentlich für Schwarze offen ist, aber ihnen letztlich nur eine Karriere als Koch oder Offiziershelfer anbietet. Carl bricht ein paar Regeln, erweist sich als hervorragender Schwimmer und träumt bald davon, Taucher zu werden. Und nach den üblichen dreihundert oder so Bittschreiben an höhere Stellen wird er auch tatsächlich an der Taucherschule zugelassen. Dort trifft er allerdings nicht nur auf den geballten Rassismus seiner neuen Kameraden, sondern auch auf die Mißgunst des verbitterten Ausbilders Billy Sunday (Robert de Niro), der seit einem Unfall eine beschädigte Lunge hat, ergo selbst nicht mehr tauchen darf und aus Frust darüber zum Alkoholiker wurde. Alles sehr tragisch, in der Tat.
Werfen wir noch ein paar Zutaten mit in den Drama-Topf: Wie z.B. eine schwarze Bibliothekarin, die Carl beim Lernen für seine schriftlichen Prüfungen unterstützt. Daß sich die beiden in einander verlieben, ist so klar, daß sich der Film noch nicht einmal Mühe gibt, die Entwicklung dieser Beziehung auch nur halbwegs zu verdeutlichen, und einfach gleich zum Heiratsantrag springt. Und schon ist das Publikum wieder gerührt. Billy Sunday hat natürlich auch eine Frau, die vor lauter Verzweiflung auch ständig besoffen ist, ihren Mann aber abgöttisch liebt und daher standhaft bei ihm bleibt. Funktion für den Plot dieses Charakters: gleich Null. Ebenso überflüssig sind ca. ein halbes Dutzend anderer Figuren, die ein paar Minuten im Bild rumstehen dürfen, ohne viel zu sagen, dann einmal etwas besonders rassistisches von sich geben, und somit erneut die großen Widerstände unterstrichen haben, die Carl zu überwinden hatte. Und das Publikum ist wieder gerührt.

"Men of Honor" ist ein typischer Film über einen Menschen, der gegen alle Widerstände seinen Traum verwirklichen möchte. Davon gibt es viele, aber kaum einer machte sich so übertrieben über seine Geschichte her wie dieser. Kaum hat Carl ein Hindernis überwunden, steht er schon wieder vor dem nächsten, und das ist mindestens doppelt so hoch. Und das immer so weiter, von Schicksalsschlag zu Schicksalsschlag. Man kann all das entschuldigen mit der Tatsache, daß der Film ja schließlich auf wahren Ereignissen beruht. Aber man kann so etwas auf die eine und auf die andere Sache inszenieren, und Regisseur Tillman macht bereits in den ersten Szenen klar, daß es hier nicht um Realitätsnähe geht. Hier wird in Großaufnahme und mit feuchten Augen gelitten, die Gesichter sind von Schmerz verzerrt und allen geht es ganz doll schlecht. Und wem das noch nicht genug ist, dem drischt der vollkommen überzogene Musik-Score den Pathos eben auch noch in die Ohren. Nun fang endlich an zu heulen!
Es ist die typische amerikanische Heldenverehrung, die hier zum Zuge kommt. Dementsprechend bleibt Carl Brashear als Charakter auch dünn wie ein Blatt Papier. Er ist über alle Maßen willensstark. Weitere Eigenschaften: keine. Ähnlich ergeht es allen anderen Figuren, die vom netten weißen Kumpel bis hin zum ewig feindlich gesinnten Militär-Fuzzi in ihre funktionale Schablone gepresst werden und sich daraus nicht eine Sekunde lösen können. Einzig Robert de Niro und Charlize Theron, die das Ehepaar Sunday spielen, erwecken den Eindruck, als könnte da noch etwas mehr in ihrem Inneren lauern. Vielleicht entpuppt sich die wahre Qualität eines Schauspielers dann, wenn selbst einer völlig flachen Figur noch etwas Tiefe verliehen werden kann.

Tillmans Inszenierung von Carls heldenhaftem Kampf ist von Anfang an so maßlos überzogen und auf Manipulation ausgerichtet, man hätte auch einen kleinen Jungen neben die Leinwand stellen können, der zwei Stunden lang die amerikanische Flagge schwenkt und dabei die Nationalhymne singt. Wäre aufs Gleiche hinaus gelaufen, was Subtilität betrifft.

Frank-Michael Helmke

1

Einzig Robert de Niro überzeugt. Ansonsten ist der Film fürn Müll!

"Dementsprechend bleibt Carl Brashear als Charakter auch dünn wie ein Blatt Papier. Er ist über alle Maßen willensstark. Weitere Eigenschaften: keine "

Die Filmkritk über den Film ist sehr sehr gut!

Kann man nur unterstreichen!

10

Einfach der collste Film den es gibt,(Robert De Niro macht eigentlich nur gute Filme).

10

der film gibtg menschen dire hoffnung an ihre ziel zu glauben

10

Jeder empfindet was anderes als gut, wenn ein film mich persönlich berührt und ich am nächsten tag immer noch über manche dinge, die im film vorkommen nachdenken muss, hat er es bei mir geschafft. egal was irgendwelche möchtegerns dadraussen denken, peace

8

Der Film ist der Hammer dank de niro
So werden Helden Geboren ,das ist halt Amerika.
Der Film ist ein Muss für alle Film Fans .

10

Jeder sollte mal selber versuchen einen Film zu drehen!
Dieser Film ist meiner Meinung nach sehr gut.....die Handlung regt zum Nachdenken an und gibt jedem Kraft an sich zu glauben....
Naja viel Spaß noch ihr möchtegern Kritiker :D haha bauern

8

Ich finde den Film ok! zum einen erwarte ich von amerikanischen Spielfilmen nicht mehr und zum anderen finde ich so ziemlich jeden Streifen mit De Niro gut! Amerikanisches Kino vom Feinsten - so ist Amerika eben ;-)

10

Da dieser Film auf wahren Begebenheiten beruht, ist er sehr sehenswert. Einer meiner Lieblingsfilme!

10

Ich finde den Film einfach klasse
weil es auf einer echten Begebenheit aufgebaut ist
habe den film erst vor kurzem gesehen und fand ihn klasse!!

Zum weinen schön!!!

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