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Master & Commander - Bis ans Ende der Welt

Master & Commander - Bis ans Ende der Welt
abenteuer , usa 2003
original
master & commander: the far side of the world
regie
peter weir
drehbuch
peter weir, john collee
cast
russell crowe,
paul bettany,
billy boyd,
lee ingleby, u.a.
spielzeit
140 Minuten
kinostart
27. November 2003
homepage
bewertung

9 von 10 Augen

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts befindet sich das britische Empire im Krieg mit Frankreich unter Napoleon. Eine besondere Bedeutung kommt in dieser Auseinandersetzung den Gefechten auf den Meeren der Welt zu. Die berühmtesten Schlachten schlug dabei der legendäre Admiral Nelson, aber auch Kapitän Jack Aubrey (Russell Crowe) hat sich schon oft bewährt, so dass er und seine Crew vor der brasilianischen Küste segelnd den Auftrag erhalten, mit allen Mitteln das französische Kriegsschiff "Acheron" vor dem Einzug in den Pazifischen Ozean abzuhalten.
Eine Aufgabe, die sich als nahezu unlösbar erweist, repräsentiert dieses Wunder der Meere doch den modernsten Stand der Technik und des Machbaren. An Größe, Bewaffnung und Geschwindigkeit der "H.M.S. Surprise" des Engländers deutlich überlegen, fügt sie diesem ein ums andere Mal eine Niederlage zu. Als Aubrey trotz der aussichtslosen Lage verbissen weiter Jagd auf sein "Phantom" macht, stellt dies seine langjährige Freundschaft zum Schiffsarzt Stephen Naturin (Paul Bettany) auf eine schwere Belastungsprobe. Dieser mahnt zur Vernunft und warnt vor einer verhängnisvollen Fehlentscheidung. Doch ausgerechnet Stephen liefert seinem Kapitän und Freund schließlich auch eine Idee, wie der "Acheron" vielleicht doch noch beizukommen ist.

Es ist keine besonders komplexe Geschichte, die "Master & Commander" seinem Publikum vorsetzt, sie besteht hauptsächlich aus zwei großen Teilen: Dem Katz- und Maus-Spiel zwischen den beiden Schiffen und der Darstellung des Lebens an Bord der "Surprise" zwischen den Begegnungen mit ihrer Nemesis. Sehr schnell wird dann auch deutlich, dass die Schilderung von Letzterem das tatsächliche Hauptanliegen von Regisseur Peter Weir bildet. Mit einem bemerkenswerten Budget deutlich über der 100 Millionen Dollar-Grenze ausgestattet nutzt Weir dieses nicht etwa nur für bombastische Schlachtszenen und vordergründige Schauwerte, sondern geht einen anderen Weg. Einen Weg, der den zur Zeit gängigen Formeln des Hollywoodkinos nahezu konträr gegenübersteht: "Realismus" ist hier die oberste Direktive und alles ordnet sich dem Anspruch unter, einen Eindruck davon zu vermitteln, wie es denn damals tatsächlich gewesen sein könnte, das Leben auf so einem Kriegsschiff. Teure Spezialeffekte sind zwar vonnöten, versetzen den Betrachter aber nicht ins Staunen sondern bleiben bewusst unsichtbar und möglichst unbemerkt. Dieses Vorhaben gelingt, und so liefert "Master & Commander" neben einer historisch korrekten Gestaltung und Ausstattung von Schiff und Mannschaft auch einen der überzeugendsten Stürme, in den je ein Segler auf der Leinwand geriet.
Der Regisseur benutzt dabei einen Kunstgriff, der das Gefühl wirklich "mittendrin, statt nur dabei" zu sein noch enorm verstärkt: Über die volle Laufzeit des Films verlassen wir nie die Mannschaft der "Surprise". Es wird nicht umgeblendet zum Feind, der daher auch für die Zuschauer ein gesichtsloses "Phantom" bleibt, es wird nicht in irgendwelchen Häusern von Politikern beraten, es gibt kein buntes Treiben in belebten Städten. Nur das Publikum und die Crew und ein einziger kurzer Landgang. Ein Konzept das absolut Sinn macht, das funktioniert und das Eines endgültig beweist: Wenn Peter Weir eine besondere Gabe hat dann die, überzeugend in sich geschlossene Welten zu schaffen in denen sich seine Figuren bewegen. Dies gelingt ihm nach den Amish-Leuten in der "Der einzige Zeuge" und der Kunstwelt seiner "Truman Show" nun schon mindestens zum dritten Male in ganz großem Stil.

Es ist eine faszinierend interessante Welt, die sich dem interessierten Zuschauer/Begleiter hier auftut, und wir bekommen zumindest eine Ahnung davon wie es gewesen sein muss, wochenlang tatenlos auf Wind zu warten oder im Nebel ständig in Angst vor einem plötzlich aus dem Nichts auftauchenden Feind zu leben; wie der Aberglaube der einfachen Seeleute auch die Entscheidungen des Kapitäns beeinflussen kann und wie die, sich noch im Kindesalter befindlichen, Offiziersanwärter aus den Adelsfamilien ihren Mann stehen müssen oder am Druck zerbrechen.
Mit der Figur des Kapitäns Jack Aubrey verkörpert Russell Crowe nach dem "Gladiator" erneut eine zunächst überlebensgroß scheinende Figur, ein Eindruck der sich aber im Laufe des Films revidiert. Aubrey ist sich seiner Entscheidungen durchaus nicht immer sicher, darf aber gegenüber der Mannschaft keinerlei Unsicherheit erkennen lassen. Der Schiffsarzt und Wissenschaftler Stephen bildet dabei eine Art Gegenpol zum naturgemäß auf die Erfüllung seines Auftrages fixierten Kapitän und wirkt immer wieder als mahnende Stimme des Gewissens und der Vernunft. Nach "A Beautiful Mind" arbeiten Russell Crowe und Paul Bettany hier erneut miteinander und überzeugen mit der Darstellung einer glaubwürdigen Freundschaft, die sich entwickelt und auch Krisen überstehen kann. Längst nicht allen Zuschauern wird dabei bekannt sein, dass die Abenteuer der beiden Freunde bereits in rund 20 Romanen des Autors Patrick O'Brian geschildert wurden, so dass es aus dieser ahnungslosen Perspektive durchaus möglich erscheint, dass Aubreys Jagd auf die "Acheron" zur Besessenheit mutiert und die Freundschaft daran zerbricht. Aber auch hier heißt die Devise wieder "Realismus": Man braust auf, beruhigt sich wieder und macht doch irgendwie weiter.

All dieser Enthusiasmus soll nun bitte nicht den Eindruck erwecken, dass wir es hier mit einem verkappten Dokumentarfilm zu tun hätten. Keineswegs, denn auch ein anständiger Spannungsaufbau ist vorhanden und die Dramaturgie steuert dann auch auf den unvermeidlichen Showdown hin. Ein durchgehendes Action-Spektakel ist "Master & Commander" allerdings nicht und auf die nicht besonders originelle Schlusspointe hätte man auch gern verzichten können - allerdings nimmt diese auch wieder nicht so viel Raum ein um sich darüber groß zu ärgern. Es bleibt abzuwarten, wie das amerikanische Publikum auf einen Historienfilm aus rein britischer Sicht reagiert, der zudem auch noch gegen den gängigen Strich inszeniert wurde. Aber vielleicht hat man ja in diesem Filmjahr noch Lust auf einen zweiten Seefahrer-Film. Der gibt sich zwar ganz anders als die immens erfolgreichen Piraten aus dem "Fluch der Karibik", ist dabei aber ganz bestimmt nicht einen Deut schlechter.

Volker Robrahn

10

Der Film ist einfach nur sehenswert.
Russell Crowe als Capt. Jack Aubrey - besser hätte die Rolle nicht besetzt sein können. Sehr überzeugender Auftritt.

10

Ein Klasse Film, mit starken Charakteren und absoluter bis zum SChluss gehaltener Spannung. Wunderschöne Naturaufnahmen!

is grosses Kino...wer sowas zu schätzen weiß!

10

dieser film ist der besste den ich je gesehen habe, hochachtung:-)
!!!!!!!!

10

Hallo allerseits!

Eins vorweg: ich kann beide der beiden Meinungsparteien hier sehr gut verstehen.

Ich bin inzwischen (nach mehrfachem Sehen des Filmes) zu einem sehr großen Fan geworden, war allerdings damals (was ich heute sehr bedauere) nicht im Kino gewesen, habe ihn das aller erste Mal zuhause auf Dvd gesehen, auf Empfehlung eines Freundes hin. Ich war damals zum Erscheinen des Films 16 Jahre alt und interessierte mich überhaupt nicht für das Genre, weshalb ich ihn zwar wunderschön fotografiert fand, allerdings in seiner Handlung sehr gestreckt und trotz einem wahren Augenschmaus und vor allem der teils sehr ernsthaften Themen nicht so gut fand; "Fluch der Karibik- Der Fluch der Black Pearl" fand ich damals hingegen toll, aber viel eher deshalb, weil er meine Altersgruppe thematisch mehr ansprach und vor allem leichtere Kost war.

Allerdings erfuhr ich einige Jahre später dann die Wende: Ich behandelte in einem meiner Leistungskurse das Thema "Film als Medium" anhand des Films "Eyes wide shut" von Kubrik und Arthur Schnitzlers "Traumnovelle" im Vergleich, sowie einigen Hitchcok- Filmen. Hier lernte ich das erste Mal, wie genau man einen Film betrachten, wie viel Interpretation in der Erzählweise durch die Kameraführung, das Set usw. ausdrücken kann.
Ich war (und bin auch heute noch) begeistert; ich sah "Master and Commander" also zum zweiten, dritten, vierten Mal und fand ihn sensationell: die Liebe zum Detail, die Musik, alleine die Einrichtung des Sets (Beispiel: die räumliche Personenkonstellationen anhand der Tischszenen. Je besser Maturin und Aubrey sich verstehen, desto näher sitzen sie beieinander, je mehr Krach es gibt, desto weiter sitzen sie auseinander und desto weniger Speisen stehen auf dem Tisch.) Ebenso spielt Peter Weir unglaublich mit Gegensätzen (Gut- Böse, Schnell- Langsam, Groß- Klein, Laut- Leise, Enge- Weite...) und hat ein sehr feines Gefühl für Timing und den perfekten Einsatz der niemals aufdringlichen, sondern sehr subtilen und faszinierenden Musikauswahl.

Wer MAC als "Hau- drauf- Film" sieht, hat ihn leider nicht verstanden, denn ich kenne (um Paul Bettany hier zu zitieren) "keinen Actionfilm, in dem sich mittendrin zwei Männer miteinander hinsetzen und Corelli spielen", bzw. über Themen wie die Ethik des Krieges, den Wert von Freundschaft, oder den Unterschied zwischen blindem Eifer und Pflichterfüllung gegenüber einer höheren Instanz diskutieren.

Ich bin durch diesen Film ebenfalls zum O'Brian und Hornblower- fan geworden und kann, wie gesagt, beide Meinungen verstehen, da ich beides nacheinander empfunden habe; es braucht Zeit, sehr viel Zeit und eine große Offenheit, um ein Auge für die Liebe der Regiearbeit dieses Films zu finden und ihn lieben zu lernen.
Liebe Grüße! :)

Ich möchte ersteinmal sagen, dass ich den Film gar nicht im Kino gesehen hab. Das war mir da ziemlich egel. Naja,und im letzten Urlaub haben wir in San Diego/USA, California diese "alten Schiffe" besucht... Naja, zum Teil kannte ich sie schon, da wir das zweite Mal da waren. Wir kamen auf eines der Schiffe und ich dachte mir "Wer nennt ein Schiff erst "Rose" und benennt es dann um in "H.M.S. Surprise" ? Ziemlich komisch. Als wir dann unter Deck waren, kamen wir in ener der Räume und sahen dises Plakat von "Master and Commander". Ich hatte schon länger eins in meinem Zimmer, da mich Seefahrt interesiert. Und ich hab dann so den Text gelesen und dann: Mensch wahnsinn!!!!!! HIER haben die DEN Film gedreht?!! Also kannte ich das Set eher, als den Film. Der kam dann nach dem Urlaub im Fernsehen und ich hab ihn mir natürlich angesehen. Doch so wirklich hab ich den nich verstanden, muss ihn unbedingt nochmal gucken. Drauf gekommen bin ich erst, seit ich "Gladiator" gesehen habe! Wahnsinns Film! Aber was man von Russell Crowe so ließt, ist der ziemlich "aufbrausend" , wenn er sauer ist... Das ist schon ziemlich komisch. Aber die Filme, wie "Master and Commander" und "Gladiator" stehen ihm gut, besser als "Insider". Ich kann mir Crowe besser in Rollen vorstellen, wo er einen muskolösen Mann spielt, als wie diesen Wissenschaftler in "Insider". Für die Rolle hatte er ein zu breites Kreuz und zu viele Mukies. Aber sonst stand ihm die Rolle ganz gut. Naja, wie auch immer, ich kann nicht sagen, dass ich absoluter Russell Crowe Fan bin, kann aber auch nicht sagen, dass mir Russell Crowe völlig egal ist. Ichglaub ich muss mir "Master and Commander- The far side of the world" nochmal angucken.

10

...Ich muss gerade eine Filmpräsentation in der Schule machen und hab dazu diesen Film gewählt, erstens, weil ich ihn selbst zu Hause hab und zweitens weils einer der besten Filme is, die ich je gesehen habe...ich liebe solche alten Segelschiffe und es ist genial wie die Crew diesen Film gemacht hat...Ich hab ihn bestimmt schon 5 mal gesehen und würde es auch weitere tun...

Einfach genialer Film...

Hey und "TOBIAS" ich bin auch ein sehr großer Hornblower-Fan

10

Für mich einfach nur genial. Jede einzelne Figur ist exakt durchgezeichnet und glaubhaft zueinander in Beziehung gesetzt. Natürlich ist es kein Film den man mal so schnell konsumiert. Das wird deutlich an der Szene in der Offiziersmesse, als Lucky Jack von seiner Begegnung mit Nelson erzählt. Zwischen jeder gesprochenen Textzeile steht mindestens eine nichtgesprochene. Nur dazu muss man willens sie zu erkennen. Wer im Kino viel Bumm und Bäng erwartet, wo möglichst viel Blut fließen und die Unterhaltung möglichst brutal und oberflächlich sein soll, ist hier allerdings fehl am Platz. Kein Film zum das Hirn ( sofern voehanden ) an der Kinokasse abzugeben.

Zwischen jeder gesprochenen Textzeile steht mindestens eine nichtgesprochene. Genau! Neben der historischen Genauigkeit eben auch eine Menge (oft auch) zeitloser Denkanstöße. Über Befehl und Gehorsam, über Machtstrukturen. Finden sich nicht auch heute noch genug Leute, die eine starke, harte Hand fordern? (Wenn auch oft genug nur insgeheim?)Deshalb schön zu sehen: die Verachtung, die einem vermeintlich schwachen Mr. Hollam von der Besatzung entgegenschlägt. Die Freundschaft zwischen Aubrey und Maturin und die Frage: wie weit ist einer bereit zu gehen, wieviel ist er bereit zu opfern für Befehl und Karriere? Kein seichtes Gewässer. Schön, dass Weir sich Zeit dafür genommen hat. Habe (nach dem Film) sämtliche Romane O´Brians gelesen und fand, dass sie sehr gut umgesetzt wurden. Die Umgangsformen zwischen Aubrey und seinem Stewart Killick, im Film ja nur kurz angerissen ("Nicht auf das Tischtuch!"/ "Essen ist fertig, wenn es fertig ist!"),sind in den Büchern ein steter Quell der Heiterkeit. Also. Meine Empfehlung: lest die Bücher!

hallo,

habe heute (nur) 17 (!) minuten zufällig in der glotze gesehen - das ende. hat mich neugierig gemacht, hat mir spaß gemacht, trotz "viel" action. bin (leider) kein großer kino-gänger mehr - zu wenig zeit. hier keine wertung - die kommt (vielleicht) später. ich besorge mir nämlich jetzt erstmal die romanvorlagen und die dvd. ich bin aber sicher: richtig großes kino zeichnet (auch) durch kontroverse diskussion aus - und die ist hier allemal gegeben - siehe kritiken oben. bin gespannt auf meine eigene wertung ...

kk

10

Weltklasse der Film dieser Überraschungsangriff der Franzosen,einfach volle Breitseite

9

Kann mich der hier vorherrschenden Meinung und dem Rezensenten nur anschließen: ein wirklich spannender, authentischer und erstklassig inszenierter Abenteuerfilm !
Ich Kann absolut nicht verstehen wie einige behaupten können der Film sei langweilig, zumal das erste Seegefecht bereits nach wenigen stattfindet...
Einziger Kritikpunkt ist das recht unrealistische Täuschungsmanöver am Ende: es ist nur schwer zu glauben, dass eine so erfahrene und kampferprobte Crew wie die des französischen Schiffes, auf die geringe Entfernung eine englische Fregatte nicht von einem Walfänger unterscheiden kann.

10

also ,der film ist weltklasse.
Ein fantastisch spannender actionfilm und tolle schauspieler.
Ein besonders guter, weil kompetenter und doch menschlicher kapitän. Und dazu auch noch sehr attraktiv.
Alle achtung !!

10

Super !
Spannend!
Tolle Effekte !
Ein wunderbarer Käptain, ein toller Arzt !
Sehr gute Emotionen !
10 Points !
Freue mich auf den nächsten Teil.

9

Ich finde der film toll, es ist realität nah. Es ist kein Märchen .

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