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Mann umständehalber abzugeben

Mann umständehalber abzugeben
komödie , usa 2002
original
serving sara
regie
reginald hudlin
drehbuch
jay scherick, david ronn
cast
matthew perry,
elizabeth hurley,
bruce campbell,
vincent pastore, u.a.
spielzeit
100 Minuten
kinostart
6. Februar 2003
homepage
bewertung

3 von 10 Augen

 

Joe Tyler (Matthew Perry aus "Friends") hat einen undankbaren aber durchaus spannenden Job: er stellt amtliche Dokumente zu. Dabei muss er oft auf Tricks zurückgreifen, da die Empfänger selten eine frohe Botschaft von ihm erhalten. So handelt er sich auch mal Ärger mit der Mafia ein, wenn er einem Mitglied eine Vorladung zustellen muss. Durch seine Tricks ist er recht erfolgreich, steht aber immer in Konkurrenz zu seinem dümmlich-plumpen Kollegen Tony (Vincent Pastore, "Unterwegs mit Jungs"), der durch Intrigen versucht, an die Spitze der Firma zu kommen.
Ein Job, um den Joe und Tony buhlen, ist ein besonders lukrativer: ein texanischer Millionär will seiner Frau Sara Moore (Liz Hurley, "Teuflisch"), die Scheidungspapiere zustellen lassen. Das ist juristisch sehr brisant, denn nach texanischem Recht hat Sara so keine Chance auf eine angemessene Abfindung. Ihr einziger Ausweg besteht also darin, Joe selber anzuheuern, damit er ihrem Mann zuerst die Scheidungspapiere überreicht, denn so bekommt sie einen schönen Batzen des Vermögens. An dieser Stelle beginnt eine Jagd, wie man sie schon tausendfach gesehen hat. Gejagt wird natürlich Ehemann Gordon (Bruce Campbell), der bald den Braten riecht und versucht unterzutauchen. Dann werden die beiden verfolgt von Kollege Tony, von Gordons neuer Flamme, von den übers Ohr gehauenen Mafiosi und und und ...

... und fertig ist eine klassische Romantic-Comedy nach dem Bausatz-Prinzip. Mann trifft Frau, beide hassen sich zunächst, sind aber eigentlich wie füreinander geschaffen und nach einigem Hin und Her mit viel Anzüglichkeiten, Fäkalhumor und Auf-die-Fresse-Gekloppe kommt dann in der Regel doch noch das Happyend. Als wäre das nicht schon langweilig genug, spielt Liz Hurley keine Rolle, sondern posiert in immer neuen, knappen Outfits. Leider wird auch Matthew Perrys Talent für den schon erwähnten Fäkal- und Hau-drauf-Spaß verbraten und man stöhnt eher auf anstatt zu lachen. Einziger Lichtblick des Debakels ist Bruce Campbell als Gordon, der wie seine Untergebenen in der Firma nicht texanischer hätte aussehen können.
Letztendlich kann man diesem Film nicht den geringsten künstlerischen, aber immensen kommerziellen Ehrgeiz nachweisen, alles läuft nach Schema F und es kommt nicht eine einzige Überraschung. Wenn Joe mit einem Tierarzt verwechselt wird weiß man sofort, dass er im nächsten Moment den Arm in der Kuh haben wird. Wenn Sara hinfällt, ist klar, dass Joe in anzüglicher Pose auf sie fallen wird. Und bei allem ist logisch, dass Liz Hurley ordentlich enge Klamotten trägt. Immerhin diese Tatsache wird 50 Prozent der Bevölkerung Freude bereiten.

Vera Kampschulte

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