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Mama

Mama
horror , kanada/spanien 2012
original
mama
regie
andy muschetti
drehbuch
andy muschetti, neil cross
cast
jessica chastain,
nikolaj coster-waldau,
megan charpentier,
isabell nelisse, u.a.
spielzeit
100 Minuten
kinostart
18. April 2013
homepage
http://www.mama-derfilm.de
bewertung

7 von 10 Augen

mama 1Nach fünf Jahren tauchen sie wieder auf und werden in einer abgelegenen Holzhütte gefunden, die beiden Kinder Victoria (Megan Charpentier) und Lily (Isabell Nelisse). Dorthin hatte sie einst ihr eigener Vater verschleppt, nachdem er ihre Mutter getötet und den Plan gefasst hatte, die ganze Familie auszulöschen. Doch dazu kam es nicht und den Grund, warum die Mädchen überlebten, kennt niemand. Es war ein wahrhaftiger weiblicher Geist, der eingriff und sich all die Jahre um die Kinder kümmerte. Als schließlich ihr Onkel Lucas (Nikolaj Coster-Waldau) und dessen Freundin Annabel (Jessica Chastain) sich der Mädchen annehmen scheint alles gut zu werden. Doch die beiden Verwandten ahnen nicht, dass sie eine unerbittliche Konkurrentin um die Gunst von Victoria und Lily haben, denn „Mama“ ist noch da und nicht bereit ihre Schützlinge freizugeben.
 

mama 2Obwohl der Grusel-Geister-Thriller des Argentiniers Andy Muschetti thematisch im Grunde nicht viel Neues bietet, kann man nach Betrachten des Films schon nachvollziehen, warum sich ein Guillermo del Toro („Hellboy“, „Pans Labyrinth“) der Sache angenommen hat und diese nun als Produzent fördert und unterstützt. Der hatte sich nämlich zuvor Muschettis gleichnamigen Kurzfilm zu Gemüte geführt und sofort Talent gewittert. Was sowohl die visuelle Umsetzung als auch das Timing und Anziehen der Spannungskurve betrifft, gibt es an der nun vorliegenden Langfassung dann auch ebenfalls nichts auszusetzen. Das sieht schon alles sehr souverän und gekonnt aus, insbesondere der Auftakt, in dem ein, nennen wir es „Opfer der Finanzkrise“ ausrastet und Amok läuft, wirft einen sofort mitten ins treibende Geschehen.

Der vor allem aus „Game of Thrones“ bekannte Nikolas Coster-Waldau agiert hier übrigens in einer Doppelrolle, denn was folgt sind die Bemühungen des ebenfalls von ihm gespielten, sich für die Taten seines Bruders verantwortlich fühlenden Lucas, die verstörten Mädchen wieder ins normale Leben einzugliedern. Insbesondere die junge Lily hat praktisch keinerlei Erinnerungen mehr an andere Menschen und ist den Verlockungen ihrer „Ersatzmama“ daher nahezu wehrlos ausgesetzt. Dieses Geisterwesen bleibt sowohl optisch als auch von seiner eigentlichen Intention her klugerweise lange im Vagen und Ungewissen, so dass sich zunächst keine eindeutige Gut/Böse-Einschätzung vornehmen lässt.

mama 3Der eigentliche Trumpf der Geschichte ist jedoch Jessica Chastain. Die mit Charakterrollen in „Tree of Life“ und „Zero Dark Thirty" zum Shooting Star aufgestiegene Schauspielerin würde man wohl nicht unbedingt in so einem kleinen Genrefilm vermuten, aber gerade deshalb ist ihre Figur auch hier vermutlich wieder die Interessanteste. Denn nachdem der motivierte Lucas durch eine storytechnischen Kniff erst mal für eine Weile aus dem Verkehr gezogen wird, ist es dann an der von Chastain verkörperten Annabel, sich fortan um die beiden Mädchen zu kümmern. Die kommt jedoch eher punkig und lebenslustig daher, hat auf Kinder eigentlich so gar keinen Bock („Die können mich eh nicht leiden“) und auch keine wirkliche Lust nun auf einmal Verantwortung übernehmen zu müssen. Wie sich daraus dann aber in der Folge eine sanfte, vorsichtige Annäherung ergibt, die durch das übernatürliche Geschehen im Hintergrund noch zusätzlich erschwert wird, dass hat dann schon eine erzählerische und schauspielerische Qualität, die ein Stück über das sonst in dieser Art Genrekino Gebotene hinausgeht.
   

Lange Zeit ist „Mama“ mit seinem subtilen und oft nur zart angedeuteten Horrorszenario also eine rundum erfreuliche Angelegenheit, auch wenn Regisseur Muschetti hier und da nicht widerstehen kann, auf einige altbekannte und etwas abgegriffene Grusel-Elemente wie Türknarren und Schemen im Dunkeln zurückzugreifen (und ein paar Nebenfiguren, deren einzige Aufgabe es ist, als erste „unwichtige“ Opfer abzutreten, sind natürlich auch mit von der Partie). Leider hält der Film diese Qualität jedoch nicht bis zum Finale, welches schließlich doch noch als gewaltiges, aber halt überladenes Effektgewitter daherkommt, sich auf einmal gar nicht mehr sattsehen kann an CGI-Effekten und viel zu viel und zu lang erklärt. Das hätte man sicher besser und auch etwas mehr im Einklang mit der vorherigen Tonart des Films lösen können und somit bleibt dann für den talentierten Filmemacher noch Spielraum nach oben. Alles in allem ist das Gebotene jedoch trotzdem den Besuch bei „Mama“ wert. 

Volker Robrahn

Dieser Film bedient sich zwar

8

Dieser Film bedient sich zwar vieler bekannter Elemente und der Showdown ist tatsächlich etwas über das Knie gebrochen, doch ist trotzdem ein solider Horrorfilm entstanden, der einen nach dem Kinobesuch erst einmal unter das Bett sehen lässt. Man kann bei Müttern eben nicht vorsichtig genug sein.

Stimmt eigentlich alles was

5

Stimmt eigentlich alles was in der Kritik steht. Dennoch gebe ich jetzt nur 5 Augen, weil viele Elemente wirklich schon zu Genüge bekannt sind, vorallem aus Insidious wurden einige Einfälle eingeflochten (um nicht zu sagen dreist geklaut), die aber bei weitem nicht dessen Intensität erreichen. Auch weiß man aber der Mitte des Films wohin der Hase läuft. Sinister macht es in dieser Hinsicht weit besser.

Der Rezensent hat eigentlich mit allem Recht. Dennoch werde ich nicht warm mit dem Film. Er ist einfach, was Spannung, Story und gute Einfälle angeht, einfach eine Klasse schlechter als Sinister oder Insidious.

Schöne Bilder und ein

5

Schöne Bilder und ein atmosphärischer Graufilter können nicht darüber hinwegtäuschen, daß mal wieder nichts, aber auch rein gar nichts Neues geboten wird. Lediglich Mutti, die wie üblich erst sehr spät gezeigt wird, hinterläßt einen angenehm ekelhaften Eindruck. Und auch wenn das Schauspiel Ensemble, ganz besonders die zwei Kinder, auf ganzer Linie überzeugen können, so folgt der Film doch bedauerlicherweise den gängigen Horrorklischees: ein wohl dosiertes Schöckchen da, ein bisschen Grusel dort, ohne eine nennenswerte Überraschung. Schrecklicherweise mündet das Ganze dann auch noch in einem derart überzogenen Finale, daß man den Eindruck gewinnt, sich nicht mehr in einem Horrorfilm zu befinden sondern einem Grimmschen Märchen beizuwohnen. Nein, das war mir persönlich alles einfach zu unoriginell.

Solider atmosphärisch dichter

6

Solider atmosphärisch dichter Grusler mit einer exzellenten Kameraarbeit und einer wirklich sehr gut animierten Mama. Leider ist viel zu wenig von dem wirklich hochtalentierten Dänen Nikolaj Coster-Waldau zu sehen, er spielt nur eine etwas aufgeblasene Nebenrolle. Ausserdem wird beim grossen Finale ganz am Schluss eindeutig zu dick aufgetragen, es wirkt fast schon kitschig und rührselig. Alles in Allem bleibt aber der positive Gesamteindruck ...

Drei Punkte für Chastain. Der

3

Drei Punkte für Chastain. Der Rest sind bekannte Effekte aus allen Horrofilmen. Horror gibt es hier keinen, eher ein verträumtes Gruselmärchen. Naja, hat Gingi ja auch schon alles treffend beschrieben.

Horror-Fan hier. Langjähriger

1

Horror-Fan hier. Langjähriger Horror-Fan, jemand der auch den trashigsten Ausgeburten des Genres jede Menge zu verzeihen bereit ist, solange nur die Mischung stimmt. Aber DAS hier?
Ich kann nicht im Traum nachvollziehen wie del Toro sich in diesen durchwachsenen Müll hat einspannen lassen. Ich kann schlichtweg nicht verstehen wie Herr Robrahn hier meint diese filmische Apokalypse wäre "einen Besuch wert".
Was ich hier gesehen habe ist der dümmste, dummdämlichste, sich dauernd auf klatschige CGI-Effekten verlassende, seelenloseste Trash seit Jahrzehnten - und wie schon gesagt, ich habe mir eine Menge üble B-Scheiße reingetan, vieles davon sogar mit Begeisterung, weil diese Filme "B" sein wollten - dies hier aber ist einfach nur bemüht und penetrant.
Mögen die grundsätzlichen Ideen okay sein, die Umsetzung ist unter aller Sau. Jede Form von Suspense die sich andeutet wird mit "Hey, guckt mal was wir können"-Effekten zu Tode getrampelt (scheinbar waren alle FX-Spezialisten besessen von der Idee, ihren liebsten Videogames zu huldigen, vor allem "Silent Hill 2" setzt sich hier durch), und die Handlung verwuselt sich dann in Dimensionen weit unterhalb der schlimmsten Manga-Klischees. Stylo Bilder, wohlgemerkt gute Ansätze, aber abgesehen von den guten schauspielerischen Leistungen der Kinder einfach ein abgrundtief bekloppter, wirklich ärgerlicher Mist.
DIE 100 Minuten meines Lebens hätte ich gern zurück.

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