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Männer, die auf Ziegen starren

Männer, die auf Ziegen starren
komödie , usa 2009
original
the men who stare at goats
regie
grant heslov
drehbuch
peter straughan
cast
george clooney,
ewan mcgregor,
jeff bridges,
kevin spacey, u.a.
spielzeit
93 Minuten
kinostart
4. März 2010
homepage
http://www.ziegen.kinowelt.de
bewertung

6 von 10 Augen

 

 Bei so einer Besetzungsliste reißt man erstmal gespannt die Augen auf: Clooney, McGregor, Bridges und der schon halb im Hollywood-Ruhestand befindliche Kevin Spacey in einem Film? Das muss ja ein toller Stoff sein…. Denkt man im ersten Moment, und wohl auch im zweiten, wenn man hört, worum es in diesem Film mit dem herrlichen Titel "Männer, die auf Ziegen starren" geht: Um die unglaublicherweise wahre Geschichte einer Sondereinheit der US-Armee, die in den 70er und 80er Jahren die Möglichkeiten "übersinnlicher Kriegsführung" untersuchte - inspiriert durch die esoterischen New-Age-Mythen der Hippie-Ära experimentierte man hier über Jahre daran durch Wände zu gehen, ein Terrain nur mit dem Geist zu erkunden oder allein durch Blicke töten zu können (was man vornehmlich an Ziegen übte, drum der Titel). Kurz und gut: Der wohl größte hanebüchene Schwachfug, für den das US-Militär jemals Geld ausgegeben hat. Ein lohnendes Ziel für eine Satire. Denkt man. Das Ergebnis ist zwar einigermaßen amüsant, aber leider auch zu keinem Zeitpunkt mehr als das.

Der Grund dafür wird ziemlich schnell offensichtlich, denn eine echte Geschichte gibt es hier eigentlich nicht zu erzählen. Das "First Earth Battalion" (im Film umgetauft in "New Earth Army") wurde irgendwann gegründet und irgendwann wieder aufgelöst, und dazwischen versuchte man sehr engagiert aber eben erfolglos, paranormale Phänomene für militärische Zwecke kontrollier- und nutzbar zu machen. Aus dem Tatsachenbericht von Sachbuch-Autor Jon Ronson versuchte der Drehbuchautor Peter Straughan nun eine runde Filmhandlung zu stricken - und scheiterte dabei ziemlich kläglich.
Protagonist von "Männer, die auf Ziegen starren" ist der frustrierte Kleinstadt-Journalist Bob Wilton (Ewan McGregor). Als ihm ein ehemaliger Armee-Angehöriger in der Nachbarschaft erstmals von der "New Earth Army" erzählt, nimmt Wilton die Geschichte nicht für voll. Bis ihn ein paar unerwartete private Entwicklungen als Möchtegern-Kriegsreporter in den nahen Osten verschlagen, wo er eigentlich über den jüngsten Golfkrieg berichten will, stattdessen aber auf Lyn Cassidy (George Clooney) trifft, den talentiertesten übersinnlichen Krieger der "New Earth Army". Auf dem Weg zu einer etwas ungewöhnlichen Rettungsaktion erzählt Cassidy dem ungläubigen Reporter nach und nach die gesamte Geschichte seiner ehemaligen Einheit - von ihrer Gründung durch den Vietnam-Veteranen Bill Django (Jeff Bridges) bis zu ihrer langsamen Zersetzung durch den intriganten und neidvollen Larry Hooper (Kevin Spacey).

Klingt wie ein Rückblenden-Festival? Ist es auch. "Männer, die auf Ziegen starren" bietet nur eine sehr dünne Rahmengeschichte, der es an einem klaren roten Faden mangelt und die eigentlich nur dazu da ist, um Lyn Cassidy von der alten Zeit erzählen zu lassen. Das ist natürlich angesichts der allgemeinen Absurdität der Geschehnisse durchaus unterhaltsam, kann aber auch nie seine inhärente Episodenhaftigkeit überwinden. Hier bleibt alles ziemlich loses Stückwerk, was zu Beginn noch nicht so sehr stört, mit zunehmender Laufzeit des Films allerdings zu stetig wachsender Langeweile führt, da letztlich auch der Humor des Ganzen die immer gleiche Note spielt: Junge, sind die vom Militär bescheuert….
"Mehr hiervon ist wahr, als Sie glauben" liest man zu Beginn des Films auf der Leinwand, und dieses "Unglaublich, aber wahr"-Label ist letztlich der einzige Kniff, den der gesamte Film zu bieten hat. Klar ist diese Geschichte eine tolle Gelegenheit, sich über die Armee und ihre abstrusen Auswüchse an Hirnfreiheit lustig zu machen, und drum darf man sich auch nicht wundern, dass einige der führenden Liberalen Hollywoods hier die Besetzungsliste schmücken. Es ist nur sehr ernüchternd, wenn man mit zunehmender Filmdauer feststellen muss, dass es eben mehr die Freude am Militär-Bashing war denn die Stärke des Skripts, welche diese illustre Darstellerriege zum Mitwirken verleitete.
Man muss den Herren allerdings auch zugute halten, dass sie ihren Job ziemlich großartig machen. Jeff Bridges dabei zuzusehen, wie er sich als Hippie in Militäruniform durch allen erdenklichen Eso-Schnickschnack experimentiert, weckt herrliche Erinnerungen an seine legendäre Paraderolle als Jeffrey "The Dude" Lebowski, während Spacey und Clooney einmal mehr beweisen, dass man Komödien am Besten so spielt, als wäre alles komplett ernst gemeint. Besonders Clooney unterstreicht hier einmal mehr sein phänomenales Talent als Komödien-Darsteller und macht aus Lyn Cassidy einen wahrhaft liebenswürdigen Irrgläubigen, unerschütterlich in seiner Überzeugung, tatsächlich übernatürliche Kräfte zu besitzen. McGregor kann als ungläubig staunender Chronist dieser Geschichte am wenigsten glänzen und bleibt entsprechend auch am wenigsten im Gedächtnis.

Doch auch die Spielfreude seiner großartigen Hauptakteure kann "Männer, die auf Ziegen starren" auf Dauer nicht über seine Eintönigkeit hinweghelfen. Die immer gleichen Slapstick-Gags verpuffen zusehends wirkungslos, die sprunghafte und unfokussierte Erzählung lässt ihre Figuren ziemlich allein, so dass man sich mit keinem so richtig verbunden fühlt und es einem letztlich egal ist, wie der Film denn nun zu einem Ende findet. Man kann sich bei "Männer, die auf Ziegen starren" über 90 Minuten leidlich gut amüsieren. Man kann aber auch nach dem halben Film gehen und hätte nichts Signifikantes verpasst. Und das ist ganz bestimmt kein gutes Zeichen.

Frank-Michael Helmke

2

Also der Film ist eine lauwarme Komödie mit Big Names,mehr nicht!Hab mir schon überlegt das Kino zu verlassen,bin aber doch geblieben.Irgendwie passt da nix zusammen!

1

sprachlos enttäuscht! Wie, wo, was, warum, wozu dieser Film?

7

Ich würde diesen Film nicht nur als Komödie deklarieren. Anders ausgedrückt ist es eher eine wahre Geschichte, die durch deren schier unglaublichen Inhalt humoristisch wirkt. Allerdings würde diese wesentlich schlechter wirken, hätte man hierbei weniger tolle Schauspieler eingesetzt. Trotzdem ist es ein Film, bei dem sicherlich jeder seine eigene Meinung entwickeln muss, da nicht jeder diesen "Humor" mag. Mir hat er aber gefallen...

2

90 Minuten auf Witz oder Spannung gewartet, alles andere als originell.

7

Als ich das Ergebnis sah, wusste ich was George und ich geleistet hatten. Eine Komödie mit einer derartigen Ernsthaftigkeit betreiben, dass man sich als Zuschauer denkt:"Wollen die uns jetzt nun verar***en?"
Das ist uns doch gut gelungen, oder ? Jedenfalls bin ich grundsätzlich mit dem Ergebnis zufrieden und der Film ist sehenswert, wenn man mit dieser subtilen Art von Humor etwas anfangen kann (haben Sie "Burn After Reading" gesehen ? So ähnlich vom Humor her). Aber ich muss dem Kritiker dort oben auch recht geben. Uns war von Anfang an bewusst, dass die Story sehr dünn ist und die Geschichte an sich schnell erzählt ist. Umso mehr finde ich, kann man unsere Leistung loben, oder ? So,jetzt hole ich mir erstmal unter der Dusche einen runter und danach gehe ich schlafen.
Alles Gute
Ihr Kevin Spacey

3

Der Film ist noch schlechter als oben ausgeführt. Leider. Tolle Besetzung, aber einfach keine Story, der Film kommt nicht in Fahrt, die Witze sind allesamt im Trailer zusammengeschnitten worden. Im Trailer verspricht der Film noch einiges, aber im Kino hatte ich mir überlegt, warum gehste jetzt nicht einfach nach Hause... unter die Dusche, einen runterholen ;-)

5

Die Rezension stimmt wirklich haargenau mit dem überein, was ich beim Ansehen des Films empfunden habe.

6

glückwunsch an den rezensenten, hab den film gestern gesehen, gerade die review gelesen und das ist ziemlich genau das, was mir nach verlassen des Kinos durch den kopf gegangen ist, tolle schauspielerische Leistungen aber eine fade story

5

kein überflieger. 5 lacher. das wars. Man hätte viel mehr aus dem Thema machen können.

Mein Gott! Langeweile ohne Ende. Vielleicht ein zwei Lacher. Mehr hatte der Film aber nicht zu bieten. Unglaublich langweilig!

1

So einen gequirlten Blödsinn hab ich lang nicht gesehen. Kann man echt nur von abraten. Die Rezension kann ich leider so gar nicht teilen.
Danach hätte ich echt mehr erwartet.

1

Blödsin ist zu gut bewertet , so einen Mist habe ich noch nie gesehen !!

1

...lieber würde ich 90 Minuten auf eine Ziege starren als diesen Film noch einmal zu sehen. Sicherlich gibt es Drogen auf dem Markt, nach derren Einnahme der Film witzig, subtil etc. ist - leider hatte ich diese nicht zur Hand.

1

Einer der sinnlosesten und langweiligsten Filme die ich bis jetzt gesehen habe!

4

wenn jemand langweile hat, dann ist dieser film ok. er darf aber nicht viel erwarten, bis auf 3-4 sprüche und szenen passiert hier nicht viel.

1

Hätte nicht für möglich gehalten, dass meine Erwartung auf leichte, beiläufige Unterhaltung dermaßen entäuscht werden kann!

8

mir hat der film sehr viel spass gemacht. ist vielleicht ein film aus der kategorie love it or leave it. ich habe viel gelacht und habe durchaus das gefühl gehabt das es den ein oder anderen ernsten unterton gab. aber allein george clooney ist jeden penny wert =0)

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