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Mädelsabend - Nüchtern zu schüchtern

Mädelsabend - Nüchtern zu schüchtern
komödie , usa 2014
original
walk of shame
regie
steven brill
drehbuch
steven brill
cast
elizabeth banks,
james marsden,
gilian jacobs,
sarah wright, u.a.
spielzeit
95 Minuten
kinostart
26. Juni 2014
homepage
http://www.facebook.com/Maedelsabend.Film
bewertung

6 von 10 Augen

mädels 1Für die ehrgeizige Journalistin Meghan Miles (Elizabeth Banks) ist es ein herber Schlag als ihr mitgeteilt wird, dass aus dem angepeilten Job bei einem großen TV-Sender doch nichts wird. Als sich dann auch noch ihr Freund von ihr trennt, ist es selbst bei der sonst stets korrekten Nachrichtensprecherin mit der Disziplin und Contenance vorbei und sie stürzt sich in einen wilden „Mädelsabend“ mit ihren besten Freundinnen. Der führt dann immerhin zu reichlich Alkohol und einer Nacht mit einem attraktiven Unbekannten (James Marsden). Es folgt aber am Morgen danach auch ein grauenhafter Kater und eine überstürzte Flucht aus der Wohnung des Kerls – dummerweise steht Meghan kurz darauf ohne Geld, Ausweis und Auto da. Die Versuche, mithilfe anderer Mitbürger zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen, ziehen eine unglückselige Kette von Missverständnissen und Peinlichkeiten nach sich, so dass die Entnervte irgendwann sogar von der Polizei gejagt und von zwielichtigen Gestalten verfolgt wird. Da sie aber plötzlich auch doch wieder im Geschäft um den begehrten Job ist, muss die verzweifelte Meghan einfach alles daran setzen es noch irgendwie rechtzeitig zum Vorsprechen in den Sender zu schaffen.

mädels 2Eine „temporeiche Verwechslungskomödie“, die wirkt wie am Reißbrett zusammengebastelt, und dazu eine Prämisse die man auch erst mal kaufen muss – schließlich sollte es in einer amerikanischen Großstadt schon irgendwie möglich sein, auch ohne Auto und Papiere soweit zurechtzukommen, dass man nicht gleich mehrere Straßenzüge in Schutt und Asche legt und es sich dabei mit der halben Bevölkerung auf beiden Seiten des Gesetzes verscherzt. Doch dann hätten wir hier natürlich keinen Film, also konstruiert man sich ein paar hübsche Szenen zurecht, dank denen es der sonst so toughen Meghan halt unmöglich gemacht wird sich einfach an die Polizei zu wenden, denn die hält sie schließlich für eine illegale Straßenhure. Die örtlichen Kleinkriminellen entpuppen sich da schon als viel netter, schließlich kennen sie die überforderte Blondine aber auch schon aus dem Fernsehen. Ihre regionale Bekanntheit ist dabei eigentlich ein weiterer Punkt, der das große Dilemma noch etwas unglaubwürdiger macht, aber gut - lassen wir es dabei.

Denn pfeift man mal großzügig auf die Plausibilität der Geschichte, dann entspinnt sich ein recht kurzweiliges und auch mehr als nur zeitweise amüsantes Kommödchen, in dem Elizabeth Banks einen ziemlich hemmungslosen Parforceritt hinlegt. Dass die Dame durchaus für Späße der derberen Art zu haben ist,hat sie ja schon öfter nachgewiesen, wir erinnern uns da an „Jungfrau (40),männlich, sucht...“ oder nicht zuletzt an „Zach & Miri make a Porno“. Hier hat die quirlige Banks nun mal die Gelegenheit als alleinige Hauptfigur einen ganzen Film zu tragen und tobt sich dabei auch ordentlich aus. Mit viel Charme, Witz und Einfallsreichtum windet sich ihre Meghan in ihrem nicht gerade dezenten gelben Party-Kleid aus den kniffligsten Situationen, scheut dabei auch vor unkonventionellen Aktionen nicht zurück und stolpert sich so von einer Peinlichkeit in die Andere, bis ihre Odyssee schließlich sogar noch auf den regionalen TV-Schirmen landet.

mädels 3Viel besser als der lapidare deutsche „Mädelsabend“ (den man noch dazu mit dem "lustigen" Untertitel „Nüchtern zu schüchtern“ versehen hat) trifft es da doch der im Vergleich fast schon feinsinnige Originaltitel „Walk of Shame“, beschreibt dieser doch den nicht ganz so gelungenen Tag der Meghan Miles recht passend. Deren nicht allzu helle Freundinnen sind ihr übrigens keine besondere Hilfe, während sich der zunächst nur wie ein kurzer Gastauftritt anmutende Charakter von James Marsden schließlich doch noch nützlich machen darf. Denn Lehren werden natürlich gezogen und Romanzen begonnen am Ende dieses  hach ja, „turbulenten“ Abenteuers, dass im Grunde so gar nichts Neues bietet, dass als Sommer-Alternativprogramm für Fußballmuffel bzw. vor allem -muffelinen aber auch dank einiger wirklich gelungener Gags und Dialoge allemal akzeptabel ist.

 

Volker Robrahn

Würg, wann werden die

Würg, wann werden die Fimverleihe es endlich lernen, solche idiotischen deutschen Filmtitel zu verwenden. Ich könnte ... mich übergeben!

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