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Looney Tunes - Back in action

Looney Tunes - Back in action
komödie , usa 2003
original
looney tunes: back in action
regie
joe dante
drehbuch
larry doyle
cast
brendan fraser,
jenna elfman,
steve martin,
timothy dalton, u.a.
spielzeit
90 Minuten
kinostart
4. Dezember 2003
homepage
bewertung

5 von 10 Augen

 

Daffy Duck hat es endgültig satt und fordert mehr Anerkennung als Schauspieler, denn während er ständig Kopf und Bürzel riskiert, weil ihn zum Beispiel Elmer Fudd während der Entensaison mit einer Flinte durch die Gegend jagt, knabbert der allseits beliebte Bugs Bunny ab und zu mal an einer Möhre, bringt einen coolen Spruch und erntet dafür den ganzen Applaus. Doch die Warner Brothers zeigen sich uneinsichtig und feuern den verzweifelten Erpel ohne mit der Wimper zu zucken. Vizechefin Kate Houghton (Jenna Elfman) versucht daraufhin mit Unterstützung von Wachmann DJ Drake (Brendan Fraser) Daffy abführen zu lassen, Bugs kommt jedoch zur Hilfe und schon kurze Zeit später bilden die vier ein unfreiwilliges Dream-Team.

Als der bitterböse Mr. Chairman vom ACME-Konzern (Steve Martin) kurz danach DJs Vater Damian (Timothy Dalton) - einen weltberühmten Kinostar und internationalen Spion - kidnappt, um von diesem den Aufenthaltsort des mit magischen Kräften versehenen Diamanten "Blue Monkey" (nicht "Pink Panther") zu erfahren, treten die vier in Aktion. Die Jagd nach dem blauen Geschmeide führt die Helden quer über den Globus, in Metropolen wie Las Vegas und Paris, in Wüstengebiete und undurchdringlichen Dschungel, durch die verschiedensten Kunstepochen, in ein product-placement-technisch geschickt gesetztes Kaufhaus und sogar ins Weltall. Natürlich begegnen sie dabei auch wieder vielen alten Freunden und Feinden, wie dem Tasmanischen Teufel, Tweety, Wile E. Coyote, dem Roadrunner u.v.a.

Zunächst ist erstaunlich, dass der Film handwerklich einiges zu wünschen übrig lässt. Während sich rein computeranimierte Filme in den letzten Jahren immer weiter entwickelt haben (siehe "Findet Nemo"), scheint das spezielle Genre des Trick- und Realfilm-Mixes stehen geblieben zu sein. Im Vergleich zu einem Film wie "Falsches Spiel mit Roger Rabbit", der bereits vor 15 Jahren (!) das Zeug zum Kult hatte, ist sogar ein Rückschritt zu beobachten. Am besten gelungen ist sicher noch die Sequenz, in der die Zeichentrickhelden im Louvre durch verschiedene Ölgemälde hüpfen und sich in ihrem Aussehen dem Stil des jeweiligen Malers anpassen. In anderen Szenen jedoch, wenn da z.B. Daffy vor Brendan Fraser flüchtet, scheint man teilweise regelrecht die Trickfolie zu sehen, die nachträglich über den Film gelegt wurde. Abgesehen davon werden in diesem Film die legendären Cartoon-Figuren der Warner Brothers zu "normalen" Darstellern degradiert und haben ihren besonderen Charme verloren. So ist es symptomatisch, dass Steve Martin in seiner brillant gespielten Rolle wesentlich "cartoonesker" wirkt, als Bugs und Daffy zusammen.

 

Dies ist nur bedingt ein Film für Kinder, denn er ist ähnlich wie die Werke aus dem Hause Abrahams/Zucker gespickt mit Anspielungen auf andere Filme und Charaktere. Doch für Erwachsene, die das Zielpublikum dieser Zitateflut sind, ist der Film wiederum schlicht und einfach zu anspruchslos. Zwar hat man es geschafft, neben den Protagonisten noch einige andere bekannte Darsteller dazu zu bringen (Heather Locklear, Joan Cusack, Ron Perlman, der Wrestler Bill Goldberg und zweidimensionale Scooby Doo-Charaktere, denn Hanna-Barbera gehört jetzt ebenfalls zur großen Warner Brothers-Familie), die halten indes eigentlich nur schnell ihr Gesicht in die Kamera, und so bewegen sich einige Teile des Films trotzdem höchstens auf dem Niveau eines durchschnittlichen TV-Films.

Die "Looney Tunes" verkaufen sich in ihrem neusten Werk leider unter Wert, sie bieten zwar wieder einiges zum Schmunzeln, doch große Lacher bleiben aus.

Sascha Sass

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