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Lizenz zum Heiraten

Lizenz zum Heiraten
romantische komödie , usa 2007
original
licence to wed
regie
ken kwapis
drehbuch
kim barker, tim rasmussen
cast
robin williams,
mandy moore,
john krasinski,
christine taylor, u.a.
spielzeit
90 Minuten
kinostart
30. August 2007
homepage
bewertung

4 von 10 Augen

Ein perfektes, glückliches Paar kurz vor der Hochzeit ist zwar eine schöne, aber keine besonders spannende oder gar lustige Sache. Um es den beiden Turteltauben Ben (John Krasinski) und Sadie (Mandy Moore) also nicht allzu einfach zu machen, legt man ihnen in der neuen US-RomCom "Lizenz zum Heiraten" ein paar Stolpersteine in den Weg. Den ersten in Form von Sadies wohlhabender und leicht skeptischer Familie überwindet der etwas hemdsärmelige Ben noch ohne größere Schwierigkeiten. Auch als seine Verlobte statt einer Trauung in der Karibik lieber auf die traditionelle Variante im Gotteshaus ihrer Kindheit besteht, lenkt der brave Ben schnell ein, denn er möchte vor allem eines: Keinen Stress haben. Die Chancen dafür verschlechtern sich aber zusehends, als der örtliche Gemeindepastor Frank auf den Plan tritt. Der verdonnert die beiden flugs zur Teilnahme an seinem Ehevorbereitungskurs, gibt ihnen einige obskure Hausaufgaben mit auf den Weg und vergisst auch nicht auf die Regel "keinen Sex bis zur Hochzeit" hinzuweisen, was besonders bei Ben zunehmend für Missstimmung sorgt. Als sich der eigenwillige Gottesmann immer dreister ins Privatleben seiner Schäfchen einmischt, wird das junge Glück schließlich mehr als hart auf die Probe gestellt.

Man kann sich denken was da so für Aktionen und Attacken ins Haus stehen, die für das arme Paar nichts als unangenehm und peinlich, für das amüsierwillige Publikum aber ein großer Spaß sein sollen. Und deshalb verlangt es das Drehbuch natürlich auch, dass die Heiratswilligen selbst die gröbsten Unverschämtheiten ertragen, während jeder vernünftige Normalbürger dem aufdringlichen Prediger schon weit früher einen Vogel gezeigt und ihn vor die Tür gesetzt hätte.
Was also den Punkt "einigermaßen nachvollziehbare Glaubwürdigkeit" betrifft, liegt dieser Komödienversuch noch weit hinter dem Film zurück, dessen Grundidee er schamlos kopiert. Denn was Robin Williams als Priester hier macht, ist nichts Anderes als das, was ein gewisser Jack Nicholson vor gar nicht allzu langer Zeit in der "Wutprobe" getan hat: Er piesackt ein junges Pärchen solange mit kleinen Gemeinheiten, bis es zur großen Krise und vorläufigen Trennung kommt, aus der man aber schließlich gestärkt hervorgeht. Denn selbstredend hat der weise Ratgeber das alles nur gut gemeint und schubst die Liebenden auf den rechten Pfad.

Im erfolgreichen Nicholson/Sandler-Vehikel ging man dabei allerdings nicht nur eine ganze Ecke subtiler vor, sondern auch deutlich witziger und einfallsreicher. Hier stellt sich dagegen kein "I feel pretty"-Feeling ein, sondern es werden einem stattdessen ein paar derbere Späße kredenzt, wie z.B. zwei abgrundtief hässliche, auf Knopfdruck vor sich hinstrullernde Plastikbabys - auch dies eine der Testaufgaben des Reverend from Hell. Schlimmer als der ist aber in jedem Fall noch sein halbwüchsiger Helfer, und es sei den Autoren hiermit ein für allemal ins Lehrbuch geschrieben: Dicke, klugscheißende Kinder sind allerhöchstens für einen einmaligen Gag gut und selbst damit gewinnt man für gewöhnlich keine Preise. In Dauerpräsenz aber sind sie nicht nur nicht komisch, sondern vollkommen unerträglich.

Ein nettes, aber blasses Hochzeitspärchen plus ähnlich farblosen Familienanhang. Eine wenig originelle Geschichte, aufgepeppt mit mäßigen und plumpen Scherzen. Es ist offensichtlich, dass man sich bei der Produktion von vornherein ganz auf den Namen von Robin Wiliiams verlassen hat, mit dem man das Konzept des Films schon meinte verkaufen zu können. Aber obwohl Williams natürlich kein Schlechter und auch einigermaßen passend besetzt ist, kann auch er hier nicht mehr allzu viel herausholen. "Lizenz zum Heiraten" ist ein erträglicher Film, der es immerhin phasenweise schafft, sein Publikum zu unterhalten. Das ist aber auch das Beste, was man über dieses im Grunde überflüssige und uninteressante Werk sagen kann. Die Rechnung darf so eigentlich nicht aufgehen und das wird sie auch nicht.

Volker Robrahn

2

Gaaaaaaanz schwach. Habe nach ca. 30 Minuten unter Protest den Kinosaal verlassen. Das passiert echt selten ...

2

kann mich dem vorredner nur anschließen, das war mal gar nix... von vielen filmen hier und da was geklaut, verdammt langweilig

2

mandy moore ist cool doch der film war echt nicht gut würde ihn nicht weiter empfehlen

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