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Lemony Snicket - Rätselhafte Ereignisse

Lemony Snicket - Rätselhafte Ereignisse
abenteuer , usa 2004
original
lemony snicket's a series of unfortunate events
regie
brad silberling
drehbuch
robert gordon
cast
jim carrey,
emily browning,
meryl streep,
liam aiken, u.a.
spielzeit
97 Minuten
kinostart
27. Januar 2005
homepage
bewertung

7 von 10 Augen

Lieber Leser,

ich bedauere sehr, Ihnen sagen zu müssen, dass diese Rezension von einem sehr unangenehmen Film handelt, in dem drei völlig unschuldigen und liebreizenden Waisenkindern viele böse und unerfreuliche Dinge widerfahren. In der nicht zu vermeidenden Inhaltsangabe dieses Films werde ich Ihnen von solch hässlichen Details wie verbrannten Eltern, einem mordlustigen Onkel, Riesenschlangen, und Jim Carrey erzählen müssen. Pflichtbewusst werde ich mit meinem Bericht über diesen höchst betrübenden Film fortfahren, doch Ihnen steht es frei, sich mit leichterer Unterhaltung zu befassen - zum Beispiel einer Dokumentation über Käse-Fondue.
So oder so ähnlich würde diese Rezension weitergehen, wenn sie im Geiste und Tonfall der Lemony Snicket-Romane bleiben würde - einer Serie von Kinderbüchern, in welcher der sich stetig für die Finsternis seiner Geschichte entschuldigende Erzähler Lemony Snicket von den Abenteuern der drei Baudelaire-Kinder berichtet, die nach dem Tode ihrer Eltern (umgekommen beim mysteriösen Brand der Familienvilla) eine Odyssee durchleben, die in der Obhut ihres entfernten Onkels Graf Olaf (mit diabolischer Freude gespielt von Jim Carrey) beginnt. Der ist allerdings nur daran interessiert, die drei Kinder - die einfallsreiche Erfinderin Violet, den extrem belesenen Klaus und das bissfreudige Baby Sunny - möglichst schnell um die Ecke zu bringen, um die Erbschaft einstreichen zu können. Den Todesfallen von Olaf entkommen, werden die Baudelaire-Kinder von einem entfernt verwandten Leumund zum nächsten weitergereicht: Erste Station ist der Zoologe Monty (Billy Connolly), der in seinem trauten Heim unter anderem die größte und giftigste Riesenschlange der Welt beherbergt, danach geht's weiter zu Tante Josephine (Meryl Streep), die kurzerhand Angst vor einfach allem hat - und immer wieder taucht der finstere Olaf mit seiner Schauspieltruppe auf, der in immer neuen Verkleidungen der Kinder habhaft zu werden versucht.

Die "Lemony Snicket"-Reihe umfasst bereits 11 (stets sehr kurze) Romane, von denen in diesem Film lediglich drei Verwendung finden - weitere Fortsetzungen sind also schon garantiert, und die können auch gerne kommen, denn die verrückte Welt von Lemony Snicket wird hier mit soviel Detailliebe zum Leben erweckt, dass hier ein ganzes schaurig-schönes Universum entsteht, indem man sich auch als Großer noch hervorragend verlieren kann. Mindestens ebenso erfrischend wie seine einfallsreichen Welten ist dabei Snickets eigenwilliger Erzählstil, eine Art postmoderne Parodie all der Märchen, in denen unglaublich schlimme Dinge unglaublich braven Kindern widerfahren. Mit Jude Law als im Schatten bleibende Erzählstimme von Lemony Snicket gelingt es Regisseur Brad Silberling und Autor Robert Gordon perfekt, diese markante Eigenart der Snicket-Romane auf die Leinwand zu retten - schon angefangen mit einer kongenialen Eröffnungssequenz, bei der man sich im falschen Film wähnt - bis man es dann eben doch nicht mehr tut.
Wie alle klassischen Märchen setzt auch "Lemony Snicket" ein gewisses Vermögen zur Realitätsverdrängung voraus - dass Erwachsene zum Beispiel überhaupt nie zuhören, wenn man als Kind etwas wichtiges zu sagen hat, wissen Kinder zwar ganz genau, trotzdem wird diese Tatsache hier schon mächtig überspannt. Ebenso mächtig irreal sind die fantasievollen Szenarien, durch die Silberling seine jungen Hauptdarsteller scheucht - ein Triumphzug von Set-Designern und Ausstattern. Allein die Behausung von Tante Josephine, eine wortwörtlich an den Abgrund gebaute Bruchbude auf gigantischen, fortwährend knirschenden Holzstelzen, ist ein Meisterwerk für sich und mit der dazugehörigen Bucht ein Setting, das allein bereits den merkwürdig finsteren Charme von "Lemony Snicket" einzufangen weiß. Wahrhaft schlimme Dinge sind es, die den Kleinen hier widerfahren, aber die bieten auch wahrhaft fantastische Unterhaltung.
Zentral für den Film (und vor allem seine Vermarktung) ist natürlich Jim Carrey, der als Graf Olaf einfach nur grundlos und widerlich böse und noch dazu hochgradig wandelbar sein darf. Eine Riesn Gaudi für einen Natur-Komiker wie Carrey, der ja schon beim "Grinch" das Salz in der Kinderbuch-Suppe war. Doch hier überspannt er es ein wenig: Ungebremst und manchmal fast unbeherrscht chargiert Carrey drauflos, wirft sich mit viel Schwung in jede neue Inkarnation von Graf Olaf und übertreibt's dabei schlicht und einfach. Überzogene Gestik und eine hyperaktive Fratze sind zeitweise durchaus komisch, wecken aber auch unliebsame Erinnerungen an nervige "Ace Ventura"-Zeiten. In den zu erwartenden Fortsetzungen wird Carrey wohl Gelegenheit haben, diese Rolle zu perfektionieren - ein bisschen mehr Zurückhaltung wäre fürs nächste Mal sehr zu empfehlen.
Meryl Streep als Multi-Phobikerin Josephine ist da schon überzeugender, die wahren Stars des Films sind aber - berechtigterweise - die Kinder. Liam Aiken als Klaus muss noch ein bisschen üben, zu steif und hölzern wirkt seine Vorstellung oftmals. Emily Browning als Violet kann man hingegen jetzt schon eine fulminante Karriere prognostizieren: Während sie hier noch vornehmlich 10-13jährigen Jungs im Publikum zum ersten Mal das Herz brechen wird, werden in den nächsten Jahren zahlreiche Teenager folgen - soviel scheint angesichts ihrer Überversorgung mit natürlichem Charisma und Schönheit bereits sicher. Den witzigsten Filmpart hingegen teilen sich die zweijährigen Zwillinge Kara und Shelby Hoffman, die zusammen in der Rolle von Baby Sunny agieren. Das hat zwar erst zwei Zähne, kann aber kräftiger zubeißen als jeder Blendamed-Kunde, und äußert sich in Babysprache, die freundlicherweise fürs Publikum untertitelt wird - was mal locker für die fünf bis zehn besten Lacher des ganzen Films reicht.

Auch wenn die Erzählung manchmal etwas gewöhnungsbedürftig ist (die völlige Abwesenheit von Trauer bei den Kindern, als sie vom Tod ihrer Eltern erfahren, stößt mehr als merkwürdig auf) und Teile wie Carreys Part etwas plakativ erscheinen - "Lemony Snicket" macht einen Heidenspaß, auch und vor allem für Große, die über den augenzwinkernden Umgang mit klassischen Märchenklischees lachen können. Gerade im Vergleich zum sauberen Harry Potter ist "Lemony Snicket" ein erfrischend anderer, unkonventioneller Horror-Fantasy-Spaß für die ganze Familie - und wie bei den Potter-Filmen darf man sich berechtigte Hoffnung machen, dass die Serie mit weiteren Verfilmungen immer besser wird. Da freut man sich richtig auf noch viel mehr unerfreuliche Ereignisse.

Frank-Michael Helmke

10

Der Film hat mich verzaubert !
Endlich gab es einen Film, der mal anders ist.
Der besondere Fall an diesem Film sind die Darsteller, Jim Carrey,Liam Aiken Emily Browning, Timothy Spall haben enfach Großartig gespiel !
Ein sehr sehenswerter Film für die Familie !

9

Echt cool! Nur blöd dass der Film am Ende die Rätsel nicht auflöst. Ich hoffe diese Bücher werden noch weiter verfilmt!!! Bin nähmlich kein Bücherwurm.

10

Wir schaun in uns in der Kunst und design stunde an!!!
Ich finde ihn echt cooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooool

7

Ich hab den Film vor drei Jahren im Kino gesehen und kann sagen, dass es ein sehr gelungener Film geworden ist.Vor allem Jim Carey , der eigentlich für seinen Humor bekannt ist überzeugt als Bösewicht, das ich nicht erwartet habe.

4

Ich halt mich kurz denn für meine ganze Entrüstung ist kein Platz. Gut: Musik, Optik
Mittelmäßig: Schauspieler
Schlecht: 3 Bände in einem Film, absolut verdrehter Inhalt, erfundene Szenen die eine Vortsetzung schwierig gestallten dürfte es sei denn man schreibt die ganzen 13 Bände um denn durch den erfundenen Schluss wird alles durcheinander geworfen , extreme Kürzung(eine od. mehrere Wochen im Buch sind ca. ein Tag im Film), Sunnys Sprache ist im Original viel witziger z.B.:
Kravatte heißt in Sunnys Sprache Armani und Spionieren heißt
Mata Hari;
Um zum Ende zu kommen: Lest lieber die Bücher sie sind viel amüsanter!

9

die bücher sind gut, besser als der film, aber der ist auch toll. nur die szenen, da sind die schönen nicht drin und ein paar, die nicht so schön und erfunden sind sind drin.

Ich fiende den Film genial und spannend,ich hoffe das die anderen Bücher auch noch verfilmt werden!

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