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Kung Fu Panda 3

Kung Fu Panda 3
animations-komödie , usa/china 2016
original
kung fu panda 3
regie
jennifer yuh nelson, alessandro carloni
drehbuch
jonathan aibel, glenn berger
cast
jack black,
dustin hoffman,
bryan cranston,
kate hudson,
j.k. simmons, u.a.
spielzeit
95 Minuten
kinostart
17. März 2016
homepage
http://www.kungfupanda-derfilm.at/
bewertung

6 von 10 Augen

kf panda 3 1 Die Rechnung ist aufgegangen: Der dritte Teil der „Kung Fu Panda“-Reihe ist der erste große amerikanische Animationsfilm, der nur in zweiter Linie auf die Performance im Heimatmarkt schaut und sich stattdessen vor allem auf den chinesischen Kinomarkt ausrichtet. Was in diesem Fall sogar soweit führte, dass ein Teil der Produktion direkt im Reich der Mitte stattfand und man zudem auch eine zweite Version kreierte, bei der die Figuren so animiert wurden, dass ihre Lippenbewegungen genau zur chinesischen Sprachfassung passen – ein „Service“ von dem deutsche Synchronsprecher natürlich nur träumen können. Dass man für dieses Vorgehen den „Kung Fu Panda“ auswählte ist natürlich angesichts der tief in der asiatischen Mythologie verwurzelten Thematik naheliegend und dementsprechend spielt der Film nun auch tatsächlich den Großteil seiner Einnahmen dort ein. Während die Umstände also außergewöhnlich sind, ist es das Werk selbst allerdings weniger, denn das unterscheidet sich nicht allzu sehr von seinen beiden Vorgängern.

kfp 3 2Der zum Drachenkrieger aufgestiegene Panda-Bär Po (Stimme: Jack Black/Hape Kerkeling) bekommt von seinem Lehrmeister Shifu (Dustin Hoffman) eine neue Aufgabe zugewiesen: Er soll selbst eine Lehrer werden und dafür auch ab sofort das Training mit seinen Gefährten, den Furiosen Fünf, leiten. Eine Prüfung, der Po kaum gewachsen scheint und an der er früh zu scheitern droht. Für noch mehr, allerdings positive Aufregung sorgt dann das unerwartete Auftauchen seines leiblichen Vaters Li Chan (Bryan Cranston). Po ist begeistert, sein Ziehvater Mr. Ping (James Hong) dagegen weniger, muss der nun doch befürchten seinen liebgewonnenen Adoptivsohn zu verlieren. Doch auch diese Eifersüchteleien geraten in den Hintergrund, als sich ein alter Feind anschickt, im „Tal des Friedens“ genau diesen zu stören. Der mächtige Büffel Kai (J.K. Simmons) hat schon vielen Gegnern ihr magisches „Chi“ geraubt und strebt danach seine Macht weiter auszubauen. Ihm in den Weg stellen sich aber nicht nur die Drachenkrieger sondern auch eine Ansammlung nur bedingt kampftauglicher Pandas, zu denen auch Pos neue Flamme Mei Mei (Kate Hudson) gehört.

kfp 3 3 Er taucht zwar etwas unvermittelt einfach so auf und man könnte sich fragen, warum sich Papa Li Chan nicht schon etwas eher mal aufgemacht hat um nach seinem Sohn zu schauen, aber gut. Dafür bringt die Figur neuen Schwung in die Geschichte und zeigt uns was wohl aus dem guten Po geworden wäre, wenn er nicht die unerwartete Laufbahn zum Drachenkrieger eingeschlagen hätte. Nämlich ein ziemlich verantwortungsloser, gemütlicher Faulpelz, dessen Interessen hauptsächlich aus Essen und Schlafen bestehen – was im Übrigen so auch für den Rest der Bewohner des hier im Verlauf entdeckten Panda-Dorfes gilt. Aus denen die kugelrunde und sehr selbstbewusste Tänzerin Mei Mei heraussticht, eine Rolle bei der man nicht unbedingt sofort an Kate Hudson denkt, die mit dieser Figur aber sichtlich und hörbar ihren Spaß hatte, wie sie uns auch im Interview versicherte. Für Po-Sprecher Jack Black ist der liebenswerte Panda sogar zu einem zentralen Element seiner Karriere geworden, auch er machte sich daher auf, den neuen Film in Deutschland vorzustellen, obwohl seine Stimme hier ja nur für die Zuschauer der Originalfassung zu hören ist – was man immerhin als Signal deuten kann, dass der deutsche Markt trotz des neuen asiatischen Kino-Riesen noch nicht völlig unbedeutend geworden ist.

kf panda 3 4Dass „Kung Fu Panda 3“ auch hierzulande (und nach immerhin fünfjähriger Pause) wieder ein Millionenpublikum erreichen wird dürfte eine sichere Sache sein. Verdienen tut sich der Film diesen Zuspruch in erster Linie durch seine visuelle Pracht. Denn auch wen es wenig originell ist und sich die Aussage in kurzen Abständen wiederholt: Erneut sind die Bilder nochmal ein Stück schöner, aufregender und vor allem farbenprächtiger gelungen. Eine Farbpalette, die echte Wärme vermittelt gibt es zu bestaunen und eine ansonsten in allen Punkten makellose Animation. Man hat tatsächlich alles hineingeworfen was heute technisch möglich ist, in dieses weltweite Prestigeprojekt. Das muss dann aber auch genügen, denn eine innovative oder gar ambitioniert-doppelbödige Geschichte, wie sie die Kollegen der beiden Disney-Abteilungen zuletzt wieder abliefern konnten, die findet sich in keinem der „Kung Fu Panda“-Filme. Solide Unterhaltung, technisch toll umgesetzt lautet stattdessen das Angebot und dabei bleibt es auch in Teil Drei.

Volker Robrahn

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