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Knowing

Knowing
mystery-thriller , usa 2009
original
knowing
regie
alex proyas
drehbuch
alex proyas, stuart hazeldine, juliet snowden
cast
nicolas cage,
rose byrne,
chandler canterbury,
lara robinson, u.a.
spielzeit
122 Minuten
kinostart
9. April 2009
homepage
bewertung

8 von 10 Augen

 

Alex Proyas hat bisher noch keinen schlechten Film gemacht. Von der kleinen Independent-Produktion "Garage Days" einmal abgesehen, bewegt sich der Regisseur dabei ausschließlich im phantastischen Genre, und dass er es bisher noch nicht zu einem Markennamen gebracht hat bei dem die Leute schon angespannt auf den "neuen Proyas" warten, liegt wohl in erster Linie daran, dass er sich für seine Werke immer bemerkenswert viel Zeit nimmt. So sind in den letzten 15 Jahren gerade mal drei Filme entstanden, die aber allesamt überzeugen konnten, beginnend mit "The Crow" über die SF-Perle "Dark City" bis zum ebenfalls gelungenen Mainstream-Debut "I, Robot".
Nicolas Cage hat in letzter Zeit ziemlich viele schwache Filme gemacht und wenn er nicht zwischendurch einen unverhofften Glückstreffer mit seinen beiden "Vermächtnis"-Abenteuerfilmen hätte landen können, so würde man den Namen des Oscarpreisträgers wohl mittlerweile nur noch mit Flops wie "Next", "The Wicker Man" oder "Bangkok Dangerous" in Verbindung bringen. Letzterer erhielt nicht einmal mehr einen deutschen Kinostart und in den anderen genannten chargierte Cage nach Meinung vieler phasenweise am Rande der Lächerlichkeit. Nun gibt es also die Kombination Cage/Proyas und die Frage lautet dementsprechend, ob dieser Filmemacher seinen Hauptdarsteller aus dem Karrieretief holt oder etwa selbst mit hineinstürzt.

Vor 50 Jahren haben Schüler einer Schule in Lexington, Massachusetts ihre Visionen der Zukunft zu Papier gebracht und in einer "Zeitkapsel" vergraben. Zum Jubiläum werden diese Aufzeichnungen geöffnet und an die heutigen Schüler verteilt. Auch Caleb (Chandler Canterbury) erhält ein Blatt Papier, auf dem sich jedoch keine Zeichnung, sondern eine Ansammlung anscheinend willkürlich notierter Zahlen befindet. Sein Vater John (Nicolas Cage) ist jedoch selbst Lehrer für Astrophysik an der Schule und stößt schon bald auf ein System hinter der Anordnung der Ziffern. Sie beschreiben mit unheimlicher Präzision die schlimmsten Katastrophen der letzten 50 Jahre und nennen auch die exakte Anzahl der jeweiligen Todesopfer. Woher konnte das Mädchen, welches vor einem halben Jahrhundert diese Aufzeichnungen machte, das alles wissen? Wo werden sich die noch nicht eingetretenen, aber bereits beschriebenen Unglücke ereignen? Und vor allem: Wieso steht beim letzten prophezeiten Unglück bei der Zahl der Opfer "alle Anderen"?

Dass wir es hier durchaus mit einer Bedrohung von apokalyptischen Ausmaßen zu tun haben, wird sehr schnell deutlich, worin diese wohl bestehen mag allerdings erst wesentlich später. Wer sich aber die Gestaltung des Titelschriftzugs auf dem Filmplakat mal etwas genauer anschaut, dürfte sich dazu bereits etwas denken können. Worauf es aber am Ende wirklich hinausläuft, dass wird hier weder verraten, noch bereitet einen die vorhergehende Filmhandlung ernsthaft darauf vor.
Nein, zunächst verläuft alles in eher bekannten Bahnen und mit mittelprächtig aufregend inszenierter Routine werden die Gefilde des gepflegten Mystery-Thrillers abgegrast. Natürlich glaubt erst mal niemand ernsthaft an das, was der Kleinstadtlehrer da entdeckt zu haben meint, und hält es wechselweise für einen schlechten Scherz oder dummen Zufall. Wenig originell auch eigentlich die Familienkonstruktion des alleinerziehenden Vaters, mit schwierigem und distanziertem Verhältnis zum eigenen Sohn. Etwas reizvoller dagegen schon dessen mit dem Unfalltod seiner Frau gewachsene Überzeugung , dass das Leben aus einer Ansammlung ungerechter und unkontrollierbarer Zufälle besteht.
Eine Einstellung, die dann natürlich im krassen Gegensatz zu den langsam wachsenden Erkenntnissen über ein anscheinend schon lange vorbestimmtes Schicksal jedes einzelnen Menschen und sogar des gesamten Planeten Erde steht. Schon früh wird dabei deutlich, dass Johns Sohn und auch der Enkelin des Mädchens, welches einst die geheimnisvollen Aufzeichnungen verfasste, offenbar eine besondere Rolle zugedacht und diese beiden Kinder "ausgewählt" wurden - für was auch immer.

Die Geschichte braucht ein wenig um in die Gänge zu kommen und so dauert es auch ein Weilchen, bis einem hier erstmals handfeste Action geboten wird. Dabei handelt es sich natürlich um die vorhergesagten und nun unmittelbar bevorstehenden Unglücke, und die beiden betreffenden Sequenzen wissen dann auch zu überzeugen. Zwar ist klar erkennbar, dass hier bei Flugzeugen und Zügen mit dem Computer gearbeitet wurde, aber die Rasanz der Szenen und die gewählten Kamerafahrten können dennoch begeistern. Und in Sachen Atmosphäre macht Alex Proyas ja sowieso kaum einer was vor, wenn es hier düster und bedrohlich wirken soll, dann tut es das auch, ob nun inmitten eines Katastrophengebietes oder lediglich in einem Wald, in dem die Blätter rauschen und unheimlich durch die Luft wirbeln.
Es ist auch keinesfalls so, dass es abseits der Knalleffekte langatmig zugehen würde. Wobei der Film erst im Nachhinein eine noch stärkere Wirkung entfaltet, da sich einem einige bereits früh eingeführte Elemente - wie die merkwürdigen bleichen Männer, die Kontakt zu den Kindern aufnehmen und anscheinend übernatürliche Kräfte besitzen - erst sehr spät erklären und dem zuvor Gesehenen somit Sinn verpassen.

Und damit kommen wir zur großen Leistung des Films und seiner Drehbuchautoren (zu denen auch der Regisseur selbst gehört), die kaum ausreichend genug gewürdigt werden kann: Hier wird eine Geschichte, die sich eigentlich in mehreren, kaum noch befriedigend erklär- und auflösbar erscheinenden Fallstricken verfangen hat, zu einem derart überzeugenden und runden Ende geführt, wie man es nur sehr selten zu sehen bekommt.
So manch erfahrener und durch die harte "Akte X"-Schule gegangener Filmfreund dürfte sich nämlich hier irgendwann an einem Punkt wieder finden, an dem er sicher ist, dass das Alles nur noch in einem unbefriedigenden Mystery-Quark enden kann, bei dem einem am Schluss entweder gar nichts erklärt oder nur eine halbgare Pseudo-Auflösung geliefert wird. Doch weit gefehlt, denn selten wurde in letzter Zeit mal ein Stück Genrekino nicht nur auf einer hübschen Idee aufgebaut, sondern auch derart konsequent zu Ende erzählt. Hier gibt es einen Plan und der wird durchgezogen.
Zweifellos wird es zwar auch den einen oder anderen geben, der das finale Szenario als genauso albernen wie kitschigen Unfug abtun wird, aber wer keine grundsätzlichen Probleme mit dem Phantastischen hat, dürfte doch insgesamt sehr angetan sein. Wer zudem "Dark City" kennt, weiß ja außerdem sowieso, dass Meister Proyas keine Angst vor alles auf den Kopf stellenden Storywendungen hat.

Und was ist nun mit Nicolas Cage, dem Taumelnden? Der macht seinen Job solide und setzt mit diesem Werk somit auch ein eher positives Ausrufezeichen. Aber darauf kommt es im Grunde gar nicht an, denn auch seine Filmfigur muss am Ende erkennen: In "Knowing" geht es nicht um ihn, sondern um etwas ganz anderes.

Volker Robrahn

Klingt verdammt interessant und genau nach meinem Geschmack, danke! Hatte schon befürchtet, der Film wäre genau die Enttäuschung, die alle anderen (Online)-Kritiken bisher zerrissen haben...

Freu mich schon.

Angetan durch diese Kritik freu ich mich jetzt doch auch auf diesen Film.
Bangkok Dangerous fand ich überigens sogar ziemlich gut.

6

Der Film ist was das Drehbuch angeht sehr einfach und plakativ gestrickt - was einerseits dem Film eine angenehme atmosphärische Dichte verpaßt, aber manchmal die Logik doch arg löchrig wirken läßt - ich will da lieber nichts verraten, aber z.B. Caleb schreibt gegen Ende nochmal einen neuen Zettel mit Nummern - vollkommen ohne Grund - oder sollte die Tür an der John den Lack abkratzt nicht im Keller der Schule sein, und wie kommt das andere Auto an die gleiche Stelle? (Hab ich da was falsch verstanden?)
Ansonsten ist der Film ein muß für alle "Akte X" Fans - endlich mal ein Film in dem so einiges durchgezogen wird, was diese Fernsehserie immer nur so mysteriös ankündigt und dann doch nie wirklich bringt.
Ziemlich amüsant ist die Einbindung von biblischen Geschichten - e.g. der "Offenbahrung des Johannes", etc.
Alles in allem kann man sich den Film schon ankucken - sofern man es verträgt so einigen verzweifelten Leuten beim Sterben zuzuschauen und einen die manchmal etwas pastös aufgetragene Dunkelheit nicht zum Lachen bringt. Denken sollte man besser vermeiden, sonst kommt man an einigen Stellen doch zu schnell ans Ende der Logiklandkarte.

7

Noch ein Nachtrag -
der Film gewinnt auch sehr stark im Vergleich zu ähnlich gelagerten Werken wie z.B. dem neuen "Krieg der Welten" - insbesondere wenn man ihn über die einzelnen Episoden hinaus als Gesamtpaket betrachtet - gerade weil die Kammerspielanteile auf allen Ebenen um längen besser gemacht sind.
"The Knowing" hat allerdings eine konsequent traurige und düstere Grundstimmung - "Das Leben ist ziemlich scheiße, finden wir uns damit ab!" :o)
Ist mir aber bei Proyas bisher mit allen Filmen so gegangen - sie sind immer auch langfristig ein wenig anstrengend.
Die Film Musik ist auch nett gemacht, mit interessanten Anleihen bei Bernhard Hermann (z.B. "Der Tag an dem die Erde stillstand")

9

ein australischer regisseur verarbeitet us-amerikanische post-9-11-ängste im "akte x"-gewand, und heraus kommt einer der grandiosesten sci-fi filme der letzten jahre, der zudem gleich noch einige der eindringlichsten desaster-szenen der filmgeschichte mitliefert...KLASSE...!!!

4

Autsch! Das die total auf der Strecke bleibt kann man ja noch gerade so akzeptieren, aber die doch sehr religiösen Anspielungen sind schon etwas peinlich. Amen!

4

Fäng gut an, ist über Strecken auch gut, baut aber gerade beim Finale gaaanz arg ab.

Die Auflösung ist einfach nur noch unspannend und zu dick aufgetragen.

4

Nun ja....

religiöse Anspielungen nach dem Motto jetzt glaubt endlich.
Ein Ende das einem doch die Stimmung versaut.
Schreckensszenarien für die Sensationslüsternen.

Irgendwie war der Film hin und hergerissen, was er denn nun sein
soll.
Er war auf jeden Fall stimmungsvoll und gut erzählt.

Aber sonst war er das übliche und gegen Ende nur noch schlimm.

Übrigens, liebe Produzenten:
Den Film werden sich kaum Leute ein zweites mal ansehen, sehr
unprofitabel. ;)

3

Stimmt die Auflösung macht den ganzen guten Anfang zunichte.

Schade, die Grundidee ist ja nicht schlecht

die erwartung war groß, gerade wegen nicolas cage. nun ja, was soll ich sagen.. bin ein bischen enttäuscht. leider konnte der film meine erwartunen nicht erfüllen und ich würde ihn so im mittelmaß ansiedeln.

leider hat es in nicolas cage diesmal nicht geschafft, mich zu begeistern, mich zu fesseln. fand ich persönlich schwach gespielt.

die story fing gut an, aber zum ende hin wars dann nur noch kappes würd ich mal sagen.

einmal angucken reicht völlig, und zeit hats auch noch bis zur dvd. das geld fürs kino würd ich mir sparen.

*** SPOILER ***

Herr Robrahn spricht in seiner Rezension von einem "derart überzeugenden und runden Ende (...) wie man es nur sehr selten zu sehen bekommt".
Ich muss gestehen, dass mich diese Einschätzung ziemlich überrascht.
Denn mir ist angesichts des Filmendes und der Botschaft, dass die vorhergesagten Katastrophen sowieso zu keiner Zeit abwendbar waren, nicht klar, worum es in den gut 110 min vor dem Finale eigentlich gehen sollte.
Warum flüstern die "Aliens" den Menschen die Daten von Katastrophen, die diese sowieso nicht verhindern können zu und treten dabei als furchteinflößende Gestalten auf, die ja eigentlich nur den Fortbestand der Menschheit sichern wollen?!

Leider stellt sich beim Nachsinnen über den Film relativ schnell heraus, dass hier offenbar eine (Drehbuch-)Idee vorlag ("Aliens retten den Fortbestand der menschlichen Rasse, die durch eine Naturkatastrophe vor der Auslöschung steht") und der dann kein schlüssiger Einfall folgte, wie daraus nun ein abendfüllender Kinofilm entstehen konnte.

Die ersten 110 min des Films verkommen zum reinen Selbstzweck. Es gibt überhaupt keine Veranlassung für die Geschehnisse, die dort dem Zuschauer präsentiert werden.
Ist den "Aliens" in der Zeit vor der Katastrophe vielleicht derart langweilig, dass sie sich einen Spaß daraus machen, die Menschen (zumindest einige) mit ihrem mysteriösen Auftreten in Schrecken zu versetzen und ihnen aus Jux vor Augen führen, dass es Wesen gibt, die alle Katastrophen, die sich ereignen werden schon im Vorfeld kennen, aber dass diese nicht abzuwenden sind?!

Warum tauchen die "Aliens" nicht am Tag des Ende der Welt auf und nehmen ausgewählte Exemplare der menschlichen Rasse für einen "Reset" einfach mit?
Was soll der ganze Zinnober denn?
Denn eine Message für die Menschheit haben die "Aliens" ja auch nicht mitgebracht. Handelte es sich bei den Katastrophen doch nur zum Teil um durch fragwürdiges menschliches Handeln verschuldete Tragödien.

Der Film hat seine Schauwerte, keine Frage, und auch die Ausgangsidee ist sehr spannend und interessant.
Was aber letztlich bleibt ist der (ärgerliche) Eindruck, dass der gemeine Kinogänger durch ein Drehbuch an der Nase herum geführt wird, das ihn zwar knapp 2 Stunden gut unterhält, ihm dann aber am Ende vor Augen führt, dass das Gesehen nicht dazu diente, eine schlüssige Geschichte zu erzählen, sondern lediglich dazu, die Zeit bis zum Finale zu überbrücken.
Von anderen "Pannen", wie z.B. dem Umstand, dass Cages Filmsohn noch am Weltuntergangstag plötzlich anfängt eine neue Liste von Zahlen zu schreiben - die "Aliens" haben scheinbar echt Humor - will ich an dieser Stelle erst gar nicht reden.

Vielleicht kann Herr Robrahn (oder gerne auch ein anderer Leser) mir erklären, was ich evtl. missverstanden habe.

*** SPOILER ***

8

@Hütti:

Dann antworte ich ebenfalls mal mit **SPOILER** - Warnung:

Ich denke nicht, dass Du etwas mißverstanden hast. Es ist durchaus legitim das so zu sehen, auch dass die Haupthandlung und die Geschehnisse der ersten 90 Minuten am Ende keine Relevanz für das Ergebnis haben.

Warum finde ich das nicht schlimm oder sehe es als schwaches Drehbuch? Nun, es sind ja nicht die wisenden Aliens, die für den ganzen Aktionismus verantwortlich sind, denn die tun doch wirklich nciht viel, außer ihre Außererwählten ein bisschen in die richtige Richtung zu schubsen. Der Rest der Menschheit (inklusive des von N. Cage gespielten Charakters) weiß ja schließlich nicht, das eh alles keinen Zweck mehr hat und man reichlich machtlos ist gegen das was da kommen wird. Warum sollten sie also anders handeln als z.B. zu versuchen einzelne Katastrophen zu verhindern?

Die andere Frage ist, warum man uns Zuschauern das so lang und breit zeigt, so dass sich bei dem einen oder anderen der Eindruck festsetzt an der Nase herumgeführt worden zu sein.
Die offensichtliche und billige Antwort darauf ist natürlich, dass wir sonst keinen Film hätten der länger als 15 Minuten dauert, die Katastrophenszenen als Schauwerte dienen und die ganze Mysterystory zur Unterhaltung und Spannungserzeugung.
Aber ich denke, es sind wirklich nicht nur diese "Verkaufsargumente", denn die würden auch bei mir dann nicht unbedingt zu einer überdurchschnittlichen Wertung führen. Die absolute Sinnlosigkeit der menschlichen Bemühungen und das "brutal" konsequente Ende sind für mich eher Ausdruck der ziemlich pessimistischen und düsteren Weltsicht von Alex Proyas, die er uns bereits in "Dark City" und auch zum Teil in "I Robot" präsentiert hatte. Immer auch mit einem Hoffnungsschimmer, aber nix mit "alles wieder gut und genauso wie vorher".

Das kann ich also akzeptieren, finde es in diesem Kontext sogar passend und gut und es stellt für mich auch keinen Widerspruch da. Anders sieht es aus, wenn man als Zuschauer so bewusst und mit Hilfe unlauterer Tricks in die Irre geführt wird, dass mich sich mit Recht "betrogen" fühlen darf. Siehe dazu etwa meine Kritik zu "Die Vorahnung".

7

*** SPOILER ***

also ich fand das ende ganz in ordnung, geht es doch in erster Linie um eine art "loslassen", allerdings hat mich die unnötige nebenfigur der frau überhaupt ein bissl gestört. total sinnlose gestalt in der gesamten geschichte.

*** SPOILER ***

6

SPOILER

@Hütti: von meiner Sicht her, waren das keine Aliens, sondern (angedeutete) Engel, die 2 Menschen aussuchen, die dann Adam und Eva mäßig eine neue Welt aufbauen sollen.
Bzw. ein bisschen mehr als zwei.
Der Baum, den man am Ende sieht, ist der Baum des Lebens.
Die Apokalypse ist nicht "zufällig", sondern herbeigeführt und zwar von Gott, der also scheinbar existieren muss.
Dass der Sohn ne neue Liste schreibt, fand ich jetzt auch nicht schlüssig.

SPOILER ENDE

4

Naja, das Ende war weniger überzeugend, eher lächerlich. Das hat den guten anderen Teil des Films etwas zunichte gemacht. Und das sage ich als Akte-X-Fan. :(

Mal davon abgesehen, dass der Film etliche Logik-Macken hat, die in ihrer Gesamtheit nicht gerade für ein tolles Drehbuch sprechen.

6

Also, mal ganz kurz was ich nicht so dolle fand an "Knowing":

1.das Vater-Sohn Verhältniss ist nicht intensiv genug gestaltet und lässt mich einfach kalt. Fängt gut an flacht dann aber schnell in Klisches ab. Deshalb traurig weil es eine wesentliche Rolle in der Dramarturgie spielt!
2.Die Gesamtidee ist zwar ganz nett wirkt aber dennoch wie ein "Patchwork Drehbuch"

Was ich gut fand an "Knowing"

1.Die handlung bleibt gleichbleibend spannend, bis zum Schluss.Es gibt kaum irgendwelche nervigen Längen und alles in allem passt alles gut zusammen
2.Nicolas Cage hat mir seit langem mal wieder gut gefallen
3.Sehr spürbare Katastropehnsequenzen

5

Etwas wirr das Ganze. Man kann ihn sich ansehen, aber im Grunde ist er ziemlich unsinnig.

7

Spoiler

Meiner Ansicht nach schreibt der Sohn darum eine neue Liste, weil die alte nicht vollständig war. Es fehlten die Koordinaten des Fluchtortes.

Warum nun noch einmal eine _ganze_ Liste, keine Ahnung. Vielleicht lässt sich die Botschaft nur in einem Stück übertragen?

3

*** Auch ein bisschen SPOILER ***

Ich will dem Film jetzt nicht unbedingt vorwerfen, dass am Ende doch alle Mühen eh vergebens sind. Was ich dem Film massiv vorwerfen möchte, ist dass eben die Charakterentwicklung extrem schwach ist. John hat Stress ein moralisches Zerwürfnis mit seinem Vater und ruft ihn irgendwann an. Damit ist der Handlungsstrang komplett beschrieben. Genauso lässt er nebenbei mal fallen, das er seinen Atheismus abgelegt hat.
Das wars so in etwa. Den Rest der Zeit wird schwarzen Männern nachgejagt, die sich am Ende als ziemlich rabiate Götterboten entpuppen.
Die Charaktere realisieren einfach zu spät den massiven Ausmaß der Geschichte.

Apokalypse hat man auch schon besser gesehen.

BTW. ist John nicht "Lehrer der Astrophysik an der Schule", sondern "Professor der Astrophysik am MIT" ;)...

4

Akte X trifft Arche Noah. Zum Ende hin wurde mir das alles zu religiös: " Bist Du auch bereit, wenn der Herr Dich ruft, mein Sohn?" Schnarch. Warum Cage´s Sohn die Zettel vollgekritzelt hat, erfährt auch kein Schwein. Denn sonst hatte ja alles seinen Grund in der Story.

2

Us-Religiöses Hirngeschwurbel,bin ich froh ins Kino eingeladne worden zu sein,da wär mir mein Geld echt schade drum gewesen.....der Anfang war echt gut,spätestens als der Vater zum Sohn sagt,du kansnt da ja dran glauben wenn du willst,wusst ich sofort auf was es hinauslaufen wird....was mir dazu noch einfällt:

http://www.unmoralische.de/weltuntergang.htm

1

Ich bin völlig ratlos, welchen Film Herr Robrahn da gesehen hat. Meint er tatsächlich den selben Käse, den ich 2 Stunden lang durchleiden musste?

Ich finde "Knowing" in fast jeder Hinsicht unausgegoren und langweilig, unfreiwillig komisch und unlogisch (wobei mir Logik eigentlich bei gut erzählten Filmen egal ist).
Hier werden mal wieder mangels eines originellen Drehbuchs sämtliche inhaltlichen und visuellen Klischees bedient.Beispielsweise: warum müssen Aliens aussehen wie blondierte Cybernazis, wo sie doch offensichtlich jede Form annehmen können? Natürlich ist der Vater von Nicolas Cage ein Priester, er selber ist vom Glauben abgefallen (obendrein Wissenschaftler) und deshalb - bingo - Alkoholiker. Der religiös-missionarische Unterton des ganzen Films macht ihn zusätzlich nicht ertragbar, platter geht´s nicht mit Arche Noah-Gedöns- und Engelskitsch, Armageddon und was weiss ich.
Dieser Film ist entweder von der christlichen Rechten oder von Scientology finanziert, jedenfalls kommt er genauso rüber, nämlich einfach zum Kotzen!

9

Genialer Film!

War sehr froh, dass ich "unwissend" im Kino war, so fand ich das Verhalten der Charaktere sehr nachvollziehbar!

@johannes:
Kann ich auch verstehen - Scientology hab ich allerdings eher bei "Dark City" vermutet - sowohl was die "Psychiater"-Aliens in diesem Film angeht die die Menschen mit Psychopharmakaspritzen mit künstlichen Erinnerungen in ewiger Dunkelheit einsperren etc. als auch das Finale des "Übermensch" dem niemand wiederstehen kann und der sich mit geistigen Superkräften seine eigene Realität schafft -
"Knowing" ist aber eher christlich orientiert - zeigt allerdings die quasi-biblische Story in einer sehr düsteren und für die irdischen Geschöpfe zuhöchst unangenehmen variante.
Ich finde allerdings sowohl Dark City als auch Knowing einfach recht gut gemacht (wobei Dark City ("die bessere "Matrix") mir um Längen besser gefällt als Knowing ehrlichgesagt, trotz der etwas dubiosen Endmoral).
Das ganz und gar Scientologische "Battelfield Earth" dagegen ist zum Beispiel einfach ein totaler Davonrenner.
Herrn Proya's Glaubensbekenntnis würde mich schon auch interessieren.

10

Ich war ja schon sehr gespannt auf diesen Film, aber was mir da geboten wurde hat meine Erwartungen um Längen getoppt.
Ich bin wie erschlagen aus dem Kino gekommen und war über die gesammte Spielzeit entweder überwältigt, oder von Spannung zerrissen.

Diese genial konstruierte Dreieinigkeit von Wissenschaft, Religion und SciFi...großartig!

Ich würde mir den am liebsten jetzt gleich nochmal angucken.

1

Der Mensch hat ja so seine Persönlichkeit. Und sicherlich gehören dazu auch an was er glaubt, was er weiss, seine Abstraktionsfähigkeit und unter umständen seine Naivität. Ehrlich gesagt, ich mache mir angesicht dieses Films sorgen um die Menschheit. Versucht Proyas einfach nur Geld zu verdienen oder zu bekehren? Oder verfolgt er einfach nur die Absicht die Persönlichkeit all seiner Zuschauer mit einem Hammer von Sinnlosigkeit und Wahnsinn zu brügeln, so das sie nicht mehr zwischen Wahrheit und Lüge auseinanderhalten können. Ja ist schon klar. Die Wahrheit... was ist schon die Wahrheit? Seien wir ehrlich angesicht solcher Werke wird der mensch immer mehr verblendet und in Irreleitung getrieben.

1

Mir wäre fast das Trommelfell geplatzt so laut war dieser Film, hatte danach tagelang noch Tinitus! Ab gesehen davon das der Film oberschwach und extrem gezwungen und aufgesetzt wirkt ist es ja wohl eine Frechheit den im Kino so unmäßig laut abspielen zu müssen...

4

Spoiler!
Ach mann, da war die Filmidee so toll, die Geschichte spannend erzählt und dann? Wird alles zunichte gemacht weil ein paar Aliens meinen, Gott spielen zu müssen. Es bleiben übrigens mehr Fragen offen als "Warum schreibt der Junge nochmal Zahlen auf?".
Warum um himmels willen (das ist mal ne passende Metapher)bekommen die Kinder 2 Kaninchen mit auf den Weg, a la Arche Noah?
Warum wurden die Katastrophen überhaupt im Zahlencode aufgeschrieben?
Wenn die Aliens, Engel oder what-ever doch zu den Gguten zählen, warum lassen sie dann die Kinder die Zahlen (die ja eh nichts bringen) blutig in die Tür kratzen? Was hat es mit den schwarzen Steinen auf sich? Und warum kann Lucinda die Flüstermenschen hören, wenn Sie doch eh nicht auserwählt war? Fragen über Fragen ... schade, da hätte man echt mehr draus machen können..

4

@Lormas

Die Angestellten im Kino drehen den Film dann gerne leiser - sie müssen es nur wissen, weil sie ja nicht mit im Saal sitzen (habe selbst längere Zeit in einem Kno gearbeitet).

Zum Film:
Schwaaach. Die ersten 2/3 sind sehr routiniert. Unheilvolle Zeichen und seltsame Typen in dunklen Klamotten.
Cage hat mal wieder ne anständige Frisur und der Film ist hübsch unheimlich, aber nichts besonderes.
Doch dann das Ende ... es ist wirklich ärgerlich.

SPOILER

Warum müssen Geister/Aliens/Engel immer unheimlich aussehen und seltsame Dinge tun, statt den Leuten einfach zu sagen, was sie wollen?
Und der Code - sollte das ein Witz sein?
Es ließ sich nichts verhindern, es sterben sowieso alle. Wenn uns die Engel/Aliens auf das Ende vorbereiten wollten, dann hätten sie sich ja allen Menschen offenbaren können. Stattdessen ziehen die nochmal so eine Grudge-mäßige Nummer ab.
Und die allseits beliebte Frage: Warum fängt der Junge eine neue Liste an? Will Gott uns veralbern? Hassen uns die Engel so sehr?
Und als ich den Baum des Lebens sah, dachte ich nur:
"Ihr wollt mich wohl verarschen."
Das Ende mach alles zunichte. Es ist egal was passiert, man hätte auch eine Komödie vorne ranpappen können.
Sorry, aber der Film ist Murks.

8

Die Story hat mich einfach begeistert und wiedermal zum Nachdenken angeregt. Zumal ich auf diesem Gebiet schon sehr viel gelesen und gehört habe. Auf wessen Grundlage ist dieser Film eigentlich entstanden? Hat sehr viel gemein mit den "2012 - Das Ende der Welt"-Büchern. Außerdem sind sehr viele Parallelen zu der "Evolutionslüge", dass die Menschheit gar nicht - wie in der Schule gelernt - vom Affen, Neandertaler usw. abstammt, sondern dass der Mensch Adam- und Eva-mäßig (wie auch der Schluss der Filmes auf der neuen "Erde") auf die Erde gebracht wurde von Außerirrdischen, unseren Machern, Gott, dem Über-Ich oder was auch immmer. Das mag vielleicht verrückt klingen, aber am Ende des Films hat ein jeder irgendwie in sich (bzw. in seinem tiefen Bewusstsein) gespürt, dass da ein Fünkchen Wahrheit dran ist. Das mit der gewaltigen Sonnenerruption habe ich auch schon mal gehört. Könnte alles auf den 21.12.2012 passen, da hört übrigens auch der Kalender der Mayas, der bis heute jede Sonnenfinsternis minutengenau vorhersagen konnte. Es ist kein Zufall, dass dieser Film genau jetzt in den Kinos kommt und auch nicht mit viel Pauken und Trompeten angekündigt wurde. Leute denkt mal drüber nach.
Zum Film selbst gibt es schon ein paar Abstriche zu machen, da muss ich auch meinen Vorschreibern in bestimmten Sachen recht geben. Vor allem die Frage: Warum schreibt der Junge eine neue Zahlen-Liste? Die Welt endet doch wie geplan nach der alten Liste. Oder liegt es doch daran, dass Nikolas sie zerreißt, dass wieder alles so bestimmt war? Zu viele klassische Hollywod-Elemente: Glas fallen lassen, Glas überfüllen, extremes Productplacement, Handlungsort: New York usw., ein nicht ganz überzeugender Nikolas, der Altersunterschied zwischen ihm und seiner Schwester ... bringen 2 Punkte Abzug.
Also Leute, denkt mal über das Thema nach und auch daran, dass ich dass hier schreibe, und ihr vielleicht darauf antwortet, kein Zufall ist.

4

75 Minuten lang habe ich einen recht guten Film gesehen ... aber dann!

Spoilern ist nicht mein Ding, nur so viel: der Film könnte doch glatt als prima Werbefilm für jede beliebige Sekte durchgehen, die den Weltuntergang predigt und Erlösung verspricht!

Tut mir leid, aber: SO EIN SCHEISSTEIL VON FILM (entschärft das, wenn ihr wollt)! Eigentlich kann man sich auf Cage-Filme verlassen, doch das hier war ja wohl völlig neben der Spur!

Mystery-Thriller? Ach herrje! Allein, dass spätestens ab Minute 75 alles so banal ablief, dass es überhaupt nicht schwer fällt, das Finale vorherzusehen, und zwar im Grunde ALLES, was da dann kommt! Voll der Reinfall!

4 Punkte gibt es für alles, was in der ersten Stunde inszeniert wurde. Für den Rest bleibt eine glatte Null, Minuspunkte wären gerechter.

Absolut mit das schlechteste, was ich dieses Jahr bisher gesehen habe. In die Tonne damit!

Homer

1

als Fan von konstruktiver Kritik kann ich dazu nur eines sagen:"WÜRG"

Nach der Gurke "Next" hätte ich diesem Film nicht einmal den Hauch einer Chance gegeben von mir ausgeliehen zu werden. Dank der Rezension hier werde ich ihn mir heute abend noch ansehen!

3

Die ersten 2/3 waren noch ganz unterhaltsam und spannend erzählt. Das Ende ist fürchterlich! Peinlicher geht es wirklich kaum noch. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass jemand hiervon tatsächlich angetan ist, da wird nicht stringent zu Ende erzählt, sondern übelster Hollywood-Kitsch aufgetischt.

6

Super spannender Film, konnte manchmal garnich hinsehen!
Das Ende macht aber den kompletten Film kaputt... Ziemlich übertrieben und zu dick aufgetragen außerdem vorhersehbar

10

Super Film, spannend gemacht und wirklich sehenswert!

8

es wurde eigentlich alles in der kritik gesagt. ein film über den man auch noch einen tag später nachdenkt. 2 punkte abzug, wegen einigen (eventuell absichtlichen) logiklöchern.

9

SPOILER:

Negativ:
Unmengen übler Logiklöcher (Was sollen die Steine? Das Flüstern? Der neue Zettel? Der alte Zettel? etc.)
Ein grausig designtes Raumschiff samt grausig designter Aliens bzw. Engel bzw. Glühwürmchen.

Positiv:
Das Schauspiel und die Frisur von N. Cage ist seit langem mal wieder erträglich.
Die Dialoge sind glaubwürdig.
Der Film ist höllisch spannend.
Der Film zieht endlich mal durch was sonst nur angedeutet wird, bescheurte Emmerich-Machwerke mal ausgenommen.
Und die Katastrophenszenen sind krass! Definitv ganz richtig übel krass! Das Beeindruckendste was ich seit langem gesehen habe, mit nachhaltiger Wirkung!
Der einzige Grund übrigens, weshalb ich hier überhaupt noch etwas poste. Denn eigentlich wurde oben schon alles gesagt. Nur nicht, dass der Flugzeugabsturz, die U-Bahn und auch der Truck dafür verantwortlich sind, dass ich keine Fingernägel mehr habe und schlechter träume. Kein Zombiesplattertorturepornschocker der letzten Jahre hat mich derartig mitgenommen wie diese 2 Katastrophenszenen. Die sind einfach höllisch gut (und fast schon zu realistisch) gemacht! Wow.

10

Wer keine Imagination hat,verstehet den Film nicht.aber das geht schon,es ist vollig akzetptable und erwartet dass die Mehrheit der Menschheit standart ist und von ``Alltagskette`` nicht raus kommen kann.

1

Ich möchte es auf den Punkt bringen. Tut Euch den Film nicht an!

Ach Gottchen,

5

Ach Gottchen, Denis...~Kopfklatsch~ Evolutionslüge? Mann, Mann...
Tja, und sonst? Hütti hat bereits alles gesagt...

Warum hat er nochmal die

Warum hat er nochmal die Nummern aus der Tür entziffert und sagte "Er müsse zu ihrem Geburtshaus" fahren wenn das am Ende eh keine Rolle mehr spielt. Und warum die schwarzen Steine?

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