Ob Zahnärzte wirklich derart selbstmordgefährdet
sind, wie es in diesem Film des öfteren behauptet wird,
läßt sich nicht mit Bestimmtheit sagen, aber Nicholas
„Oz“ Oseransky hätte definitiv Gründe genug, sich
aus dem Fenster seiner Praxis zu stürzen. Der gravierendste
dieser
Gründe heißt Sophie, ist mit ihm verheiratet und
hat nebenbei noch einen Berg Schulden sowie eine hassenswerte
Schwiegermutter mit in die Ehe gebracht. Kurz gesagt: Oz ist
mit seinem Leben nicht gerade glücklich und wartet sehnlichst
auf irgendeine Veränderung. Auch diese Veränderung
hat einen Namen, denn der neue Nachbar des Dentisten ist Jimmy
„Die Tulpe“ Tudeski, ein berüchtigter Auftragskiller, der
gegen seinen ehemaligen Boss Yanni Gogolack ausgesagt hat. Sophie
schlägt ihrem Mann nun vor, Gogolack Jimmys Aufenthaltsort
zu verraten, um ein saftiges Kopfgeld zu kassieren. Als Belohnung
stellt sie ihm außerdem noch die lang ersehnte Scheidung
in Aussicht. Obwohl Oz den Mann von nebenan eigentlich ganz
nett findet, willigt er ein und macht sich auf den Weg nach
Chicago, um Gogolack dort zu treffen. Ehe er sich versieht,
zappelt er bereits in einem Netz aus Intrigen und gegenseitigen
Mordaufträgen. Daß er sich schließlich auch
noch in Jimmys Frau Cynthia verliebt, macht die Sache nicht
eben unkomplizierter...
Leider
muß man sagen, daß „Keine halbe Sachen“ fast genauso
viele Probleme hat wie seine Hauptfigur. Je länger der
Film andauert, desto mehr drängt sich der Eindruck auf,
das Skript sei eigentlich mal für einen ‚richtigen‘ Gangsterfilm
gedacht gewesen und erst nach der Hinzunahme eines Sitcom-erprobten
Hauptdarstellers in Richtung Komödie umgeschrieben worden.
Die Wendungen des gar nicht mal so simplen Plots verfehlen durch
die mangelnde Ernsthaftigkeit jedenfalls viel von ihrer Wirkung,
da das Hauptaugenmerk stets auf den Zappel-Eskapaden von Matthew
Perry liegt. Hier darf dann auch gleich weiter genörgelt
werden, denn Perrys Performance, die lediglich zwischen Waschlappen
und Nervenbündel variiert, nutzt sich doch sehr schnell
ab und trägt außerdem dazu bei, daß ein Großteil
der Gags sehr vorhersehbar daherkommt.
Fast
die gesamte Komik des Films zielt nur darauf ab, daß der
unbescholtene und herzensgute Doktor mit den kaltblütigen
Mafia-Methoden seiner neuen Bekanntschaften konfrontiert wird
und davon so geschockt ist, daß ihm die Gesichtszüge
entgleisen oder er bemüht ist, eben jene Entgleisungen
unter Kontrolle zu halten. Wirklich abendfüllend ist das
Ganze jedoch nicht, zumal der auf dem selben Prinzip basierende
Vorjahresfilm „Reine Nervensache“ deutlich stimmiger wirkte
und das Potential der durchaus ansehnlichen Rest-Besetzung hier
auch nicht gänzlich ausgeschöpft wird. Eine wahre
Wohltat ist immerhin der angesichts seiner leicht verdienten
Gage vollkommen entspannt aufspielende Bruce Willis, der wenigstens
kurzzeitige Erholung von den Hampeleien des Hauptdarstellers
ermöglicht. Als positive Überraschung kann auch Amanda
Peets Auftritt als Zahnarzthelferin Jill gewertet werden. Sie
überzeugt mit quirligem Enthusiasmus, charmanter Unbefangenheit
und einem Oben-Ohne-Auftritt, der tatsächlich dramaturgische
Funktion hat. Ehrlich.
Anstatt jetzt noch auf die eher biedere Inszenierung Jonathan Lynns einzugehen, sei der Fairness halber noch der recht coole Jazz-Soundtrack erwähnt und auf die Tatsache verwiesen, daß eine gute Handvoll Gags durchaus funktioniert. Alle netten Ansätze reichen letztendlich aber nicht aus, um den Film noch in den grünen Bereich zu hieven. Keine halben Sachen? Schön wär’s.
dieser
Gründe heißt Sophie, ist mit ihm verheiratet und
hat nebenbei noch einen Berg Schulden sowie eine hassenswerte
Schwiegermutter mit in die Ehe gebracht. Kurz gesagt: Oz ist
mit seinem Leben nicht gerade glücklich und wartet sehnlichst
auf irgendeine Veränderung. Auch diese Veränderung
hat einen Namen, denn der neue Nachbar des Dentisten ist Jimmy
„Die Tulpe“ Tudeski, ein berüchtigter Auftragskiller, der
gegen seinen ehemaligen Boss Yanni Gogolack ausgesagt hat. Sophie
schlägt ihrem Mann nun vor, Gogolack Jimmys Aufenthaltsort
zu verraten, um ein saftiges Kopfgeld zu kassieren. Als Belohnung
stellt sie ihm außerdem noch die lang ersehnte Scheidung
in Aussicht. Obwohl Oz den Mann von nebenan eigentlich ganz
nett findet, willigt er ein und macht sich auf den Weg nach
Chicago, um Gogolack dort zu treffen. Ehe er sich versieht,
zappelt er bereits in einem Netz aus Intrigen und gegenseitigen
Mordaufträgen. Daß er sich schließlich auch
noch in Jimmys Frau Cynthia verliebt, macht die Sache nicht
eben unkomplizierter...
Leider
muß man sagen, daß „Keine halbe Sachen“ fast genauso
viele Probleme hat wie seine Hauptfigur. Je länger der
Film andauert, desto mehr drängt sich der Eindruck auf,
das Skript sei eigentlich mal für einen ‚richtigen‘ Gangsterfilm
gedacht gewesen und erst nach der Hinzunahme eines Sitcom-erprobten
Hauptdarstellers in Richtung Komödie umgeschrieben worden.
Die Wendungen des gar nicht mal so simplen Plots verfehlen durch
die mangelnde Ernsthaftigkeit jedenfalls viel von ihrer Wirkung,
da das Hauptaugenmerk stets auf den Zappel-Eskapaden von Matthew
Perry liegt. Hier darf dann auch gleich weiter genörgelt
werden, denn Perrys Performance, die lediglich zwischen Waschlappen
und Nervenbündel variiert, nutzt sich doch sehr schnell
ab und trägt außerdem dazu bei, daß ein Großteil
der Gags sehr vorhersehbar daherkommt.
Fast
die gesamte Komik des Films zielt nur darauf ab, daß der
unbescholtene und herzensgute Doktor mit den kaltblütigen
Mafia-Methoden seiner neuen Bekanntschaften konfrontiert wird
und davon so geschockt ist, daß ihm die Gesichtszüge
entgleisen oder er bemüht ist, eben jene Entgleisungen
unter Kontrolle zu halten. Wirklich abendfüllend ist das
Ganze jedoch nicht, zumal der auf dem selben Prinzip basierende
Vorjahresfilm „Reine Nervensache“ deutlich stimmiger wirkte
und das Potential der durchaus ansehnlichen Rest-Besetzung hier
auch nicht gänzlich ausgeschöpft wird. Eine wahre
Wohltat ist immerhin der angesichts seiner leicht verdienten
Gage vollkommen entspannt aufspielende Bruce Willis, der wenigstens
kurzzeitige Erholung von den Hampeleien des Hauptdarstellers
ermöglicht. Als positive Überraschung kann auch Amanda
Peets Auftritt als Zahnarzthelferin Jill gewertet werden. Sie
überzeugt mit quirligem Enthusiasmus, charmanter Unbefangenheit
und einem Oben-Ohne-Auftritt, der tatsächlich dramaturgische
Funktion hat. Ehrlich. Anstatt jetzt noch auf die eher biedere Inszenierung Jonathan Lynns einzugehen, sei der Fairness halber noch der recht coole Jazz-Soundtrack erwähnt und auf die Tatsache verwiesen, daß eine gute Handvoll Gags durchaus funktioniert. Alle netten Ansätze reichen letztendlich aber nicht aus, um den Film noch in den grünen Bereich zu hieven. Keine halben Sachen? Schön wär’s.
Bilder: Copyright 20th Century Fox


Ich versteh die Bewertung nicht, ich finde der Film unterhält sehr gut und das ist für mich das wichtigste an einem Film.
Die Hauptdarsteller Willis und Perry sind echt witzig, nur Rosanna Arquette nervt mit dem französischen Akzent (in der deutschen Übersetzung).
Das das Drehbuch kein Oscar is bei einer Komödie eh normal.
Frauen mit Augen wie Sie gibt es sehr selten...Sie ist einfach ein Traum, Gott segne dich...Meine sehr geliebte und Atemnberaubende schöne Natasha Henstridge"...
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