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Iron Man 2

Iron Man 2
comic-action , usa 2010
original
iron man 2
regie
jon favreau
drehbuch
justin theroux
cast
robert downey jr.,
gwyneth paltrow,
don cheadle,
scarlett johansson,
mickey rourke,
samuel l. jackson, u.a.
spielzeit
118 Minuten
kinostart
6. Mai 2010
homepage
http://www.ironman2-derfilm.de
bewertung

5 von 10 Augen

Es ist ein wenig ruhig geworden um die Marvel-Superhelden im Kino. Die Flaggschiffe Spider-Man und X-Men befinden sich nach Abschluss einer jeweils sehr erfolgreichen Trilogie noch in der Findungsphase, wie es denn nun weiter gehen soll, und der überschaubare Erfolg von "Hulk", "Daredevil" und den "Fantastic Four" rechtfertigt erstmal keine weiteren Fortsetzungen. Lediglich Marvels hauseigene Produktionsfirma werkelt unverdrossen an ihrem "Avengers"-Projekt, welches in ein paar Jahren diverse Superhelden des Hauses in einem Film zusammenführen soll. Vorreiter und unverzichtbarer Bestandteil dieser Truppe ist dabei zweifellos "Iron Man", dessen unerwarteter aber absolut verdienter Überraschungserfolg vor zwei Jahren einen vielversprechenden Startschuss für die nächste Welle an Marvel-Filmen darstellte. Deshalb durfte man sich auch mit recht auf die schnell feststehende Fortsetzung freuen, zeigt doch die Erfahrung, dass zweite Teile, die sich nicht mehr lange mit der Entstehungsgeschichte ihres Helden aufhalten müssen, oft sogar noch einen Tick besser gelingen. Diese Regel lässt sich aber bedauerlicherweise auf "Iron Man 2" nicht anwenden, ist der Film doch ein klarer Rückschlag im Vergleich zum starken Vorgänger.

Dabei erleben wir den unvergleichlichen Tony Stark (Robert Downey jr.) zunächst ganz so, wie wir ihn kennen und lieben gelernt haben: Wenige Monate nach seinem öffentlichen Bekenntnis, der Superheld "Iron Man" zu sein, gönnt sich der exzentrische Milliardär einen selbstverliebten Auftritt auf der von ihm initiierten Forschungs-Expo und bügelt auch die von Regierungsseite vorgebrachte Forderung, seine hochtechnisierte Rüstung zur Verfügung zu stellen, locker ab. Doch unter der Oberfläche sieht es etwas anders aus, denn der Transmitter in Starks Brust, der ihn am Leben hält, verliert zunehmend an Energie und Stark wird immer öfter von Schwächeanfällen heimgesucht. Die Lage verschlechtert sich weiter, als ein Unbekannter (Mickey Rourke) auftaucht, der eine ganz ähnliche Technik zu besitzen scheint, diese jedoch zerstörerisch einsetzt und zudem eine persönliche Abneigung gegen Stark Industries hat. Dieser Mann nennt sich "Whiplash" und begibt sich in die Dienste von Starks Konkurrenten Justin Hammer (Sam Rockwell). Stark wiederum verkracht sich innerhalb kürzester Zeit mit seiner Sekretärin und Freundin Pepper (Gwyneth Paltrow) sowie seinem alten Kumpel Rhodey (Don Cheadle) und zieht sich schließlich zwecks erneuter Selbstfindung ganz aus seinem Unternehmen zurück. Da es in Person des geheimnisvollen Agenten Nick Fury (Samuel L. Jackson) und der ebenfalls nicht ganz durchschaubaren Natasha Romanoff (Scarlet Johansson) jedoch Figuren gibt, denen sehr an einem "funktionstüchtigen" Tony Stark gelegen ist, darf man davon ausgehen, den rotgoldenen Kämpfer schon bald wieder im Einsatz zu sehen.

Worauf auch beim zweiten Auftritt des "Iron Man" Verlass ist, das ist natürlich Robert Downey jr., dessen herausragendem Spiel ja bereits der Vorgänger einen Großteil seines Erfolges verdankte. Downey jr, ist seitdem wieder voll da und ließ seinem formidablen Comeback seither einen Oscarnominierten Auftritt in "Tropic Thunder" sowie einen weiteren Blockbuster-Film in Form des Meisterdetektivs "Sherlock Holmes" folgen. Allerdings erleben wir ihn diesmal überwiegend in schwermütiger bis depressiver Stimmung, und diese Tonart zieht sich dann auch durch den dadurch recht schwerfälligen Rest des Films.
Die Geschichte kommt zunächst kaum in Gang und mäandert lange Zeit eher ziellos hin und her. Auch der von Mickey Rourke physisch allemal beeindruckend präsentierte Bösewicht Ivan "Whiplash" Vanko grunzt nicht nur durchgehend kaum verständliches Zeug vor sich hin, er scheint auch die meiste Zeit gar kein rechtes Ziel und keinen klaren Antrieb zu besitzen. Den Gegenpol dazu bildet dann der hyperaktive, aber leider auch extrem nervige Schleimbolzen Justin Hammer, den Sam Rockwell bedauerlicherweise an der Grenze zur Karikatur chargieren lässt. Weiterer Minuspunkt: Der nur schwer nachvollziehbare Darstellerwechsel in der Rolle des James "Rhodey" Rhodes, der nun nicht mehr von Terence Howard verkörpert wird. Don Cheadle ist zwar zweifellos ein sehr guter, wenn nicht sogar der bessere Schauspieler, doch wirkt der Charaktermime auf diesem Action-Feld und auch in der Rüstung der "War Machine" seltsam unpassend und verloren. Deutlich mehr Spaß bereiten da schon der diesmal ein ganzes Stück längere Auftritt von Samuel L. Jackson und - wie fast zu erwarten - der prominenteste Neuzugang in Gestalt von Scarlet Johansson als Tony Starks neue Assistentin und Amazone im schnittigen Kampfanzug "Black Widow". Das ist jedenfalls allemal ein Fortschritt gegenüber Miss Scarlets erstem Ausflug ins Reich der Comicverfilmungen an der Seite des gar grässlich misslungenen "Spirit".
Inmitten all dieser nicht durchweg überzeugenden Figuren und oft wenig spannenden Story bleibt dann nur noch wenig Platz und Gelegenheit für lockere und amüsante Auftritte des eitlen Selbstdarstellers Tony Stark, und das bekommt dem Film nicht gut. Es fehlt einfach viel zu viel von dem Witz und der heiteren Note, die den Erstling zu so einem erfrischenden Vergnügen werden ließen. Zudem sind die Einsätze des "Iron Man" eher karg gestreut und auch das ist schade, sind doch die Actionszenen an sich durch die Bank gelungen. Das gilt vor allem für eine großartig arrangierte und geschnittene Sequenz inmitten des berühmten Grand Prix von Monaco, bei der "Whiplash" und seine beeindruckenden Peitschen sich zum ersten Mal präsentieren.

Es wird Filmkritikern ja oft nachgesagt, dass diese es grundsätzlich immer ganz toll finden, wenn sich eine etablierte Franchise mal so richtig ernsthaft und düster gibt, und von "Star Trek" bis "Harry Potter" mag diese Einschätzung auch durchaus zutreffen. Nun, auch der zweite "Iron Man" begibt sich in diese Richtung, doch kann das in diesem Fall eben nicht überzeugen oder für Begeisterung sorgen, da der Stil- und Stimmungswechsel hier einfach nicht so recht passt, sondern dem Produkt im Gegenteil unnötigerweise seine vorherigen Stärken raubt. "Düster und ernst" muss also doch nicht immer der richtige Weg sein.

P.S.: Müssen wir erwähnen, dass auch nach dem Abspann von "Iron Man 2" wieder ein kleines Schmankerl für die Fans und ein weiterer Baustein in Richtung "Avengers" wartet? Müssen wir nicht? - Na, dann haben wir auch nichts gesagt.

Volker Robrahn

8

Ich kann die Kritik nicht nachvollziehen. Für mich steht der zweite Teil seinem Vorgänger nichts nach. Was im Sequel düsterer sein soll, ist mir genauso ein Rätsel, wie die angeblich fehlende Komik. Also unser voller Kinosaal war desöfteren am lachen...

3

Na ja, geht so. Mickey Rourke und Samuel L. Jackson waren als Figuren super und sehr präsent, auch Gwyneth Paltrow war recht gut in ihrer Rolle. Aber der Film insgesamt war eher enttäuschen, ich fand ihn ziemlich langweilig. Schade ums Geld und die Zeit ...

2

langweilig, uninspiriert, entäuschend...das "sahnehäubchen" sind dann
noch die völlig unpassenden syncronstimmen von downey jr und rourke...was für unfähige leute sitzen denn da bitte in den syncrostudios rum..???

5

Muss der Kritik absolut zustimmen. Die Story ist einfach zu schwach und der Film 1.) überraschend actionarm und 2.) erschreckend langweilig. Tony Stark war mir diesmal auch zu comedymässig und oberflächlich portraitiert, als dass man sein Gesundheitsproblem wirklich ernst nehmen könnte. Scarlett J. war zwar nett anzusehen, aber auch vollkommen überflüssig. Als cool empfinde ich Samuel Jackson als Nick Fury und die Szene nach dem Abspann hat bei mir ein Prickeln ausgelöst, dass ich mir vorher gewünscht hätte. Fazit: Auf dem Level brauche ich keinen 3. Teil.

10

Super! Witzig, tolle Action und nochmal witzig!!!

6

Kann leider nicht ganz mit dem ersten Teil mithalten.

Die wenigen witzigen Dialoge zünden meist noch besser als die noch geringere Anzahl von Actionsequenzen.
Das hat zwar im Vorgänger gut funktioniert aber hier lassen in der Tat die schwach ausgearbeiteten Motive einiger Hauptfiguren alles um einiges spannungsärmer erscheinen.
Als besonders erfrischend und klar empfand ich da beispielsweise die Präsenz von Sam Rockwell als Justin Hammer.

6

Wenn erfolgreiche Vehikel der Populärkultur in die zweite Runde gehen, so spricht man gerne von eben jenen Abnutzungserscheinungen die bei der wiederholten oder weitergeführten Erzählung eines einstmals unverbrauchten Stoffes üblicherweise auftreten. Auch Iron Man 2, Sequel zum soliden Publikumserfolg aus dem Jahre 2008, schwächelt hier und da in klassischer Manier einer Erfolgsfortsetzung, kann dies jedoch mit einer konsequenten Weiterentwicklung der Ausgangslage und drastischen Verbesserungsmassnahmen gegenüber dem Vorgänger, weitgehend erfolgreich kaschieren. So scheint die Handlung wie eine grobe Wiedererzählung der selben Geschichte, schlägt jedoch den ein oder anderen Hacken, punktet immer wieder mit gelungenen Sequenzen und behebt so die üblichen, sich einschleichende Längen im Mittelteil, so das der Film äusserts kurzweilige Unterhaltung bietet. Handwerklich ist das Spektakel hochwertig aber letzendlich auch doch nur solide, alles auf hohem Standard, aber es bleibt trotz allem Durschnittskost, die gerade bei Kamera und Schnitt niemals konventionellen Boden verlässt und dem Gesamtwerk somit es etwas an Lebhaftigkeit fehlt. Hingegen mit äusserst geschickter Hand ausgewählt, die Darstellerriege um Mime Robert Downes Jnr., Idealverkörperung des gewissenhaften Zynikers, überzeugt fast durchgängig. Mickey Rouge gibt seinen psychopathischen Schurcken mit eindrucksvoller, körperlicher Präsens und einer tragischen Geste, die Ruhe und Zorn zugleich ausstrahlt, Scarlett Johansson definiert das Wort Blickfang neu, überzeugt auf ganzer Linie in ihrer Rolle als unberechenbare Femme Fatale und bildet mit Samuel Jackson das lässigste Mann-Frau Duo der jüngeren Heldenverkörperungen. Nach ihrer enttäuschenden Zusammenarbeit am lauen The Spirit eine mehr als positive Übberaschung. Sam Rockwell chargiert sich routinert durch seinen Gegenspielerpart, Gwyneth Patrol muss nicht viel tun, überzeugt aber, obwohl ihre Rolle deutlich schwächer geschrieben ist als im Vorgänger und mit Don Cheadle mag man Mitleid aussprechen, müht er sich erkenntlich ab seiner langweiligen Person Facette abzuringen. Gut, das über die Hälfte des Films die Fokussierung auf Stark liegt und somit Downey Jr. jede Menge Gelegenheit bieten, seine Rolle zu entwickeln, was ihm auch gut gelingt. Durch die ernsteren Einschübe in der Charaktesierung des Protagonisten gelingt den Machern eine dichtere Atmosphäre und mehr Spannung als im Prequel. Auch die Front der Bösewichter ist auffallend stärker gezeichnet. Hinzu kommt es dem Film gut seinen dramaturgischen Aufbau nicht in ausufernden Materialschalchten zu verheitzen, sondern mit klassischer Gewissheit zu erzählen, so das an den richtigen Stellen immer wieder das Spektakel Überhand nehmen kann. Diese Szenen sind handfest, spannend und abwechslungsreich und formieren sich gut im Fluss der Erzählung. Abzüge mal wieder für die grösstenteils wieder an Vorhersehbakeit kaum zu überbeietende Handlung, der schwächeren Gestaltung der altbekannten Charaktere und der nun verbrauchten Frische des Erstlings. Letzendlich wiegen sich hier Stärken und Schwächen beide Teile in unterschiedlichen Gewichtungen, aber derart aus, das man beileibe nicht von einem qualitativen Abfall sprechen möchte, sondern von einer würdigen Fortsetzung, die ganz im Sinne der Originals daherkommt.

9

Das Geschreibsel von dort oben, kann man übrigens getrost in die Tonne treten Grund der Tatsache, dass alle größeren Tageszeitungen in Deutschland irgendwas zu Bemängeln hatten, ist dieser Film keines Falls ein Rückschritt oder Ähnliches. im Gegenteil... eher eine stetige Weiterentwicklung und keine stupide Materialschlacht was anscheinend viele erwartet haben. . Ich fand die Stimmung weder Düster noch die Story planlos. Die geschickt platzierten Anspielungen auf die Avenger fand ich spitze. Der Humor war im gleichen Umfang vorhanden wie beim Vorgänger, und die Darstellung von Tony Starks Welt war nur noch Hammer! Ach ja Hammer... Dieser Kerl gehört verboten... Den mochte man schon nicht als er noch nicht mal ein Wort sagte... tolle Darstellung! Jedoch ein wenig zu viel Leinwandzeit. Action war auch mehr als Genug vorhanden... und die Beweggründe waren für jeden Charakter nachvollziehbar... Einziger Minus Punkt die piepsige, hysterische Pepper Pots... Danke Scarlet Johansson...

7

Ich kann den meisten Kritiken im Netz nur recht geben. Der Film ist gut aber leider nicht so gut wie der erste Teil. Leider verliert der Film Zusehens an Tempo und es hätte gerne etwas mehr Action sein dürfen. Die Schauspieler fand ich durch die Bank weg alle gut und keiner hat sich Fehler geleistet. Mickey Rourke fand ich persönlich sehr stark in seiner rolle, na ja bis auf den Show Down.

Fazit:
Kino: Ja
DVD Abend: Unbedingt
Kauf: JA

7

Die Rezension trifft den Film etwas zu hart, wenngleich auch die Kritikpunkte berechtigt sind.

Allerdings finde ich weder, daß der Film zu sehr in Richtung düster und freudlos geht, noch daß die Geschichte ziellos vor sich hin dümpelt. Gut, es werden ein paar zu viele Figuren und Handlungsstränge in Gang gesetzt, doch wird der Film dadurch nicht konfus erzählt oder mit zu viel überflüssigem Ballast vollgestopft.

Was trotzdem zu sehr leidet ist die Zahl und Länge der Actionszenen. Davon war einfach zu wenig zu sehen. Wenn es jedoch mal kracht, dann richtig, was grade beim Showdown schade ist, denn wenn es mal wieder so richtig knallt, ist es auch schon vorbei.

Was den Film aber wieder sehr sehenswert macht, ist Downey Jr. Der ist einfach ideal in der Rolle und zusammen mit den sichtlich mit Spaß an der Sache agierenden Nebenfiguren macht der Film in vielen Szenen immer noch ne Menge Lust auf mehr.

9

So, nun einmal eine Stellungnahme eines "alten" Comicfans.

Ich war in meiner Kindheit kein Fan vom Eisernen oder Thor aber diese
beiden Filme waren wirklich gelungen.
Ein Comicfan wird also auch in Teil 2 voll auf seine Kosten kommen.

Ich selbst war auf jeden Fall fast restlos zufrieden. Kleine Schwächen haben zu dem einen Punktabzug geführt.
Und witzigerweise war mir gerade der Showdown zu langatmig.

Aber auf jeden Fall ist der Film unterhaltsam, mit ausreichend Tiefe und einer hervorragenden Portion Spaß.

Ich freue mich wirklich auf weitere Fortsetzungen und auch den Herrn
mit dem Hammer.

Die Krise der Finanzmärkte scheint auch die Hollywood-Drehbuchschreiber und Dramaturgen erreicht zu haben.

Ich verliess den Film nach 1 Stunde und 15 Minuten mit ungläubigen Kopfschütteln, als Don Cheatle im Iron-Man-Kostüm auf der Militärbasis den Hurra-Amerika-Pathos-Modus aktiviert hat.

7

Kontroverse Filmszene-Kritiken spalten sich für gewöhnlich in zwei Lager: Während die rezensierten Filme im einen geradezu spektakulär überbewertet und deren offensichtliche Schwächen geflissentlich ignoriert werden („Avatar“, „Spider-Man 2“, „Bourne 3“), wird im andere anderen nach dem berühmten Haar in der Suppe gefischt und hervorragenden Filmen aufgrund letztlich marginaler Kritikpunkte die verdiente Top-Wertung verweigert („The Dark Knight“, „No Country For Old Men“, „There Will Be Blood“). Beiden Extreme erklären aber nicht die drakonische, in dieser Härte ziemlich unverständliche Abstrafung von „Iron Man 2“.

Ja, der Film erreicht nicht die Klasse von Teil 1. Das hat zwei Gründe, die auch in der Rezension erwähnt werden. Zum einen ist „Iron Man 2“ im Mittelteil tatsächlich etwas unfokussiert und tändelt ein bisschen ziellos vor sich hin, bis es zum großen Showdown kommt. Ebenfalls richtig ist, dass der Film durch die scheinbar von Marvel als notwendig angesehene Hinführung auf die „Avengers“ vielen Charakteren Raum geben muss und daher ziemlich vollgepackt wirkt - deshalb aber nun wirklich nicht überladen ist, wie es z.B. „Spider-Man 3“ oder „Fluch der Karibik 3“ waren. Völlig unverständlich und ins Leere zielend ist allerdings der Vorwurf, „Iron Man“ wäre „düsterer“ wie der Vorgänger und Tony Stark zum Schwerenöter geworden. Die Tatsache, dass Stark langsam an einer Vergiftung dahinsiecht, lässt den Charakter menschlicher und nahbarer erscheinen, ohne dass er dadurch Gefahr läuft, sein Playboy-Image zu verlieren. „Düster und ernst“ geht es aber beim besten Willen nicht zu – im Gegenteil, die Downey Jr. - Show wird nahtlos fortgesetzt, allein die Szenen, in der Stark im Iron Man-Suit betrunken auf seiner Geburtstagsparty die Sau raus lässt, sind herrlich komisch. Ganz zu schweigen von Tony's affektiertem Auftreten vor Gericht – diese brillante Kombination aus Arroganz und Liebenswürdigkeit macht Downey so schnell keiner nach.

Der sehr hohe Unterhaltungswert ist vor allem auch der formidablen Darstellerriege zu verdanken: Mickey Rourke spielt mit großartiger Präsenz und wirkt vor allem als Tüftler mit stilvoller Brille und Vogel sensationell cool, Sam Rockwell erfüllt seinen Part als schleimiger Konkurrent wunschgemäß zum Fremdschämen abscheulich und Gwyneth Paltrow ist als Pepper zu jeder Minute mehr als der nur ein billiger „Love-Interest“. Scarlett Johansson's Black Widow darf dann noch eine virtuos choreographierte Kampfeinlage beisteuern und empfiehlt sich explizit für Größeres. Als klar schwächstes Glied dieser Kette präsentiert sich leider Don Cheadle, der seinen Vorgänger nicht adäquat ersetzen kann.

Das alles macht zusammen mit den gelungenen Action-Sequenzen wie schon in Teil 1 unglaublich Laune, weshalb man auch über die oben genannten kleineren Schwächen generös hinwegsehen kann. Wieso man hier einen Comic-Blockbuster, der hervorragend unterhält, mit coolen Darstellern und einem erneut grandiosen Titelhelden aufwartet und somit weitgehend das erfüllt, was man von ihm verlangen kann, derartig abstraft, erscheint mir doch schleierhaft.
Also: „Bleiern abschmieren“ tut hier niemand – Iron Man bleibt der derzeit erfrischendste und coolste Superheld.

7

Gutes Popkornkino! Echt unterhaltsam!

@ kein name

"allein die Szenen, in der Stark im Iron Man-Suit betrunken auf seiner Geburtstagsparty die Sau raus lässt, sind herrlich komisch"

...oder wohl eher tragisch anzuschauen, wenn der arme typ sich in den anzug pisst! auf mich machte die szene keinen witzigen eindruck und war wahrscheinlich auch nicht so gedacht. soviel zum humor...

6

Was maanst....

Auch ich zähle mich zu den Personen, die von diesem Film etwas enttäuscht wurden. Ich finde, dieser Teil kann nicht mit der selben Lockerheit und Kurzweiligkeit aufwarten wie der erste Teil: Zu langatmig und ermüdend die ersten zwei Drittel des Films, zu unspektakulär das letzte Drittel. Der erste Teil hielt die Balance zwischen Action, Humor und Characterentwicklung wesentlich besser als dieser Teil. Obwohl seit dem ersten Teil nun schon einige Zeit vergangen ist, habe ich mehr Momente und Szenen aus dem ersten Teil in Erinnerung behalten als von diesem. Für mich ein Zeichen dafür, dass der erste Teil einfach den besseren (und stärkeren) Eindruck hinterlassen hat.
Ein weiterer Kritikpunkt ist für mich übrigens die wieder einmal viel zu schnell geschnittene Action - vor allem zum Ende hin - des Films. Eine Unart, wie sie die letzten Jahre immer öfter vorkommt.

P.S.: Die dargestellte Meinung ist rein subjektiv und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und/oder Allgemeingültigkeit.

Das Wort zum Dienstag

8

Ich kann die Rezension nicht nachvollziehen, hab mir grad eben den Film angesehen. Die Story ist doch gut, hier wird den Charakteren Tiefe gegeben, anstatt sie zu Statisten einer "zweiter Teil muss mehr knallen" Orgie zu degradieren. Der Film ist nicht träge, sondern nimmt sich ein gut ausgewogenes Maß an Zeit.

Ich hoffe, der dritte Teil lässt nicht zu lange auf sich warten und kann die sehr gute Qualität von Teil 1&2 halten.

3

Der Streifen ist größtenteils langweilig, unkomisch, frech und ziemlich dumm. Dumm, da unserem Helden erst nach 5 (!) Umrundungen des Expogeländes einfällt, lieber woanders hinzufliegen, damit die Besucher von seinen Roboverfolgern nicht getroffen werden. Langweilig, weil die einzig spektakuläre Szene, nämlich die in Monaco, bereits im Trailer begutachtet werden konnte. Und frech, weil das Ganze noch mit einer derart dreisten Oracle- und Audi-Werbung angereichert ist, dass der Film wie eine ´Cannes Rolle´ in Überlänge anmutet. Wenn Ironman mit seinem Audi, auf dessen Emblem schon mehrfach gezoomt wurde, auch noch vor einem riesigen Audi-Gebäude rumkurvt, ist die Schmerzgrenze überschritten. Die Werbung in eigener Sache, verpackt in einen überflüssige Nebenplot mit den Rächern, gibt einem dann endgültig den Rest. Von der launigen Selbstironie und der kurzweiligen Action des Vorgänger ist nichts geblieben.

3

Muss leider sagen dass wir alle einer nach dem andern in einen wirklich tiefen Schlaf gefallen sind...war selten ab einem Streifen so entäuscht...schade nach dem tollen ersten Teil.

8

sehr gut gemacht mit viel action!

Oha, wahrscheinlich würde hier auch Bad Boys 2 verrissen, weil ein prominent platzierter, fetter Pepsi-Truck durch's Bild fährt...

10

das ist der beste film aller zeiten find ich!!!

Hat uns überhaupt nicht

3

Hat uns überhaupt nicht gefallen. War stellenweise sogar richtig langweilig. Kein Vergleich zum ersten Teil von IRON MAN.

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