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In Time - Deine Zeit läuft ab

In Time - Deine Zeit läuft ab
science fiction , usa 2011
original
in time
regie
andrew niccol
drehbuch
andrew niccol
cast
justin timberlake,
amanda seyfried,
cillian murphy,
vincent kartheiser,
olivia wilde, u.a.
spielzeit
109 Minuten
kinostart
1. Dezember 2011
homepage
http://www.intime-derfilm.de/
bewertung

6 von 10 Augen

Ein Film aus einer fernen, düsteren Zukunft. Einer Zukunft, in der jeder mit 25 aufhört zu altern (zugegeben, das klingt im ersten Moment noch nicht so düster). Das Problem: Man hat daraufhin nur noch ein einziges Jahr zu leben. Unerbittlich läuft die Zeit auf einer Art digitalem Tattoo, das jeder Mensch auf seinem Unterarm eingraviert hat, herunter. In TimeEin Countdown bis zum Lebensende. Die einzige Möglichkeit dem programmierten Tod zu entkommen, besteht im Tauschen und Handeln von Zeit. Es ist die wichtigste und einzige Ware in dieser Welt. Geld hat keinen Wert mehr. Ein Kaffee kostet vier Minuten, ein Whiskey zehn Minuten und eine Taxifahrt eine Stunde. Wer reich ist oder einen lukrativen Job hat, der kann hier quasi ewig leben. Doch in den Ghettos, unter den Armen, wird jeder Tag zum puren Überlebenskampf.

Will Salas (Justin Timberlake) gehört zu den Armen. Durch einen Zufall bekommt er von einem Fremden 106 Jahre geschenkt, was für ihn und seine Mutter (Olivia Wilde) ein neues Leben bedeuten könnte. Die Hoffnungen auf einen Neuanfang werden jedoch schnell getrübt, denn Will gerät ins Visier des Timekeepers (eine Art Kopfgeldjäger bzw. Kopf“zeit“jäger) Raymond Leon (Cillian Murphy).

Andrew Niccols neuer Film knüpft sehr elegant an „Gattaca“ an, den Erstling des Regisseurs. Wieder schafft er eine dystopische Welt, in der sich das Menschliche gegen die pervertierten Auswüchse der Technik und Wissenschaft behaupten muss. Und wie bei nahezu allen Science Fiction-Filmen gehört auch bei „In Time“ die erste Viertelstunde, in der man die Welt des Films kennenlernt, zu der aufregendsten Phasen des ganzen Films. Man kann sich gar nicht satt sehen an den Details dieser Welt, die Niccols erschaffen hat. Mit Will wandern wir durch das Ghetto und später auch durch die luxuriöse Welt der Reichen und lernen so die Spielregeln und das Spielfeld dieses Universums kennen.

Leider weiß Niccol nur zu gut, dass er irgendwann eine Art Handlung inszenieren muss, was dazu führt, dass „In Time“ nach gut 20 Minuten zu einer äußerst öden und witzlosen Jagd-und-Flucht-Veranstaltung wird. WillDie Zeit läuft ab verliebt sich in der Zone der Reichen in Sylvia (Amanda Seyfried), die Tochter des Industriellen Philippe Weis (Vincent Kartheiser). Zunächst entführt er sie, wobei das Drehbuch die beiden bereits wenig später sehr rührselig zu einer Art Bonny&Clyde-Duo werden lässt. Es ist schon merkwürdig, wie wenig Chemie zwischen Seyfried und Timberlake entsteht. Die Liebe kauft man den beiden jedenfalls nie ab. Und so zerfallen beide Figuren zu reinen Hüllen und das ist hier sehr wörtlich gemeint. Während sich das weibliche Publikum an Justin Timberlakes freiem Oberkörper ergötzen darf, gibt es für den männlichen Teil des Publikums Amanda Seyfried zu begutachten, die das naive Dummchen gibt und in knappen Klamotten mit übergroßen Knarren hantiert.

Einige Autoverfolgungsjagden und Schießereien später bewegt sich der Film dann unaufhaltsam einem äußerst uninspirierten Finale entgegen. „In Time“ ist aber weniger enttäuschend, weil Timberlake und Seyfried nicht überzeugen. Der Film scheitert letztlich daran, dass der an sich sehr kreative Niccol nichts aus den aufregenden philosophischen Implikationen seiner Welt macht, sondern alle Konflikte auf ein ziemlich ausgelutschtes Arm-gegen-Reich-Thema reduziert.
Zu all dem gesellt sich das unbefriedigende Gefühl, dass die Crew hinter dem Film zu wesentlich mehr fähig gewesen wäre. Schließlich hat man mit dem Coen-Stammkameramann Roger Deakins einen der vehementesten Gegner des digitalen Filmemachens dazu gebracht, sein erstes digitales Werk zu drehen. Leider bekommt er nicht ausreichend Gelegenheit, sein Handwerk zu demonstrieren. Und auch Matrix-Cutter Zach Staenberg bleibt deutlich unter seinen Möglichkeiten. Und so bleiben nur kleine Momente und Ahnungen, die auf einen Film verweisen, der sicherlich das Potential gehabt hätte dem Sci-Fi-Genre etwas Neues hinzuzufügen.

Patrick Wellinski

Endlich mal wieder ein Film,

10

Endlich mal wieder ein Film, in dem die Handlung interessant ist. Überdies habe ich das Gefühl gehabt, die Idee habe ich so noch nie in einem Film gesehen. Bei den Hunderttausenden von Filmen eine echte Leistung mal was wirklich neues hinzukriegen. Chapeau.

Story war sogar richtig fesselnd. Ständig fragt man sich, wie man selbst reagieren würde und ist zu Anfang verblüfft sowohl über die Notwendigkeiten mancher Taten der Charaktere wie auch über die Schlüssigkeit der Handlungen an sich.

Wird bei mir den Weg als Kauf DVD ab release finden und mehrmals angeguckt.

Fand ihn super!

"In Time" Bonny & Clyde im

9

"In Time"

Bonny & Clyde im Social Sci-Fi

Der im Ghetto lebende Arbeiter Will (Justin Timberlake) befindet sich in einer Welt, in der der Mensch ab dem 25. Lebensjahr nicht mehr altert und mit genügend Zeit unsterblich sein kann. So wurde Geld durch Zeit ersetzt und jeder trägt eine Uhr auf dem Unterarm, mit deren Hilfe man für eine Stunde eine Tasse Kaffee bekommen kann oder für 60 Stunden eine Nacht in einem Hotel. Die Welt ist in Zeitober- und Unterschichten eingeteilt, in Zeitzonen, in denen die unterschiedlichen Klassen je nach Zeitbesitz leben. Wessen Zeituhr auf Null anlangt, stirbt sofort, wer endlos Zeit hat, lebt unendlich lang. Während Will sein ganzes Leben lang nur mit wenig Zeit von Tag zu Tag gelebt hat, trifft er plötzlich auf einen Mann, der über 100 Jahre auf seinem Konto hat, die er ihm bereitwillig überlässt, da er des Lebens überdrüssig geworden ist. Will verlässt das Ghetto und betritt andere Zeitzonen, um das System zu verstehen.

Ein wunderbarer Film und ein deutlicher Seitenhieb gegen unsere vom Geld und Machthabern kontrollierte Gesellschaft. Während man glaubt, man habe es hier mit einem Science-Fiction zu tun, der den Wunsch nach Unsterblichkeit zum Ausdruck bringen möchte, lässt sich täuschen, denn eigentlich dreht sich der Film um eine Gleichstellung zwischen Geld und Zeit, um die Zusammenhänge innerhalb unseres Geldsystems und dessen versklavenden Eigenschaften viel deutlicher werden zu lassen. Aus meiner Sicht ein hervorragender Film, ganz im Sinne von Wachowskis "V wie Vendetta", in der man sich durch einen Überwachungsstaat und ein menschenunwürdiges System unterdrücken und in seiner Freiheit berauben lässt. "In Time" entnimmt auch Elemente anderen Filmen, wie Flucht ins 23. Jahrhundert, Robin Hood oder auch Bonny & Clyde, in der ein Gangsterpärchen gegen das System rebelliert und von Regierung und Polizei als gemeingefährlich eingestuft, aber vom Volk geliebt werden.

Der Regisseur Andrew Niccol hat bereits im Jahre 1997 ein Sozialdrama auf die Beine gestellt, in der er das menschenunwürdige Klassensystem kritisierte. Interessanterweise ist ihm dieses Mal eine hervorragende Parabel gelungen und macht die Schwachstellen unseres Geldsystems deutlicher denn je.

Neben dieser sozialkritischen Komponente reißen Timberlake und die Schauspielerin Amanda Seyfried sämtliche Sympathien auf ihre Seite und repräsentieren den Anstoß zum Umsturz eines außer Kontrolle geratenen Systems.

Bewertung: 9 von 10 Sternen

(Kritik von J. Dilas, www.matrixseite.de)

Ich schließ mich meinen

10

Ich schließ mich meinen Vorrednern 100% an, auch mich hat der Film stark an "Flucht ins 23 Jahrhundert" sowie "Bonny & Clyde" erinnert ! Allein schon die Idee Geld als Zeitwärung zu benutzen und die Umsetzung im Film dazu waren grandios und mal was neues , von daher ein sehr Empfehlenswerter Film !

Ein toller Film. Okay Gattaca

8

Ein toller Film. Okay Gattaca und gern auch V-Vendetta waren noch ne ganze Klasse besser...aber hey...was solls. Denn die Idee war neu, das hab ich so noch nie gesehen und die klasse Bilderwelten dazu lassen gern die mittelmässige Handlungsabfolge vergessen. Gattaca war unglaublich stark, den konnte man immer wieder schauen. V-Vendetta um Welten intensiver als dieser Streifen. Trotzdem 8 Punkte aus dem Grund weil ich den Film sah ohne vorher etwas genaueres zu wissen und das war das tolle daran. Hätte ich vorher diese Kritik gelesen...vielleicht wären es dann wirklich nur 6 Punkte geworden. Aber eines stimmt: so eine geile Braut und so wenig Erotica. Verdammte Axt ich will ne europäische Fassung im Stil der Borgias :) Kühle blaue Bilderwelten gabs zu bewundern, was hätte man da an Sex inszenieren können. Ich vermute allerdings es geschah nicht, weil man es Justin Timberlake nicht abgenommen hätte. Eventuell falsche Besetzung? Und: Der Film hätte auch gern länger sein können! Grrrrrrrr...

Also ich fand den film doch

8

Also ich fand den film doch sehr unterhaltend, auch wenn aus dieser zukunftswelt etwas mehr hätte gemacht werden können. Anscheinend ist doch ein guter teil des budgets an die oder den darsteller (langsam seh ich ihn wirklich gern, was für eine karriere^^) gegangen. Nichts desto trotz, sind viele fragen zum nachdenken dabei. Ich hatte am anfang gar nicht darüber nachgedacht, dass die altersunterschiede verwischen. Vielleicht hätte man dies noch etwas stärker herausarbeiten können, zusammen mit dem thema "überdrüßigkeit der unsterblichkeit", find ich diese themen sogar stärker als den sozialdarwinistischen gedanken. Beide themenkomplexe, auch wenn im film nur gestreift, find ich sehr nachdenkenswert und insofern die lösung, also das problem des systems durch inflation zu lösen (jeder bekommt durch die beutezüge tausende von jahren), irgendwie bekannt und auch nicht weitgreifend genug. Insofern ist der timekeeper die interessanteste figur, ich weiß nicht ob das buch (es gab doch eins?) dies hergab, aber diese frage nach: Was kommt danach und ist es besser? fand ich zu halbherzig behandelt. Ich würde mal sagen, dies ist dem zuschauer überlassen. Ansonsten nette schauspieler, jedes geschlecht kann sich was ausgucken und eine kurzweilige handlung. Ich würde meinen, es lohnt sich in jedem fall.

Musste noch jemand an "Momo"

5

Musste noch jemand an "Momo" denken? Bonnie und Clyde überfallen Zeitsparkassen :-D Der Film ist um Längen schlechter als Gattaca, aber als Popcorn Movie ganz brauchbar. Man wird nicht für dumm verkauft, es werden ein paar nette Einfälle ins Spiel gebracht und man wird leidlich spannend unterhalten. Besondere Erwähnung soll hier Amanda Seyfried finden. Zum einen tut sie den männlichen Zuschauern den Gefallen und läuft die meiste Zeit in schwarzen Nylons und Hot Pants durch die Gegend. Zum anderen weil ihr der Stunt-Oscar sicher ist, da sie mit Stöckelschuhen mit Plateauabsätzen über Straßen, Hinterhöfe und Dächer rennt (!) ohne sich die Beine zu brechen. Wirkt weniger sexy als mitleidserregend. Sollte sich ein Vorbild an Momo nehmen - die geht barfuss :-)

Also an Momo musste ich nicht

5

Also an Momo musste ich nicht denken...... oft aber an Bonnie & Clyde.

Da kommt man auch zur ersten Schwäche des Films. In diesem Überwachungsstaat in dem man
alle Schritte per Kamera verfolgen kann, können sich die 2 dauernd verstecken.
Auch die "Oldtimer" mit den Elektromotoren waren etwas bemüht.
Überhaupt, die gesamte Kulisse war recht billig bis einfallslos, die SiFi Elemente waren
viel zu spärlich eingestreut und immer wieder hatte man "B-Movie" im Kopf.

Die Grundidee war, nimmt man mal an der sozialkritische Bezug auf unsere Zeit ist gewollt,
eine gute Sache. Nicht das wie und warum, sondern das es solche Misstände wirklich gibt, ist
ja der Kerninhalt. Warum werden die reichen immer reicher und die armen immer ärmer.

Seine Lösung ist leider keine echte, aber unterhaltsam. Aber auch nicht mehr.

Der Film wirkte für mich immer wie eine gute TV-Produktion wobei man heutzutage schon bessere
TV-Produktionen gesehen hat.

Man kann ihn sich anschauen, muss aber nicht.

Die Grundidee des Films ist

8

Die Grundidee des Films ist so gut und spannend, dass ein paar Schwächen nicht ins Gewicht fallen.
In time erinnert ein bißchen an Bonnie&Clyde und natürlich auch Gattaca. Alles in allem eine tolle Idee und sehr unterhaltend umgesetzt. Guter Film.

Nette Grundidee. Das war's

3

Nette Grundidee. Das war's auch schon an Positivitäten.
Das ganze Ding ist als gefühlter 8-Stunden-Film konzipiert, die Handlung muss daher natürlich zum Ende des Films so stark gerafft werden, dass die Story streckenweise unzusammenhängend und komplett unlogisch wird. Die Handlungsmotivik spielt überhaupt keine Rolle. Alles Handeln der Akteure liegt einzig in der zwangsweisen Zuspitzung der Story und der damit verbundenen unvermeidlichen Bummbummaktion begründet. Die Charaktere bleiben blass und wissen nicht zu überzeugen. Ganz, ganz gruselig leider mal wieder die weibliche Hauptrolle. Amanda Seyfried wirkt total deplatziert, da hätte ja in der Rolle sogar Lena mehr Authentizität gebracht. Justin Timberlake insgesamt bemüht.
Schade, die Grundidee hätte viel Potenzial gehabt.
Tipp: Geld sparen und ggf. auf DVD schauen.

Ein schrecklich dummer Film,

2

Ein schrecklich dummer Film, dessen attraktive Grundidee mehr angedacht als durchdacht wurde. Nur ein Beispiel: man sieht im ganzen Film fast ausschliesslich 25 Jährige. Die Altersgruppe 1 bis 24 Jahre scheint überhaupt nicht zu existieren. Mir fehlt die nötige Zeit um alle Unhereimtheiten dieser halbgaren Dystopie aufzuzählen. Aber am ärgerlichsten ist sicherlich, dass ganz egal wie viel Zeit die Protagonisten stehlen und selbstlos verschenken, ständig haben sie selbst nur noch ein paar Minuten. Und damit einen triftigen Grund ihrer Lieblingsbeschäftigung nachzugehen: um ihr Leben zu rennen. Am Ende fühlte ich auch den Schmerz, der einen überfällt, wenn man um 109 Minuten seiner kostbaren Lebenszeit beraubt wurde.

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