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In meinem Himmel

In meinem Himmel
krimi-drama , usa 2009
original
the lovely bones
regie
peter jackson
drehbuch
peter jackson, fran walsh, philippa boyens
cast
mark wahlberg,
rachel weisz,
saoirse ronan,
stanley tucci,
susan sarandon, u.a.
spielzeit
127 Minuten
kinostart
18. Februar 2010
homepage
http://www.inmeinemhimmel.de
bewertung

4 von 10 Augen

Peter Jackson lässt sich mittlerweile Zeit. Nachdem "King Kong" der "Herr der Ringe"-Trilogie als lang gehegter Kindheitstraum noch stante pede folgte, dauerte es nun fast vier Jahre für das Nachfolgeprojekt, für das sich Jackson eines ganz besonderen, auf den ersten Blick für ihn auch ungewöhnlichen Stoffs angenommen hat. Alice Sebolds Roman "The Lovely Bones" (der schon als Buch den eher flachen deutschen Titel "In meinem Himmel" trug, dieser ist also ausnahmsweise nicht auf den Mist des Filmverleihs gewachsen) erzählt in der Stimme der 14-jährigen Susie Salmon (im Film dargestellt von Ronan Saoirse, nach "Abbitte" erneut bemerkenswert) den eigenen Sexualmord und die Ereignisse danach, etwa wie die Familienmitglieder trauern und Susie selbst aus dem Jenseits beobachtet, wie sich ihr Vater (Mark Wahlberg) und ihre Mutter (Rachel Weisz) in der Trauer entzweien und ihr Mörder (furchteinflößend trotz einiger Klischees: der hier kaum zu erkennende Stanley Tucci) schon sein nächstes Opfer aussucht.

Schwierige Kost also, die sich Jackson da vorgenommen hat, und an der er leider scheitert. Dieses Scheitern hat viele Gründe, einer der wichtigsten ist aber, dass Jackson offenbar in seiner Version von "In meinem Himmel" etwas ganz anderes wollte als Frau Sebold. Diese verarbeitete hier wie schon in ihrem Romandebüt "Lucky" ("Glück gehabt") die am eigenen Leib erlebte brutale Vergewaltigung während der Studentenzeit. Wenn man dies weiß und dann im Film feststellt, dass diese Vergewaltigung weder gezeigt noch überhaupt angedeutet wird, vermutlich um die milde Altersfreigabe nicht zu gefährden, ahnt man schon, dass Buch und Film hier doch deutlich unterschiedliche Wege gehen. Das Problem dabei: Das Drehbuch von Jackson und seinen üblichen Mitstreiterinnen, Ehefrau Fran Walsh und Philippa Boyens, bringt mit diesen Veränderungen keine Verbesserungen ein, vielmehr bleibt vieles unvollkommenes Stückwerk, was sich in sich abwechselnden, dabei aber stilistisch und tonal diametral gegenüberstehenden Sequenzen niederschlägt.
Die Tonalität des Films ist eine einzige Katastrophe. Jackson hat die dubiose Errungenschaft geleistet, einen Film über den brutalen Mord an einem Teenager zu machen, dem es fast vollständig an Emotionen fehlt. Statt philosophischem Nachdenken über Leben und Sterben zeigt er das Jenseits als einen farbenfrohen, kitschigen Abenteuerspielplatz. Das Aufziehen der Geschichte als eine Art übernatürlicher Krimi funktioniert noch am Besten, aber das ist schmales Lob. Und als wären die miteinander kaum kompatiblen Stimmungen und Darstellungen von Jenseits und Diesseits nicht schon unterschiedlich genug, entblödet sich Jackson nicht, eine völlig unpassende Comedypause einzulegen, wenn die trinkfeste Oma Salmon (Susan Sarandon) zu Besuch kommt, um der trauernden Familie auf die Beine zu helfen. Dass Susan Sarandon hier als comic relief ordentlich Spaß haben darf, ist schön für sie und wäre es in einem anderen Kontext auch für uns Zuschauer. Aber eine fröhlich zu ""Long Cool Woman in a Black Dress" vor sich hin hoppelnde Montage, in der die angeblich hilfreiche Oma das verbrannte Essen mit Wasser aus der Blumenvase löscht und nach Fehlbedienung der Waschmaschine einen ganzen Raum unter Seifenschaum setzt, hat - auch wenn sie so auch in der Vorlage auftaucht - in diesem Film schlichtweg nichts zu suchen. Jackson hat so viel verändert, aber ausgerechnet dieses unpassende Element musste er behalten.

Apropos unpassend: Gehässig gesprochen könnte man schon auf die Idee kommen, dass ein brutaler Mord nach Vergewaltigung doch eigentlich gar nicht so schlimm ist, [Achtung Spoiler!] wenn man sich denn in Geisterform doch noch den nicht geschafften ersten Kuss abholen kann, Mama und Papa sich dann doch wieder verstehen und man mit seinen neuen Freundinnen aus dem Club der "vom selben fiesen Killer Ermordeten" durch ein schön bunt-lauschiges Jenseits flanieren kann [Spoiler Ende]. Dass einem dieser böse Gedanke kommt, hat viel mit den widersprüchlichen Signalen zu tun, die Peter Jackson hier sendet. Der alles erschlagende Kitsch der Jenseitssequenzen und vor allem das nicht unbedingt im positiven Sinne denkwürdige Ende, das einem eine falsche Erlösung vorgaukelt, die zwar für die Teenagerprotagonistin Sinn macht, aber nicht für den Zuschauer. Dass etwa die Susie des Buches ihrem Mörder vergibt, weil sie in seine Kindheit reisen und seinen eigenen Missbrauch miterleben kann, fällt hier vollkommen weg. Stattdessen folgt der Film ein wenig dem "Ghost"-Prinzip, Susie will mit ihrer Familie in Kontakt treten, um den Mörder zu entlarven.
Anstatt der freien Assoziation des Buches begibt sich Jackson also auf ausgewiesene Genrepfade, würzt dazu die Jagd auf George Harvey, den Mädchenmörder, mit klassischen Spannungsmomenten. Aber auch in diesem Sinne bleibt "In meinem Himmel" unausgegoren, denn wenn Jackson schon das Hauptaugenmerk auf die Krimiaspekte legt, sollte die Auflösung der Story doch mehr mit den in diese Richtung unternommenen Aktionen im Film verbunden werden. Viel Aufbau, wenig Auflösung, könnte man sagen, stattdessen wird das Publikum mit einer halbgaren Pointe abgespeist, die wohl ironisch sein soll, aber eher albern anmutet.
Immerhin: Gerade die Thrillerelemente, die Jackson im Gegensatz zur Vorlage ausbaut, sind zumindest spannend, wenn auch konventionell umgesetzt. Susies Jenseitsreisen versinken dagegen in Pathos, das ebenfalls manchmal unfreiwillig komisch wirkt. Und sie sind der beste Beweis, dass Jackson sich schon immer für seine Effekte mehr interessiert hat als für seine Figuren. Böse Zungen sagen dies ja gerne dem Kollegen James Cameron nach und diese Diskussion wurde angesichts von "Avatar" wieder angefacht, aber Cameron ist zumindest immer effektiv in der Nutzung seiner Figuren, so schablonenhaft sie auch gezeichnet sein mögen. Diese Effektivität geht Jackson dagegen völlig ab, zumindest hier.
Wer sich also zurecht fragt, ob Jackson nun der richtige Mann ist für eine intime Meditation über Leben und Tod und wie Menschen damit umgehen, dem beweist er hier eindeutig: Ist er nicht. Sein Desinteresse an Zwischenmenschlichem und an Zwischentönen wird überdeutlich. Und wer hier dann "Heavenly Creatures" als Kronzeugenargument für die sensible Prägung des Regisseurs und sein somit durchaus vorhandenes Potenzial für diese Art Geschichte anbringen möchte, dem sei gesagt: Kritisch gesehen ist Jackson dort doch fast ganz ähnlich vorgegangen, die Szenen in der realen Welt standen in einem krassen Missverhältnis zu den Fantasyszenen, denen seine ganze Aufmerksamkeit galt. Deswegen müssen wir es so hart konstatieren: Peter Jackson ist nicht der große, persönliche Erzähler, als der er sich selbst gerne sehen würde. Er ist ein Regisseur für Spezialeffektfilme. Das reicht nicht für kompliziertes, feine Nuancen forderndes Material wie "In meinem Himmel". Stattdessen ertränkt Jackson alle Nuancen in wahlweise Sentimentalität und Kitsch oder Thrillerstereotypen, deren Akzeptanz sich der Film schlichtweg nicht verdient.

Dementsprechend macht auch die Erklärung für den Originaltitel des Romans (und Films) auf den Film bezogen keinen Sinn mehr: Am Ende erklärt Susie, nachdem sie das Schicksal der von ihrem Tod Betroffenen geschildert hat: "These were the lovely bones that had grown around my absence: the connections - sometimes tenuous, sometimes made at great cost, but often magnificent, after I was gone". Einzig: Genau dies unterschlägt uns Jackson, diese "lovely bones", diese Verbindungen zwischen Menschen. Die Beziehungen der anderen Figuren bleiben merkwürdig konturlos oder gar nicht existent. Gerade die gemeinsame Trauer bleibt völlig auf der Strecke, stattdessen wählt Jackson Bilder, die Susies Aussage konträr gegenüberstehen: Der Vater vergräbt sich im Hobbykeller und Detektivarbeit, die Mutter verschwindet, die Schwester scheint ihre Trauer im Sport abzureagieren. Alle sind eine eigene Insel, bleiben allein.
Als die Schwester sich dann verliebt oder das Ehepaar sich erst entzweit, dann wieder verträgt, muss man das so hinnehmen, nachvollziehen kann man es kaum, denn Jackson findet nicht nur die falschen Bilder, sondern auch keinen Zugang. So können auch Rachel Weisz und Mark Wahlberg (im ständigen Kampf gegen ein lächerliches Toupet) ihre Sache nur so gut machen, wie es eben geht, und das ist nicht so sehr. Der Film gibt ihnen trotz Überlänge schlichtweg nicht den Raum oder die Möglichkeit, Trauerprozesse wirklich zu zeigen oder gar spürbar zu machen. Die Trauer wird in den naheliegendsten, plakativsten Szenen kurz abgehandelt, stattdessen kann es Jackson kaum erwarten, schnell zum nächsten großen CGI-Fest in Susies Himmel zu kommen oder aber den düsteren Machenschaften von Herrn Harvey zu folgen.
So wird das Vorangehen der Zeit überhaupt nicht deutlich - schließlich vergehen im Laufe der Geschichte mehrere Jahre - und manche Szenen lassen einen komplett ratlos zurück. Wenn etwa Mutter Abigail ihren Mann und ihre Familie verlässt, um ihre Trauer zu verarbeiten, fragt man sich: Was hab ich da verpasst? Ganze Sequenzen scheinen hier zu fehlen, während sich im Gegensatz dazu manche Jenseitssequenz ins Belanglose und scheinbar Endlose zieht. Auch als Abigail dann plötzlich zurück kommt, muss man sich fragen: Warum jetzt? Was hat sich geändert? All diese Antworten unterschlägt Jackson einem, ach was, er stellt nicht mal diese Fragen. Und das, obwohl es Zeit und Raum genug gegeben hätte, da es eigentlich keinen triftigen Grund dafür gibt, warum "In meinem Himmel" statt angemessenen anderthalb über zwei Stunden laufen muss. Daher muss man wohl konstatieren: Es interessiert Jackson schlichtweg nicht.

"In meinem Himmel" verdeutlicht wie durch eine Lupe die Schwächen des Peter Jackson, die auch in vorherigen Filmen mal mehr, mal weniger deutlich vorhanden waren: Der Hang zu Klischees, sowohl inhaltlicher als auch visueller Art; die zeitweise arg große Vorliebe für Kitsch und der ausholende, bisweilen enervierend langsame Erzählgestus, der noch jeden seiner Filme zumindest von der Laufzeit her in Richtung Epos drängte. Und am allerschlimmsten: Die mangelnde Fähigkeit, menschliche Beziehungen und Emotionen ohne Gimmicks und Spektakel darzustellen. Die so schönen wie falschen Bilder, die er hier zusammen getragen hat, sollte man - wer sich denn von dem inhaltlichen und strukturellen Chaos wirklich nicht abschrecken lässt - dann schon im Kino sehen, zumindest eher als auf DVD. Aber ohne Herz und Hirn bleiben sie genau das, und nur das: Schöne, falsche Bilder.

Simon Staake

4

schließe mich der kritik komplettt an..

der film lohnt sich nicht wirklich..

Soll einer verstehen, warum sich Peter Jackson solchen Stoff aussucht? Ein Regisseur, der bisher nur Fantasy-Horror oder pures Fantasy gedreht hat... das kann nur schiefgehen. Guillermo del Toro wäre vielleicht der bessere Mann für diese Verfilmung gewesen.

Ich habe ihn noch nicht gesehen, aber es scheint wohl einer der Filme zu sein, die man besser findet, wenn man das Buch vorher nicht gelesen hat. Anschauen werd ich ihn mir, weil ich schon ein kleiner Jackson-Fan bin; aber über jeden Zweifel erhaben ist er für mich auch nicht, hoffe aber, dass ich den Film besser finden werde als der Autor dieser Rezession

8

Ich muss zugeben dass die bewertung absolut zutrifft.daher sollte ich eigentlich nicht 8 punkte vergeben und mache es dennoch obwohl grade die genauso wie beschrieben sehr langen sequenzen im "himmel" zu der punktezahl nicht passend sind da sie wirklich oft kitschig anmuten...und ausserdem hätte man da wirklich mehr rausholen können an drama und spannung...und dennoch hat mir der streifen ganz gut gefallen und hatte auch tolle bilder und eine nette geschichte, die ein drama sein sollte aber nicht ist...nun ja ich wurde dennoch gut unterhalten da ich wohl vorher rein gar nicht gewusst habe was mich erwartet, keine bewertung kannte oder gar das buch.der film hat etwas, wobei weniger peter jackson besser gewesen wäre.wenn ich mich das jetzt nochmal richtig überlege, da hätte man wirklich etwas viel aufwühlenderes oder spannenderes draus machen können, leider.und ich schwanke grad wieder mit der bewertung aber freue mich dennoch ihn gesehen zu haben. also im grossen und ganzen gute unterhaltung. aber der kitsch überzogen :)

Ich muss ehrlich sagen, ich bin mehr als kritisch einer Story gegenüber die ein vergewaltigten und getöteten Menschen in einer Art Paradies zeigt und sich alles in eine heile Welt auflöst.

Zufällig kenne ich so einen Menschen der das knapp überlebt hat, seine inneren und äußeren Narben sind für jeden sichtbar und da ist NIE etwas gutes daran.

Und keiner wird diesem Tier das zum Glück lebenslang im Gefängnis sizt, je verzeihen.

@ yoss:

schon mal was von "heavenly creatures" gehört? Wohl nicht, sonst wüsstest du, dass Jackson mit solchen Stoffen durchaus umgehen kann.

Es gab in den "Herr der Ringe" Filme auch schon Momente in denen ähnliche Schwächen durchgekommen sind - aber da gibt es ja die Vorlage die die meisten Sachen fremdbestimmt.
Ich glaube Jackson hat halt ganz bestimmte Talente, und hier kommt halt mal zum Vorschein, was nicht so direkt zu ihnen gehört.

9

Ein kleines Meisterwerk. Subtil erzählt. In wunderschönen Bildern dargestellt. Mit einer 14jährigen überragenden Hauptdarstellerin.

8

Atmosphärisch dichter, optisch brilliant in Szene gesetzter und äußerst phantasievoller Film mit sehr guten Schauspielern, der einem wirklich nahe geht. Ich kenne das Buch allerdings nicht, was wahrscheinlich meine hohe Bewertung erklärt.

10

Ich habe zuerst den Film gesehn und nun stelle ich das Buch auch noch in Deutsch vor... Klar, dass ich mich so noch ausgiebiger mit der ganzen Geschichte beschäftige.
Klar ist für mich aber auch, dass der Film einfach erste Sahne ist. An manchen Stellen empfinde ich ihn sogar noch besser als das Buch.

Jedem sei seine eigene Meinung gegönnt, aber diese Kritik ist aus meiner Sicht eindeutig etwas zu hart!

2

@ Kazantzakis:

Ich frage mich, was diesen unausgegorenen Film zu einem kleinen "Meisterwerk" macht?
Etwa die Subtilität, in welche er permanent versinkt, ohne sich wirklich zu entscheiden, auf was er letztendlich hinaus will? Das macht ihn aus meiner Sicht viel eher zu einem großen Ärgernis.
Was will der Film denn bei seiner Thematik vermitteln? Dass der Tod letztendlich doch was Schönes ist und selbst die eigene Ermordung in diesem Sinne auch seine positiven Aspekte hat? Denn wie erklärt sich diese schöne bunte Zwischenwelt und der relativ große "Spaß" an diesem Ort trotz der ernsten, sehr ernsten Grundthematik? Genau darin sehe ich das ganz große Problem des Films, und das bremst den kompletten Verlauf gehörig aus, bis ich mich am Ende gefragt habe: was sollte das Ganze jetzt?

Die Effekte sind in der Tat gut - gut deplatziert in so einem Film, es scheint Herrn Jackson sehr wichtig gewesen zu sein die "Zwischenwelt" ganz toll und bunt aussehen zu lassen, und dabei vergaß der gute Mann ein gesundes Maß an Ausgewogenheit zum Rest des Films, der reichlich emotionslos daher kommt und im Grunde nichts weiter ist als seichte Unterhaltung - für einen Film mit dieser Thematik voll daneben.

Und noch ein Kommentar zur "überragenden Hauptdarstellerin": mehr als ein paar mal staunend und fragend in die Kamera gucken war schauspielerisch leider nicht drin (und IMO zu wenig für "überragend"), das Hin- und Hergerenne im kunterbunten "Paradies" hätte auch jede andere toll hingekriegt. Da hat mir persönlich Mark Wahlberg mehr geleistet, und selbst der klischeebeladene Killer hat zumindest zeitweise eine gute Performance abgeliefert. Überragend war da jedoch wahrlich niemand.

Dass Peter Jackson spätestens seit seinen epischen HdR-Filmen von vielen Seiten als Regie-Genius und supertoller Filmemacher hochgejubelt wurde war schon recht nervig. Mit "In meinem Himmel" hat er sich, sorry, zur Lachnummer gemacht: kein Gefühl für Emotionen, kein Feinsinn für die Thematik, keine Ausgewogenheit bei der Inszenierung, Klischees noch und nöcher, und zu guter Letzt auch kein Ziel am Ende erreicht, jedenfalls keines, was in irgendeiner Weise die zwei Stunden zuvor und eventuell gewünschte Aussagen des Films rechtfertigt.

Kurz gesagt: verlorene Zeit.

Homer

1

Was war das? Ich kann nicht einmal eine Inhaltsangabe machen. Ein verträumter Song hier, ein bedeutungsschwangerer Monolog da. Hauptsache, Susie bekommt noch ihren Kuss. WTF?! Ich finde es vorsichtig gesagt eine Frechheit, wie Jackson dieses sensible Thema verwurstet.

8

muss man denn unbedingt sehen wie ein mädchen ermordet wird s. staake? das als kritikpunkt zu nehmen, das es nicht gezeigt wird... da kann man nur mit dem kopf schütteln. allein der gedanke ist doch schon horror genug. mich hat der film sehr aufgewühlt und bewegt. an manchen stellen ist er wirklich etwas kitschig, deshalb 2 punkte abzug.

6

Ja, es ist interessant zu sehen wie diese furchtbare Thematik hier weichgespült wird. Aber hätte ich einen Film sehen wollen der das Drama in seinem ganzen grauenvollen Ausmaß zeigt? Eine verzweifelte Familie, die am Schmerz zu zerbrechen droht? Wahrscheinlich nicht. Liebend gerne habe ich mich dazu verleiten lassen in eine verkitschte Traumwelt einzutauchen, die dem Opfer die Möglichkeit einräumt das irdische Geschehen seiner Liebsten nicht nur zu begleiten, sondern auch subtil darauf Einfluss nehmen zu können. Vielleicht wollte Peter Jackson mit seinem Film einfach nur Trost spenden? Dem Tod ein wenig von seinem Schrecken rauben. Bei mir hat das zumindest zwei Stunden lang recht gut funktioniert. Dennoch sind die Kritikpunkte von Herrn Staake leider gerechtfertigt. Abgesehen vom Ende, das mich persönlich positiv überrascht hat, weil es eben nicht den Erwartungen der Zuschauer entspricht. Stanley Tucci, grandios furchteinflössend und Ronan Saoirse, die personifizierte Unschuld, überzeugen auf ganzer Linie.

Ich habe mir gestern den Film

3

Ich habe mir gestern den Film als DVD angesehen. Ehrlich gesagt bin ich etwas ratlos. Ein wirklich ernstes Thema, der Mord an einem Kind und der Abschied von einem geliebten Menschen wird verquickt mit einer halbgaren Detektivgeschichte und einer fürchterlich kitschigen Jenseitsphantasie, die optisch Erinnerungen an die Desktophintergründe von Windows XP weckt.
Dieser Film ist wie ein Cocktail, dessen Einzelkomponenten zwar lecker sind, der im Zusammenspiel aber eklig schmeckt.

Es gibt Filme, die sind

1

Es gibt Filme, die sind schlecht. Blöde Story, handwerkliche Mängel, miese Schauspieler. Und dann gibt es diesen Film, der einfach so unerträglich Sch***e ist, dass man richtig wütend wird. Die Rezension spiegelt das ja schon recht gut wider.

Ich habe noch nie so viel dümmlichen Kitsch gesehen. Dies allein ist schon schlimm, wird aber im Kontext der Rahmenhandlung unerträglich. Und ob Buch oder Film, hier passt echt nichts zusammen. Horror, Krimi, Thriller, Komödie, Fantasy etc. Bei Unfällen wie 'Sucker Punch' kann man vielleicht noch den B-Movie-Stempel draufmachen und lachen. Hier vergeht einem dies gründlich und am Ende fragt man sich, was einem die Macher denn nun mit diesem Film sagen wollten.

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