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Im Banne des Jade-Skorpions

Im Banne des Jade-Skorpions
krimi-komödie , usa 2001
original
the curse of the jade scorpion
regie
woody allen
drehbuch
woody allen
cast
woody allen,
helen hunt,
dan aykroyd,
charlize theron, u.a.
spielzeit
103 Minuten
kinostart
6. Dezember 2001
homepage
bewertung

6 von 10 Augen

Allen halt. Mehr bräuchte man zu diesem Film eigentlich nicht sagen. Da steht der kleine zerknitterte Prototyp-New Yorker im Trenchcoat und mit Bogart-Hut, becirct unverständlicherweise mal wieder die schönsten Damen Hollywoods durch sein hilfloses Gestammel und das alles in einer Kulisse der 40er-Jahre zu wunderbarer Jazzmusik. Allen halt.
Wer´s doch genauer wissen will: Woody Allen spielt hier den erfolgreichen Versicherungsdetektiv und Frauenheld C.W. Briggs. Er knackt die härtesten Nüsse, deckt sämtliche Betrügereien mühelos auf - und muss sich dann eines Tages von der neuen Effizienzprüferin Betty Ann Fitzgerald (Helen Hunt) sagen lassen, was er alles falsch macht. Der Zwangsruhestand scheint vorprogrammiert. Klar, dass sie schnell zu seiner Todfeindin wird. Doch Fitzgerald lässt sich nicht kleinkriegen, im Gegenteil: Mit spitzer Zunge gibt sie jede Spöttelei zurück - und macht beim Publikum dabei weitaus mehr Punkte wett als Allen selbst.
Jedenfalls wird Allen schließlich hypnotisiert. Der Magier hat böse Absichten und benutzt den Trance-Akt, um den rechtschaffenen Biggs zum Juwelendieb zu machen. Am nächsten Morgen erinnert der sich an nichts mehr. Und wie nicht anders zu erwarten wird Biggs bald auf seinen schwersten Fall angesetzt: Auf sich selbst.

Soviel zur Story, die sich manchmal etwas zäh und gar zu langsam voranschiebt. Irgendwie erinnert sie an einen Zeichentrickfilm, an die guten alten Streifen in denen die Bank von Entenhausen geplündert wird und selbst rot-glimmende Laserschranken die Gauner nicht davon abhalten können, den kopfgroßen Diamanten einzuheimsen. Aber da wird wenigstens genug Spannung und Spaß vermittelt. Nicht zuletzt der Titel lässt eher ein Indiana-Jones-Abenteuer vermuten als eine klischeehafte Hypnosegeschichte, die vor allem in der Spätvorstellung einschläfernde Wirkung zeigen kann.
Allen ist in diesem Film wieder einmal Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller in Personalunion, also darf er es sich auch gönnen´, von Charlize Theron beinahe verführt zu werden und Helen Hunt für sich zu gewinnen. Auch wenn es mehr als unglaubwürdig ist.
Der Skorpion an sich hat offenbar schon lange keinen Stachel mehr, denn Allens neuer Streifen sprüht nicht gerade vor Einfallsreichtum. Er hat in bewährter Manier Hollywood-Stars um sich gereiht, die dem Meister gerne zu Füßen liegen - aber ansonsten eher uninspiriert in ihren Rollen festzustecken scheinen. Zwischen Oscargewinnerin Helen Hunt und Allen selbst ist jedenfalls keinerlei Funke zu spüren.

Alles in allem: Allen halt. Wer Woody Allen mag, wird diesen Film mögen. Und wer ihn nicht mag, der wird seine Meinung leider auch durch diesen Film nicht ändern können.

Larissa Vassilian

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