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High Speed Money

High Speed Money
biografie , großbritannien 1999
original
rogue trader
regie
james dearden
drehbuch
james dearden
cast
ewan mcgregor,
anna friel,
yves beneyton,
tony wu, u.a.
spielzeit
101 Minuten
kinostart
2. Dezember 1999
homepage
bewertung

1 von 10 Augen

Mit Geld ist es wie mit Sex: Man hat es - und man spricht nicht darüber. "High Speed Money", die Autobiographie des Katastrophenbrokers Nick Leeson, ist sogar gleich ein ganzer Film über Geld, und zwar ausschließlich. Das kann ja gar nicht gutgehen. Äquivalentes zum Thema Sex nennt man gemeinhin "Porno", und dieser Streifen hier ist genau das: Ein Börsenporno. 
James Deardens Inszenierung schmeißt mit Beträgen, Währungen, Konten, Optionen, Nikkei und Notierungen um sich, der schnöde Mammon steckt hinter einer aufreizend durchsichtigen Ausrede von Handlung. Diese ist ebenso bekannt wie schnell erzählt: Nick Leeson, der britische Banker, spekuliert an der Börse von Singapur mit fremden Geld und gerät unter die Räder des Marktes. Seine Verluste wuchern immer weiter, während er mit allen Tricks versucht, seine Londoner Brötchengeber zu blenden. Klar, daß seine Ehe darunter leidet, klar auch, daß er sich ja gar nicht persönlich bereichern will, sondern nur versucht, mit immer riskanteren Zockereien immer horrendere Schlappen auszubügeln. Schließlich fliegt alles auf, seine Bank geht pleite und er in den Knast. 
Von vorne bis hinten ein einziger Dünnstuhl, sind der Film und seine vielen Schwächen eigentlich nicht wert, darüber zu sprechen. Der Anfang, ein symbolträchtiger Schwank aus Leesons Jugend (Hallo, ich bin der Typ, der aufs Maul bekommt, wenn andere Mist bauen), der Mittelteil, ein tödlich langweiliges Börsenmedley, und schließlich das Ende, zu allem Überfluß voll mit Pathos.
"High Speed Money" ist derart konservativ inszeniert, daß man Gefahr läuft, sich beim Gähnen den Kiefer auszurenken. Wie eine billige TV-Produktion kommt der Streifen daher, Montage, Schnitt, Dialoge - aufregend wie die letzten Wasserstandsmeldungen. Von der Handlung und dem behandelten Milieu ganz abgesehen. Ewan, was machst Du denn da? Sicher, Star Wars ist kein Ruhmesblatt, aber "Trainspotting"? "Lebe lieber ungewöhnlich"?  Und jetzt *das*?
Jetzt spielst Du in einem Film die Hauptrolle, bei dem der erste sehnsuchtsvolle Blick auf die Uhr schon nach zehn Minuten erfolgt, bei einem Film, der zwei Stunden Überlänge zu haben scheint und doch nur 100 Minuten in Anspruch nimmt.  Fazit: Seit langem der ödeste Schrott, der je auf der Schutthalde Kino abgeladen wurde. Allenfalls etwas für Sparkassen-Azubis.

Rainer Leurs

9

ich kann der Kritik ebenfalla absolut nicht zustimmen.

mich hat der Film gefesselt. für mich verging der Film eher viel zu schnell. die Ausweglosigkeit des Protagonisten, die Fehler die er begibt, all dies ist wunderbar interessant aufbereitet worden.

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